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21

Sonntag, 10. April 2016, 14:43

Anschauen? Das weiß ich noch nicht, dafür existiert ja eigentlich die Disc. Wohl eher nicht, weil ich momentan keinen Röhrenfernseher mein Eigen nenne. Damit wäre ich wieder bei Django:
VHS auf einem Flachbildschirm ist relativ unangenehm für die Augen.
Sollte ich aber mal wieder einen "alten Kasten" anschaffen, wird das Tape umgehend eingelegt.
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Havanna

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22

Donnerstag, 14. April 2016, 10:33


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23

Donnerstag, 14. April 2016, 13:57

Danke Dir!
Die VHS-Ära markierte ganz klar den Zenit der Covergestaltungskunst. Keine lieblosen Fotos, sondern oftmals gar regelrechte Malereien.
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stromberg

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24

Donnerstag, 14. April 2016, 17:59

Danke Dir!
Die VHS-Ära markierte ganz klar den Zenit der Covergestaltungskunst. Keine lieblosen Fotos, sondern oftmals gar regelrechte Malereien.


Das kann man so und so sehen. Freunde von guter Typographie bekommen bei diesen "Kirmesbuden" eher das kalte Grausen. Die Hoch-Zeit der VHS fiel leider in die Frühzeit des DTP (sprich: Gestaltung per Computer). Und damals waren die Gestalter so besoffen davon, was man mit diesem tollen neuen Werkzeug machen konnte, dass da (und das nicht nur im Bereich der Covergestaltung) einige Schauerlichkeiten dabei rauskamen. Verzerrte Schriften, Extrusionen, quietschbunte Farben (Regenbogenverläufe - die waren von Hand kaum hinzubekommen) und 17 verschiedene Schriften auf einem postkartengroßen Flyer. Nee, schön war anders... :D
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25

Donnerstag, 14. April 2016, 18:44

Dann nennen wir es eben nicht schön, sondern originell ;)
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JamesBond

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26

Samstag, 16. April 2016, 23:19

Die Cover schauen recht interessant aus.

27

Dienstag, 19. April 2016, 10:53

Die Cover schauen recht interessant aus.
Ich habe die alten VHS in den Keller verbannt. Nur wegen der teilweise recht "interessanten" Cover habe ich sie noch nicht zum Wertstoffhof gebracht.

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28

Donnerstag, 21. April 2016, 16:04

VHS

Also ich kann Daniels Begeisterung für die gute alte VHS durchaus nachvollziehen. Gelegentlich schaue ich mir selbst noch die Bonds der 90er in dieser zeitgenössischen Form an. Meine TWINE-Kassette wurde sicherlich schon über vierzig mal abgespielt und hat entsprechende Abnutzungserscheinungen. Dafür bietet sie aber einen absoluten authentischen Videogenuss, eben genau so, wie zum ersten Erscheinen des Films auf dem Homevideomarkt.

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29

Donnerstag, 21. April 2016, 19:48

Also ich kann Daniels Begeisterung für die gute alte VHS durchaus nachvollziehen. Gelegentlich schaue ich mir selbst noch die Bonds der 90er in dieser zeitgenössischen Form an. Meine TWINE-Kassette wurde sicherlich schon über vierzig mal abgespielt und hat entsprechende Abnutzungserscheinungen. Dafür bietet sie aber einen absoluten authentischen Videogenuss, eben genau so, wie zum ersten Erscheinen des Films auf dem Homevideomarkt.

Danke für den Zuspruch.

Ich kann von niemandem ernsthaft erwarten, dass er oder sie meine Begeisterung diesbezüglich nachvollzieht oder gar teilt (auch wenn es das vereinzelt gibt), aber eine komplette Ablehnung diesbezüglich muss ja auch nicht sein, denn ich verurteile ja z.B. auch niemanden für die Liebe zu Schallplatten, nur weil ich mich selbst nicht ansatzweise für selbige interessiere, geschweige denn diese bedienen kann. So spielt sich eben in jedem Kopfe individuelles Wunschdenken ab und wenigstens DAS kann uns unsere datenüberflutete Digitalisierungswelt nicht nehmen :)
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DrShatterhand

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30

Sonntag, 24. April 2016, 21:22

Bei mir werden demnächst auch wieder zwei VHS-Tapes im Recorder landen:
- Commando ("Let off some steam, Bennett" - yeah!)
- Under Siege 2 (obwohl ich den vor einiger Zeit schon mal gesehen habe, aber der reizt mich immer wieder)

Erst wenn das Gerät im Eimer ist, wird das wohl aufhören.
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Ahab

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31

Montag, 25. April 2016, 11:30

Also ich kann Daniels Begeisterung für die gute alte VHS durchaus nachvollziehen. Gelegentlich schaue ich mir selbst noch die Bonds der 90er in dieser zeitgenössischen Form an. Meine TWINE-Kassette wurde sicherlich schon über vierzig mal abgespielt und hat entsprechende Abnutzungserscheinungen. Dafür bietet sie aber einen absoluten authentischen Videogenuss, eben genau so, wie zum ersten Erscheinen des Films auf dem Homevideomarkt.

Danke für den Zuspruch.

Ich kann von niemandem ernsthaft erwarten, dass er oder sie meine Begeisterung diesbezüglich nachvollzieht oder gar teilt (auch wenn es das vereinzelt gibt), aber eine komplette Ablehnung diesbezüglich muss ja auch nicht sein, denn ich verurteile ja z.B. auch niemanden für die Liebe zu Schallplatten, nur weil ich mich selbst nicht ansatzweise für selbige interessiere, geschweige denn diese bedienen kann. So spielt sich eben in jedem Kopfe individuelles Wunschdenken ab und wenigstens DAS kann uns unsere datenüberflutete Digitalisierungswelt nicht nehmen :)
Naja, es gibt bei den Schallplatten oder auch dem analogen Film in der Fotografie durchaus Vorteile, die man objektiv im direkten Vergleich zum digitalen Medium Medium aufzählen kann. Trotzdem - oder gerade deshalb - ist diese Leidenschaft zweifellos charmant.

Schallplatten besitze ich beispielsweise aus verschiedenen Gründen. Zum einen sind die im Gegensatz zu digitalen Versionen weniger vergänglich und klanglich einzigartig (ich möchte nicht von 'besser' sprechen, denn das ist Geschmacksache). Den Kostenfaktor könnte man vielleicht auch bei der VHS anführen: Man bekommt für ziemlich schmales Geld physikalische Originalversionen. Nur bezahlt man den bei VHS mit einem herben Qualitätsverlust.

Die analoge Fotografie hat seine Vorteile eher in der bewussteren fotografischen Entscheidung als auf der technisch-qualitativen Seite. Auch hier gibt es aber zusätzlich den Vorteil des 'wirklich' vorhandenen Gegenstands (versus im digitalen Meer unbedeutend werdende Bilder-/Film-/Song-Fluten). Wobei das nun wieder ins subjektive Empfinden abdriftet.

Django

Der Andere

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Montag, 25. April 2016, 11:52

Commando ("Let off some steam, Bennett" - yeah!)

Yeah :thumbsup:

Zitat

Naja, es gibt bei den Schallplatten oder auch dem analogen Film in der Fotografie durchaus Vorteile, die man objektiv im direkten Vergleich zum digitalen Medium Medium aufzählen kann.

Richtig. Und leider trifft das bei VHS nicht zu, das auch kein "reines" Medium ist wie z.B. die Schallplatte, da die Daten ja magnetsich-analo zwischengespeichert werden...

Einen GROSSEN Vorteil hat die VHS aber gegenüber der DVD: Gerät einschalten, "Play" drücken und nach einer Sekunde läuft der Film. Keine nervenden Menus, kein "Aufwärmen" (mein DVD-Player braucht nach dem Einschalten jeweils bereits etwa eine halbe Minute bis er weiss wo und wer er ist...)

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Montag, 25. April 2016, 20:06

Richtig. Und leider trifft das bei VHS nicht zu, das auch kein "reines" Medium ist wie z.B. die Schallplatte, da die Daten ja magnetsich-analo zwischengespeichert werden...
Diese Logik erschließt sich mir nicht. Eine Schallplatte basiert auf einer "magnetisch-analogen" Aufnahme. Die Informationen einer solchen Aufnahme werden in das PVC gepresst. Damit ist auch sie kein "reines" Medium, wie du es nennst, und objektiv schlechter als das magnetisch-analoge Original.

Letztlich ist die Gegenüberstellung von digital und analog hier sicherlich auch nicht zielführend.
Schließlich geht es um die Reproduktion von analog gedrehten Filmen (mit Ausnahme von QOS und SP analog/digital, sowie SF digital) in analoger oder digitaler Form. Die analogen VHS-Reproduktionen und die digitalen DVD-Reproduktionen der Filme sehen auf einem großen LCD-Fernseher beide nicht besonders prickelnd aus, wobei die VHS natürlich die wesentlich schlechtere Auflösung besitzt. Zudem unterliegt sie wie jedes analoge Medium einer Abnutzung bei der Wiedergabe. Dagegen hat die Blu-Ray den Vorteil dem original Kameranegativ sehr nahe zu kommen. Vermutlich übertrifft sie in den meisten Fällen sogar die Qualität der für das Kino massenhaft gezogenen 35mm Kopien, zumindest wenn man an die Matschkopien denkt, die uns in den letzten Jahren des 35mm Films vorgesetzt wurden.

Niemand behauptet, dass die VHS-Kassette eine bessere Bildqualität als DVD oder Blu-Ray bieten würde. Sie hat aber, genau wie die Schallplatte und andere analoge Medien, einen eigenen Charme, der sich durch ihre Fehlerhaftigkeit (Bildrauschen/Aussetzer), ihre Verpackung und Gestaltung, ihre Handhabung und die Verbindung mit einer bestimmten Epoche ergibt. Dazu gehört natürlich auch die Wiedergabe mit zeitgenössischen Geräten.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Dr. Carl Mortner« (25. April 2016, 20:12)


Martin

Brosnans Last Line of Defense

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Montag, 25. April 2016, 22:09

Die nostalgischen Gefühle in Bezug auf die VHS kann ich auch nachvollziehen, allerdings weniger in Bezug auf die Kassetten an sich oder das Seh-Erlebnis, sondern eher wegen der langsam aussterbenden Videotheken-"Kultur". Das ewig lange Stehen vor den Regalen und sich-nicht-entscheiden-können, die verstohlene Besichtigung des 18er-Bereiches oder das Zurückspulen und mit dem Fahrrad zur Videothek hetzen drei Minuten vor Feierabend.

Der Film "Be Kind Rewind" hat dieser Ära ein charmantes Denkmal gesetzt.

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Dienstag, 26. April 2016, 12:26

Schöne Beiträge von euch, ich sehe dass ich nicht gänzlich allein bin (auch wenn ihr im Gegensatz zu mir immerhin ansatzweise eine Art Objektivität walten lasst) :)

Die Videothekenkultur, wie sie auch in dem anekdotenüberfluteten "Almost Daily" zu diesem Thema bezeichnet wird, ist in der Tat ein Kult für sich. Auch wie man einst eine coverbedingte Entscheidung traf, weil die Klappentexte keine sonderlich zielführenden Angaben hervorbrachten. Gespannt zu sein, weil man sich nicht im Vorfeld mithilfe des Internets informieren konnte. An mir ist diese Ära leider vorbeigegangen, aber womöglich ist sie mir gerade deswegen derart wichtig...
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Django

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Dienstag, 26. April 2016, 13:19

Da ist was dran...

In den letzten ca. 15 Jahren hat auf diversen Gebieten eine "digitale" Entwicklung stattgefunden, die zwar einerseits eine völlig ungeahntes Spektrum ermöglichte, andererseits aber auch durch diese Jederzeit-überall-alles-Verfügbarkeit zu eine gewissen "Abstumpfung" geführt. Ich habe heute oft das Gefühl, dass es bei Medien nur noch um die Quantität des Konsums geht und nicht mehr um den Genuss. Oder wer kennt nicht diese Leute, die Musik für etwa ein halbes Jahr auf Ihrem i-Wasweissich haben, von denen sie aber gerade mal 1 Promille jemals anhören werden? Eben...

Wenn man z.B. heute einen bestimmten Film angucken will, so ordert man sich den einfach für kleines Geld als Video on Demand. Oder - falls es was "Exotischeres" ist, bestellt man die DVD, für i.d.R. ebenfalls wenig Geld. Früher hingegen musste man sich die VHS-Kassette, die natürlich erst deutlich nach der Kinopremiere veröffentlicht wurde, ausleihen (umständlich) oder kaufen (teuer). Auch das Aufnehmen von Filmen, die am TV liefen war für das Zusammenstellen einer "Homevideothek" zentral, wollte (und konnte) man dafür nicht ein Vermögen ausgeben. Ich hatte z.B. "früher" sämtliche Bond-Filme vom TV auf VHS aufgenommen.

Obwohl ich die diesbezügliche "schöne neue Welt" nicht missen möchte, denke ich doch, dass der Filmkonsum früher insgesamt bewusster und somit intensiver stattfand als heute...

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Dienstag, 26. April 2016, 13:25

Dem schließe ich mich an. Und früher hatte eine Videokassette von etwa 50 Mark weder die beste Qualität, noch das inzwischen nicht mehr wegzudenkende Bonusmaterial an Bord - und doch war man meist nicht unzufrieden, gleichwohl ich das nicht direkt aus eigener Erfahrung beurteilen kann. Heute hingegen bekommt man für einen Bruchteil dieses Betrags eine High-tech-BD mit Vollausstattung und dennoch scheint der "Motzmodus" länger und intensiver auf Hochtouren zu laufen als damals.
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DrShatterhand

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Dienstag, 26. April 2016, 21:10

Da ist was dran...

In den letzten ca. 15 Jahren hat auf diversen Gebieten eine "digitale" Entwicklung stattgefunden, die zwar einerseits eine völlig ungeahntes Spektrum ermöglichte, andererseits aber auch durch diese Jederzeit-überall-alles-Verfügbarkeit zu eine gewissen "Abstumpfung" geführt. Ich habe heute oft das Gefühl, dass es bei Medien nur noch um die Quantität des Konsums geht und nicht mehr um den Genuss. Oder wer kennt nicht diese Leute, die Musik für etwa ein halbes Jahr auf Ihrem i-Wasweissich haben, von denen sie aber gerade mal 1 Promille jemals anhören werden? Eben...

Wenn man z.B. heute einen bestimmten Film angucken will, so ordert man sich den einfach für kleines Geld als Video on Demand. Oder - falls es was "Exotischeres" ist, bestellt man die DVD, für i.d.R. ebenfalls wenig Geld. Früher hingegen musste man sich die VHS-Kassette, die natürlich erst deutlich nach der Kinopremiere veröffentlicht wurde, ausleihen (umständlich) oder kaufen (teuer). Auch das Aufnehmen von Filmen, die am TV liefen war für das Zusammenstellen einer "Homevideothek" zentral, wollte (und konnte) man dafür nicht ein Vermögen ausgeben. Ich hatte z.B. "früher" sämtliche Bond-Filme vom TV auf VHS aufgenommen.

Obwohl ich die diesbezügliche "schöne neue Welt" nicht missen möchte, denke ich doch, dass der Filmkonsum früher insgesamt bewusster und somit intensiver stattfand als heute...

Dem kann ich zustimmen, mir fällt dabei jedoch auch Musik ein. Ich stelle heute fest, daß ich viel Musik nebenher höre; automatisch konzentriere ich mich nicht mehr auf die Musik, was bei anspruchsvollerer bzw. komplexerer Musik tödlich ist. Ich habe das heute gemerkt, als ich mir "The Jelimnice Okultist" von Master´s Hammer geben wollte. Man muss ich einfach die Zeit nehmen, solche Musik zu hören und zu erschließen.

Damit geht einher, wie man vor ca. 30 Jahren an Musik gekommen ist. Ich habe mir damals Demotapes oder Singles bestellt, nachdem ich eine entsprechende Rezension in Musikzeitschriften gelesen habe. Ein vorheriges Prüfen via YouTube gab es nicht, ich habe mich auf den Rezensenten verlassen. Ich habe Tapes getauscht und eine immense Audiothek aufgebaut. Und stolz war ich, wenn ich an eine Advance-Tape eines kommenden Albums herangekommen bin ("Obsessed by Cruelty" von Sodom oder "Reign in Blood" von Slayer).

Heute wühle ich etwas bei YouTube herum und habe schnell Slayers erstes Konzert in Europa oder ihren ersten Auftritt im Eindhovener Dynamo. Das ist auch sehr schön, und auf einiges wäre ich ohne das Netz nicht gekommen (etwa Aufnahmen vom Hellfest 2015), doch das Herangehen an Musik fühlt sich definitiv anders an als in den 1980ern.
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Ahab

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Mittwoch, 27. April 2016, 10:55

Zumal ich auch bemerke, dass ich Musik die ich als CD oder LP gekauft habe in den allermeisten Fällen viel mehr Chancen einräume als Alben die ich von Freunden bekomme. Das müssen schon ausgesprochene Empfehlungen sein, dass ich sie nach einem enttäuschenden Durchlauf nochmal einlegen würde. Bei eigenen Alben hör ich mich rein weil von Anfang an ein ganz anderer Bezug da ist.

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Mittwoch, 27. April 2016, 14:10

Danke für die rege Beteiligung in diesem Retro-Thread.

Wo wir gerade bei nicht mehr der Gegenwart entsprechenden Tonträgern sind:
Hat jemand zufällig die drei Criterion Collection audio cassettes mit den Audiokommentaren?
Es verhält sich nämlich folgendermaßen:
Ich bin nun stolzer Besitzer aller drei Criterion Bond-LD's (DN bis einschließlich GF). Die Filme wurden von diesem Label jedoch jeweils in "verdoppelter Form" veröffentlicht, d.h. einmal vor 25 Jahren ('91) mit von MGM offenbar nicht autorisierten Audiokommentaren und einmal ein Jahr darauf ('92), jedoch ohne das begehrte Bonusmaterial. Nun ist es so, dass der 92er FRWL LD ein Beiblatt hinzugefügt wurde, mit dem sinngemäßen Vermerk, dass die enttäuschten Kunden nicht zu kurz kommen sollen und gegen Gebühr von 10.00$ nachträglich eine Audiokassette der Kommentare erhalten (vermutlich 3x 10.00$). Diese Criterion MC's sind also eine Art einzelne Zusatzveröffentlichung. Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich wohl die DN-MC kaufen, aber rar gesät sind offenbar ohnehin alle, bei ebay international ist nichts aufzuspüren. Vielleicht verstaubt ja ein solches Tape bei jemandem im Regal, der sich hier eines Tages zu Wort meldet ;)
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Daniel Schweikert 1996« (27. April 2016, 14:17)