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Kronsteen

James Bond Club Deutschland - SPECTRE Nr. 005

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Mittwoch, 17. Juli 2013, 09:53

Eure persönliche Bondgeschichte

Mich würde mal interessieren, seit wann Ihr die Bondfilme mögt.
Wann gings los? Gabs einen besonderen Anlass oder sogar ein "Schlüsselerlebnis"?
Welcher war Euer erster Kinobond?
Wie oft habt Ihr die Filme bis heute gesehen?
Usw.! ;)

Bei mir gings Mitte der 80er los. Mein Vater war (und ist) großer Bondfan. Als wir anno 1985/86 unseren ersten VHS-Videorekorder bekommen haben und in der Videothek einige Bondfilme ausgeliehen hatten (im TV liefen sie damals noch nicht wirklich) wars irgendwie um mich geschehen. Auch wenn ich noch nicht mal verstanden hatte, dasss es tatsächlich verschiedene Darsteller gab, war ich mit der Bonditis infiziert. Meine damaligen ersten Bodnfilme TB und YOLT sind bis heute meine Lieblingsbonds. Sowas prägt eben.
Als dann Ende der 80er die Reihe in den 3. Programmen ausgestrahlt wurde (je ein Film jede Woche), habe ich sie mir nach und nach alle auf VHS aufgenommen. Ich weiß noch, dass ich als Kind mit FRWL und OHMSS nicht viel anfangen konnte, da ich sie langweilig fand. Aus heutiger Sicht kann ich vielleicht sagen, dass sie für Kinder etwas zu komplex sein dürften. Hingegen fand ich TMWTGG toll, den ich heute eher unten ansiedeln würde. Im alten Board hatten wir ja bereits die Diskussion, ob TMWTGG ein (wenn es sowas gibt) Kinder-Bond ist.
Von meinem Vater geprägt, der den "Neuen" (Darsteller Dalton) doof fand, gabs für mich nur 2 Darsteller (als ich dann festgestellt hatte, dass es tatsächlich unterschiedliche Darsteller gibt): Sean Connery und Roger Moore. Bis heute tu ich mir schwer, einen der beiden über den anderen zu stellen. Mit Dalten konnte ich erst im Erwachsenenalter meinen Frieden schließen. Und heute finde ich ihn richtig gut. Lazenby war irgendwie komisch. Auch mit ihm kann ich heute gut leben.
Leider ist in die Zeit, in der ich meinen Bond-Hunger entwickelt hatte, die Zeit der großen Bondflaute gefallen. LTK war ein mäßiger Erfolg, Bond galt als ausgelaufen und selbst Tim Dalton hatte das Ende der Reihe prophezeit. Ich glaube nicht an eine "Auferstehung".
Im Jahre 1995 wars dann dennoch soweit. Mit Pierce Brosnan wurde der Bond verpflichtet, den alle haben wollten. Was sollte nun anderes passieren, als dass mit der Vorlaufzeit von 6 Jahren und dem besten Darsteller, den man sich vorstellen kann, DER Bondfilm schlechthin entstehen sollte. Ich habe mich über Zeitschriften und alle Medien, die damals zur Verfügung standen, über alles informiert, was es gab. Aus Engand wurde das "Making of"-Buch bestellt, bevor ich den Film gesehen hatte. Somit wusste ich genau, wann wir in Pinewood und nicht in St.Petersburg waren und wann wir Derek Meddings' Miniaturen sahen. Somit wurde GE, mein erster Kinobondfilm, für mich zu einer großen Enttäuschung. Die willkürliche Aneinanderreihung der Bond-Spezifika am Anfang des Films wirkt wie ein liebloses Abhaken auf einer Liste. Auch wenn ich heute GE etwas anders sehe (seine wichtige und zugleich schwere Funktion wurde erst im Nachhinein greifbar - Näheres dazu habe ich bereits im GE-Thread verfasst), so wurde ich as ganze Brosnan-Zeitalter nicht warm mit den Fimen. Für mich war es immer dieses Gefühl der Künstlichkeit. Man konnte auch im Freundeskreis niemanden mehr begeistern mit Bond. Er war veraltet und zwanghaft an alte Muster klammernd, die sich nicht zwischen Connery, Moore und Dalton entscheiden konnten und deshalb keine eigene Note hatten. Für mich war dies damals eben das Maximum, was man mit dem Bond-Schema heute noch "rausholen" kann.
Und dann kam Craig. Die Wiedergeburt des alten Kinohelden in einem modernen Gewand. Die Flamme wurde weitergereicht statt nur die Asche anzubeten (um diesen Vergleich mal wieder aufzugreifen). CR schaffte es tatsächlich nach dem ersten Anschauen im Kino in die für unerreichbar gehaltene Phalanx der alten Bondfilme einzudringen und ist bis heute bei mir in den Top3!
Auch wenn QOS und SF das Level nicht ganz halten konnten, so spüre ich dennoch heute den Geist der Bondfilme wieder viel lebendiger als es in den 90ern war.

Die Bondfilme sind etwas sehr Besonderes für mich. Sie werden nicht einfach nur konsumiert wie andere Filme. Sie werden zelebriert.
Auch wenn ich sie inzwischen in- und auswendig kenne - ich dürfte summa sumarum die Filme inzwischen jeweils so zwischen 10, 12 mal (DAD, QOS) über 50-60 mal (die meisten) bis 70-80 mal (TLD, TB) gesehen haben - so schaue ich mir auch heute die Bondfilme nicht "nebenbei". Das Ambiente muss stimmen. V.a. bei meinen Lieblingsbondfilmen muss es passen. Bondfilme auf DVD gibts für mich z.B. eigentlich nur am Wochenende und auch nur zum Abschluss eines Tages. Ich könnte mir nicht vorstellen, einen Bondfilm nachmittags anzuschauen oder mal unter der Woche "zwischen Tür und Angel".

Irgendwann so im Laufe des Jahres 2001 bin ich dann über Tims "All Time High"-Seite, die sich mit dem anstehenden DAD befasst hat, auf dem Vor-Vorgänger-Forum dieses Forums gelandet. Und seither auch aktiv - auch wenn natürlich nicht immer im gleichen Maße.
Und es macht nach wie vor Spaß, über Bond zu philosophieren und sich auszutauschen. Auch wenn sich manche Themen wiederholen, so macht es immer wieder Freude, sich mit dem Thema zu befassen. Und auch nach vielen Jahren gibt es immer wieder neue Aspekte, die den eigenen Bond-Horizont erweitern.

Das nun mal zu meinem :quasi: "Fall". ;)

Würde mich mal interessieren, von Euch zu erfahren, wie Ihr zu Bondfans wurdet und wie sich Euer Fandom so äußert. :pop:
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Dalton ist Bond

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Mittwoch, 17. Juli 2013, 10:04

Wie alles begann.

Also bei mir fing alles erst ziemlich spät an. (Wofür ich mich etwas schäme) Ich wurde erst mit 17 zu einem richtig fanatischen Bond-Fan. Vorher kannte ich nur 2 Bond-Filme mit Pierce Brosnan. (GoldenEye und Der Morgen stirbt nie)
Die habe ich bei meinem Vater geschaut der sich nicht so sehr für Bond interessiert. Die alten Bond-Filme fand er langweilig, und ich glaubte ihm damals.

GoldenEye habe ich etwa mit 14 gesehen. Das war mein aller erster Bond-Film überhaupt, und bis heute ist es einer meiner absoluten Lieblings-Bonds. Ich hatte damals noch keine große Ahnung von diesen Filmen, fand diesen aber toll.
Dann begann ich aber nach und nach mir alle Bond-Filme auf Blu-Ray zu holen. Und sie gefielen mir sehr gut. Und so wurde ich nach und nach zu einem echten Fan.

Als letzte habe ich mir Lazenby und Dalton aufgespart, weil ich immer so schlechte Dinge von ihnen gehört habe. Aber dann nach dem Anschauen musste ich mal wieder feststellen, dass man nicht immer auf andere hören sollte, sondern sich selbst die Meinung bilden muss. Dalton stellte sich letztendlich nämlich als mein Lieblings-Bond heraus. Lazenby ist aber auch total unterbewertet. Für mich ist Im Geheimdienst ihrer Majestät der drittbeste Film der Reihe.
"Ich helfe Menschen, die Probleme haben." - "Ein Problemlöser." - "Ich würde sagen, mehr ein Problembeseitiger." 8)

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Rico Royale

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Mittwoch, 17. Juli 2013, 13:18

1997-1998, also im Alter von 6-7 Jahren bin ich überwiegend durch meinen Vater zu den TV-Ausstrahlungen gekommen. Schnell ließ sich mein interesse an Bond feststellen. Es waren praktisch meine lieblings erwachsenen Filme.
1999 dann die Free-Tv-Premiere von GE, zu diesem Zeitpunkt kannte ich höchstwahrscheinlich schon alle älteren 16 Filme. Das war damals in der Grundschule ein totaler Hype. Seit dem erwähne ich die Filmreihe als meine liebste. Ich erinnere mich das besonders die große Screentime von 006 mich begeisterte. Endlich hat Bond einen Gegner der die selbe Ausbildung genossen hat. Das war für mich wie Terminator 2, wo der T-800 dann nicht auf Menschen geht sondern sich dem T-1000 stellen muss. Ich glaube ich habe zu diesem Zeitpunkt nicht gewusst das auch in den älteren Filmen bereits 00-Agenten aufgetaucht waren. Ein Punkt den ich in den Craigfilmen vielleicht etwas vermisse. Auch wusste ich nicht warum alle meinten das GE der erste Film des Darstellers Brosnan ist, ich war mir sicher er habe auch TLD gespielt :D
Brosnan und Dalton waren damals für mich zum verwechseln ähnlich und ich finde auch ansonsten sind sich TLD und GE nicht zuletzt durch die Kalter Krieg Story relativ ähnlich von der Atmosphäre her.
GE ist auch bis heute der Film an dem ich auf der Gefühlsebene am meisten hänge, eben durch diese tolle Erinnerung. Lange Zeit habe ich ihn als mein Lieblingsfilm überhaupt angesehen aber heute könnte ich mich absolut nicht mehr entscheiden. Ich habe keine Favoriten.
2002, zu einem Zeitpunkt an dem ich bereits alle Filme mehrfach gesehen hatte und mir auch alle Titel merken konnte, natürlich noch einige Szenen verwechselte, brachte die TV-Premiere von TWINE den Hype in die Schulklassen zurück, stärker noch als bei den ersten beiden Brosnans. Diesmal schaute es gefühlt wirklich jeder Junge, aber ich merkte auch das ich bereits bondtechnisch höher entwickelt war. Die meisten kannten nur Brosnan.
Nur 3 Monate später dann zur Premiere in DAD gegangen. Mein erster Bond im Kino. Was war das für ein unglaublich tolles Erlebnis. Obercoole Action, was will ein 12 Jähriger mehr. Auch heute kämpfe ich noch für DAD um Anerkennung. Ich sehe den Film als ganz wichtig für die Reihe an. Er ist einfach maßlos übertrieben, mehr als jeder andere der Reihe und eben deshalb würde etwas fehlen. Bond war immer auf dem Stand der Zeit und genau wie MR sehe ich Brosnans letzten Streich als wichtiges Einzelstück und krönenden Abschluss der originalen Filmreihe.
Auch das grottenschlechte CGI ist für mich ebenfalls wie der unsichtbare Aston, die gnadenlosen MG-Feuer oder die für die Handlung relativ unwichtigen Actionsequenzen ein totaler Spaß, eben wie die Raumschlacht in MR, nach dem Motto-Hauptsache man zeigt das Bond keine Grenzen hat.
2004 kaufte ich mir nun alle Filme auf DVD. Heute natürlich mehrfach und zuletzt durch BD erneuert. Ich schaute die Filme rauf und runter, teilweise 2 Wochen lang jeden Abend den selben Film. Ich merkte dass die Kindheit vorrüber war und ich nun die Filme ernst nehmen konnte und sie immer mehr studierte. Ich begann zu merken das man in meinem Alter nicht nur Fan von einer Fußballmannschaft oder von Autos sein kann sonder das es auch seltene Hobbys gibt. Und so entwickelte ich meine Leidenschaft, mit 13 Jahren wusste ich bereits alle Erscheinungsjahre der Filme, ich kannte sehr viele Faktn und Daten und begann mich als Hardcorefan zu bezeichnen.
2005 steigerte sich das ganze nun auch zu einer Sammelleidenschaft, ich kaufte etliche Bücher und Fanartikel, schnitt sämtliche Zeitungsberichte aus welche heute 2 Ordner füllen. Es war ein total spannendes Jahr, wer wird der neue Bond ? Die Wahl viel auf Craig, der kleiner, blonder, durchtrainierter und die Rolle härter verkörpern sollte.
2006 dann mein erster Kinofilm als richtiger Hardcorefan. Weshalb für mich das Reboot um so mehr wie eines vorkam. Ich hatte plötzlich nicht mehr das Gefühl alles von Bond nachholen zu müssen sondern mich noch mehr auf die Zukunft freuen zu können. Dies bestätigte sich nach 145 minuten. CR hätte für mich nicht besser sein können.
Und so stellte sich die Tradition ein das ich jeden Bondfilm mehrfach im Kino schaue, mir dafür Urlaub nehme und bereits 3 Tage vor der Premiere an "Schlafstörungen" leide und "Manisch-Depressives" verhalten aufweise :D
Ich schaue sehr viele Filme und bin Sympathisant von u.a. Hitchcock, Tarantino, Batman und natürlich auch anderen Agentenreihen aber für mich kommt nichts ansatzweise an 007 heran.

Wie oft ich die Filme gesehen habe..

DN-DAD : 50-60
CR+QOS : 32-34 (bei etwa 25 aufgehört zu zählen)
SF : 19
NSNA : ca. 30 (finde ihn minimal schwächer als die offizielle Reihe, teils sicherlich auch Kopfsache)
CR67 : ca. 10 (ich liebe den Film von A-Z, meine lieblings Parodie)
CR54 : 3 (hier gefällt mir lediglich Peter Lorre)

+Audiokommentare und sämtliche Szenen einzeln, würde schätzen das ich alleine die Gunbarrels schon jeweils 200 mal gesehen habe :D

Heute gucke ich bis auf die 1-2 neuesten jeden Film etwa einmal im Jahr. Ganz würdig, Abends, alleine, wenn ich am nächsten Tag nichts bedeutendes vor habe, ohne Raucherpause und manchmal mit Kerzenschein, denn Bondfilme allein sind das schönste Bild im flackernden Licht des Feuers.
Agent 007030

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James

Agent 007033

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Mittwoch, 17. Juli 2013, 17:14

Ich bin nun 36 Jahre Bondfan. Alles startete damals mit dem Besuch von Roger Moore in Rudi Carells Show ‚Am laufendem Band‘ anlässlich der Filmpremiere von TSWLM in Deutschland. Meine Eltern, meine Schwester und ich sassen, wie es sich für eine Familie der ‚Generation Golf‘ gehörte, samstagsabends vor dem Fernsehen und schauten uns das Abendprogramm an.

Und dann passierte es. Roger Moore (vorher nie was von Ihm gehört) trat auf und der Trailer wurde gezeigt. Boah, was für ein Film.

Ich war zwar damals schon ein regelmässiger Kinogänger, es waren aber meistens Filme mit Bud Spencer und Terence Hill bzw. Godzilla. Die Frage meiner Mutter, ob ich denn den ‚richtigen‘ James Bond kennen würde (sie war anscheinend in den 60ern steckengeblieben) konnte ich natürlich nicht beantworten.

Wir vier fuhren dann einige Wochen später mit unserem Auto 100 GL nach Moorfleet (Stadtteil von Hamburg) ins Autokino. Nach dem Film war ich gefühlt 30cm grösser und von Bond infiziert.
In den folgenden Jahren habe ich wohl alles gesammelt, was ich in Zeitschriften (besonders Bravo) finden konnte. Ich kaufte mir das Buch ‚Die James Bond-Filme‘ vom Goldmann-Verlag sowie Steven Rubins Buch, das damals aus dem Cinema-Verlag kam.

Beim Lesen dieser Bücher kamen mir die Bilder von FRWL irgendwie bekannt vor. Ich hatte den Film ca. 1975 im Kino gesehen, konnte damals aber mit James Bond weiter nichts anfangen. Ich erinnere mich noch heute, als ich den Kampf im Zugabteil als zehnjähriger sah. Das Kino war ein etwas Älteres. Red Grants Haare waren aufgrund der alten Leinwand ganz gelb. Somit ist FRWL mein erster Bond-Film, den ich gesehen habe.

Irgendwann Ende der 70er trat ich dann in Marc Hertlings „James Bond Club“ ein und bekam mehrere Jahre die BondNews. Nach ein paar für den Club teuren Aktionen (bei einem Club-Treffen hat wohl Christopher Wood eine Telefonrechnung von 800,- DM im Hotel hinterlassen) löste sich der Club leider auf.

Inzwischen hatte ich mir alle Romane (Scherz-Verlag) gekauft und mehrfach gelesen.

1983, wenn ich mich richtig erinnere, begannen dann die Filme im deutschen Fernsehen zu laufen. Jeder Film wurde mit einem VHS-Rekorder aufgenommen und die Kassetten gehütet wie mein Augapfel. Im Sommer 1983 war es auch, als ich mit meinen Eltern in New York Urlaub gemacht habe und mir das US-Poster zu Film OP kaufte (hängt heute schick gerahmt bei mir im Flur).

Es kamen Sir Sean Rückkehr, Moores letzter Bond und 1987 der erste Film mit Timothy Dalton. Dies war mein erster Darstellerwechsel, den ich bewusst miterlebte (es sollten bis heute ja noch zwei weitere folgen).

Die lange Pause von 1989-1995 endete für mich im Dez. 1995 in einem Ostberliner Kino. Nach dem Film hatte ich das erste Mal das Gefühl, dass sich an der Figur was geändert hat (leider sollte ich für die nächsten 3 Filme im negativen Sinn Recht behalten).

Auch wenn ich nicht gerade ein Brosnan-Fan bin, fuhr ich (auf Einladung von Vodafone) Ende 2002 nach Berlin zur Premiere von DAD am Potsdamer Platz. Ich sass neben Oliver Kalkofe im Kino und hatte auch das Glück mit Pierce ein paar Schritte über den roten Teppich zu laufen. Halle Berry und Lee Tamahori waren auch da.

Seit 2000 sammle ich alles, was ich für würdig empfinde (leider gibt es ja auch viel Schrott). Über die Jahre sind schon ein paar Bücher und Club-Magazine zusammengekommen. Im Moment sammele ich gerade die Teile für den DB5 von Eaglemoos. Mit dem Zusammenbau will ich dann im September beginnen, wenn ich alle Teile habe. Seit letztem Jahr bin ich stolzer Besitzer der Jubiläums-Omega Seamaster.

In den letzten Jahren sind meine Frau und ich immer wieder auf Location-Suche. Wir habe aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit in der Schweiz alle GF und OHMSS Schauplätze besucht. Auf dem Piz Gloria war ich zuletzt am 29.06. zu Eröffnung der BondWorld. In England, New Orleans (vor Katrina!), Las Vegas und New York habe ich auch so ziemlich alles gesehen.

Ich weiss nicht, wie oft ich die Filme jeweils gesehen habe. Die Filme 1-10 aber sicherlich über 100 Mal.

Man kann also schon sagen, dass mich diese Carell-Sendung im Sommer 77 lebenslang beeinflusst hat. :D
Life's a Blast... even when you're different. :thumbsup:

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Rico Royale

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Mittwoch, 17. Juli 2013, 18:08

1. Die Frage meiner Mutter, ob ich denn den ‚richtigen‘ James Bond kennen würde (sie war anscheinend in den 60ern steckengeblieben) konnte ich natürlich nicht beantworten.



2. 1983, wenn ich mich richtig erinnere, begannen dann die Filme im deutschen Fernsehen zu laufen.



3. Auch wenn ich nicht gerade ein Brosnan-Fan bin, fuhr ich (auf Einladung von Vodafone) Ende 2002 nach Berlin zur Premiere von DAD am Potsdamer Platz. Ich sass neben Oliver Kalkofe im Kino und hatte auch das Glück mit Pierce ein paar Schritte über den roten Teppich zu laufen. Halle Berry und Lee Tamahori waren auch da.


1. Ich will garnicht wissen wie viel Menschen früher so geredet haben :D

2. 1984 :D

3. Ein Traum
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James

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Mittwoch, 17. Juli 2013, 21:12

1. Ist auch heute noch bei denen die die 60er mitbekommen haben oft so. Der Hype muss wirklich Wahnsinn gewesen sein damals.

2. War es doch erst 1984. War mir nicht sicher. Weiss nur noch dass YOLT im Dez. 1985 das erste Mal gezeigt wurde.

3. Muss ja kein Traum bleiben. Bist ja wohl laut deiner Aussagen ein paar Jahre jünger als ich. Hast also noch alle Chancen. ;)
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Kronsteen

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Mittwoch, 17. Juli 2013, 21:19

Ich ergänze mal noch ein paar Punkte.

Eine Sammelleidenschaft hat sich bei mir eigentlich nur in Sachen Büchern entwickelt. Ich bin schon fast froh, dass der Kelch mit den Bondauto-Modellen an mir vorübergegangen ist. Sonst würde ich arm werden. :D
Hier hatte ich ja meine Sammlung schon mal gepostet.

In den 90ern hatte ich meine bereits geposteten Statistiken erhoben und auch begonnen, jeden geschauten Film zu dokumentieren (mit einem Strich auf der Liste), weshalb ich genau sagen kann, wieviele Bondfilme ich seit November 1996 angeschaut habe.

Im Jahr 1999 hatte ich das Glück, in Ludwigsburg die James-Bond-Ausstellung zu sehen. Leider war ich nicht an jenem Tag dort, an dem Desmond Llewelyn da war (unmittelbar vor seinem Tod).

In den letzten Jahren kam für mich ein neuer Aspekt des Fandom dazu: Das Besuchen der Drehorte und Schauplätze. Kam schon einiges zusammen inzwischen. Und im August folgen dann endlich mal die Schauplätze aus OHMSS und GF in der Schweiz.

Könnt Ihr Euch eigentlich noch dran erinnern, welcher Euer erster Bondfilm war? James hat es ja mit FRWL bereits bekanntgegeben.
Ich meine ja sicher, dass es bei mir TB und YOLT waren, wobei ich nicht weiß, ob ich mir da wirklich trauen kann. War es wirklich so oder meine ich es nur, da diese beiden Filme evtl. auch nur besser in Erinnerung bleiben als andere. :ka:
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

8

Donnerstag, 18. Juli 2013, 00:58

.
Meine erste Berührung mit dem Thema "007" dürfte um 1978 rum gewesen sein. Es handelte sich dabei um einen bekannten Spielzeugklassiker von Corgi Classics Limited: Der Lotus Esprit-S1 aus "The spy who loved me".
Obwohl ich bis dahin weder einen vollständigen Bond-Film noch irgendwelche Ausschnitte kannte, fand ich auch die Abbildungen auf der Rückseite der Spielzeugverpackung äußerst faszinierend. Abgebildet waren zahlreiche kleine Kreissegmente, auf denen Aufnahmen aus dem Film von verschiedenen Stellen der Welt abgebildet waren. Mit dem Begriff "Pinewood" und einer Innenaufnahme des Liparus-Tankers konnte ich damals überhaupt nichts anfangen.


Auf einer Sprachreise nach England erlebte ich am Ostermontag `79 "You only live twice" im britischen Fernsehen. Bedenkt man, dass es damals weder Video noch irgendwelche Privatsender in Deutschland gab, war das für mich quasi der Eintritt in eine mir bis dahin völlig unbekannte Zelluloid-Welt. Vergleichbares hatte ich bis dahin nicht zu Gesicht bekommen und in Zeiten, in denen TV-Ausstrahlungen von "Winnetou-" und „Edgar Wallace“-Filmen und dem chronologisch modifizierten "Pate“-Mehrteiler das Wenige darstellten, was die Sendelandschaft im deutschsprachigen Raume zu bieten hatte, stellte ein Bond-Film einen ganz anderen Input dar. 1979 hätte sich als deutscher Fernsehkonsument kaum einer groß ausmalen können, dass es auch bei uns rund eine bis anderthalb Dekaden später in der deutschsprachigen Fernsehlandschaft zu einem Filme-Überangebot amerikanischer Prägung kommen könnte. [Heutzutage werden die älteren Bondfilme oft als Dutzendware dem Zuschauer nur noch hinterher geschmissen, so dass der Reiz des Besonderen leider für das Gros der Masse verloren gegangen ist.]

Einmal vom Bond-Virus als Jugendlicher infiziert scheint es auch heute noch vielen so zu ergehen, dass sie danach erst einmal ihre nähere Umgebung gewaltig mit ihrer neuen Obsession zu nerven anfangen. Obwohl ich in England noch den Soundtrack zu "You only live twice" und einen nachgespieltenen Sampler des Geoff Love-Orchester auf LP ergatterte, ging dann erst einmal die Jagd nach Informationen los.
- Wie viele Filme gab es eigentlich und wie hießen die Filme nur auf Deutsch? Mein alter Herr konnte sich dann wenigsten daran erinnern in seiner Jugend "Goldfinger" gesehen zu haben und da war doch noch so ein weiterer 007-Film mit Roger Moore gewesen - mit irren Bootsszenen. – Selbstredend war damit "Leben und sterben lassen" gemeint.
Nach den Schulferien erzählte ich in der Schule dann begeistert von "You only live twice" und dem Bond-Darsteller Sean Connery, den von meinen Mitschülern natürlich keiner kannte. Der Bond-Darsteller hieß doch Roger Moore. Wieso sollte es da einen anderen geben? Von dem / (den) anderem hatten meine Schulkameraden noch nie gehört. Ein Freund besaß eine sechsseitige Info-Broschüre zu den ersten zehn Bondfilmen in einer alten "Bravo"-Zeitschrift, die ich ihm dankenswert als mein erstes Printsammlerstück zum Thema Bond abschwatzen konnte. Teenie-Postilen wie "Pop Rocky" und "Bravo" waren in jenen Tagen eine der Hauptinformationsquellen in Sachen aktueller Berichterstattung zum Thema Kino. Die Fachzeitschrift "Cinema" wurde zu dem Zeitpunkt gerade mal am Kino verkauft und als es dann langsam ruchbar wurde, dass "Moonraker – streng geheim" in den Startlöchern stand, sollte ich meinen ersten Bond-Film auf der Kino-Leinwand sehen. Für viele meiner gleichaltrigen Klassenkameraden dürfte es auch ihr erster Bond-Film gewesen sein und im Gegensatz zum heutigen Fanverständnis stieß der Film damals bei uns als aktueller Zielgruppe in keiner Weise so negativ auf, wie er heute aus der Distanz von anderen Fan-Generationen eher wahrgenommen und bewertet wird. Zahlreiche Albernheiten oder der Krieg der Sterne-Trip in den Weltraum wurden in Zeiten erfolgreicher Prügelorgien von Bud Spencer und Terence Hill als ganz legitim und kaum kritisierenswert empfunden.

Da es bei mir auf dem Lande damals nicht gerade Usus war, dass alte Bond-Filme dauernd wiederaufgeführt wurden, sollte für mich ein weiteres halbes Jahr vergehen, bevor auf einmal im Nachbarort "Diamantenfieber" auf dem Programm stand. Dabei startete der Film zu einer Uhrzeit, bei der ich als Jugendlicher eine Stunde später hätte zu Hause sein müssen als erlaubt. Da von Hause aus dieses Unterfangen nicht diskutierbar war, musste folglich mein entsprechendes Zuspätkommen mit einer Ausrede entschuldigt werden. Um es mal in abgewandelter Form auszudrücken: "- Da hatte es halt das Fahrrad mit ´nem eingerissenem Platten erwischt." Im Kino war ich natürlich nie gewesen.

Danach begann sich das ausstehende Franchisepacket langsam bei mir zu füllen. Zu Beginn des Sommers ´80 bekam ich irgendwann einmal die wöchentlichen Kino-Anzeigen von Dortmund in die Finger. Die Definition "cineastisches Überangebot in Sachen Bond-Filme" empfand ich beim Aufschlagen der Kino-Rubriken in jenem Augenblick noch als untertrieben, als ich auf dem Spielplan gleich die ersten drei Moore-Bonds auf einmal in verschiedenen Kinos erblickte. Da schlug das Fan-Herz prompt gewaltig höher, jedoch musste ich damals noch eine Woche warten, bevor ich einen Tag schulfrei hatte und mit meinem alten Herrn nach Dortmund fahren durfte. Bis dahin ergab sich natürlich ein Wechsel des Spielplans - und Verflucht noch eins: die Moore-Bonds waren alle aus dem Programm genommen und stattdessen lief auf einmal dieser ‚andere‘ Bond-Film "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" - mit diesem Schauspieler, den doch kein Mensch groß kannte und der doch immer so schlecht beurteilt wurde. Um einiges grösser war meine Überraschung als der Film auf mich ganz anders wirkte als so mancher Kritiker und Autoren es vielen Lesern über Jahre immer weisgemacht haben.
Danach ergaben sich für mich in regelmäßigen ein bis zwei Monatsabständen immer mal wieder die Gelegenheit einen weiteres mir unbekanntes Bond-Abenteuer auf der Leinwand zu sehen, so dass ich in den Osterferien ´82 mit "Der Mann mit dem goldenen Colt" nach rund drei Jahren mit dem offiziellen Dutzend schließlich zum Abschluss kam.

Bis zum Sommer 1984 war es mir vergönnt, zahlreiche Wiederholungen auf der Leinwand bundesweit mitzunehmen, bevor mit der deutschen TV-Erstausstrahlung von "James Bond 007 jagt Dr. No" 1984 das Interesse der Kinoverleiher radikal abebbte. [Interesanter Weise war "Liebesgrüße aus Moskau" als erster Bond-Film überhaupt im deutschen TV an Pfingsten 1984 ausgestrahlt worden, bevor man dann innerhalb der Film-Serie chronologisch weiter vorging.]
So sollte 1985 in Paris die englische Fassung von "Moonraker" mit französischen Untertiteln dann auch mein letzter Wiederaufführungsfranchisebeitrag werden, nachdem ich kurz vorher mit dem Fahrrad noch den Drehort "Vaux-le-Vicomte" besucht hatte, der im Film Drax' Residenz darstellt. Somit schloss sich für mich der Kreis der Wiederholungen mit meinem Anfangs-Bond-Kinofilm "Moonraker – Streng geheim" aus dem Jahre 1979 nach fast sechs Jahren.

Während die wiederholten Bond-Kinofilme in den seltensten Fällen in überragender Bild- und Tonqualität gezeigt werden konnten und die meisten von ihnen geschnitten waren, sollte es Jahre dauern bis für das Heimkino die Filme im richtigen Bildformat präsentiert wurden. Während mit Beginn der TV-Erstausstrahlung viele Bond-Abenteuer erstmalig uncut in der deutsche Ursprungsfassung zu sehen waren, zeichneten sich die TV-Ausstrahlungen durch verstärkte Fehlfarben und falsche Bildformate aus.
Hardcore-Bondfans hatten als Nischenkäufer amerikanischer Laserdiscs zu Beginn der 90er Jahre schließlich die Möglichkeit die Bond-Filme erstmalig für den Heimbereich im richtigen Bildformat zu sehen und fehlende Sequenzen wie die Einbruchsszene aus "On her Majesty's Secret Service" oder die rund zwölf Zusatzminuten aus "Never say never again" zu Gesicht zu bekommen. Sonder-Editionen von "Goldfinger" und "Thunderball" auf Laserdisc wurden zur Vorläuferproduktion der heutigen DVDs mit ihrem umfangreichen Zubehörmaterial. Mit den anstehenden Veröffentlichungen der Bond-Filme auf HD-Trägermaterialen wurden die Abenteuer für den Hausgebrauch endgültig auf Kinobildqualität tauglich gemacht, so dass jeder der mehr als zwei Meter Wandbreite zur Verfügung hat "Pantoffelkino-Atmosphäre" auf höchsten Niveau erhalten kann. Je größer die Projektionsfläche ist, umso besser stellt sich grandioses Kino-Feeling ein, wie dies einige Forenmitglieder gerade in letzter Zeit mal in ausgesuchten Kinos live erleben durften.


Mein Hang nach der 85er Radtour auch in späteren Jahren ehemalige Filmdrehorte der Bond-Serie aufsuchen und sich verstärkt damit auseinander zu setzen, hat sich nach der Jahrtausendwende dann herauskristallisiert, nachdem ich schon mehrere Jahre lang zuvor weitergehende Auslandsreisen zum Fotografieren genutzt hatte und sich dieses dann mit dem zusätzlichen Hobby gut kombinieren lies. So kann ich einen Teil der Filme heute mit einem anderen Background betrachten und genießen, die mir als jugendlicher Fan so noch nicht zur Verfügung standen.

***

Thunderball

Harry Palmer

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9

Donnerstag, 18. Juli 2013, 09:06

Meine ersten Berührungen mit Bond fanden irgendwann in den 80er-Jahren
statt.
Immer, wenn Bond-Filme im TV liefen, sah sich meine Mutter diese an. Ich spielte zeitgleich so manches Mal im Wohnzimmer mit Playmobil & Co.
Ich beachtete natürlich damals die Filme noch nicht wirklich, aber zwei einzelne Eindrücke hatten sich mir schon damals auf ewig eingeprägt:

- Ein dunkelhäutiger Mann mit Totenkopfgesicht lacht laut
- Ein Mann hält eine flammende Rede und ruft: "Nur nicht in der Kriminalität!!"

Warum sich mir ausgerechnet der Satz "Nur nicht in der Kriminalität!" so eingeprägt hat, weiß ich bis heute nicht. :D

Irgendwann kam ich in ein Alter, in dem mich Bond-Filme auch selbst interessierten. Ich gewann 1994 bei einem Malwettbewerb in der Schule sage und schreibe 100 Mark.
Das Geld investierte ich - heute unvorstellbar - in einen Videorecorder, der 80 Mark kostete! :bleah:

Von dieser Zeit an begann ich, gezielt Filme (nicht nur Bond) im TV aufzuzeichnen und kaufte in den folgenden Jahren auch meine ersten VHS-Kassetten. Der erste Film überhaupt in meiner Sammlung war wohl "Jäger des verlorenen Schatzes" - die gekürzte 20.15-Uhr-Fassung, was ich damals jedoch nicht wusste.

Einer der ersten Bond-Filme, die ich in meine Sammlung aufnahm, war TSWLM - vielleicht sogar DER erste. Ich glaube auch, dass ich zunächst mehr Moore-Filme gesehen habe als Connery-Filme.

1997 war es dann soweit - TND wurde mein erster Bond im Kino. Ich war begeistert!
Kurioserweise sah ich meine erste Gunbarrel-Sequenz auf der großen Leinwand erst zwei Jahre später mit TWINE. Bei der Vorstellung von TND gab es irgendwelche technischen Probleme, die dazu führten, dass der Film erst einsetzte, als bereits der Waffenbasar zu sehen war. Schon damals fragte ich mich: Fehlt da nicht was?

Wir besaßen damals kein Premiere-Abo, konnten den Sender aber dennoch in verschlüsselter Form empfangen. An sich sinnlos, nicht jedoch für den angehenden Bond-Fan...ich hörte mir öfter die Eröffnungssequenz von GE an, der damals gerade seine Pay-TV-Uraufführung gefeiert hatte. Sehen konnte ich natürlich nichts, aber besonders der Titelsong von Tina Turner machte großen Eindruck auf mich.

Seit 1997 sah ich jeden neuen Bond im Kino und parallel dazu komplettierte ich meine VHS-Sammlung durch eigene Aufnahmen und Kaufkassetten (die schwarzen aus der "Classic Bond Collection"). Natürlich haben die Kassetten heute ausgedient und wurden durch DVDs/Blu-Rays ersetzt.
Zudem kaufte ich mir Bücher über die Filme, Soundtracks, las alle Fleming-Romane usw.

Ein schönes und besonders wichtiges Bond-Weihnachtsgeschenk bekam ich ca. 1997: Eine Bond-Datenbank auf CD-ROM mit zahlreichen Fotos sowie Ton- und Videoausschnitten aus allen Filmen bis inkl. GE.
Ich glaube, das Ganze nannte sich "Die ultimative Bond-Kollektion" oder so ähnlich.
Man hatte dafür eigens ein paar kleine Videosequenzen mit Desmond Llewelyn gedreht, der als Q die Bedienung der Software erklärte ("Wenn Sie Hilfe brauchen, einfach auf einen dieser Knöpfe klicken! Und bitte, jagen Sie sie nicht in die Luft!").
Sogar auf die deutsche Synchronstimme hatte man dabei geachtet - es war derselbe Sprecher, der Llewelyn auch in den Brosnan-Filmen synchronisierte.
Mit dieser Datenbank konnte ich mich oft ewig beschäftigen. Vieles, was ich heute über Bond weiß, habe ich dadurch erfahren. Internet war damals noch Zukunftsmusik für mich.

Lustigerweise fand ich - geprägt durch actionreichere Bondfilme, die ich zuvor gesehen hatte - die frühen Connery-Filme teils langweilig. Diese Meinung hat sich natürlich inzwischen geändert! :D

Wie oft ich die Filme gesehen habe? Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall geht es auch mir so, dass ich einen Bond nie "nebenbei" ansehe. Dafür muss immer der richtige Augenblick kommen.
Der bisher einzige Bond-Film, den ich innerhalb von zwei Tagen zwei Mal gesehen habe, ist GF.
Es kann auch durchaus vorkommen, dass ich mir nur einzelne Szenen aus den Filmen ansehe, wenn mir gerade danach ist.

Das (damals recht junge) Razyboard entdeckte ich 2002 im Vorfeld von DAD über Tims Website "All Time High".

SF auf Blu-Ray war der erste Bond seit sehr vielen Jahren, den ich wieder gemeinsam mit meiner Mutter angesehen habe - in demselben Wohnzimmer, in dem meine ersten Bond-Prägungen stattfanden.

Es gibt Phasen, in denen mich das Thema Bond nicht so sehr packt und dann wieder Phasen, in denen die Leidenschaft sehr groß ist. Eines ist jedoch sicher - Bond begleitet mich seit meiner Kindheit und wird dies sicher auch noch sehr, sehr lange tun!

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Rico Royale

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10

Donnerstag, 18. Juli 2013, 12:15

Ich ergänze mal noch ein paar Punkte.



In den 90ern hatte ich meine bereits geposteten Statistiken erhoben und auch begonnen, jeden geschauten Film zu dokumentieren (mit einem Strich auf der Liste), weshalb ich genau sagen kann, wieviele Bondfilme ich seit November 1996 angeschaut habe.



Könnt Ihr Euch eigentlich noch dran erinnern, welcher Euer erster Bondfilm war? James hat es ja mit FRWL bereits bekanntgegeben.
Ich meine ja sicher, dass es bei mir TB und YOLT waren, wobei ich nicht weiß, ob ich mir da wirklich trauen kann. War es wirklich so oder meine ich es nur, da diese beiden Filme evtl. auch nur besser in Erinnerung bleiben als andere. :ka:
Ich hätte nicht gedacht das jemand ausser mir tatsächlich seine Sichtungen zählt :D Ich tue dies aber erst seit Januar 2010.

Ich weiß nicht welcher mein erster Bondfilm war. Da war ich einfach viel zu jung. Ich glaube meine älteste Erinnerung habe ich an DN aber ich weiß auch das ich zu diesem Zeitpunkt schon mehrere kannte.
Agent 007030

Django

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Donnerstag, 18. Juli 2013, 12:38

Mein erster Bond-Film, den ich bewusst und komplett gesehen habe, war YOLT. Muss 1987 gewesen sein. Ein paar(?) Jahre vorher schaute sich aber mein Vater begeistert einen Film im TV an... War damals noch zu jung, als dass es mich interessiert hätte (Trickfilme und Muppets waren damals meine Favoriten :-D), aber ich erinnere mich, dass da ein Typ vorkam, der offenbar sehr viele Söhne hatte. Erst Jahre später begriff ich, dass das FRWL war.

  • »TheSilencer« ist männlich

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Donnerstag, 18. Juli 2013, 12:49


  • »0074ThorstenMünster« ist männlich

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13

Dienstag, 14. Oktober 2014, 21:47

Wie begann eure Bondeidenschaft ?

Hallo,

würde gerne mal aus gegebenem Anlass wissen wie eure Leidenschaft für James Bond begann. Habe nämlich heute meinen Anfang wieder gefunden bzw. wiederbekommen. Mein erstes Sammelobjekt zum Thema Bond war nämlich die Bravo Autogrammkarte von Roger Moore. Leider ging diese Irgendwann mal bei einem Umzug oder wo auch immer verloren. Aber wie bereits erwähnt, Danke E-Bay, kam das Gute Stück heute per Post an mich zurück.

Das öffnen des Briefumschlags war fast wie Weihnachten.

Würde mich freuen von euch die Geschichten zu hören wie es bei euch war.
»0074ThorstenMünster« hat folgende Datei angehängt:
Bond : "Sie werden 60.000 Menschen sinnlos töten !" Goldfinger: " Ach was, Autofahrer bringen in zwei Jahren genausoviel um !"

M: "Nicht sonderlich bequem." Bond: "Wollen Sie jetzt die ganze Fahrt rumnörgeln?" M: "Los, schleudern Sie mich raus. Ist mir doch egal."

AGENT 007048

Kronsteen

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14

Dienstag, 14. Oktober 2014, 22:05

Interessante Geschichte, Thorsten! Ich habe Deinen Beitrag zu einem alten Thread hinzugefügt, der die gleiche Fragestellung hatte. Weitere Meinungen sind willkommen. :)
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Rico Royale

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15

Dienstag, 14. Oktober 2014, 22:31

Cool, dass die Karte an Moores Geburtstag kam :thumbsup:
Agent 007030

  • »Daniel Schweikert 1996« ist männlich

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16

Dienstag, 14. Oktober 2014, 22:36

Ohne mich allzu ausufernden Retrospektiven hingeben zu wollen, tue ich dies dennoch! ;)

Es war vor zehn Jahren und als ich noch sieben Jahre jung gewesen bin, ist ein sehr guter Freund von mir bereits 8 (!) gewesen..., so war das.
Es war ein vergleichsweise trüber Schultag und da die (durchaus geschätzte) Lehrerin glücklicherweise noch nicht da war, konnte der Kumpel kräftig ausholen und vollkommen begeistert erzählen:
"Ich habe James Bond gekriegt!, für meinen Nintendo Gamecube." Den Cube hatte ich selbst gerade bekommen, meine erste Konsole und damals noch durchaus als "hochaktuell" zu bezeichnen. Das damals gegenwärtige diesbezügliche Werk war "Alles oder nichts", meiner Ansicht nach bis heute unerreicht, da es womöglich das erste Spiel war, welches die Atmosphäre der Filme nahezu 1:1 in die virtuelle Welt portierte, es fühlte sich an wie ein Kinofilm mit sich selbst als Hauptdarsteller.
Mir hat man das Spielen dieses Titels zunächst untersagt, sodass ich erst anno 2006 mit "From Russia With Love" in Holland mein erstes Bondspiel erwarb.
Interessanterweise schlug ich dann jedoch eine der Anleitungen meiner eigenen Spiele auf und dem Spiel "Need for Speed Underground 1" lag doch tatsächlich das für mich schicksalhafte Booklet bei, welches alle damals "nur" 20 Bondfilme vorstellte und für die Special Edition warb. So sah ich, dass ich wohl noch viel vor mir haben dürfte und schnappte mir heimlich die VHS-Bonds meiner Eltern aus dem Keller. DN war der erste Bond, welchen ich in Begleitung sah, eigentlich der Erste überhaupt. FRWL betrachtete ich im Alleingang, den hielt man für zu brutal für mich, sodass ich mir deswegen offen gestanden extra meinen "Nachtwecker" gestellt habe. Ich muss zugeben, dass ich die Thematik der gegeneinander ausgespielten Geheimdienste noch nicht verstanden hatte. GF wollten wir dann zusammen sehen, nur war dieser nur zur Hälfte undefekt, weswegen meine Neugier angeregt wurde. GE sah ich dann mit dem mich an die Bonds herangeführt habenden Freund, aber in der Cut-Fassung. DAD war letzten Endes der erste Bond, welchen ich selbst besessen habe und da sich auf der zweiten DVD eine Mini-Doku bezüglich "Nightfire" befand, entdeckte ich urplötzlich, dass es da auch noch Spiele vor EON und FRWL gab, zeitgleich wurde ich auch auf die PSone-Version von TWINE aufmerksam, diese empfand ich damals jedoch als zu schwer. Meinen ersten Roman der Reihe nahm ich erst Jahre später in die Hand, es handelte sich bereits um die ungekürzte Fassung, nämlich von Liebesgrüße aus Moskau. GoldenEye: Rogue Agent, welches hierzulande ab 16 Jahren freigegeben war und ist, ließ ich extra aus Holland importieren, da das Werk dort eine 12er Einstufung erhielt. Somit konnte ich meine damalige Regierung doch noch zum Kauf überreden.

Um es ohne Umschweife auf einen Nenner zu bringen:
Meine Einführung in die Welt der Bondspiele wurde durch EON durchgesetzt, zu den Filmen kam ich mit Doctor No und die erste Lektüre war Liebesgrüße.
Das 2003er NFSU-Booklet mit den 20 SE-Edition-Beschreibungen dürfte ich schätzungsweise, beziehungsweise hoffentlich auch heute noch im Bestand haben.
"Loyalität bedeutet mir wesentlich mehr als Geld."
Bond '89 - Robert Davi

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Daniel Schweikert 1996« (14. Oktober 2014, 22:43)