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ollistone

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21

Montag, 15. Juli 2013, 11:14

Während man in Deutschland über die Helmpflicht für Radfahrer diskutiert, fahren in Griechenland die 10-jährigen (!) Moped, und zwar ohne Helm. Das kleine Geschwisterchen auf den Knien. Nicht, dass sie das dürften, aber der Mentalitätsunterschied ist schon beträchtlich.
"Die Frechheiten des Jünglings sind bloß die Fußtritte des Esels, der sich an seinen Stall gewöhnt. Dagegen ist der Übermut des Erwachsenen, der jäh von seinem gekrümmten Rücken die Jahre der Geduld abschüttelt, ein bewundernswertes Schauspiel."
Nicolás Gómez Dávila

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22

Freitag, 2. August 2013, 10:22

Noch ist im Fall Jonny K. kein Urteil gefällt, aber der estrige Auftritt der Jugendgerichtshilfe lässt schon mal erahnen, wohin die Reise geht.

KLICK!

Man kann nur noch entsetzt den Kopf schütteln angesichts dieser verlotterten Moral in diesem Land und dieser feigen Einknickerei vor importierter Gewaltkriminalität. Einen Menschen tot treten und zur Strafe im Park Müll sammeln gehen - so stellt sich die links-grün versiffte Gerichtshilfe also Strafe vor. Mir fehlen wirklich die Worte.
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Nicolás Gómez Dávila

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23

Freitag, 2. August 2013, 10:38

Hallo? Der schöne Onur war von seiner U-Haft "sehr beeindruckt". Was willst'n noch? Stehen da ohne Urteil nicht sogar Entschädigungen im Raume? Der Arme ...

Das Problem, daß das Gericht da oben mit der Welt da unten nichts mehr gemein hat, wird nicht erkannt.

Es gibt einen krassen Fahrplan, der sich eingebürgert hat: ist der Angeklagte schon einschlägig in Erscheinung getreten? Nein? Dann hat er die erste Tat frei. Ab der zweiten Tat folgen weitere Bewährungsstrafen, bevor es richtig knallt.

Insbesondere das Jugendstraftrecht scheint das letzte Mal 1905 reformiert worden zu sein und hat mit der Realtität nichts mehr zu tun. Bis zum 21. Lebensjahr ist nicht Peterchen, der Eierdieb, abzuurteilen, sondern vollwertige Verbrecher. Auch mit 14. Das will aber keiner wahrhaben.
Die Gesetze orientieren sich noch immer an einer Bevölkerung, die sich an ein "Rasen betreten verboten"-Schild hält, und nicht an einer, die mit ihren 20-Mann-Grills die gesamte Grünanlage plattmachen.

Und "importierte Kriminalität" gibt es ja nicht. Sind ja alles Berliner Jungens ...

ollistone

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24

Freitag, 2. August 2013, 10:44

Hier mal ein Kommentar dazu.

Der Haupttäter Onur, dessen Kumpels jeden Tag grinsend im Gerichtssaal sitzen und Zuschauer und Journalisten bedrohen, dieses Früchtchen also, das als Haupttäter gilt, ist absolut "beeindruckt" von der U-Haft, ist klar. Und auch für ihn daher nur eine Bewährungsstrafe, für Menschenzertreten. So einer verdient noch eine Chance:

"Die kriminelle Karriere des Onur U. begann schon vor Jahren. Das Amtsgericht Tiergarten verurteilte ihn am 29. September 2010 wegen Körperverletzung. Der Jugendrichter beließ es bei einer Weisung. Darunter versteht das Jugendstrafrecht etwa die Teilnahme an sozialen Trainingskursen oder am Verkehrsunterricht. Weisungen sollen die “Lebensführung des Jugendlichen regeln” und dadurch die “Erziehung fördern und sichern”, heißt es im Gesetz. Doch bei U. liefen die Maßnahmen offensichtlich ins Leere.

Denn im Mai 2011 musste er sich erneut vor Gericht verantworten. Bei einer Kontrolle hatte die Polizei bei ihm ein Butterfly-Messer gefunden. Der Jugendrichter sprach wieder eine Weisung aus, Onur U. musste “Arbeitsleistungen erbringen”.

Hätte der Richter anders geurteilt, wenn ihm bekannt gewesen wäre, dass Onur im Kiez einen Ruf als “Stecher” hat? “Ich weiß gar nicht, wie oft Onur mit seinem Butterfly zugestochen hat und die Bullen nichts davon mitbekommen haben”, sagt einer der Jungs im Kiez. Zuletzt habe er bei einer Prügelei versucht, einem Gegner ins Herz zu stechen, sein Messer sei aber in der Lederjacke hängengeblieben und der Angegriffene unverletzt.

Drei Monate nach der zweiten Verurteilung von Onur U., im August 2011, wird ein weiterer Vorfall aktenkundig: Wieder hat er jemanden verletzt, der Richter ordnet zehn Stunden “Freizeitarbeit” an.

Zur Besinnung kommt Onur U. dabei offenbar nicht. Am 11. Oktober 2011 ist er im Smart seiner Mutter unterwegs, er steht im Stau, schwenkt wiederholt auf den Fahrradstreifen, wo es zu einer Beinahekollision mit einem Fahrradkurier kommt. Flüche werden ausgetauscht, bis Onur aussteigt, den Radfahrer verfolgt, ihn gegen eine Hauswand drängt und ihm, so stellt das Gericht später fest, einen Fausthieb mitten ins Gesicht versetzt.

m vergangenen Juni muss sich Onur vor dem Amtsgericht Tiergarten wegen der Attacke gegen den Fahrradkurier verantworten. Der Jugendrichter verurteilt ihn wegen Körperverletzung in Tateinheit mit Nötigung. Onur U. kommt für zwei Wochen in den Dauerarrest, er muss zum Anti-Gewalt-Seminar und den Führerschein für zwei Monate abgeben.

Friedlich sollen solche Abende selten geendet haben. “Nach jeder Party musste Onur irgendeinem Opfer auf die Fresse schlagen”, erinnert sich ein Freund."
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Kronsteen

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25

Freitag, 2. August 2013, 10:46

Das ganze ist wirklich ein Skandal!!

Da wäre es für den armen Onur unbequemer gewesen, in der Türkei untergetaucht zu bleiben.

Die lachen sich doch alle schlapp...

Ich kann dieses "schwere Kindheit"-Gelaber und diese psychologischen Studien nicht mehr hören!
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Pille

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26

Freitag, 2. August 2013, 13:53

Äh... :wtf:

Erinnert sich noch jemand an die Schule? Damals, als die Lehrer noch drohten: "Jennifer-Jaqueline-Vanessa! Wenn du jetzt nicht still bist, kriegst du einen Eintrag ins Klassenbuch!" Und keine Sau war auch nur ansatzweise davon beeindruckt, während der Lehrer sich so richtig toll vorgekommen ist? So kommt mir das vor. Wenn der Kerl schon ein paarmal auffällig geworden ist und von Freizeitentzug (ich lach mir 'nen Baum) offenbar nichts gelernt hat, gehört ihm einfach mal richtig auf die Glocke. Hallo? Das Burschi ist volljährig! Nach 19 Jahren sollte man einfach mal gelernt haben, daß Leute tot machen allgemein nicht gerne gesehen wird. Und diversen Absolventen eines Psychologie- oder Jurastudiums sollte man mal wegen Realitätsferne auf den Zahn fühlen. Reifeverzögerungen... Geringe Frustrationstoleranz... Ja, da hab ich jetzt aber Mitleid. Oh Mann...
Keine Mätzchen mehr, jetzt wird gespielt!

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Zardoz

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27

Freitag, 2. August 2013, 14:08

Alles bisher Geschriebene trifft es zu hundert Prozent! Dabei muss man ja nicht zwingend Broder lesen. Der gesunde Menschenverstand verbietet einem doch im Grunde schon diese Art von Judikative.

Lasst es euch auf der Zunge zergehen: Gewaltbereite Menschen (unabhängig ihrer Ethnie!), ohne Hemmung, ohne Scharm, nehmen einem anderen Menschen das Leben, brutal, ohne Not. Er ist nun nicht mehr, tot - ausgeslöscht. Und die Gerichtsbarkeit redet von einer "nicht altersgerechten Entwicklung" und dergleichen, um in der Konsequenz die Täter zur gemeinnütziger Arbeit zu verdonnern???

PFUI!
"Fuck you, I'm going to Hollywood!"

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Kronsteen

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28

Montag, 5. August 2013, 10:09

Passend hierzu:

"Garbsen: Nach mildem Urteil feiert Jugendgang ihren Boss"

http://www.shortnews.de/id/1015078/garbs…gang-ihren-boss

"Außerdem fiel uns positiv auf, dass sie an jedem Prozesstag, nachdem man ihnen die Handschellen abgenommen hat, freundlich "Guten Morgen" sagten", so die Richterin bei der Urteilsverkündung. "

:wut:
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Rico Royale

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29

Montag, 5. August 2013, 10:27

Oh Gott ey, dafür würde es sich ja nichtmal lohnen als Zeuge auszusagen wenn man danach Angst haben muss.
Agent 007030

Pille

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30

Montag, 5. August 2013, 10:33

AAARGH! :bamm:
Wie schön, sie haben gelernt, "Guten Morgen" zu sagen! Polly kriegt 'nen Keks! Vom völligen Unverständnis, warum auf einen 21jährigen, der höchstwarscheinlich alles andere als geistig zurückgeblieben ist, das Jugendstrafrecht angewandt wird, mal ganz zu schweigen...
Keine Mätzchen mehr, jetzt wird gespielt!


ollistone

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Dienstag, 13. August 2013, 10:24

Hier die Ouvertüre zu dem für Donnerstag erwarteten Urteil im Fall Jonny K.:

KLICK!

5 1/2 Jahre für den Haupttäter gefordert - so wenig ist ein Menschenleben wert. Ich habe von Cannabis-Homegrowern gehört, die länger in den Knast gewandert sind.
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Ahab

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Mittwoch, 14. August 2013, 20:48

Da wären dann jetzt die Fragen: Willst du den Wert für ein Menschenleben selbst festlegen? Meinst du das wäre dann gerechter? Und lässt sich eine Straftat überhaupt mit der Strafe aufwiegen? Außerdem: Was hat eine völlig andere Straftat von deren Verurteilung du 'gehört' hast mit dem Fall jetzt zu tun?

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33

Donnerstag, 15. August 2013, 11:29

Und lässt sich eine Straftat überhaupt mit der Strafe aufwiegen?


Diese Frage ist nicht ernst gemeint, hoffe ich doch stark, und nur ein rhetorisches Mittel, eine Diskussion in Gang zu bringen.

Oder mißverständlich ausgedrückt: ob die Weichspülerstrafen im Jugendstrafrecht dieses Landes überhaupt Sinn machen und nicht eher einen falschen Heldenkult stabilisieren.

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Donnerstag, 15. August 2013, 13:45

Ja, @ Ahab, ich bin mir auch nicht sicher, worauf genau du hinauswillst...???

Nun sind sie alle verurteilt - alle zu Freiheitsstrafen > 2 Jahre, so dass keine Bewährung möglich ist. Alle fahren ein, und das ist die gute Nachricht. Ob 2 Jahre 3 Monate bis zu 4 Jahre 5 Monate ausreichend sind, diese Tat zu sühnen, muss jeder für sich selber beantworten. Nach dem Verlauf des Prozesses - der Richter fand ja schon, das Ganze sei "eine Verkettung unglücklicher Umstände" gewesen, die Jugendgerichtshilfe wollte die Angeklagten mit erzieherischen Maßnahmen beeindrucken, bloß nicht mit Strafe - kann man eigentlich schon froh sein, dass hier keiner grinsend als freier Mann nach Hause geht.
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Ahab

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Donnerstag, 15. August 2013, 13:56

Und lässt sich eine Straftat überhaupt mit der Strafe aufwiegen?


Diese Frage ist nicht ernst gemeint, hoffe ich doch stark, und nur ein rhetorisches Mittel, eine Diskussion in Gang zu bringen.

Oder mißverständlich ausgedrückt: ob die Weichspülerstrafen im Jugendstrafrecht dieses Landes überhaupt Sinn machen und nicht eher einen falschen Heldenkult stabilisieren.
Was ich damit meine ist: Eine Strafe ist eine Sanktion. Man kann ein Menschenleben doch unmöglich mit einer Strafe aufwiegen. Das war explizit an die Aussage von Ollistone gerichtet, in der er meinte 'so wenig' sei ein Menschenleben wert. Ich wüsste gern den 'Wert' den er einem Leben geben würde. Ist bspw. eine Haftstrafe von 30 Jahren so viel 'wert' wie ein Menschenleben? Eher nicht. Eigentlich wäre doch dann die Todesstrafe die logische Konsequenz. Merkst du, worauf ich hinaus möchte?
Bei reiner Sachbeschädigung ist der Fall klar. Da lässt sich ein Wert beziffern. Hier nicht.

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Donnerstag, 15. August 2013, 14:08

Dafür gibt es ja das StGB, lieber Ahab. Das gibt einen Strafrahmen vor. Vorliegend wurde der Haupttäter wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt. (Das wirft die erste Frage auf, weshalb nicht wegen Totschlags. Gericht und Staatsanwaltschaft sind der Meinung, ein Tötungsvorsatz sei nicht zu erkennen gewesen - dem muss man widersprechen, denn wer einem anderen enthemmt immer wieder gegen den Kopf tritt, nimmt den Tod dieser Person natürlich in Kauf.) Jedenfalls gibt es für KV mit Todesfolge einen Strafrahmen von drei bis fünfzehn Jahren. Mit viereinhalb Jahren hat sich das Gericht deutlich am unteren Rahmen orientiert. Warum? Ein Gericht in München hätte hier wohl problemlos auf zehn Jahre erkannt. Denk mal nur an die Münchner U-Bahn-Treter 2008: Spiridon L. und Serkan A. sind für 12 Jahre bzw. 8,5 Jahre eingewandert, wegen versuchten Mordes, das 76-jährige Opfer hatte sogar überlebt, im Unterschied zu Jonny K.

Diesen gesellschaftlichen Konsens, dass die Verletzung der Rechtsordnung durch ein Strafsystem gesühnt wird, das sich an der Beeinträchtigung der betroffenen Rechtsgüter und der individuellen Schuld orientiert, willst du aber nicht aufkündigen, oder?
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Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »ollistone« (19. August 2013, 10:32)


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37

Donnerstag, 15. August 2013, 14:44

Mache ich das irgendwo?
Dass es Strafrahmen und Kataloge gibt ist auch genau das, worauf ich hinaus will. Aber Richter dürfen in diesem festgelegten Rahmen nach wie vor selbst entscheiden, wie sie die Dinge auslegen und bewerten. Sollen sie nach deiner Meinung denn einheitlich die Höchststrafen verhängen? Wo wir wieder bei der Frage nach dem Wert wären, die du mir noch nicht beantwortet hast.
Genau diese sehr provokante Formulierung war es ja, die mich überhaupt veranlasst hat, etwas zu schreiben. Es kam mir irgendwie so vor, als wärst du mit dem Rechtssystem (und vor allem den Strafmaßen) hier nicht so ganz einverstanden und hast alternative Lösungsvorschläge.

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38

Donnerstag, 15. August 2013, 14:57

Kurz und bündig, ich hätte Haftstrafen, die sich an dem Münchner Fall orientieren, vertretbar gefunden.

Dies ausgehend von der Prämisse, dass das menschliche Leben das höchste aller Rechtsgüter ist und es einfach nicht sein kann, dass Steuerstraftaten oder Verstöße gegen das BtMG härter bestraft werden als Tötungs- und Körperverletzungsdelikte. Da stimmt im Gesamtgefüge etwas nicht. 4,5 Jahre für einen vorbestraften Totschläger, fünf Jahre Haftfür einen vesuchten Banküberfall mit Spielzeugpistole - das widerspricht meinem Gerechtigkeitsempfinden.
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Donnerstag, 15. August 2013, 15:16

Meinem ebenfalls!
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Donnerstag, 15. August 2013, 15:22

Oder nimm mal das hier! Schicken die einen 74jährigen für fast vier Jahre in den Knast, weil er Cannabis anbaut. Ja, da gibt's dann kein Pardon.
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