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Dr. moVe

MI6 Staff

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Beiträge: 383

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Samstag, 31. Dezember 2016, 12:06

Das Kinojahr 2016 - Ausblick auf 2017

Hier die traditionellen Fragen zum ausgehenden Kinojahr 2016:

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Welche Filme habt ihr dieses Jahr im Kino gesehen ?

Welche davon gefielen euch besonders gut ?

Wurdet ihr enttäuscht ? und wenn ja von welchen Werken ?

Was waren für euch die stärksten Momente ?

Auf welche Filme, die im kommenden Jahr 2017 anlaufen, freut ihr euch bereits jetzt schon ?


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Als Retrospektive die entsprechenden Threads der letzten 12 Jahre:

Kinojahr 2004
Kinojahr 2005
Kinojahr 2006
Kinojahr 2007
KInojahr 2008
Kinojahr 2009
Kinojahr 2010
Kinojahr 2011
Kinojahr 2012
Kinojahr 2013
Kinojahr 2014
Kinojahr 2015

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Hier eine kleine Auswahl kommender Filme 2017, zu denen bereits Trailer und deutsche Start-Termine existieren:

12.01.2017
La La Land - Trailer
Director: Damien Chazelle
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26.01.2017
Jackie - Trailer
Director: Pablo Larraín
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02.02.2017
Elle - Trailer
Director: Paul Verhoeven
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16.02.2017
T2 - Trainspotting - Trailer
Director: Danny Boyle
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23.02.2017
A Cure for Wellness - Trailer
Director: Gore Verbinski
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02.03.2017
Silence - Trailer
Director: Martin Scorsese
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09.03.2017
Moonlight - Trailer
Director: Barry Jenkins
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30.03.2017
Ghost in the Shell - Trailer
Director: Rupert Sanders
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28.04.2017
The Circle - Trailer
Director: James Ponsoldt
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18.05.2017
Alien: Covenant - Trailer
Director: Sir Ridley Scott
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27.07.2017
Dunkirk - Trailer
Director: Christopher Nolan
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05.10.2017
Blade Runner 2049 - Trailer
Director: Denis Villeneuve

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Dr. moVe« (31. Dezember 2016, 12:45)


Erik Lehnsherr GP

Lord of the Sith

  • »Erik Lehnsherr GP« ist männlich

Beiträge: 66

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2

Sonntag, 8. Januar 2017, 13:46

Das Film- und Kinojahr 2016 war mal wieder geprägt von Hochs und Tiefs, von Independent-Werken und Blockbuster-Bomben, von Faszination, Unterhaltung, Mittelmass, Langweile und Schrott und nicht zuletzt von der Erkenntnis, dass ich meine Faszination für Superheldenmythen am besten befriedige indem ich auf die Comics umsteige. Dieses Jahr war ich wohl häufiger im Kino als zuvor in meinem gesamten Leben. „Wieso?“, höre ich manche fragen. „Wieso nicht?“, sage ich.


Nocturnal Animals (Tom Ford) – 10 / 10
Zynisch, verstörend, doppeldeutig, hintersinnig, komplex, brutal, ästhetisch, elegant, aggressiv, zärtlich, böse und für mich schlicht der eindeutig beste Film des Jahres.


The Revenant (Alejandro González Iñárritu) – 9,5 / 10
Vielschichtiges Meisterstück, dessen präziser und kunstvoller Bildersog einen regelrecht in diese längst vergangene Epoche hineinreisst. Iñárritu erschafft aus der simplen Menschenhatz in den nordamerikanischen Wäldern kurzerhand eine ganz eigene Welt, und die filmischen Mittel mit denen er dies vollbringt faszinieren bis zuletzt.


Arrival (Denis Villeneuve) – 9 / 10
Villeneuve kann also auch Science-Fiction und bestätigt sich damit als einer der interessantesten Regisseure derzeit. Psychedelisches, spannendes und geistreiches Kino, das sich erfrischend anders mit der Materie auseinandersetzt als viele thematisch verwandte Filme.


Un + Une (Claude Lelouch) – 9 / 10
Zwei Landsleute auf einer geheimnisvollen Reise durch Indien. Feinfühlig inszeniert, bärenstark gespielt und mit viel Gespür für die Charaktere erzählt. Ganz grosses Dramakino.


Our Kind of Traitor (Susanna White) – 9 / 10
Die neue John le Carré Verfilmung steht der letzten in nichts nach. Spannend, fesselnd, einfühlsam und phänomenal gespielt von Skarsgård und McGregor.


Hell or High Water (David Mackenzie) – 8,5 / 10
Melancholisch aber humorvoll, ein fast schon meditatives Action-Roadmovie quer durchs ländliche Texas. Toll gespielt und toll inszeniert, von dieser Sorte braucht es mehr im Kino.


Julieta (Pedro Almodóvar) – 8,5 / 10
Wunderbare Lebens- und Charakterstudie, charmant inszeniert und mit viel Gefühl für die Schwächen der Protagonisten erzählt. Dazu tolle Musik.


Café Society (Woody Allen) – 8 / 10
Auf Woody ist Verlass, auch sein diesjähriger Output bietet wieder geistreiches Kino mit Witz und Charme in edlen Bildern. Weiter so, Woody.


Eddie the Eagle (Dexter Fletcher) – 8 / 10
Anrührendes Underdog-Sportdrama mit zwei ausgezeichnet miteinander harmonierenden Hauptdarstellern und genau der richtigen Prise gut gemachtem Kitsch.


The Nice Guys (Shane Black) – 8 / 10
Schwarzer Humor, clevere Sticheleien gegen das Buddy- und Thrillergenre, eine Prise Hommage und ein absolut dynamisches Duo. Der beste Black bisher.


Captain America: Civil War (Russo Brothers) – 8 / 10
Der mit Abstand stärkste Comicfilm des Jahres dank interessant koordinierten Figuren, dynamisch reduzierten Kampfszenen und der passenden Gleichgewichtung von Stil und Substanz.


The Light Between Oceans (Derek Cianfrance) – 8 / 10
Ein gefühlsvoll inszeniertes, kraftvolles Drama mit einer sensationellen Vikander und einer überzeugenden erzählerischen Strukturierung in zwei Akten.


The Accountant (Gavin O’Connor) – 8 / 10
Ein bisschen Behindertendrama, ein bisschen Wirtschaftskrimi, ein bisschen Hardcore-Action und fertig ist der Accountant. Die Mischung funktioniert trotz oder gerade wegen ihrer Widersprüche so gut.


El Abrazo de la Serpiente (Ciro Guerra) – 8 / 10
Spirituelle Ode an Apocalypse Now, ein fast schon meditativer Trip durch die Natur des Amazonas. Bescheidene Mittel, aber viel Erzählkunst.


Hail, Caesar! (Coen Brothers) – 8 / 10
Die Coens sind wieder auf dem Komödienkurs. Tolle Gags, geistreiche 50er-Jahre-Reminisenzen und ein phänomenales Starensemble, in Summe aber auch deutlich seichter als frühere Grosstaten der Brüder.


Rogue One (Gareth Edwards) – 7,5 / 10
Wuchtige und kraftvolle Neuinterpretation des originalen Star-Wars-Mythos, die mit charmanten Reminiszenzen und mitreissenden Schlachtenszenen zu fesseln weiss, auf dem Gebiet der Figuren jedoch zu oberflächlich bleibt.


La Pazza Gioia (Paolo Virzì) – 7,5 / 10
Zwei Bekloppte fliehen aus der Anstalt und erleben das Abenteuer ihres Lebens: Exzellente Figuren, Bilder und Emotionen, lediglich im Spagat zwischen Tragik und Komik ist dieser italienische Film teils etwas ungelenk.


A Hologram for the King (Tom Tykwer) – 7,5 / 10
Kleines aber feines Drama rund um Liebe, Leben und Neuanfang mitten in der Wüste, dazu kommt ein starker Tom Hanks in der Hauptrolle.


Retour chez ma mère (Éric Lavaine) – 7,5 / 10
Eine tolle kleine Komödie mit viel elegantem Wortwitz und lebendigen Charakteren. Das altbekannte Familienthema wird gleichermassen simpel wie charmant mit eingewoben.


The Hateful Eight (Quentin Tarantino) – 7,5 / 10
Tarantinos zweiter Westernversuch ist in Summe leider etwas zu lang geraten, trotzdem unterhält die derbe Mischung aus Krimipuzzle, Kammerspiel und Satire mit ihrem Wortwitz und den frechen Ideen. Lediglich von einem Teil des Ensembles hätte ich mir mehr erhofft.


Sully (Clint Eastwood) – 7 / 10
Charmanter, kleiner Geschichtsfilm, mal ganz ohne Pathos und aufs Wesentliche beschränkt. Ein auf seine Weise irgendwie sympathisches Spätwerk von Altmeister Clint.


Eight Days a Week (Ron Howard) – 7 / 10
Gut gemachte Doku über die Konzertjahre der Beatles; klug eingesetztes Archivmaterial, thematisch fokussierte Geschichtsaufarbeitung, für Fans sehenswert.


The Big Short (Adam McKay) – 7 / 10
Kurzweilige und vor allem stilistisch beachtlich eigensinnige Aufarbeitung der Finanzkrise. Nicht immer ganz ausgegoren, aber witzig und dennoch immer am Thema orientiert.


Bastille Day (James Watkins) – 7 / 10
Wendungsreiche Terroristenhatz durch die Strassen und über die Dächer von Paris. Eigentlich ein richtig guter Actionthriller, lediglich der mässige Figurenausbau fällt etwas negativ ins Gewicht.


Spotlight (Tom McCarthy) – 7 / 10
Solide und grösstenteils erfreulich nüchterne Themenaufarbeitung, starke Darsteller, spannende Dialoge. Guter Film, aber sicher nicht das vielzitierte Meisterwerk.


The Girl on the Train (Tate Taylor) – 7 / 10
Spannender Domestic-Noir-Thriller, der etwas Mühe hat, in die Gänge zu kommen, später dafür aber immer besser wird. Emily Blunt ist wie gewohnt alleine das Ticket wert.


War Dogs (Todd Phillips) – 6,5 / 10
Die grundlegenden Handlungsmuster dieses Waffenhändler-Dramas sind einem zur Genüge bekannt, spätestens seit Klassikern wie Goodfellas. Nichts Bahnbrechendes also, aber trotzdem launig umgesetzt und vor allem viel besser als befürchtet.


Deadpool (Tim Miller) – 6,5 / 10
Böse Superhelden Teil 1: Witzige und wüste Satire, die aber gerne noch eine ganze Ecke derber und verrückter hätte sein können und auch müssen.


Jack Reacher: Never go Back (Edward Zwick) – 6,5 / 10
Kompetente Adaption der Romane, bei der in erster Linie die rauen Actionszenen und der abgehalfterte Charme Spass machen. Auch hier gilt wieder: vor allem für Fans empfehlenswert.


Nerve (Ariel Schulman & Henry Joost) – 6 / 10
Spannende Grundidee, schwungvolle und unterhaltsame erste zwei Drittel, der Schlussakt geht aber eklatant in die Knie. Trotzdem irgendwie sympathisch und mal was anderes.


Trumbo (Jay Roach) – 6 / 10
Solides Biopic mit einem fantastischen Cranston und viel Zeitkolorit, aber der Handlungsfluss stolpert mitunter etwas vor sich hin.


The Magnificent Seven (Antoine Fuqua) – 6 / 10
Mässige Figuren, solide Inszenierung und ein fast schon erstaunlich starkes Finale. Das altbekannte 7er-Rezept macht halt immer wieder Spass, erreicht Kurosawas Original aber nicht im Ansatz.


Snowden (Oliver Stone) – 6 / 10
Stone ist zurück auf seinem polithistorischen Spezialgebiet und erzählt kurzweilig aber fragmentiert aus dem Nähkästchen der Geheimdienstkrise. Ein überzeugender Gordon-Levitt trägt die wechselhaften Episoden mühelos.


Jungle Book (Jon Favreau) – 6 / 10
Neuauflage des Disney-Klassikers, die vor allem mit ihren brillanten Effekten protzt. Weitgehend kurzweilig, aber auch nichts wirklich Neues.


Mechanic: Resurrection (Dennis Gansel) – 5,5 / 10
Jason Statham schlägt wieder zu. Neues wird einem in diesem Action-Best-of der letzten Jahre nicht geboten, in seinen inkohärenten Episoden ist es aber trotzdem einigermassen unterhaltsam.


X-Men: Apocalypse (Bryan Singer) – 5,5 / 10
Erschütternd inhaltsleerer und einfallsloser Nachklatsch der Reihe, der in erster Linie durch viel Nostalgie und eine Handvoll guter Szenen am Leben gehalten wird, dem ansonsten aber all die Besonderheiten abgehen, welche die Reihe einst ausgemacht haben.


Triple 9 (John Hillcoat) – 5,5 / 10
Schöne Atmosphäre und eine in den Ansätzen spannende Geschichte. Ansonsten aber ein durchschnittlicher Drogenkrimi mit verheiztem Starensemble.


Batman v Superman: Dawn of Justice (Zack Synder) – 5 / 10
Passable erste zwei Drittel und schwaches Schlussdrittel. Gute Grundidee, starker Affleck, pralle Action, aber in Summe einfach zu künstlich und zu überladen an Effektschlachten und Subplots, um wirklich zu zünden.


Doctor Strange (Scott Derrickson) – 5 / 10
Marvel-Kino nach der Strichliste. Selbst an den eigenen Massstäben gemessen erschreckend vorhersehbar und kaum originell, zum Einwegkonsum aber geeignet.


Inferno (Ron Howard) – 5 / 10
Auch die dritte Verfilmung von Dan Browns Spannungsromanen kann nicht ganz überzeugen, und das obwohl das erste Drittel noch richtig gut ist. Danach, spätestens aber in der zweiten Hälfte, fällt das dramaturgische Kartenhaus mehr und mehr in sich zusammen.


Deepwater Horizon (Peter Berg) – 4,5 / 10
Ein Katastrophenfilm der traumwandlerisch und mit bierernster Miene jedes Klischee bis zum Exzess ausschlachtet, dafür weiss die visuelle Umsetzung der Zerstörungsorgie zu beeindrucken.


Ben-Hur (Timur Bekmambetow) – 4,5 / 10
Guter Stoff, schlecht aufgekocht. Generisches Remake, das zum einmaligen Anschauen halbwegs taugt, darüber hinaus aber nichts Nennenswertes zu bieten hat.


Suicide Squad (David Ayer) – 4,5 / 10
Böse Superhelden Teil 2: Fängt stark an und lässt noch stärker nach. Ein angesichts des Stoffes erschütternd mutloser und handzahmer Action-Comedy-Quark mit ein paar guten Momenten.


Money Monster (Jodie Foster) – 4 / 10
Unentschlossener Mischmasch aus Thriller, Satire und Betroffenheitsdrama, funktioniert aber auf keinem dieser Gebiete so richtig. Clooney versucht zu retten, was es zu retten gibt.


Now you see me 2 (Jon M. Chu) – 4 / 10
Now you see me war vor drei Jahren ein überraschend flotter und spannender Mystery-Krimi, die Fortsetzung ist leider nichts davon. Vorhersehbare und platte Melange aus den verschiedensten Genre-Ingredienzen, dazu angesichts der gebotenen Handlung an Redundanz kaum mehr zu überbieten. Nur in Ansätzen leidlich unterhaltsam.


American Pastoral (Ewan McGregor) – 3,5 / 10
Sehr sperriges und bemühtes Drama, das völlig träge und theatralisch um seine geschichtlichen und familiären Motive herum aufgebaut ist und einem angesichts der guten Intentionen fast schon Leid tut. McGregor, bleib beim Schauspielern, denn das kannst du.


Joy (David O. Russell) – 3 / 10
Die nächste halbgar überdrehte Dramödie aus Russells Fliessbandschmiede. Unsinnig zusammengeschustertes Putzartikel-Werbefilmchen mit viel theatralischer Freakshow und zielloser Geschichte. Jennifer Lawrence ist schlicht lächerlich.




Meine unbestreitbaren Highlights dieses Jahr waren aber ohne Zweifel die Entdeckung eines neuen, wunderbar ausgestatten Programmkinos in der Nähe und damit einhergehend der Genuss einiger schöner Klassiker im Rahmen von Programmreihen und Retrospektiven. Innert weniger Monate drei der für mich besten Filme aller Zeiten auf der Leinwand zu erleben kommt nicht gerade häufig vor. Leider habe ich in diesem Sektor auch vieles verpasst.


C’era una Volta il West (1968, Sergio Leone) – 10 / 10
Vermutlich der beste Film aller Zeiten, eine elegische Sinfonie aus Bildern und Musik, die durch Mark und Bein geht. Die Essenz filmischer und emotionaler Faszination in zweieinhalb Stunden komprimiert, eine Erfahrung, die nicht mehr von dieser Welt ist.


Taxi Driver (1976, Martin Scorsese) – 10 / 10
Immer noch die spannendste, schönste, brutalste und erschütterndste Charakterstudie aller Zeiten. De Niros Verkörperung seiner komplexen und zerrissenen Rolle ist übermenschlich, Herrmann beendet sein meisterhaftes Lebenswerk mit wehmütigen Saxofonklängen und Scorsese veredelt sein radikales Psychogramm der Vietnamgeneration mit Bildern und Szenen, die man so schnell nicht vergisst.


Psycho (1960, Alfred Hitchcock) – 10 / 10
Die nächste hervorragende Charakterstudie: Ein derber, verstörender und faszinierender Horrorschocker, dessen innere Spannung schier implodiert, und dem Herrmanns prägnanter Jahrhundert-Soundtrack die Krone aufsetzt. Hitchcocks bester, und das will was heissen.


Lost Highway (1997, David Lynch) – 9,5 / 10
Der Meister des surrealen Kinos in seinem Element: Ein irrwitziger audiovisueller Trip durch einen Thriller voll mit wechselnden Identitäten, unerklärlichen Horror-Einschüben und morbiden Albtraumsequenzen. Kommt im Kinosaal noch um Einiges beeindruckender rüber als zu Hause.


Dead Man (1995, Jim Jarmusch) – 9,5 / 10
Jarmuschs Meisterstück; eine psychedelische Odyssee durch die Wälder Nordamerikas, die einen völlig neuen Blick auf das Westerngenre wirft. Neil Youngs unkonventionelle musikalische Untermalung setzt dem Ganzen die Krone auf.


Det Sjunde Inseglet (1957, Ingmar Bergman) – 9 / 10
Max von Sydow spielt Schach mit dem Sensenmann: Noch eine psychedelische Odyssee, dieses Mal durch das pestverseuchte mittelalterliche Schweden. Sehr spannend und cineastisch innovativ.


Only Lovers Left Alive (2013, Jim Jarmusch) – 8,5 / 10
Der erfrischend andere Vampirfilm, geistreich, sinnlich, witzig und phänomenal gespielt. Die Verbindung aus Bildsprache und erneut sehr unkonventioneller Filmmusik ist das Tüpfelchen auf dem i.


Night on Earth (1991, Jim Jarmusch) – 7,5 / 10
Jarmusch zum Dritten: Sehr schöner Episodenfilm der sich aus verschiedenen Kurzfilmen zusammensetzt, die alle in einem Taxi spielen. Eine unterhaltsame Reise durch fünf völlig verschiedene Städte, aber wie das bei Episodenfilmen häufig der Fall ist, sind einige der Geschichten einfach deutlich besser als andere.


Il Deserto Rosso (1964, Michelangelo Antonioni) – 6,5 / 10
Filmisch interessanter Blick auf die Vereinsamung einer Seele, die ich aber emotional nicht völlig verstanden habe. Einzelne Szenen sind exzellent, andere bleiben mir zu distanziert.


Shutter Island (2010, Martin Scorsese) – 6 / 10
Scorseses schwächster Film, als Psychothriller und auch als Charakterstudie deutlich zu plump und gewöhnlich aufgebaut. Viele Ansätze und Szenen wissen aber zu gefallen, und die erste Hälfte ist noch sehr vielversprechend.



Und zum Abschluss noch eine Auswahl sehr guter bis exzellenter Filme, die ich dieses Jahre zu Hause zum ersten Mal gesehen habe:

Rashōmon (Akira Kurosawa 1950)
Singin‘ in the Rain (Gene Kelly 1952)
Ikiru (Akira Kurosawa 1952)
Breakfast at Tiffany’s (Blake Edwards 1961)
Repulsion (Roman Polanski 1965)
Star Trek: The Undiscovered Country (Nicholas Meyer 1991)
La Double Vie de Véronique (Krzysztof Kiéslowski 1991)
Bleu (Krzysztof Kiéslowski 1993)
Rouge (Krzysztof Kiéslowski 1994)
Across the Universe (Julie Taymor 2007)
Scott Pilgrim vs. The World (Edgar Wright 2010)

Dr. moVe

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Sonntag, 8. Januar 2017, 16:17

Um mal gleich Tacheles zu reden:
2016 halte ich in vielen Belangen als das bisher schwächste Kinojahr in meinem ganzen Leben als aktiver Kinogänger.
Ich fühle mich zu dieser klaren Aussage berechtigt, da das meiner Meinung nach geringe Angebot an erstklassigen neuen Filmen, keineswegs dazu führte, das ich insgesamt weniger die Lichtspielhäuser aufsuchte, als in den vorangegangen Jahren.
Nein, kino-leidenschaftlich wie ich nunmal bin, versuchte ich auch in diesem Jahr soviele vielversprechende Neuerscheinungen wie möglich zu besuchen. Doch leider erblickte ich deutlich mehr ernüchterndes als erbauliches.

Ich denke mal es ist nicht aussergewöhnlich, bei der entsprechenden Filmauswahl, thematisch und genrespezifisch keine besonderen Prioritäten zu haben, sondern in gleichem Maße an Arthaus- wie Blockbusterkino interessiert zu sein.
Ein solches Interessen-Spektrum impliziert jedoch den Aspekt, das sich zwischen diesen beiden ziemlich überbeanspruchten Bezeichnungen für die 2 vorherrschensten Filmgruppen, eine gewaltige Grauzone an Filmarten auftut - bzw. vielmehr auftuen sollte, die weder eindeutig dem einen noch dem anderen Begriff zuzuordnen sind. Und genauo darin sehe ich das größte Problem unserer aktuellen Filmepoche.
Das 'normale', das 'durchschnittliche' Kino, für die breite Masse scheint weitesgehend verschwunden zu sein.

'Normal' - das ist sicher einer der subjektivsten und schwammigsten Zustandsbeschreibungen die es gibt.
Aber ich denke mal, die meisten werden nachvollziehen können was ich darunter verstehe.
Die weitesgehende Abstinenz von Produktionen mit einem Budget im 30- bis 50-Millionen-Dollar-Bereich, und die Dauerpräsenz von Franchise-Filmen zunehmend zweifelhafter Qualitäten mit einem Budget im 200-Millionen-Dollar-Bereich, ist jedenfalls eben nicht gerade das Szenario, das ich als 'normalen' Zustand umschreiben würde.

Undenkbar scheint es heutzutage geworden, das anspruchsvolle Werke wie z.b. Der Pate, Die durch die Hölle gehen, Amadeus, Jenseits von Afrika, Der mit dem Wolf tanzt ein breites Publikum ins Kino locken könnten, und aufgrund ihrer puren Qualität die größten Lichtspielsäle unsers Landes füllen. Nein, wenn heute ein Film weder eskapistische CGI-Effektorgien bietet, noch Teil eines mäanderartig produzierten Franchise-Universums ist, dann sind dessen Zuschauerzahlen dermaßen gering, das man sich fragen darf, an welchem Zeitpunkt genau, sich Originalität, Qualität und Erfolg dermaßen offensichtlich zu scheinbar unvereinbaren Begriffen transformiert haben.

Wenigstens bin ich nicht der einzige dem die Entwicklung des Kinos zunehmend mißfällt, was der Blick auf zahlreiche Jahresrückblicke anderer langjähriger Filmfans veranschaulicht.
Hier ein schönes deutschsprachiges Beispiel: Das Filmjahr 2016 war eine Katastrophe.

Aber auch wenn es imho ein verdammt schwaches Jahr war, so gab' es hier und da dann doch wieder ein paar Momente die mich verzückten. Auch wenn ich mir davon deutlich mehr gewünscht hätte.

Filme die ich dieses Jahr im Kino gesehen habe - chronologisch aufgeführt nach den bundesdeutschen Kinostarts:

Brian Helgeland's Legend (Kinostart: 07. Januar 2016)
Alejandro González Iñárritu's The Revenant (Kinostart: 14. Januar 2016)
Adam McKay The Big Short (Kinostart: 14. Januar 2016)
Quentin Tarantino's The Hateful Eight (Kinostart: 28. Januar 2016)
Ethan & Joel Coen's Hail, Caesar! (Kinostart: 18. Februar 2016)
Tom McCarthy's Spotlight (Kinostart: 25. Februar 2016)
Byron Howard, Rich Moore, Jared Bush's Zootopia (Kinostart 3. März 2016)
Lenny Abrahamson's Room (Kinostart: 17 März 2016)
Zack Snyder's Batman v Superman: Dawn of Justice (Kinostart: 24. März 2016)
Dan Trachtenberg's 10 Cloverfield Lane (Kinostart: 31. März 2016)
Anthony & Joe Russo's Captain America: Civil War (Kinostart 28. April 2016)
Luca Guadagnino's A Bigger Splash (Kinostart: 5. Mai 2016)
Bryan Singer's X-Men: Apocalypse (Kinostart: 19. Mai 2016)
Achim Bornhak's Der Nachtmahr (Kinostart: 26. Mai 2016)
James Vanderbilt's Truth (Kinostart: 2. Juni 2016)
Shane Black's The Nice Guys (Kinostart: 2. Juni 2016)
James Wan's The Conjuring 2 (Kinostart: 16. Juni 2016)
Nicolas Winding Refn's The Neon Demon (Kinostart: 23. Juni 2016)
Ben Wheatley's High-Rise (Kinostart: 30. Juni 2016)
Susanna White's Our Kind of Traitor (Kinostart: 7. Juli 2016)
Roland Emmerich's Independence Day: Resurgence (Kinostart: 14. Juli 2016)
Maren Ade's Toni Erdmann (Kinostart: 14. Juli 2016)
Justin Lin's Star Trek Beyond (Kinostart: 21. Juli 2016)
Steven Spielberg's The BFG (Kinostart: 21. Juli 2016)
David Ayer's Suicide Squad (Kinostart: 18. August 2016)
Fatih Akin's Tschick (Kinostart: 15. September 2016)
Oliver Stone's Snowden (Kinostart: 22 September 2016)
Greg Tiernan's & Conrad Vernon's Sausage Party (Kinostart: 6. Oktober 2016)
Tim Burton's Miss Peregrine's Home for Peculiar Children (Kinostart: 6. Oktober 2016)
Andrea Arnold's American Honey (Kinostart: 13. Oktober 2016)
Scott Derrickson's Doctor Strange (Kinostart: 27. Oktober 2016)
Woody Allen's Café Society (Kinostart: 10. November 2016)
Jim Jarmusch's Paterson (Kinostart: 17. November 2016)
Denis Villeneuve's Arrival (Kinostart: 24. November 2016)
Gareth Edwards' Rogue One: A Star Wars Story (Kinostart: 16. Dezember 2016)
Jean-Pierre & Luc Dardenne's La fille inconnue (Kinostart: 15. Dezember 2016)
Tom Ford's Nocturnal Animals (Kinostart: 22. Dezember 2016)
Robert Zemeckis' Allied (Kinostart: 22. Dezember 2016)

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Meine persönliche Top-5 2016:

1. Toni Erdmann - Trailer
2. The Big Short - Trailer
3. Arrival - Trailer
4. The Neon Demon -Trailer
5. Nocturnal Animals - Trailer

Beste Regie:
Denis Villeneuve - Arrival

Bester Darsteller:
Peter Simonischek - Winfried Conradi / Toni Erdmann

Beste Darstellerin:
Sandra Hüller - Ines Conradi

Bestes Originaldrehbuch:
Quentin Tarantino - The Hateful Eight

Bestes adaptiertes Drehbuch:
Eric Heisserer - Arrival

Beste Kamera:
Emmanuel Lubezki - The Revenant

Beste Musik:
Jóhann Jóhannsson - Arrival

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Meine größte Enttäuschung 2016:

Steven Spielberg's The BFG ist sicher nicht der schlechteste Film des Jahres, aber leider imho einer der schwächsten in der gesamten Karriere des Meisters.
Als bekennender Fan des Regisseurs, war das eine negativere Erfahrung, als sich durch nervige Gurken wie z.B. Suicide Squad zu quälen.

Die magischsten Kino-Momente 2016 für mich waren:

- Die nervenaufreibende Grizz­ly­bär-Attacke in The Revenant.
- Der Anfangssequenz von Batman vs. Superman, in der es am Himmel über Metro­polis kräftig kracht, insek­tenähn­liche Raum­schiffe in plaktiver 9/11-Manier Hoch­häuser wegraspeln, und man den finalen Kampf zwischen Superman und General Zod aus dem Franchise-Vorgängerfilm Man of Steel aus den Augen Bruce Waynes miterlebt, der sich in diesem Moment als einer von uns entpuppt. "Ein Super­hel­den­film ganz aus der Kolla­teral­per­spek­tive, was für ein unvor­stellbar aufre­gendes Stück Kino wäre das", schrieb Fritz Göttler in der Süddeutschen Zeitung und hatte recht.
- Regisseur Nicolas Winding Refn's starke und zunehmend krassere bildliche Metaphern, die er für die Liebe zur reinen Ober­fläche in The Neon Demon präsentiert, die von weit mehr als der reinen Lust an der Provo­ka­tion zeugen.
- Das erste Vorspre­chen im selben Film, die von fern an die "This is the girl!"-Szene in David Lynchs Mull­hol­land Drive erin­nert: Hauptfigur Jesse betritt einen Raum, und alle Augen richten sich auf sie. Sie sei "die Sonne, die die Nacht zum Tag macht", sagt kurz darauf ein Photo­graph zu ihr. Die Art und Weise wie Refn diesen Moment ausreizt, ist einfach herrlich extrem.
- Das Duett von Toni Erdmann und 'Whitney Schnuck'.
- Die Privat-Party für's 'Team building' von Ines Conradi in Toni Erdmann.
- Die Zerstörung der USS Enterprise in Star Trek Beyond. So lächerlich überstrapaziert dieser Vorgang in den Kinofilmen des Star Trek-Franchise allmählich auch wird, so sehr zündet er bei einem hoffnungslosen Trekkie wie mir, stets auf's neue. Besonders wenn er visuell so großartig ausgeschlachtet wird, wie in diesem Fall.
- Die grandiose Kamerafahrt über die tiefgleitenden Nebelschwaden, die vor dem surreal anmutenden Alien-Raumschiff in Arrival über einer Hügellandschaft dahin ziehen.
- Der geniale Moment des Plot Twists des selben Films, auf den ich aus Spoiler-Gründen nicht weiter eingehen will.

Filme auf die ich mich 2017 freue:

Sicher freue ich mich vorallem auf die neuen Werke von so renommierten Größen wie Verhoeven, Scorsese und Nolan.
Außerdem bringe ich auf der Blockbusterseite der Realfilm-Umsetzung der mittlerweile zum Franchise avancierten Manga- und Anime-Filmvorlage GHOST IN THE SHELL, eine große Vorfreude entgegen. Dies ist auch überhaupt keine Überraschung, da ich in diesem Fall tatsächlich mal ein 'Fan der ersten Stunde' bin, und mich das Phänomen bereits seit Mitte der 90er-Jahre fasziniert.
Für alle die weder den Anime-Klassiker von 1995, noch den zugrundeliegenden Manga-Comic oder die beeindruckende Anime-TV-Serie kennen, verlinke ich nachfolgend als ersten medialen Einstieg und zur pop-kulturellen Veranschaulichung 2 zusammenfassende, informative You Tube-Videos von Nerds, die einem dieses Franchisephänomen ein bißchen näherbringen können:

Warum man sich auf Ghost in the Shell freuen darf
(6:26 Minuten)

A detailed breakdown of the legendary Ghost in the Shell media franchise.
(29:28 Minuten)

Gespannt bin ich als Genre-Fan außerdem natürlich auf Blade Runner 2049. Da sich die 'Final Cut'-Version des Original-Films allerdings 'fest-zementiert' in meiner Lieblingsfilm-Top-5 befindet, blicke ich diesem Sequel gleichzeitig mit einer gehörigen Portion Skepsis entgegen.
Meine Hoffnung liegt hier weniger auf Produzent Sir Ridley, oder dem prominenten Cast, als vielmehr auf Regisseur Denis Villeneuve, dessen Œuvre mich bisher ziemlich begeisterte...

Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von »Dr. moVe« (16. Januar 2017, 21:03)


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4

Dienstag, 10. Januar 2017, 22:03

Welch umfangreicher und hervorragend verfasster Beitrag, Erik Lehnsherr GP.
Da dir Repulsion so gut gefallen hat, möchte ich dir dringend "Rosemaries Baby" und - noch eindringlicher - das Meisterwerk "Der Mieter", ebenfalls von Polanski, ans Herz legen.
Unter dem Schreibpseudonym "C.S. Filmkunst" habe ich mich letzterem auch mal bei Amazon hingegeben, einer meiner absoluten Lieblinge und definitiv in einem Atemzuge mit besagtem Repulsion zu nennen, viel Vergnügen.
"Loyalität bedeutet mir wesentlich mehr als Geld."
Bond '89 - Robert Davi

ollistone

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5

Mittwoch, 11. Januar 2017, 09:51

Undenkbar scheint es heutzutage geworden, das anspruchsvolle Werke wie z.b. Der Pate, Die durch die Hölle gehen, Amadeus, Jenseits von Afrika, Der mit dem Wolf tanzt ein breites Publikum ins Kino locken könnten, und aufgrund ihrer puren Qualität die größten Lichtspielsäle unsers Landes füllen.


Das muss man wohl so unterschreiben - solche Filme fehlen mir auch sehr. Ich denke auch an Werke wie "Der letzte Kaiser" von Bertolucci - große Filme, über die man seinerzeit gesprochen hat, die man einfach gesehen hat. Wenn es meiner Frau und mir gelang, die Kinder zu parken und gemeinsam ins Kino gehen zu können, merkten wir irgendwie jedes Mal, dass es eigentlich nichts gibt, was uns interessiert, oder zumindest beide interessiert.

Und so habe ich dann lediglich gesehen:

The Revenant
The Big Short
The Hateful 8
Rogue One
Inferno
Die glorreichen 7


und mit meinen Kindern

Zoomania
Pets
Sing


und vermutlich noch ein paar andere, an die ich mich gerade nicht erinnern kann.

Auch nach meinem Empfinden ein extrem schwaches Jahr.

Mister Bond

Felix Leiter

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6

Mittwoch, 11. Januar 2017, 14:53

Um mal gleich Tacheles zu reden:
2016 halte ich in vielen Belangen als das bisher schwächste Kinojahr in meinem ganzen Leben als aktiver Kinogänger.

Dem kann ich nur zustimmen. Schon im Sommer habe ich gedacht, jetzt kann nur noch Star Wars retten und Spaß machen.
Ich war so wenig im Kino wie schon lange nicht mehr, habe ein wenig auf Blu-ray und Amazon Video nachgeholt.

Im Kino sah ich erst im April:

Batman v Superman - Dawn Of Justice
Hier stimme ich dem Großteil der Meinungen leider zu. Zu viel gewollt, zu wenig gekonnt. Wonder Woman war, meiner Meinung nach, nicht unbedingt nötig, aber es muss ja beim DCEU schnell gehen.
Die Neuinterpretation von Lex Luthor machte mir überhaupt keinen Spaß. Entweder rücksichtslos oder wie Gene Hackman (schaute vor kurzem die beiden ersten Superman-Filme mit Christoper Reeve....wie herrlich der Hackman doch ist und wesentlich unterhaltsamer). Die ganze Story wirkt so aufgesetzt, Batman ist sauer auf Superman, aber gleich töten? Na ja. Das Finale ist einfach nur nervig und too much.
Allerdings gibt es sonst darstellerisch von mir wenig zu bemängeln und der Ansatz bleibt interessant.
5-6/10


X-Men: Apocalypse
Keine Ahnung was einige gegen diesen Film haben. Der ist zwar schwächer als seine beiden Vorgänger, weil eben mehr auf Bombast Wert gelegt wird, trotzdem ist das X-Men Universum das dramstisch und charakterlich vielfältigste. Alleine die Szenen mit Magneto in Polen erheben den Film über viele seiner Comic-Filme Pendants. Und der große Auftritt von Quicksilver ist auch wieder extrem gelungen, dazu noch einer der größten Hits des Jahres 1983. Überhaupt die gelungenen Reminiszenzen an die frühen 80er, speziell 1983 (Return Of The Jedi).
8/10


Suicide Squad
Joa, einmal gucken und schnell wieder vergessen. Allerdings gefiel mir Margot Robbie als Harley Quinn schon. Ihre Szenen und auch die mit ihrem Joker, waren das Beste am Film. Will Smith durfte natürlich nicht ganz böse sein, auch wenn er unbedingt Batman töten möchte. Und die Batman-Cameos zu Beginn waren auch nett.
4/10


Dr. Strange
Wirklich guter Beginn und Ansatz, verliert sich mit der Zeit aber dann doch wieder in diesen typischen MCU-Manierismen und raubt dem Film dann fast alles.
Cumberbatch ist gut, Rachel MacAdams darf nur nett und süß sein, Mads Mikkelsen verschenkt. Paar Stunden nach Kinobesuch unterhält man sich definitiv über anderes.
6/10


Rogue One- A Star Wars Story
Puh, wie erwartet, die Rettung im Blockbuster Segment 2016.
Für mich macht der Film fast alles richtig. Eigentlich fällt mir nichts negatives ein, auch dass manch Charakter nicht ganz ausgeleuchtet werden kann. Und Felicity Jones...irgendwie hing ich bei ihren Close-Ups immer an ihren Augen und Lippen (beinahe wie verliebt). Den Film sah ich dann auch zweimal im Kino.
Macht Bock, macht optisch viel her, Peter Cushing als Moff Tarkin hat mein Herz höher springen lassen. Vaders Auftritte kurz, aber sehr emotional und gekonnt umgesetzt. Der Filmscore ist sehr gut und am Ende so emotional, dass mir fast die Tränen kamen.
9/10

Mein Lieblingsstück und Moment:



Blu-ray/Amazon Video:

The Revenant
Schöner, packender Film. Manche meiner Bekannten mokierten sich, dass wenig gesprochen wurde und weshalb DiCaprio ausgerechnet für diesen Film den Oscar bekam, weil eben wenig Text.
Ich kann da nur sagen, dass Medium Film nicht ganz verstanden.
Dazu tolle Landschaftsaufnahmen, ich mag solche Filme.
9/10


The Hateful Eight
Bitte, was war das? Mit Abstand der größte Tarantino Rotz! Tarantino lag immer Wert auf Dialoge und lange Szenen, aber 45 Minuten in der Kutsche, dann weitere 45 Minuten Hütte, bevor wirklich was relevantes passiert. Klar liebt Tarantino auch die Brutalität, aber hier ergötzt er sich misanthropisch. Ich finde diesen Film nur ekelhaft und bis zur 90 Minuten Langweilig. Mir kann sonst keiner vorwerfen, dass ich keine Filme mit viel Dialoge mag oder auch andersherum, aber das hier ist Murks. Hier wird unnötig provoziert, unnötig geschlagen, getötet.
Und lachhaft ist auch der Oscar für den Großmeister Morricone. NIE zuvor hat er einen Oscar gewonnen, dabei schuf er dutzende von besseren Filmscores als zu diesem widerlichen Machwerk.
Einzig die Melodie zu Beginn des Schneesturms ist stark.
Kurt Russell tut mir Leid. Einer meiner Sympathie-Stars spielte gleich in den beiden schlechtesten Tarantinos ever.
Und wozu ein 2,55:1 Format, wenn hauptsächlich alles in einer Hütte spielt??? So ein Format benutzt man bei vielen und gediegenen Landschaftsaufnahmen/Panorama.
Boah, ich will mich nicht mehr ärgern, für michdie größte Enttäuschung, aber da ich noch schlechtere Filme sah:
2/10


Deadpool
Und auch so ein Hype-Stuss der letzten Jahre. Da gab es 2015 auch ein paar, aber das wäre in dortigen Thread ein Thema.
Möchtegern-Cool...bla bla bla. Einmal gucken reicht, aber auch nicht ganz eine Katastrophe. Paar gute Gags, paar nette Actionsequenzen.
4/10


The Neon Demon
Zugegeben, bis heute empfinde ich einzig "Drive" als ein wirklich gutes Werk von Refn. All seine anderen Filme wirken auf mich plakativ aufgesetzt und extrem langweilig.
Dieser hier ist so zweischneidig. Es passiert wieder kaum etwas, wieder wird mehr Wert auf das Visuelle gesetzt und normalerweise wäre das schon von meiner Seite aus ein Todesstoß.
Trotzdem blieb ich dran. Zum Vergleich, bei "Walhalla Rising" habe ich nach der Hälfte abgeschaltet und bei "Only God Forgives" war meine Aufmerksamkeit auf Grund der Langeweile nicht mehr so vorhanden.
Refn hat hier also doch etwas richtig gemacht. Das Ende ist dann sehr schockierend, aber wieder visuell herausragend und die Musik ist auch sehr gut. Jena Malone fand ich in ihrer Rolle am besten.
Aber auch die anderen drei Damen, hervorzuheben wäre sogar Abbey Lee, weil man es von ihr am wenigsten erwartet hätte.
Trotzdem schwieriger Stoff.
6/10

Zoomania
Disney kann es einfach im Animationssegment. Bei der Flut von Animationswerken aus Hollywood, gerade seit der Jahrtausendwende, schaffen es, außer Shrek 1,2, 4 und die ersten beiden Ice Age Filme nur die Disney und Pixar Werke in meinem kollektiven Gedächtnis und auch Herzen zu bleiben.
Schön fand ich, als Fan der Wolfgang Reithermann Ära, dass endlich wieder Tiere die Hauptrolle spielten. Und dazu noch eine Detektivstory, welche auch Erwachsene unterhalten kann. Mehr davon, weniger vom schrillen und hektischen der Konkurrenz.
8/10


Legend
Tom Hardy ist wirklich gut in seiner Doppelrolle, aber der Film fängt in der zweiten Hälfte an, stark abzubauen. Waren es am Anfang noch die interessanten, teils lustigen Einführungen der Charaktere, wird es dann später zu Guy Ritchie Light like.
4/10


The Nice Guys
Also bitte, Erik Lensherr, Shane Blacks bester Film? Mir fällt übrigens eh nur Kiss Kiss, Bang Bang ein, in dem er Regie führte, der hatte aber wesentlich mehr Reiz, und Iron Man 3.
Hier unterhält natürlich das Zusammenspiel Russell Crowe und Ryan Gosling und der Humor und hier zieht Shane Black fast sämtliche Register. Was den Plot antrifft, recht spannungsarm. Da habe ich mir doch etwas mehr erhofft. Dank den Herren Crowe und Gosling, die für die vollständige Unterhaltsamkeit des Films sorgen, sowie dem Lokal- und Zeitkolorit, werden es:
6/10

Bastille Day
Starker Idris Elba, charmanter Richard Madden, von dem ich noch mehr in Hollywood oder britischen Kino sehen möchte, sonst 08/15.
4/10

Zuhause habe ich noch Creed und als großer Rocky-Fan, muss ich mir den auch endlich mal angucken!
Außerdem "freue" ich mich, habe ich nachzuholen: Arrival. Aufgrund des gelesenen und Amy Adams.
Auch diese Filme werde ich mir noch anschauen:
The Jungle Book
Jason Bourne (hier hielt mich echt die eher mäßige Kritik ab)
Captain America: Civil War (MCU ist spätestens nach Dr. Strange für mich im Kino gestorben)
Ghostbusters (mich nervt dieses ständige Bashing, egal bei welchen Projekten)
Star Trek Beyond
Die glorreichen Sieben (ich finde Fuquas Arbeiten mit Washington stets unterhaltsam)
10 Cloverfield Lane
Legend Of Tarzan (ich bin mir sicher, dass zumindest für gute Unterhaltung gesorgt wird und mehr erwarte ich bei Tarzan nicht)
Findet Dorie
Don't Breath

Kinofilme 2017 freue ich mich am meisten auf:

Star Wars: Episode VIII...na klar.
War Of The Planet Of The Apes...ich finde die letzten beiden Filme einfach nur Affenstark und dieses mal rockt Woody Harrelson das Affenleben.
Dunkirk
Logan...soll ohne Bombast auskommen, dafür melancholisch, dramatisch und etwas härter. Der Trailer mit Johnny Cashs Interpretation war schon sehr gut.

Und mit einigen Abstrichen:
The Beauty And The Beast...die Bilder sehen optisch schon sehr gut aus und Emma Watson, Luke Evans, Dan Stevens in den Hauptrollen, dazu noch paar berühmte Nebendarsteller.

Und mal gucken was noch kommt.


NACHTRAG:
Fiel mir gerade ein, über Amazon Video geschaut:

Hardcore Henry
Bei uns albernerweise nur Hardcore...als wenn die Deutschen zu dämlich für einen Namen sind. Und im deutschen Vor-,Abspann steht eh auch noch Henry dabei.
Was sich nach Porno anhört, ist tatsächlich einer der wildesten Actionritts. Wahrscheinlich habe einige davon gehört/gelesen, der Zuschauer verfolgt den kompletten Film aus Henrys Sicht, quasi ein Ego-Shooter. Ab und zu sind seine Hände, Arme, Beine zu sehen, sonst bleibt es konsequent bei der Perspektive von Seiten Henrys.
Deshalb ist der markanteste "Star" im Film Sharlto Coptey, als einziger Helfer Henrys und das dafür in mehreren Rollen. Dazu noch die süße Haley Bennett als Henrys Frau, welche von den Bösewichtern gekidnappt wird.
Die Story ist dünn, allerdings bleibt die Frage, wer oder was ist Henry. Ansonsten ist der Film eine einzige Hatz. Henry versucht seine Frau zu retten, wird aber oftmals von den zahlreichen Schergen gejagt und muss sich seiner Haut erwehren.
Trotz durchaus positiven Kritiken ist dieser Film hierzulande leider sehr stark gefloppt, aber ich trug ja auch nicht zum Kinobesuch bei. Und als kein Fan von 3D, würde ich behaupten, dass dieser Film da noch mehr krachen würde.
Ach ja, die Main Title Sequence ist optisch und musikalisch richtig stark. Eines der besten der überhaupt.
Knappe 7/10


Ps.: Zum Thema Kinoflop....KUBO, fantastische Kritiken und keiner interessiert(e) sich dafür???

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Mister Bond« (12. Januar 2017, 12:03)


Pille

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7

Sonntag, 15. Januar 2017, 02:16

Welche Filme habt ihr dieses Jahr im Kino gesehen?
- Deadpool
- Nerve
- Star Wars: Rogue One
- Sharknado 4
- Ghostbusters
- Independence Day 2
- Der schwarze Nazi

Welche davon gefielen euch besonders gut?
Nerve und Deadpool. Ersterer, weil er ein recht guter Thriller für Jugendliche ist, der sich anfangs recht viel Zeit lässt und dann mit einem kräftigen Arschtritt die Tücken und Gefahren des digitalen, vernetzten Lebens beleuchtet. Zweiterer, weil ich mich auch beim zweiten Mal im Kino fast bepisst habe vor Lachen. Ja, mein Niveau ist unterirdisch. Tut mir Leid. Nicht.

Wurdet ihr enttäuscht? und wenn ja von welchen Werken?
Eigentlich nicht. Jyn Erso ist ein so unsympathischer Charakter wie ich mir immer Katniss Everdeen im ersten "Tribute von Panem"-Buch vorgestellt habe. Ist aber ansich keine Enttäuschung. Und Chirrut Imwe (Toph Bei Fong (Avatar - Herr der Elemente) als Mann? xD) und K2-SO reißen es eh wieder raus.

Was waren für euch die stärksten Momente?
Mein Gedanke am Schluß von Rogue One: "Ha! Jyn und Cassian sind schon mal nicht Reys Eltern!" Gepaart mit einer riesen Schadenfreude gegenüber allen, die insgeheim schon ein neues Pärchen zu ihrer Gerüchteküche hinzugefügt hatten.
Nein, im Ernst. Ich find es klasse, wie konsequent das Ende durchgezogen wurde.

Auf welche Filme, die im kommenden Jahr 2017 anlaufen, freut ihr euch bereits jetzt schon?
- Guardians of the Galaxy 2
- Star Wars VIII

Ansonsten lass ich mal alles auf mich zukommen.
Keine Mätzchen mehr, jetzt wird gespielt!


Mister Bond

Felix Leiter

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8

Sonntag, 15. Januar 2017, 12:20

Also weshalb Jyn Erso für dich ein unsympathischer Charakter ist, solltest du mal im Star Wars Thread erläutern. Da bin ich gespannt.
Ps.: Jyn und Cassian können auch logischerweise nicht Jyns Eltern sein. Nicht nur aufgrund dessen, dass sie tot sind. Aber da gebe ich auch gerne die Antwort im Star Wars Thread.

Kristatos

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9

Sonntag, 15. Januar 2017, 23:59

Jo mein, was habe ich wieder alles gesehen, viel Licht, viel Schatten, schräges und buntes, viel konformes... war etwas Besonderes darunter. Ich teile mit Dr.Move das Gefühl, es gibt fast nur noch Framnchise und eigentlich nichts ganz Großes, was wirklich von jung bis alt bíndet... die Frage ist natürlich, ob die Filme die wir heute als Meisterwerke betrachten, zu ihrer Zeit schon als solche gesehen wurden und wirklich alle angesprochen haben z.B. 2001, Lawrence von Arabien, Krieg und Frieden usw. Keine Ahnung, anber meiner Meinung nach gibt es schon noch sog. GROSSE Filme. Diese werde ich mit einem Stern * versehen.
Meine Filmliste anno 2016... bitte nicht erschrecke... istr wieder extrem lang...

Joy
Ich bin dann mal weg
Legend
* The Revenant *
* Danish Girl *
* The big Short *
Brooklyn
Ride along - Miami
Point Break
SPECTRE
* The Hateful 8 *
Suite Francaise
Mademoiselle Hanna und die Kunst, nein zu sagen
Tschiller : Off Duty
Robinson Crusoe
Daddy`s Home
Alvin und die Chipmunks - Road Chip
Suffragette
Deadpool
Hail, Ceasar
Sisters
* Colonia Dignidad *
Das brandneue Testament
* Spotlight *
Der geilste Tag
Freunde fürs Leben
Grüße aus Fukushima
* Das Tagebuch der Anne Frank *
Zoomania
* Trumbo *
London has fallen
A Bond for Life
The Choice
Die Bestimmung - Allegiant
Lolo - Drei ist einer zuviel
Kung Fu Panda 3
Raum
Batman versus Superman - The Dawn of Justice
Eddie the Eagle
Im Himmel trägt man hohe Schuhe
The Huntsman and the Ice Queen
* Ein Mann namens Ove *
My big fat greek Wedding 2
The Lady in the Van
In tödlicher Mission
Gods of Egypt
Der Boss
James Bond jagt Dr. No
Die Kommune
The first Avenger - Civil War
Unter den BRücken
Houston
Ein Hologramm für den König
A bigger Splash
Triple 9
Rico, Oscar und der Diebstahlstein
Mängelexemplar
* Die Poesie der Unendlichkeit *
Angry Birds
X-Man - Apocalypse
Nur Fliegen ist schöner
Alice im Wunderland - Hinter den Spiegeln
Bad Neighbors 2
* Money Monster *
Warcraft
Vor der Morgenröte - Stefan Zweig in Amerika
Goldfinger
Im Geheimdienst Ihrer Majestät
Der Spion der mich liebte
Der Hauch des Todes
Die Welt ist nicht genug
Skyfall
A Bond for Life
Monsieur Chocolat
* Der Moment der Wahrheit *
Nice Guys
Vor ihren Augen
Professor Love
Einmal Mond und zurück
Whiskey, Tango, Foxtrott
* Ein ganzes halbes Jahr *
Bastille Day
Sing Street
Ice Age - Kollision voraus
* Verräter wie wir *
Caracas - Eine Liebe
Independance Day - Wiederkehr
For Your Eyes Only
A Bond for Life
Star Trek - Beyond
Legend of Tarzan
BfG
Toni Erdmann
* Frünstück bei Monsieur Henri *
Pets
Maggie`s Plan
Zeit für Legenden
Willkommen im Hotel Mama
Genius
Jason Bourne
High Rise
Suicid Squad
Alles was kommt
Car Napping
* El Olivo *
Mothers Day
Die Unfassbaren 2
The Lobster
Mein ziemlich kleiner Freund
Mike and Dave Need Wedding Dates
Ben Hur
Die fast perfekte Welt der Pauline
The Mechanic - Resurrection
A Bond for Life
SMS für Dich
Tschick
The Purge - Election Years
* The Light between Oceans *
Der Landarzt von Chaussy
Die glorreichen Sieben
* Snowden *
* Frantz *
Findet Dorie
Casino Royale
Mein Zeit mit Cézanne
Die Insel der besonderen KInder
Sausage Party - Es geht um die Wurst
Bad Moms
Inferno
Saint Amour
Bridget Jones Baby
Girl on the Train
Doctor Strange
The Accountant
Eine Geschichte on Liebe und Finsternis
Willkommen bei den Hartmanns
Die Mitte der Welt
Cafe Society
Jack Reacher 2 - Es gibt kein zurück
* Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind *
* jeder stirbt für sich alleine *
Egon Schiele
Florence Foster Jenkins
* Arrival *
Deepwater Horizon
Sully
Robbie, Tobbie und das Fliewatüt
* Sing *
Alle Farben des Lebens
Man lebt nur zweimal
Rogue One
* Nocturnal Animals *
Vier gegen die Bank
* Allied - Vertraute Fremde *
Love and Friendship
Assassins Creed
* La-La-Land *

Meine Top 10 aus 2016:

10 Trumbo
9 Nocturnal Animals
8 Money Monster
7 Frühstück bei Mosieur Henri
6 Danish Girl
5 Sing
4 Arrival

3 Snowden

2 Spotlight

1 Die Poesie des Unendlichen
http://www.filmstarts.de/kritiken/225720/kritik.html

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kristatos« (16. Januar 2017, 00:05)


Martin

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10

Dienstag, 17. Januar 2017, 03:54

2016 habe ich gesehen:

The Revenant
Handwerklich und schauspielerisch sehr beeindruckend.

The Hateful 8
Hier kann ich Mr. Bond vollständig zustimmen:

Zitat

Ich finde diesen Film nur ekelhaft und bis zur 90 Minuten Langweilig. Mir kann sonst keiner vorwerfen, dass ich keine Filme mit viel Dialoge mag oder auch andersherum, aber das hier ist Murks. Hier wird unnötig provoziert, unnötig geschlagen, getötet.


Sufragette - Taten statt Worte
Ein sehr interessanter Einblick in eine Epoche, die bei genauerer Betrachtung gar nicht so eine 'gute alte Zeit' war. Carey Mulligan sehe ich spätestens sein 'Drive' sehr gern. Hier ist sie überzeugend, auch wenn sie wie alle anderen Charaktere kaum aus ihrem vorgegebenen Rollenbild herauskommen kann. Hätte dramaturgisch etwas mehr Biss haben können.

Der Nachtmahr
Mehr dazu bei Gelegenheit im Thread für deutsches Kino.

Hail, Caesar!
Ja ja, Coens und so, aber ich habe bei Komödien schon wesentlich mehr gelacht. Als Hommage auf die große Hollywoodzeit ganz gut.

Batman vs. Superman - Dawn of Justice
Hier gehöre ich wohl zu den Wenigem, die ihn nicht komplett enttäuschend fanden. Wahrscheinlich weil ich in mehrfacher Hinsicht absolut nichts erwartet hatte. Zack Snyder gehört zur Generation der semi-talentierten Regisseure in Hollywood, die ihr zuverlässiges Mittelmaß in schicken Bombast verpacken können. Daran gemessen hat dieser Film gar nicht so sehr genervt. Affleck als Batman war gut, ich weiß nicht, was manche da im Vorfeld dagegen hatten. Schade nur, dass all die interessanten Sachen, wie etwa der Tod des zweiten Robins durch den Joker, schon hinter ihm liegen und nur angedeutet wurden. Lex Luthor sehe ich ebenfalls ähnlich wie Mr. Bond. Man ahnt, was Snyder wollte, aber es funktioniert irgendwie überhaupt nicht. Cavills Superman war oft an der Grenze dazu, ziemlich unsympathisch zu wirken.

Insgesamt finde ich es schade, dass DC alles nachmacht, was Marvel kann, und damit mit Batman sein größtes Potential verschenkt. Während Superman auch ohne große Probleme mit dem Jurassic-Park-Franchise fusionieren könnte, verliert Batman als einziger Normalo inmitten von echten Superhelden. Ich bin gespannt auf Afflecks 'The Batman', aber die Figur ist durch dieses Zusammenschmeißen für mich irgendwie beschädigt. Dafür sind die anderen Recken zu eindimensional. Aber damit muss man sich wohl abfinden, und gemessen daran hätte es schlimmer kommen können.
Lieblingsszene: Amy Adams in der Badewanne.

Ein ganzes halbes Jahr
Normalerweise stellt es das Leben eines Menschen auf den Kopf, mit all dessen Ansichten und Plänen, wenn er der einen großen Liebe begegnet. Nicht so in diesem Film. Typ will abkratzen, und hinterher ebenso. Wow, was für eine große, tolle Liebe. 'Love Story' für Arme. Ich frage mich, was jemand wie Samuel Koch denkt, wenn er so einen Film mit seiner Frau im Kino sieht.

Bastille Day
Dazu hatte ich hier schon mal was geschrieben.

Star Trek Beyond
Trotz vieler guter Ansätze leider nicht der ganz große Wurf. Obwohl ich dem Abrams'schen Ansatz insgesamt eher kritisch gegenüberstehe, muss ich doch sagen, dass der erste 'Star Trek' von 2009 aus dieser Reihe der überzeugendste ist und am meisten Spaß macht. Eine der ersten Herausforderungen für einen Star-Trek-Film ist, sich handlungstechnisch deutlich von einer TV-Episode abzuheben, denn da gab es in den verschiedenen Serien teilweise wirklich komplexe und geniale Folgen. Und da bin ich bei Beyond schon etwas skeptisch. Dass man die Crew endlich mal wirklich auf einer echten Mission in den unendlichen Weiten und auf unbekannten Welten sieht, ist schon gut, aber letztlich kann man sich trotzdem nicht vom Schema der ersten beiden Filme lösen. Statt auf der Erde kloppt man sich dann eben auf einer gigantischen Raumstation, die in der Welt von TOS zudem äußerst fragwürdig ist.


Grundsätzlich ist mir die große Vorfreude auf Filme in den letzten Jahren so ziemlich abhanden gekommen. Aber sehr interessant wirkt auf mich Kong - Skull Island. Ein bisschen wie 'Apocalypse Now" meets King Kong. Da werde ich auf jeden Fall ins Kino gehen.

Gespannt bin ich auch M. Night Shyamalans Split, der bisher schon sehr gute Kritiken bekam. Ansonsten, einfach mal schauen. Die kleinen, unerwarteten Überraschungen sind meistens die besten.

colbertbetty

unregistriert

11

Dienstag, 17. Januar 2017, 16:04

Ich denke mal es ist nicht aussergewöhnlich, bei der entsprechenden
Filmauswahl, thematisch und genrespezifisch keine besonderen Prioritäten
zu haben, sondern in gleichem Maße an Arthaus- wie Blockbusterkino
interessiert zu sein.
:headbang: