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  • »Sam Trautman« ist der Autor dieses Themas

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Mittwoch, 28. Dezember 2016, 02:22

Rob Zombies Halloween (2007) Kritik von Sam

Rob Zombies Halloween

Rob Zombie präsentiert der Post-Carpenter-Generation den alten Scheiß im neuen Gewand. Zombies Remake des gleichnamigen Films aus dem Jahre 1978 mag zwar an der Oberfläche glänzen, vor Blut triefen und mit bösen Worten um sich schlagen aber er sprengt nicht das prüde konservative Bild Amerikas. Zombie rationalisiert sogar die Suspense. Jene Eigenheit welches das Genre seit Beginn an in sich trägt. Horror ohne Horror. Den neuen Halloween schauen fühlt sich so etwa an wie zweite Klasse fliegen. Ob man in der ersten oder der zweiten Klasse sitzt im Flugzeug ist für die Ankunftszeit belanglos, beide landen zur selben Zeit. Das WIE ist aber entscheidet. Vor allem im Horror Genre entscheidet das WIE über gut oder schlecht.
Trailer
Konservative Nacktheit

Zombie ist ein Grenzgänger, mit Filmen in seiner Vita wie "The Devils Reject" oder "Haus der 1000 Leichen" hat er eine große Gorehound Fan Szene aufbauen können. Nicht zuletzt drehte er den erstaunlich guten "Lords of Salem " ab und bewies erneut sein Gespür für Stimmung. Halloween war wohl sowas wie ein Herzensprojekt von ihm das er dann endlich 2007 fertig stellen konnte. Wenn man ihn und seine Filme kennt weiß man dass er gerne Grenzen dehnt, in Halloween nicht. Das scheinbar obszöne, viel Sex und nackte Haut das er uns präsentiert ist nur Mittel zum Zweck. In fast allen Szenen des Films wird ausnahmslos blank gezogen ehe einer das zeitliche segnet. Frauenkörper komplett entblößt, Teenies beim Koitus gezeigt. Skandal mögen die meisten schreien, zu obszön, zu eindeutig. Doch so obszön ist das Ganze nicht. Denn jeder findet ja den Tod der blank zieht. Jeder der vorehelichen Sex praktiziert, verliert sein Leben. Das passt dann wiederum ins Bild des ersten Teils, Sex vor der Ehe hat stets Konsequenzen. Nur Leben wir im Jahr 2016. Eigentlich Zeit mit diesem Mechanismus zu brechen. Alter Scheiß im neuen Gewand. Zombie wird dieses Dogma nicht los. Michael Meyers versinnbildlicht das prüde Amerika, nach Außen das Land der unbegrenzten Möglichkeiten aber schaut man mal genauer hin...

In Seehofers Partykeller brennt noch Licht...

Im allgemeinem kommt die Sprache des Films dreckig daher, jedes Kind scheint fasziniert von Sex zu sein. Ob mit dem Bagel oder auf der Mutti, das Thema scheint omnipräsent zu sein. Fast schon bemüht darauf getrimmt. Zombie scheint uns hier weiß machen zu wollen das Teenies den ganzen Tag entweder über Sex reden oder ihn erleben und schickt Michael Meyers an jede Haustür um den ein Ende zu setzten. Zu empfehlen wäre demnach dieser Film der Clique um Seehofer und Stoiber, die sich anhand der auftretenden gelebten Konservativen Einstellung des Herrn Meyers sicher erfreuen dürfen. Perfekter Film für einen launigen Abend im Partybunker, wenn mal wieder kein Flüchtling böses tut wo gegen man hetzten könnte.

Masken die wir tragen

Zu verdanken haben wir Zombie dennoch eine neue Facette aus der Kindheit von Michael Meyers und oder einen möglichen Erklärungsversuch. Die Masken. Michael fängt an Masken zu tragen welche ihm als zweite Identität attestiert werden. Interessanter Aspekt. Hätte aber gar nicht so deutlich ausfallen müssen. Tragen wir nicht alle Masken. Wir sind freilich keine Mörder, Vergewaltiger oder Kinderschänder deswegen. Unsere Masken führen immer zu einer bestimmten Sache. Beliebtheit bei Freuden, Gehaltserhöhung beim Chef. Michaels Maske führt ins Verderben anderer Leute, das ist der Unterschied. Es ist nicht schlimm eine Maske zu tragen um sein Ziel zu erreichen. Wir brauchen sie sogar vieler Orts. Michaels Maske ist vielleicht demnach auch gar keine Maske sondern sein wahres Gesicht. Die wahre Maske die er trägt ist die eines normalen Kindes, erst wenn er die vermeintliche Killermaske trägt kommt es zum Vorschein. Die Symbolik ist sicherlich einer der Stärken des Films, ein wenig dezenter Vorgetragen wäre schön gewesen.

Das Zombie eigentlich mal früher Musiker war merkt man Halloween stark an, so verarbeitet er in einer schönen Montage einen bekannten Hit aus der 80er, der sich so schön ins Bild einbettet das man für kurze Zeit den Rest vergisst den er falsch macht. Leider hat Zombie dabei vergessen das das Halloween Theme eines der Angst einflößendsten Melodien überhaupt ist. Anders kann man sich das nur einmalige Auftreten dieser Melodie nicht erklären. Wenn man noch weiter geht und auf seine Metall Zeit verweisen will ist es vielleicht der wahre Skandal, dass er diese Musik nicht auf seine eigene Art interpretiert hat. Da kam er aber wiederum nicht über sein Konservatives Denken hinaus und lies das Theme unberührt. Dem alten Scheiß hätte ein neues Gewand sehr gut gestanden.

Martin

Brosnans Last Line of Defense

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2

Samstag, 31. Dezember 2016, 03:04

Das scheinbar obszöne, viel Sex und nackte Haut das er uns präsentiert ist nur Mittel zum Zweck. In fast allen Szenen des Films wird ausnahmslos blank gezogen ehe einer das zeitliche segnet. Frauenkörper komplett entblößt, Teenies beim Koitus gezeigt. Skandal mögen die meisten schreien, zu obszön, zu eindeutig. Doch so obszön ist das Ganze nicht. Denn jeder findet ja den Tod der blank zieht. Jeder der vorehelichen Sex praktiziert, verliert sein Leben. Das passt dann wiederum ins Bild des ersten Teils, Sex vor der Ehe hat stets Konsequenzen. Nur Leben wir im Jahr 2016. Eigentlich Zeit mit diesem Mechanismus zu brechen. Alter Scheiß im neuen Gewand. Zombie wird dieses Dogma nicht los. Michael Meyers versinnbildlicht das prüde Amerika, nach Außen das Land der unbegrenzten Möglichkeiten aber schaut man mal genauer hin...


Also auch ein Film mit extremen Harcorde-Porno und -Splatter-Elementen wäre demnach stockkonservativ, wenn nur Vorehelichen-Sex-Praktizierende abgeschlachtet werden würden. Seltsame Logik. Wie sähe da denn die liberale Alternative aus? Gerade im Jahr 2016 sind die allerwenigsten Teenies verheiratet, es wäre in einem Teenieslasher demnach sehr schwierig, jemanden nach ehelichem Sex abzutechen. Es sei denn, man gesteht in einem liberalen Freigeist allen ein universales Recht auf blutreiches Abgeschlachtetwerden zu, dann wärs aber kein typischer Teenieslasher mehr. Oder Sex vor der Ehe hat gar keine tödlichen Konsequenzen, dann wärs aber noch nicht mal mehr überhaupt ein Slasher.

Normalerweise sind Leute, die mit einem Messer herumrennen und andere abstechen, so oder so schon ziemlich heftig gestört. Auf welche Gruppe von Opfern sie es abgesehen haben ist für mich da eigentlich nur noch ein kleinerer Riss in dem ganz großen Sprung in der Schüssel. Deine Kritik läuft irgendwie darauf hinaus: Dass ein Serienkiller herumläuft und zig Menschen absticht, ist unterhaltsam, aber dass er dabei nur Menschen mit liberalen Moralvorstellungen absticht macht ihn prüde und konservativ, und damit scheinbar erst so richtig böse. Ich sehe da ehrlich gesagt eine seltsame Doppelmoral. Das gesamte Horrorgenre lebt doch seit jeher von der Verbindung von Sex und Gewalt. Schon King Kong hat sich die attraktive weiße Frau geholt und nicht den dicken Koch. Auf dem Poster von Jaws ist eine nackte junge Frau zu sehen, kein alter Mann. Die Verbindung von nacktem Fleisch und Blut ist gewollt, also müssen die Opfer dementsprechend auch sexy und aktiv sein. Das, was du kritisierst, geschieht auf die Genre-Erwartungen der Fans hin, nicht auf die irgendwelcher böser Konservativer.

In diesem Sinne alles Gute für 2017! :prost:

  • »Sam Trautman« ist der Autor dieses Themas

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3

Sonntag, 1. Januar 2017, 21:49

Den Killer meinte ich damit nicht per se sondern das es so dargestellt wird. Ist das gleiche wie bei Jaws auch, wenn du dich an die erste Szene mit dem Opfer zurück erinnerst. Warum kann Zombie nicht davon weg kommen und ohne diese Moral einen geilen Slasher zusammen zimmern. Meine Kritik bezog sich darauf das Zombie was neues erschaffen will aber am alten Konsens kleben bleibt. Wirklich neu ist das ganze nicht, deshalb auch mein Spruch mit "der alte scheiß im neuen Gewand".