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  • »Daniel Schweikert 1996« ist männlich

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781

Montag, 21. Dezember 2015, 17:45

Rainer Werner Fassbinders Zweiteiler:
'Welt am Draht', 1973

Wenn es einen Film gibt, der seiner Zeit bezüglich bestimmter Computerzukunftsprognosen voraus war, dann ist es dieser. Insbesondere im zweiten Teil
nimmt das Werk eine ungeheure Fahrt auf, auch Gottfried John (GE) ist anfangs mit von der Partie. Klaus Löwitsch erweist sich abermals als hervorragender Schauspieler. Hinzu kommt ein äußerst greller, jedoch auf der anderen Seite nicht minder interessanter visueller Stil, wie er einen faszinierenderen Bilderrausch kaum erzeugen könnte.

8/10
"Loyalität bedeutet mir wesentlich mehr als Geld."
Bond '89 - Robert Davi

Django

Der Andere

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782

Mittwoch, 23. Dezember 2015, 09:01

"Bridge of Spies" (USA/D 2015)

Tja - was soll ich sagen: Einfach grossartig :)! Ein kleines Meisterwerk. Teilweise schwer verdauliche Kost, aber trotzdem mit einer gewissen Leichtigkeit und durchaus nicht ohne Humor in Szene gesetzt. Die Story basiert auf wahren Gegebenheiten, die offenbar abgesehen von den üblichen künstlerischen Freiheiten ziemlich realitätsnah erzählt werden. So sind hat es sowohl die Ereignisse wie auch die Schlüsselpersonen tatsächlich gegeben.

Beeindruckend ist insbesondere, wie der Film zwar das Dreckige und Menschenverachtende der Hochphase des Kalten Krieges ohne Beschönigung zeigt und auf Schwarz-Weiss-Malerei weitestgehend verzichtet, jedoch auch darstellt, dass hinter dem Ganzen auch Menschen standen, die für Gerechtigkeit und Menschlichkeit standen. So gibt es im Film auch keine klassischen Bösewichte im Sinne von grössenwahnsinnig oder sadistisch. Es gibt zwar sympathischere und weniger sympathische Charaktere; schlussendlich machen aber halt alle "nur" ihren Job. So werden zum Beispiel in der ersten Hälfte des Films die Auswirkungen der McCarthy-Ära gezeigt, mit einem teilweise paranoiden, gewalttätigen Hass der US-Bevölkerung gegen alles Sowjetische und gegen alle und alles, das damit in Verbindung gebracht wird. Andererseits zeigt die zweite Filmhälfte, dass die Gegenseite in ihren Auswirkungen sogar noch übler ist, indem sie Leute willkürlich verhaften oder beim Fluchtversuch in den Westen gnadenlos erschiessen lässt.

9/10

ollistone

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783

Dienstag, 29. Dezember 2015, 22:32

My Old Lady

Mit Kevin Cline, Kristin Scott Thomas und Maggie Smith. Ein kleines Kammerspiel um einen abgehalfterten Amerikaner, dem sein verstorbener Vater ein Haus in Paris vermachte - leider belastet mit einem lebenslangen Wohnrecht für eine alte Dame. Nur vordergründig eine spitzzüngige Komödie, im weiteren Verlauf durchaus tragisch. Toll gespielt.


Pixar's Arlo & Spot

Fantastisch. Ein Film, den man gerne haben muss. Zugegeben: für einen Pixar recht konventionell erzählt, auch eine gewisse Episodenhaftigkeit und das Fehlen eines größeren Spannungsbogens kann man ihm vorwerfen, die komplizierte Geburt dieses Films inkl. verschiedener Regisseure und Drehbücher mag man ihm anmerken - und trotzdem mag ich ihn. Technisch sellbstverständlich state of the art.


Love & Mercy

Visuelles und musikalisches Meisterwerk über Beach-Boys-Mastermind Brian Wilson. Wieso die Sixties ein Genie nach dem anderen hervorbrachten und die aktuelle Musiklandschaft überhaupt keins, ist mir ein Rätsel, aber auch ein anderes Thema. Unbedingte Empfehlung für jeden Musikliebhaber.
"Die Frechheiten des Jünglings sind bloß die Fußtritte des Esels, der sich an seinen Stall gewöhnt. Dagegen ist der Übermut des Erwachsenen, der jäh von seinem gekrümmten Rücken die Jahre der Geduld abschüttelt, ein bewundernswertes Schauspiel."
Nicolás Gómez Dávila

  • »Daniel Schweikert 1996« ist männlich

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784

Donnerstag, 31. Dezember 2015, 17:45

...and God created woman, 1956

Ein Klassiker, welcher mit Madame Bardot eine Art Vanessa Paradis der 50er präsentiert. Herr Jürgens erinnert mich hier äußerlich ein wenig an Jack Nicholson. Das Filmmaterial befindet sich in einem erstaunlich guten Zustand, kaum 'Schmutz' im Bilde, gut restauriert und hübsch präsentiert.

The Magician, 1958

Für mich persönlich tatsächlich Ingmar Bergmanns bester Film. Es ist weniger der eigentliche Inhalt als solcher, vielmehr wird eine Atmosphäre aufgebaut, die in ihrer Dichte sehr schwer zu beschreiben ist. Auch der teilweise etwas nebelhaft verrauchte Look trägt wie ich finde dazu bei.

The Life Aquatic, 2004

Ein überaus ungewöhnlicher Film, der sich genau dadurch auszeichnet und zudem von faszinierenden Aufnahmen profitiert, was einen unweigerlich an Jacques Cousteau denken lässt. Der am Drehbuch beteiligt gewesene Noah Baumbach hat erwähnenswerterweise kürzlich erst eine Dokumentation über De Palma gedreht.

The last temptation of Jesus Christ, 1988

Meisterhaft! Der erste mir bekannte Jesus-Film, welcher den Heiligen von einer menschlichen Seite mit Schwächen, Ecken und Kanten zeigt. Ein Jesus der einer Frau verfällt, ein Jesus in welchem es auch mal wütet, ein Jesus dessen Dasein glaubhaft erscheint. Der Soundtrack von Peter Gabriel sucht seinesgleichen!
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ollistone

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785

Montag, 4. Januar 2016, 10:07

Bridge of Spies

Ich bin mir unschlüssig. Ohne jede Frage ein guter Film, schön fotografiert, toll besetzt. Aber in seiner ganzen Machart doch etwas behäbig und - für mich - ohne jede Spannung inszeniert. Die Klischees stören mich dann auch ein wenig: die Szenen, die in Russland spielen, werden musikalisch mit düsteren Männerchören untermalt (Achtung: Kalter Krieg!), die Szene, in der Jugendliche in Brooklyn über einen Zaun springen, wird etwas plump in Kontrast gesetzt zu den erschossenen Mauerflüchtlingen in Berlin (seht her: Amerika ist besser!), also, da waren mir ein paar Holzhammer zu viel drin. Zugutehalten kann man ihm eine überraschend große Portion Humor und einige Szenen, die einfach nur zum Zungeschnalzen sind, beispielsweise die Eröffnungsszene mit Rudolf Abel.


Inherent Vice

Ich habe drei Romane von Thomas Pynchon gelesen, einen sogar beendet. Nie habe ich wirkllich kapiert, worum es geht. Irgendwie tröstlich, dass es mir beim Film nicht anders ging - nach 15 Minuten war ich handlungstechnisch draußen. Davon abgesehen: stilistisch sehr stimmiger Film mit tollen Darstellern: Joaquin Phoenix, Josh Brolin, Owen Wilson, Reese Witherspoon, Benicio del Toro. Wenn ich jetzt noch wüsste, was das Ganze sollte, wäre es sicherlich ein Kandidat für meine Top 5 in 2015.
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Kronsteen

James Bond Club Deutschland - SPECTRE Nr. 005

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786

Donnerstag, 7. Januar 2016, 15:00

Kingsman: The Secret Service

Zum 2. Mal gesehen und ihn wiederum als klasse empfunden.
Stylische Optik, ein herrlich verrückter Villain mit einem ebensolchen Plan und zudem viel Humor. Macht Spaß, auch wenn die Handlung nicht immer ganz schlüssig ist.
Die bondigen Ansätze werden sehr plakativ zur Schau gestellt
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

  • »Daniel Schweikert 1996« ist männlich

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787

Montag, 11. Januar 2016, 17:50

Chihiros Reise ins Zauberland, 2001

Seit ich dieses Meisterwerk anno 2003 im Alter von zarten sieben Jahren auf VHS sah, hat es mich nicht mehr losgelassen. Einem nach wie vor guten Kameraden geliehen und das Tape irgendwie nie mehr wieder gefunden, stieß ich nun wieder auf Chihiro, als man ihre Reise Anfang diesen Jahres im Free-TV ausstrahlte und ich kann nur sagen, dass die Magie des Zaubers nie erloschen sein wird. Auch wenn ich die FSK-Freigabe von nicht erteilter Altersbeschränkung nicht für vertretbar halte, ist der Film dennoch auf Heranwachsende zugeschnitten worden, nur eben in einer Weise, die im Gegensatz zu hektischen Disney-Produktionen auch bestimmten Filmbedürfnissen der nachdenklichen Erwachsenen zu Ehre gereicht. Überhaupt zeichnet sich asiatisches, in diesem Falle japanisches Kino oftmals durch märchenhaft poetische audiovisuelle Kraft aus, die ihr volles Potenzial in erster Linie dann entfaltet, wenn man einen Weg findet, welcher es einem ermöglicht sich von einer zweistündigen Reise tatsächlich verzaubern, gar tragen und berühren zu lassen. Lässt man sich auf dieses kryptische Mysterium ein, offenbart sich einem ein Erlebnis, das in seiner artifiziell anmutenden Erscheinung gewissermaßen das Genre des "Programmkinos für Kinder" einzuleiten vermag. Schwülstige Kunst des Schwärmens stellt sich bei jenen Zuschauern ein, die dieser etwas anderen Art von Kinderunterhaltung eine Chance geben und somit schlägt dieses geheimnisvoll einzigartige Machwerk im wahrsten Sinne des Wortes die Brücke in eine andere Welt. Letztere ist nicht heil, das Bild wird in Ansätzen auch kritisch gezeichnet, nichtsdestotrotz wird man in ein Reich entführt, welches nicht nur Furcht und Finsternis symbolisiert, sondern auch sinnbildlich für die weniger unschönen Pfade des Lebens steht. Dieser Film erhält von mir 9 von 10 möglichen Zauberpunkten grenzenloser Fantasie, welch ein Faszinosum. :)
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Bond '89 - Robert Davi

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ollistone

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Montag, 11. Januar 2016, 22:51

The Revenant

Elementar, radikal, kompromisslos, brutal, existentiell, experimentell - sensationell gefilmtes Meisterwerk, musikalisch kongenial untermalt. Ganz kleine Längen im Mittelteil. Bitte noch einen Oscar für Lubezki und Inarritu und endlich einen für DiCaprio.

Dieser Kampf mit dem Bär... *kopfschüttel*
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Nicolás Gómez Dávila

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Mittwoch, 20. Januar 2016, 01:29

Warum Kopfschüttel wegen der Bären Szene? Wie sie gemacht wurde oder wegen den Verletzungen?

ollistone

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Mittwoch, 20. Januar 2016, 22:37

Naja, weil man da im Kino sitzt und keinen blassen Schimmer hat, wie zur Hölle die das gedreht haben.

Hier ein paar Hintergründe. Aber dazu würde ich gerne mal ein Making-of sehen.

Und genau deshalb geht man ins Kino: um Dinge zu sehen, die man so noch nie gesehen hat. Diese ganzen aufgeblasenen Avengers&Co-Superhelden-Filme lassen mich ja sowas von kalt, aber das hier, hey, das ist Action.
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Nicolás Gómez Dávila

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Freitag, 22. Januar 2016, 02:30

Dann erging es dir dann ja wie mir :thumbsup: dachte du hast das abwertend gemeint deswegen hab ich nochmal nachgehagt.

JamesBond

The Man before the GunBarrel

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Samstag, 23. Januar 2016, 03:07

STAR WARS VII 2x in 2D und 3D

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Samstag, 23. Januar 2016, 22:15

Gate of hell, 1953

Auch nach sage und schreibe 63 Jahren, ist es dem Film nicht gelungen Faszinationseinbußen auf sich zu nehmen, vielmehr überzeugt er nach wie vor. Die 50er und 60er Jahre stellen eine regelrechte Sternstunde des japanischen Kinos dar, womöglich steigt YOLT in meinem Ranking gerade deswegen erstaunlich auf. Gate of hell erzählt die Geschichte eines Mannes, dessen Obsessionen an Besessenheit grenzen, dessen Druck, den er auf eine Frau ausgeübt ihren Kummer stärkt, ihr Wesen dagegen schwächt. Ein überaus visuelles Werk, welches wundervoller kaum aussehen könnte, inhaltlich jedoch die in Menschen wütende Dramatik darstellt. Bildschöne Kostüme, traumhafte Umgebungen und doch darf deswegen noch nicht zwangsläufig von einem angenehmen Film die Rede sein. Ob Kurosawa, Ozu oder anderswer, ob Harakiri, The ballad of Narayama oder eben Gate of hell, ob 50er ob 60er, es ist vollkommen gleichgültig, denn all das vertritt im Prinzip dasselbe:
Kinokultur audiovisueller Pracht, die dennoch nicht zu sehr von den brillanten Inhalten ablenkt. Gate of hell auf Japanisch zu sehen, mag anstrengend sein, insbesondere wenn man wie ich der Sprache nicht mächtig ist, doch englische Untertitel genügen zeitweise und des Weiteren sind diese arg asiatisch angehauchten Kunststreifen nahezu unsynchronisierbar. Ein tieftrauriger, zugleich atemberaubend anziehender Film, wie ich ihn jedem empfehlen kann, dem Filmgeschichte nicht egal erscheint.
9,5/10

Oriana, 1985

Trotz Cannes und trotz über jeden Zweifel erhabenen Inhaltsstoffes, handelt es sich hierbei sicher um einen Film, von welchem man noch nie etwas gehört hat, immerhin stammt er aus Venezuela, einem wunderschönen Ölland, welches jedoch politisch am Boden liegt und für Filme nie bekannt war. Der überwiegend auf dem Lande, etwa einer hacienda spielende Film, lässt sich leider ausschließlich auf Französisch/Spanisch genießen, sollte aber dennoch nicht gänzlich ignoriert werden.

7,5/10
"Loyalität bedeutet mir wesentlich mehr als Geld."
Bond '89 - Robert Davi

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Mittwoch, 27. Januar 2016, 14:05

Eden

Ohne sagen zu wollen dass ich sprachlos bin, gebe ich es dennoch zu. Auch wenn einen diese Welt eigentlich mit nichts überraschen kann, so ist es doch ein bitterernstes Thema und in filmischer Folge dessen ein drastisches Drama: Menschenhandel, verfrühte Prostitution, unmenschlicher Umgang untereinander.
Die im Rahmen ihrer Zwangsarbeit mit dem poetischen Namen "Eden" angesprochen werdende Hauptprotagonistin, wunderschön synchronisiert von Maria Koschny, hat es im Zuge ihres Verschlepptwerdens Mitte der 90er Jahre alles andere als leicht, basierend auf einer wahren Geschichte. Der Regisseurin ist ein einfühlsames Drama gelungen/geglückt, welches auf der einen Seite weder den Voyeurismus der hierfür nicht richtigen Zuschauer bedient, noch zu lasch mit einem daueraktuellen Thema umgeht. Schauspielerisch nicht durchgehend brillant, aber immerhin liefert die Hauptdarstellerin eine vorbildliche Leistung in einer überaus schwierigen Rolle ab. 8/10

Kuroneko, s/w, 1968

Um es kurz zu machen: Independent-Horrorkino japanischer Herkunft, düster inszeniert und visuell hochinteressant gemacht. 1995 von Tartan Video wiederbelebt :)
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ollistone

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Montag, 1. Februar 2016, 15:10

Everest

Sehr gelungene Umsetzung des so schockierenden wie hochspannenden Buches "In eisige Höhen" von Jon Krakauer. Empfehle dringend, vor dem Film das Buch zu lesen, man kann mit den Figuren und dem Geschehen doch deutlich mehr anfangen.


Codename U.N.C.L.E.

Ich habe selten einen Film gesehen, in dem die Hauptfiguren - Solo, Illya und Gaby - so perfekt und funkensprühend spielfreudig miteinander agierten. Wunderbares, stylisches Kino mit extrem komischen Szenen, perfekten Locations und herrlichem Soundtrack.
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Donnerstag, 4. Februar 2016, 10:18

The Big Short

Hervorragend besetzter Finanzkrimi über die Hintergründe der Immobilienkrise 2007/2008. Interessant geschnitten und montiert, allerdings für jeden Nicht-Profi in Sachen Wertpapierhandel teilweise sehr schwer verständlich, worunter der Film ein klein wenig leidet.
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MilesM

Agent

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Donnerstag, 4. Februar 2016, 15:56

Also nichts für diejenigen, die schon über die Leerverkäufe in CR gestolpert sind...

ollistone

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798

Donnerstag, 4. Februar 2016, 16:58

Also nichts für diejenigen, die schon über die Leerverkäufe in CR gestolpert sind...



Hehe... :D Nein, man sollte schon firm sein in Sachen "mortage backed securities", "credit default swaps" und "CDO trading".

Einiges wird sehr hübsch von überraschend auftauchenden VIP's erklärt, die sich direkt an den Zuschauer wenden: Selena Gomez, Margot Robbie oder der Koch Anthony Bourdain. Hilft aber nur bedingt.
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Donnerstag, 4. Februar 2016, 17:00

Blow Out, 1981

Brian De Palma's Blow Out, hier von meiner Seite einst bereits vorgestellt, nun zum 35. Jubiläum erneut geschaut (Doppel-DVD aus den USA). Die DVD enthält auch den seltsam anmutenden, befremdlich erscheinenden und selten gesehenen 1967er Film 'Murder a la mod', welcher sich in seiner Vielfalt nur sehr schwer einem Genre zuteilen ließe, es ist eine Art 'Arthouse-Experimental-Hitchcock-Horror-Sexploitation-s/w-B-movie', wenn man so will (wirklich ein äußerst eigenartiges Machwerk, selbst für ein Label wie Bildstörung oder Eureka wäre der Streifen beinahe zu obskur, bemerkenswert auf eine ganz und gar eigene Art und Weise).
Blow Out verfügt über die in der bildvisuellen und klangtonalitären Kombination aus Absurdem und Brillantem individuell erscheinenden Gesamtgestaltung vielleicht eindrucksvollste Intro-Sequenz der durchaus langjährigen De-Palma-Geschichte! Ein oftmals unlogischer, fast schon überdrehter Film, gewissermaßen als hätte man Hitchcock unter Drogen gesetzt und diesen in diesem Rauschzustand ein Werk auf die Leinwand bringen lassen. Dennoch: Das ist mehr als positiv gemeint und neben Scarface, Body Double und Raising Cain ist es für mich Brian's Bester mit dem - was dem vorherigen Filminhalt in kontrastierender Form widerspricht - vielleicht tragischsten Ende, welches der Altmeister jemals on screen gebracht. Bei der Bewertung tue ich mich recht schwer, ist es doch für Fans des Regisseurs eine Offenbarung, im Allgemeinen aber für weniger genau hinschauende Zeitgenossen 'nur' ein guter Thriller mit verdächtig vielen 80er Jahre Pink-und-Leuchtstichen im Bilde, beziehungsweise im Rahmen der Kulissen. Neun Fansterne und 8 von 10 "Objektivitätspunkten" sind das dem zugrundeliegende Resultat. In diesem rauschhaften De-Palma-Sinne: 9/10 ;)
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JamesBond

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Freitag, 5. Februar 2016, 02:17

Mission Impossible 5 Hatte doch irgendwie was von Spectre. Mir gefiel die Operzene sehr gut. :) Kann es sein, das hier sogar an der selben Location wie in Spectre gedreht wurde? Das Gebäude wo Bond auf Blofeld (Versammlung) trifft?