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Mister Bond

Felix Leiter

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501

Samstag, 13. September 2014, 01:04

War keiner von euch im Kino? Guardians ist der bessere Star Wars als die ersten drei Episoden :)
Letzte Woche hatte ich Bock auf Mission: Impossible, nur den zweiten ließ ich außen vor, weil ich den so schwach finde, dass ich den noch nicht mal besitze.

Mission: Impossible
Ich glaube, der bekam mit den Jahren immer mehr Anerkennung. Kann mich erinnern, dass der vor Jahren bei imdb mit 6.8 da stand, nun sind es 7.1
Für mich gehört dieser Teil zu den besten Agenten-Actionthriller überhaupt. So was wie der FRWL im M:I-Franchise. Die fehlgeschlagene Operation in Prag, welche eine knappe halbe Stunde für sich beansprucht ist vom Aufbau und der Spannung einer der besten Sequenzen in diesem Genre.
Der Einbruch in Langley und das Finale :thumbup:
Dazu gibt es die besten Versionen vom Lalo-Schifrin Titelthema, im Opener von Danny Elfman, im Abspann von Adam Clayton & Larry Mullen interpretiert.


Mission: Impossible III
Finde ich kaum schwächer und das liegt an der recht harten Story um den besten M:I-Fiesling Philip Seymour Hoffman und der geradlinigen Action.
Der Tausch Davians macht Spaß und man zittert mit Tom Cruise Charakter mit.


Mission: Impossible - Phantom Protokoll
Der spaßigste Teil der Reihe. Wie ich schon mal erwähnte, der Spaß-Bond der Reihe, nur im Team.
Der Running Gag mit den Gadgets, die ständig fehlschlagen, die wiedermal gescheiterte Anfangsoperation im Kreml (auch ein Merkmal der Reihe, zumindest in Teil 1, 3 und eben diesen hier), der Deal in Abu Dhabi...macht einfach Bock.

Mir machten diese drei Teile wesentlich mehr Bock, als die Iron-Man-Filme, welche ich ja die Woche davor gesehen habe.
Würde die Reihe ungefähr so einordnen:
M:I 9,5 > M:I 4 9,0 > M:I 3 8,5 > M:I 2 unter ferner liefen.


Kick-Ass
Ebenfalls auch "Gute-Laune"-Film. Der wird mir nicht langweilig. Cage, Moretz, Strong und Christopher Mintz-Plasse stehlen Aaron Johnson zwar etwas die Show, aber zumindest kann Johnson Sympathien einheimsen. Und die Lindsy Fonseca ist ein ganz heißer Feger :love:
Ach ja, der Soundtrack ist der beste, den ich seit gefühlten 20 Jahren im Actiongenre gehört habe. Kein Einheitsbrei, sondern Melodien. John Williams lässt grüßen.


Kick-Ass 2
Verstehe nicht, dass es Leute gibt, die diesen Teil Scheiße finden, den ersten aber super. Beide Teile ähneln sich doch total in der Art.
Lediglich Strong und Cage sind nicht mehr dabei, dafür Jim Carrey, John Leguizamo und Mintz-Plasse darf noch mehr auf die Kacke hauen.
Macht ebenfalls Bock.


Django Unchained
Das erste mal nach dem Kinobesuch letztes Jahr und ich finde den tatsächlich immer noch sehr gut. Waltz, Di Caprio und L. Jackson liefern Glanzleistungen ab. Selbst wenn die nur reden und Tarantino lässt auch mal gerne länger reden, ist es eine Wonne denen zuzuhören, speziell den Herrn Waltz. Diese Rhetorik, vorzüglich.
Und auch Abseits des Redens ist der Film toll in Szene gesetzt. Die Landschaften, die Kostüme und spannend ist er auch.
Dazu gibt es den originalen Django-Titelsong von Luis Bakalov, bisschen Musik von Morricone (aus "Two Mules For Sister Sarah") und zum Schluss noch den geilen Trinity Song vom Hill/Spencer Erfolgsfilm "Die rechte und die linke Hand des Teufels". Schön.


Die glorreichen Sieben
Und der glorreiche Titeltrack von Elmer Bernstein! Spaßwestern, der prunkvoll inszeniert wurde. Damals, 1960, war tatsächlich Yul Brynner der einzige Star und Eli Wallach immerhin ein bekannter Schauspieler. Aus den anderen sollten noch mehr oder weniger Stars werden: Steve McQueen, Charles Bronson und James Coburn an vorderster Front, aber auch Horst Buchholz und Robert Vaughn vermochten Karriere zu machen.
Schön, dass man konsequent blieb und die meisten der "Glorreichen" über die Klippe springen ließ. Mich macht das Ableben von Charles Bronsons Charakter immer traurig, ist er doch irgendwie der starke, aber liebe Onkel der "Sieben". Robert Vaughn hat nicht viele Szenen, aber seine Rolle finde ich etwas unterschätzt.
Buchholz wurde zwar als letzer der Hauptdarsteller im Film "introduced“, aber hat ganz klar die drittwichtigste Rolle der Helden.
Bleibt die Frage, wer cooler ist, Yul Brynner oder Steve McQueen? Nun, da ich sonst McQueen für einen der coolsten Schauspieler halte, erhält für diesen Film Brynner meine Stimme, denn er muss im Gegensatz zu McQueen nicht große Aufmerksamkeit erregen. Er hat einfach die Präsenz, die ihm vielleicht noch auch sein schwarzes Outfit zusätzlich verleiht.

  • »Daniel Schweikert 1996« ist männlich

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502

Samstag, 13. September 2014, 23:31

"Im Auftrag des Teufels" (1997, mit Charlize Theron, Keanu Reeves und Scarface)

Puh...!, da muss ich nun erstmal in Seelenruhe durchatmen. Eben zur Primetime lief dieses Meisterwerk auf RTL II, wenn auch schätzungsweise nicht Uncut.
Ohne zu zögern, vermag es aus mir zu sagen, dass der Film nun ein glasklarer Top-Ten-Kandidat geworden ist. In einer geradezu überwältigenden Weise spielt er mit der Psyche des Menschen und man erahnt zeitweise nicht gerade unschwer, ob die gegenwärtigen Handlungen real sein sollen, oder eine reine Fiktion der Protagonisten darstellen. Die Geschichte selbst finde ich sehr interessant, da es bei Staranwälten und Dauergewinnern dieses Geschäfts sicher nicht immer ganz unüblich ist, dass auch mal ein Mandant Freispruch erhält, welcher eigentlich eine Schuld mit sich trägt. Schritt für Schritt gleitet die Hauptfigur (Mister Reeves) den Weg bis in den Abgrund hinab. Eine wunderschöne Lady hat er an seiner Seite und die Gelder fließen fantastisch intensiv, doch der Teufel seiner Visionen beweist in seinem theatralischen und insbesondere im Finale sehr überzeugenden Spiel, dass das Humane in der menschlichen Seele nicht jeder ekelhaften Belastung standhält.
Ohne von der Storyline unnötig abzulenken, richten sich die beeindruckten Augen des Zuschauers stets auf angenehme Kulissen und sehr moderne New Yorker Bauten.
Als nicht uninteressant empfand ich es schlicht und ergreifend, dass es sich um ein Werk voller Fantasie handelt, jedoch dennoch äußerst kritische Realitätsbezüge in das Geschehen eingebunden wurden, sodass man tatsächlich den glanzreichen Schein des juristischen Systems verachtet, sofern man gerade nicht an Luxus denkt.
Philosophisch angehauchte Kontexte geraten in den Fokus des Dargebotenen und die Erscheinung lässt einen den Film als ein einziges unschönes und zugleich schönes "Mysterium des Satans" empfinden, erschreckend. Das Werk spielt förmlich mit einem, sodass man sich fragt, wie man an der Stelle des Protagonisten handeln oder auch nicht handeln würde. Aufgrund des durchaus vorhandenen Anspruchs und der großen Frage nach dem ständigen Warum, würde ich "Im Auftrag des Teufels" wärmstens weiterempfehlen.
"Loyalität bedeutet mir wesentlich mehr als Geld."
Bond '89 - Robert Davi

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Rico Royale

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503

Freitag, 19. September 2014, 17:46

Sin City : A Dame to kill for




Über 9 Jahre sollten vergehen, bis uns Kult-Regisseur Robert Rodriguez die langersehnte
Fortsetzung seines Überraschungshits von 2005 präsentiert.


Die meisten Schurken und Anti-Helden wurden wieder von den auch im Original gespielten
Schauspielern gemimt. Lediglich die Rolle des „Manute“ wurde mit Dennis
Haysbert (bekannt aus 24) besetzt, nachdem Michael C. Duncan im Jahre 2012 verstorben war.
Für die schwangere Divon Aoki spielt nun Jamie Chung (Kindsköpfe, Sucker Punch) die Miho.
Shellie, war der Name der von Brittany Murphy performten Figur, die nicht neu besetzt worden ist.
Und desweiteren kommt Josh Brolin für Clive Owen ins Rennen und für Michael Madsen nahm man Jeremy Piven (Smokin Aces).


Etwa 20 Minuten weniger Laufzeit als der Vorgänger, dafür verteilt man hier die Screentime sehr gut auf die beliebtesten Protagonisten.
Allen voran Marv (Mickey Rourke), der in allen Geschichten des Films dabei ist.
Auch Jessica Alba taucht in mindestens 5 verschiedenen Outfits immer mal wieder auf.


Die von Powers Boothe dargestellte Figur eines Senators, erhält nun eine viel größere Rolle
und ist gleich nach Eva Green, der Dame für die man töten würde, der Oberbösewicht.
Green spielt ihre Rolle mit Bravour und bleibt somit sicherlich von allen am meisten beim Zuschauer im Kopf.


So kann man sich Sin City 2 eigentlich wie Teil 1 vorstellen, denn es wird geballert,
geschlagen und obercoole Sprüche werden gerissen, den ganzen Film über.
Und wie gewohnt in Schwarz/Weiß mit tollen Effekten und dieses mal sogar in 3D.


Das Make Up der Protagonisten ist so perfekt, dass man nie darauf kommen würde,
dass 9 Jahre zwischen den beiden Teilen liegen.
Dennoch ist das Sequel sehr Verbunden mit Teil 1 und man hat eigentlich oft das Gefühl,
dass hier alles nur geschieht um die Scherben aus dem Vorgänger wegzukehren.
Obwohl der Film zur Hälfte auch ein Prequel ist und somit vor den Ereignissen aus Millers erster Comic-Adaption spielt.
Der Film schleicht sich so ein wenig ohne große Höhepunkte dahin, ist aber durchgehend spannend.
Allerdings ist hier keine Steigerung gegenüber dem Bekanntem zu sehen.
Das Regisseure oftmals mit „Höher-Schneller-Weiter“ ihr Original übertrumpfen wollen, ist hier eben nicht der Fall.
Rodriguez hat sich hier nach einer so langen Zeit nicht wirklich weiter entwickelt.


Somit ist Sin City : A Dame to kill for dann doch etwas schwächer als Sin City,
aber ein Besuch im Kino lohnt sich allemal.


9,5/10
Agent 007030

Don-Corleone

009 - Killed in East Berlin - Dressed as a clown with a fake Faberge egg in my hand

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504

Samstag, 20. September 2014, 09:28

Das freut mich diese positive Bewertung zu lesen, die Kritiken gehen ja weit auseinander. Ich werde mir den Film in den nächsten 2 Wochen 100% anschauen, den ersten Teil fand ich genial.
Schönes Gewehr, passt eigentlich mehr zu einer Frau. - Verstehen Sie etwas von Waffen Mr.Bond ? - Nein, aber etwas von Frauen.

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505

Samstag, 20. September 2014, 10:01

The Fast and the Furious, Actionfilm, 2001

Sicherlich kein Film voller tiefsinniger Lebensphilosophien und komplexer Inhalte, aber ein inzwischen durchaus als ein Klassiker zu bezeichnendes Werk.
Ein neues Genre sollte eröffnet werden, nämlich das der fahrbaren Hauptprotagonisten. In der nächtens erwachenden Rennszene von Los Angeles, übernehmen erstmals die Fahrzeuge die Hauptrollen und sprechen tatsächlich mehr als es die Charaktere tun. Als ein Trotz gegenüber V8-Fans fungiert die Tatsache, dass man sich auf japanische Import-cars mit NOS und pubertären Modifikationen spezialisierte, was wiederum im Bezug auf den Stil eine Inspiration für "NFS Underground" darstellte. Für mich ist The Fast and the Furious trotz des Fehlens so manchen Anspruchs durchaus interessant, immerhin verbindet man es auch mit Paul Walker.
Keineswegs ist es mir ein Anliegen zu behaupten, dass hier eine romanreife Geschichte erzählt wird, denn dem ist nicht so, jedoch nahm man sich im Grundkern des Plots ein Beispiel an dem 1991er Adrenalin-Thriller "Point Break". Außerdem hat man sehr glaubhaft präsentiert, dass die Hauptfigur in keinster Weise wirklich weiß, welcher Seite sie angehört. Er verliebt sich in die wunderschöne Mia und nimmt nun an einem Geschehen teil, das ihn im Herzen stärker berührt als seine eigentliche Polizeiarbeit. Als ein wahres Wunder erschien es mir in meiner Kindheit, dass man der Supra (der ultimativen 90er Jahre Sportlady von Toyota) beinhahe eine Hauptrolle gegeben hat, denn das war neu und damals noch etwas eigenartig. Heute hingegen, sind wir nach fünf Fortsetzungen des franchises eher ermüdet von den vielen Fahrzeugen. Die Charaktere Mia und Brian finden in späteren Serienteilen wieder einen Weg zueinander, aber das Ende des ersten Teils ist eher "einsam angehaucht". Meiner Meinung nach ist es wichtig, sich bei diesem Film auch den Abspann anzusehen, denn dort hört man zum Abschluss erneut das eine oder andere (gute) Musikstück und im Übrigen folgt danach noch eine weitere -kurze- Sequenz, welche in der Wüste (Mexico) spielt. Die Synchronisation ist ebenfalls sehr gut.
"Loyalität bedeutet mir wesentlich mehr als Geld."
Bond '89 - Robert Davi

Kronsteen

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Sonntag, 21. September 2014, 13:53

Zimmer 1408, Horrorthriller 2007

Ein Horrrobuchautor und Geisterjäger, der den Horror spukender Orte entzaubern will, stellt sich seiner größten Herausforderung.
Spannend inszeniert und fabelhaft gespielt.
Dazu noch ein unerwartetes Ende. Was will man mehr.
Sicher kein Film, der neue Maßstäbe im Genre gesetzt hat, aber einer, der mit Bedacht erzählt. Lieber kleine Shocking-Momente statt großes Brimborium.

Regisseur Hafström setzt dabei auf ein Grundprinzip Hitchcock'scher Erzähltechnik: Das Wie/Warum spielt keine Rolle. Der pure Thrill steht im Mittelpunkt.

Die (Fast-)One-Man-Show John Cusacks finde ich gelungen.
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Mister Bond

Felix Leiter

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Sonntag, 21. September 2014, 20:26

Sin City 2 schaue ich mir auf jeden Fall im Kino an. Gehöre auch zu denen, die den ersten Film einfach toll fanden. Diese Neo-Noir Sachen gefallen mir.
Dazu kann man ja nicht viel falsch machen, wenn man neben viele vom alten Cast noch Josh Brolin, Joseph-Gordon Levitt und vorallem Eva Green reinhaut.


Sah mir die letzte Woche noch alle Star-Wars-Filme an, diesmal im O-Ton und da hat vor allem ein Teil noch mehr verloren.
Mehr dazu im Star-Wars-Thread.


Riddick - Überleben ist seine Rache, Extended Cut
Bin nicht der größte Fan der Reihe, wurde aber auch von keinem Teil enttäuscht, so auch nicht von diesem.
Es lohnt sich auf jeden Fall den Extended Cut, welcher satte 19 Minuten länger als die Kinoversion ist, vorzuziehen. So sieht man den Grund, weshalb er auf dem öden Planeten ist und die Beziehung zu diesen Necromongern. In den ersten 20 Minuten wird auch gar nicht großartig gesprochen, man sieht wie sich Riddick gegen die Gefahren auf dem Planeten behaupten muss. Um von dort wegzukommen, lockt er Kopfgeldjäger heran. Dies erinnert dann doch schon an Pitch Black, aber die Schauwerte sind schon andere.
Und Riddick ist Bad-Ass 8)

Wolverine - Weg des Kriegers, Extended Cut
Der wurde ja ziemlich schlecht geredet und geschrieben. Kann ich auch nicht nachvollziehen. Bitte aber auch den Extended Cut vorziehen. Obwohl der auch FSK 12 ist, ist der wesentlich kompromissloser und brutaler. Logan kämpft sich hier mit noch weniger Gnade durch, Blut wird gezeigt und die Geschichte ist eine erfrischend andere.
So muss sich Logan erstmal in Japan und mit seiner "Sterblichkeit" zu Recht finden. Der japanische Schauwert ist ein Pluspunkt und vo rallem kommen Ninjas zum Einsatz, da stört es mich nicht, dass es nur 2 1/2 Mutanten im Film gibt.
Ganz klar besser als der erste Wolverine-Film und vor dem dritten X-Men Film von 2006 braucht sich dieser auch nicht verstecken.


Jack Reacher
Zum ersten Mal seit Kinobesuch und der Film hat sich für mich vielleicht sogar vom Unterhaltungswert gesteigert. Auch wenn Cruise nicht aussieht wie der Roman-Reacher macht er seine Sache klasse. Der Film hat einiges an Humor, dennoch ist er insgesamt geradlinig, old-school und auch kompromisslos. Dem Film kommt es zu Gute, dass die Actionszenen traditionell gestaltet sind, ohne Effekthascherei und sich auf den Thrilleranteil konzentriert.
Man kann über Tom Cruise sagen was man will, aber seine letzten Filme haben mich alle sehr gut unterhalten und zum Teil überzeugt.

Dr. moVe

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508

Montag, 22. September 2014, 12:45

Im Kino:

Luc Besson's 'Lucy' mit Scarlett Johansson und Morgan Freeman

Für diesen Film hegte ich die Hoffnung das es nach langer Zeit ein Werk sein würde, das mit den markanten 80er/90er-Jahre Werken von Luc Besson mithalten kann.
Aber trotz vielversprechender Ansätze wurde ich abermals sehr enttäuscht von Herrn Besson. Der Film versucht sich als super clever und besonders stylisch zu verkaufen, wirkt dabei aber leider so leidlich bemüht,
gleichzeitig in seiner Gesamtkonzeption so halbgar, inkonsequent und unlogisch, das der Filmgenuß sich deutlich in Grenzen hält.
Der attraktiven Hautdarstellerin Johansson ist dabei kein Vorwurf zu machen. Den Wandel eines Menschen, der mit der stetigen Zunahme von Superkräften zunehmend seine Erdung und Menschlichkeit verliert,
veranschaulicht sie recht überzeugend. Selbst Besson's Regie-Leistung kann man zumindest einen guten Sinn für's Szenen-Timing zugestehen.
Nein, der Film scheitert in meinen Augen in erster Linie an Besson's nicht-funktionalen Over-the-Top-Skript... Das zugegebener Maßen allerdings auf eine solch kurios kindisch-eskaptische Weise,
das man 'Lucy' zu den seltenen Werken zählen kann, die auf eine so alberne Art und Weise mißlungen sind, das es schon wieder sehenswert ist.

Jonas Alexander Arnby's 'When Animals dream' (Orignal-Titel: 'Når dyrene drømmer')

Ein auf gemächlich, unaufgeregte Weise erzählter Low-Budget-Mystery-Thriller, der in der dänischen Küsten-Provinz spielt,
und einen recht gelungenen Spagat zwischen den Genrekonventionen des Horrorkinos und einer gewissen Arthouse-Sensibilität schlägt.
Die rauhe Schönheit der Szenerie und die konsequent düstere Atmosphäre des Werks eignen sich als hervorragende Bühne für den überzeugend aufspielenden dänischen Cast,
zu dem auch Mads Mikkelsen Bruder Lars Mikkelsen gehört.

Kelly Reichardt's 'Night Moves'

Handlung: Umweltaktivisten planen die Sprengung eines Staudamms. Auf den ersten Blick ein recht schlichter und bis auf eins, zwei hochspannende Highlights unspektakulärer Film. Aber seine Nachwirkung emfand ich als sehr intensiv. Ich will nicht zu viel ausplaudern, denn Handlung hat der Film sowieso sehr wenig, da er mehr mit Stimmungen und Bildern arbeitet, aber aufjedenfall handelt es sich um ein sehr modernes und nachdenklich stimmendes Independent-Werk, das "von der Unmöglichkeit, die Welt vor ihrem Niedergang zu retten", erzählt, wie sich ein Kritiker ausdrückte. In den Hauptrollen überzeugen Jesse 'The Social Network' Eisenberg, sowie Dakota Fanning (das Spielberg-Kid aus 'Krieg der Welten') und Peter Sarsgaard.
Diverse, auf den ersten Blick gar nicht so spektakulär wirkende Bilder dieses Psychodramas, dem es in erster Linie um die psychologischen Folgen seiner radikal handelnden Protagonisten geht, beschäftigten mich noch Tage nach dem Filmkonsum.
Der Filmverleih wirbt u.a. auf dem Filmplakat mit dem Spruch eines Kritikers: "Zwischen Hitchcock und Dostojewski." Hört sich zwar hochtrabender an, als die filmische Sprache mit der der Film diesem Satz gerecht wird, aber dennoch kann ich ihn eigentlich unterschreiben.

Volker Schlöndorff's 'Diplomatie'

Handlung: Paris 1944 kurz vor der geplanten Zerstörung durch die Nazis, während die Allierten schon vor der Türe stehen. Herr Schlöndorff bietet uns hier recht spannendes Kammerspiel-Kino. Gleichzeitig ist der Film natürlich eine Verbeugung vor der Schönheit von Paris - und das obwohl man die französische Hauptstadt hier nur spärlich dosiert zu sehen bekommt. Jedoch durch den drohenden Verlust wird dem Zuschauer bewußt gemacht, wie glücklich sich die Menschheit schätzen kann, das es die Seine-Metropole gibt.
In erster Linie lebt das ganze aber von der Souveränität der Hauptdarsteller: Niels Arestrup ('Un prophète', 'War Horse') und André Dussollier ('3 hommes et un couffin'). Ihre Präsenz, ihre Athenzität verleiht diesem Weltkriegskammerspiel die nötige Tiefe.

Xavier Dolan's 'Sag nicht, wer du bist!' (Original-Titel: 'Tom à la ferme')

Ein kanadischer Independent-Psycho-Thriller und ländlicher Film Noir, der gemächlich beginnt und sich dann tatsächlich auf beklemmend spannende Weise zuspitzt.
Trotz starkem Independent-Charakter sind einige überdeutliche Verweise an Alfred Hitchcock nicht zu übersehen - was auch diverse Kritiker zu Protokoll gaben.
Aber aus diesen bewussten oder unbewussten Zitaten ist etwas recht interessantes und erinnerungswürdiges hervorgegangen.
Beachtlich ist außerdem, das der von mir bisher wenig beachtete kanadische Indie-Star Xavier Dolan hier nicht nur Regie führt, sondern auch die Hauptrolle spielt und sich für's Drehbuch verantwortlich zeichnet.
In Anbetracht des Ergebnis hat er sich meinen vollen Respekt verdient.

Anton Corbijn's 'A Most Wanted Man'

Ein Werk auf das ich mich aufgrund von Regisseur, Cast und der deutschen Location schon lange freute - was ich auch bereits in unserem Trailer-Thread kundtat.
Und glücklicher Weise wurde ich nicht enttäuscht. Die Stadt Hamburg ist quasi der zweite Hauptdarsteller des Films und Regisseur Corbijn beweist uns, das sich die Elb-Metropole als Kulisse für einen düsteren Agentenfilm hervorragend eignet - ganz im Gegensatz zu dem wie die Bondmacher die Hansestadt nutzten.

'A Most Wanted Man' ist ein behutsam, fast schon sehr altmodisch erzählter Thriller geworden, der sich allerdings in einem modernen, kühlen Look präsentiert und sich einer kaum aktueller denkbaren Thematik widmet.
Das größte Highlight, sowie das Epizentrum dieses Films ist aber zweifelos der wie gewohnt absolut brilliant aufspielende Philip Seymour Hoffman in einer seiner letzten Rollen.
Er verkörpert seine Figur des deutschen Agenten 'Günther Bachmann' auf eine so eindrückliche Art und Weise, wie man es von einem der größten Charakterdarsteller seiner Generation erwartet.
Neben seiner Präsenz verblasst geradezu der Rest des Ensembles, das allerdings mit Namen wie Willem Dafoe, Robin Wright, Rachel McAdams, Nina Hoss, Daniel Brühl und Herbert Grönemeyer eine beeindruckend transatlantische Starpotenz aufbietet, die allesamt auch solide Leistungen abliefern - was im Falle von Grönemeyer auch für den Score gilt.

James Gunn's 'Guardians of the Galaxy' in 3D

Ein wildes Sammelsurium an Pop-Culture-Zitaten, sowie eine 'Han Solo'-'Snake Plissken'-'Korben Dallas'-Humor-Gedenkveranstaltung.
Technisch hat er mich nicht so überzeugt wie andere Marvel-Filme. Abgesehen von den brilliant animierten Hauptcharakteren Rocket Raccoon und Groot, sieht man den Animationen hier und da ein für Marvelverhältnisse beschränktes Budget an.
Bitte nicht falsch verstehen - der Film wirkt natürlich schon aufwendig. Es gibt aber immer wieder Momente in denen man sich den Film 'realer' wünscht. Unsteriler. Einfach überzeugender. Dies zwar nicht auf so eine dramatische Weise wie beispielweise bei der oft erwähnten zweiten Hälfte von 'Die Another Day', aber dennoch sehe ich hier von der graphischen Wirkung her schon eine Verwandtschaft mit Lucas' zu künstlisch wirkenden Star Wars-Prequels. Einzig durch die Tatsache das man bei einem reinem Space-Szenario diese Bildwirkung eher akzeptiert als bei einem Film, der auf der Erde spielt, bin ich bereit das entsprechende Paket zu schlucken. Aber Perfektion sieht anders aus...

Desweiteren hat der Film ähnliche Defizite wie die meisten Marvel-Filme jüngeren Datums: Die hanebüchene Handlung wird aus nicht erkennbaren Gründen unnötig kompliziert serviert, und mit zuvielen Neben-Charakteren vollgestopft, deren Existenzberechtigung im Film vermutlich nur Marvelfans zu erkennen vermögen. Zudem wirkt der Bösewicht einmal mehr völlig austauschbar und konturlos und die eskapistische Schlußschlacht kommt wie ein zwangsläufiges Pflichtprogramm rüber, das den Unterhaltungswert des Werks nicht gerade zu steigern vermag.

Dennoch ist es sehr angenehm zu erleben wie der Film neue Akzente für das Marvel-Universum setzt. Das ganze ist schon eine äußerst spaßige Angelegenheit - was vorallem an den coolen Haupt-Charakteren liegt.
Zeitweise fühlte ich mich an Werke wie den kanadischen Science-Fiction-Zeichentrickfilm 'Heavy Metal' von 1981, die japanische Anime-Serie 'Cowboy Bebop', sowie 'Galaxy Quest', ja sogar ansatzweise an Mel Brooks 'Spaceballs' (im positiven Sinne) erinnert.
Die meisten Sprüche und Gags sitzen, das Timing wirkt über weite Strecken hervorragend und der Soundtrack verbeugt sich so dermaßen zelebrierend vor dem Rock- und Popkosmos der 70er/80er Jahre, das ich stellenweise gar nicht anders konnte, als innerlich beschwingt mitzuwippen.
Die Reaktion des merklich gut aufgelegten Samstagabend-Kinopublikums, mit dem ich dieses Werk genoß war nach dem herrlichen Schlußgag: Applaus.
Aber auch ich muß zugeben schmunzelnd und gut gelaunt den Lichtspielsaal verlassen zu haben...

Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »Dr. moVe« (22. September 2014, 14:05)


Kronsteen

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Donnerstag, 25. September 2014, 12:09

"The Conjuring", Horrorfilm, 2013

Klassischer Horrorfilm mit einem Geisterhaus. Dies allerdings auf eine vrillante Art und Weise sehr spannend gedreht.
Zudem noch auf einer (vermeintlich?) wahren Begebenheit basierend taucht man in den Stil und die Mode der frühen 70er Jahre ein.
Ein Beweis dafür, dass es nicht viel Bluts bedarf, um schockend zu wirken.
Empfehlung!
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Felix Leiter

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510

Donnerstag, 25. September 2014, 22:53

Den Film habe ich mir vor Wochen gekauft, das Gucken spare ich mir aber extra für den Halloween-Abend auf :D


@Dr. moVe:
Zustimmung zu den "Guardians", bis auf einem Punkt: Die CGI-Szenen waren nicht schlechter als bei den vorangegangenen Marvel-Filmen und wesentlich besser dargestellt als bei den Star-Wars-Prequels, welche ich ja auch erst vor kurzem sah.
Natürlich hätte das Ganze ein wenig greifbarer und schmuddeliger ausfallen können, sowie eben bei der Star-Wars-Originaltrilogie.

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Donnerstag, 25. September 2014, 23:18

Harry Potter und der Halbblutprinz, Fantasy


Im Bezug auf den Inhalt bedarf es keiner langen Rede, da diese Filmreihe seit 13 Jahren in aller Munde besprochen wurde. Wie dem auch sei..., ein interessanteres Werk als es einen sein Ruf vermuten liesse, wenn auch weniger originell als beispielsweise die ersten drei Teile.
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Maibaum

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Freitag, 26. September 2014, 21:16

Auf WDR startete letzten Mittwoch mit The Returned eine, wie es scheint, sehr starke französische Mystery-Serie.
(Warum die auf deutsch einen englischen Titel hat ist mal wieder sehr rätselhaft ;) )
Läuft aber ab nächsten Dienstag auch auf Eins Festival.

Sie spielt in einer Kleinstadt in den französischen Alpen in der plötzlich Tote wieder auftauchen. Diese können sich zwar nicht an ihren Tod erinnern, ansonsten aber an alles was ihr früheres Leben ausmachte. Aber während sie noch so alt sind wie zum Zeitpunkt ihres Todes, haben sich die Menschen mit denen sie früher zusammenlebten natürlich nicht nur äußerlich verändert. Nach 2 Folgen ist noch nicht wirklich klar in welche Richtung sich die Serie entwickelt, aber die Mischung aus vorsichtigem Horror und realistisch gezeichneten Charakteren sieht vielversprechend aus. Außerdem trägt der hypnotische Score der schottischen Post Rocker Mogwai sehr stark zur eigenwilligen Atmosphäre bei.
Das US Remake ist latürnich schon in Arbeit.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Maibaum« (26. September 2014, 21:41)


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Dienstag, 30. September 2014, 16:26

Für das Verträumte im Menschen: "The secret of my success", 1987

Ein Werk, welches weitaus mehr ist als "nur" ein zeitlich zwischen Top Gun und Cocktail erschienenes 80er Jahre Filmchen, das die Soundtrackstärke Top Gun´s mit der Selbstverwirklichungs-Traumtänzerei von Cocktail in sich zu vereinen scheint. Nein, es ist nicht nur das, sondern auch ein Film voller wahrlich zitatwürdiger Zeilen einerseits und unheimlich unterhaltsamer Situationskomik andererseits. TSOMS stellt einen meiner zehn Lieblings-Klassiker dar und überzeugte ganz und gar.
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Samstag, 4. Oktober 2014, 16:51

"Joy Ride - Spritztour" auf DVD, "Bodyguard" gestern im Free-TV, Kabel Eins

Joy Ride:

Ein einen anfangs als ein Teenagerfilm täuschen wollendes Werk, welches Stufe für Stufe an Angstelementen zunimmt. Steve Zahn und Paul Walker sind im wahrsten Sinne des Wortes brüderlich vereint und erlauben sich via CB-Funk einen eigentlich keineswegs unhöflich gemeinten Scherz, der daraufhin dafür Sorge trägt, dass die hintergangene Person den Protagonisten auf sehr unschöne Weise eine Lektion erteilen möchte, worunter letzten Endes auch die wunderschöne "Venna" sehr leiden muss. Mit einem alten V8 cruisen die Charaktere voller Panik durch verlassenste Provinzen voller nicht im Einsatz seiender Sheriffs und flüchten fürchterlich schnell - jedoch ohne jenen Erfolg, den sie sich wünschen würden. Schmerzhaft wird verdeutlicht, dass es durchaus große Gebiete mit nur wenigen Menschenseelen gibt, wodurch ein Verbrechen nur selten nachgewiesen oder gar geahndet wird, United States.

Bodyguard:

Diesen Abschnitt verfasse ich nun nicht mehr in "Dickschrift", da der Lesebedarf hier eher weniger vorhanden sein dürfte, zumal man diesen Film einfach kennt.
Die Hauptprotagonistin ist die im Film ebenfalls als Star dargestellte Sängerin, welche nicht mehr unter uns weilt. Ihr "I will always love you" scheint hier an die von Kevin Costner verkörperte Figur gerichtet zu sein, ihr persönlicher Aufpasser, der uns in das Bewusstsein ruft, welch schwerer Aufgabe er sich hinzugeben hat.

Meine Wertung:
Joy Ride (Teil 1): Neun von zehn Punkten
Bodyguard (lief vor und nach "Copykill"): 8,5 von zehn Punkten, Klassiker.
"Loyalität bedeutet mir wesentlich mehr als Geld."
Bond '89 - Robert Davi

  • »Daniel Schweikert 1996« ist männlich

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Sonntag, 5. Oktober 2014, 13:05

Und schon geht die Reise weiter...

Aufgrund eines grippalen Infekts am Feiertagswochenende, sollen mir Filme auf die Beine helfen :)

"In 80 Tagen um die Welt" mit David Niven

Ein Film, welcher mindestens 40 Jahre älter ist als ich, jedoch aufgrund atemberaubender Ausstattungsopulenz prachtvoller als so manches gegenwärtiges Werk wirkt.
In der einen oder anderen Weise erinnert mich der Film an den auch immerhin stolze 50 Jahren auf dem Buckel habenden "Das große Rennen rund um die Welt".
Nachdem in letzter Zeit eher moderneres Schaffen auf meinem Fernsehschirm erschien ("Joy Ride", "The Fast and the Furious"), war "Around the world in 80 days" eine äußerst gelungene Abwechslung. In kräftigen Farben serviert, sehen wir hier herausragende Schauplätze, erhalten zeitweise Einblick in fremde Kulturen und obendrein scheint es mir, als hätte die damalige Generation geringfügig mehr gekonnt, denn was "Action" anbelangt, konnte man sich nicht auf Tricks verlassen.
Schauspieler gaben sich teils Aktionen hin, welche ich mir nie zutrauen würde, aber ich möchte auch nicht zu streng mit mir sein ;)

Im Rahmen eines Fazits kann ich nur sagen, dass der sich nicht selten im Forum aufhaltende Mister Fogg eine interessante Nummer 1 in seiner Bestenliste aufführt.
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Bond '89 - Robert Davi

  • »Mr. Fogg« ist männlich

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Sonntag, 5. Oktober 2014, 15:24

Und schon geht die Reise weiter...

Aufgrund eines grippalen Infekts am Feiertagswochenende, sollen mir Filme auf die Beine helfen :)

"In 80 Tagen um die Welt" mit David Niven

(...)

Im Rahmen eines Fazits kann ich nur sagen, dass der sich nicht selten im Forum aufhaltende Mister Fogg eine interessante Nummer 1 in seiner Bestenliste aufführt.
Freut mich sehr, dass er auch Dir so gefällt!
Wenn bei Sotheby´s einmal Foggs Regenschirm zur Veräußerung angeboten würde, wäre der mir ein Jahresgehalt wert! Allerdings vermute ich, dass diese Requisite während der Dreharbeiten im Feuerloch des Dampfers "Henrietta" gelandet ist - wie wohl auch der Zylinder.

Ich hoffe, es geht Dir wieder besser! :thx:
God save the Queen!

  • »Daniel Schweikert 1996« ist männlich

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Sonntag, 5. Oktober 2014, 17:24

Danke,
vielleicht sollten die Hausärzte mal mehr als nur Bonbons und Tee empfehlen, ein guter Film genügt doch meist schon :D
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chrimarx

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Mittwoch, 8. Oktober 2014, 22:20

Nackt von Mike Leigh (GB 1993)

Nach langer Zeit wieder gesehen, den Film, der mich 1993 fast aus dem Kinosessel geblasen hat. So irritiert hat mich damals dieser FIlm, mit dem der Mike Leigh damals international berühmt geworden ist. DIe schwärzeste Parabel über die Abgründe der Klassengesellschaft in den Post-Thatcher-Jahre, also den frühen Neunzigern. Die Geschichte über den zynischen gewalttätigen Obdachlosen Johnny (die Rolle seines Lebens: David Thewlis), der sich philosophierend durch die Nacht Londons durchschlägt. EIn England, das man in den Bondfilmen definitiv nie sehen wird....:)

WEn es interessiert, ich habe mich auf meinem Blog über den Film ausgelassen. http://www.marx-bloggt.de/nackt-film-mike-leigh-england/
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Mittwoch, 8. Oktober 2014, 22:50

Ich setze doch wieder meine Wertungen ein, um die Qualitätsunterschiede zu verdeutlichen.


Payback
Abseits von Mad Max und Lethal Weapon, für mich, eines von Mel Gibsons Paraderollen. So will man ihn doch sehen (?) Grimmig, cool, mit eiskalten schwarzem Humor versehen, aber nicht uncharmant.
Die Nebenrollen sind auch toll besetzt. Gregg Henry als schmieriger Verräter Val, Grinsebacke und Charaktergesicht William Devane, James Coburn und Kris Kristofferson auf Seite der Gangster.
Ich sah mir diesmal wieder die Kinofassung an, die mir doch etwas besser als der Director's Cut gefällt. Unterschiede gibt es ja im komplett anderen Finale, auch Mels letztes Treffen mit seiner Frau und im Farbton. Die Kinofassung sticht durch einen kühleren Blauton hervor.
8/10


Der Pate
Ein Meilenstein. Grandios ist hier alles. Ich sah mir hier die deutsche Kinosynchro an. Die neuen Sprecher gefallen mir alle nicht. Lutz Mackensy klingt doch schon etwas zu alt auf den jungen Michael und All Lettieris Sollozzo hört sich ohne G.G. Hoffmann kacke an.
10/10


Der Pate, Teil 2
Ein Meilenstein. Grandios ist hier alles. Ich sah mir hier die deutsche Kinosynchro an. Die neuen Sprecher gefallen mir alle nicht :D
Zwar ist die Neusynchro mit der italienischen Sprache während der Rückblicke des jungen Vito eher am Original dran, nur finde ich es tatsächlich doof, dass der junge Vito dann auch in New York weiter italienisch quatscht. Da verwundert es doch, dass seine Kinder und er noch Englisch gelernt haben ;) Auf Sizilien passt es ja.
10/10


Der Pate, Teil 3
Ich breche immer wieder gerne eine Lanze, zwar kein Meilenstein, aber ich finde den immer noch stark. Toll wie hier Michaels Geschichte quasi zu Ende erzählt wird.
Allerdings schleichen sich hier doch ein paar Längen ein.
Und jedes mal wenn ich die Filme gucke, fasse ich mir an den Kopf und kann nicht begreifen, dass Pacino keinen Oscar für einen der drei Filme gewonnen hat.
8/10


Jäger des verlorenen Schatzes
Ein Meilenstein. Grandios ist hier alles. Ich sah mir hier die deutsche Kinosynchro an. Die neuen Sprecher gefallen mir alle nicht. Wolfgang Pampel klingt zu alt auf den jüngeren Indy :D
Nein, ich sah es mir dieses Mal im O-Ton an. Dabei muss man echt sagen, dass Wolfgang Pampel als Fords Synchronstimme vom Klang her gut gewählt wurde.
Jeder sollte den Film, natürlich alleine wegen den Nazis auch im Originalton gesehen haben. Major Toht klingt wie eine Kopie von Peter Lorre, hat was. Und wenn die Nazis deutsch sprechen, klingt es auch so und nicht wie schlechtes deutsch.
Für mich hat der Erstling auch den besten Score (nicht nur die Indy-Fanfare, sondern vor allem das Bundeslade Thema "The Map Room - Dawn" und der Beginn "South America 1936" setzen sich ins Gehör fest), den/die besten Gegenspieler, die beste weibliche Hauptrolle und die beste Bildkomposition.
10/10


Indiana Jones und der Tempel des Todes

Stark, aber nicht ganz so stark. Was viele denken, dass dies der Teil mit der meisten Action ist. Weit gefehlt. Zwar sind die ersten 20 Minuten temporeich, dafür geschieht Actionmäßig danach für eine Stunde nichts. Dafür hat es das Finale auf sich, welches so anders ist als die anderen Indy-Filme, welche mit dem ersten Finale (Action) und dem zweiten (Auflösung des Mysteriums) aufwarten. Hier gibt es ein komplettes halbstündiges Actionfinale.
Ebenfalls im O-Ton geguckt.
9/10


Indiana Jones und der letzte Kreuzzug
Mein Lieblingsteil. Der temporeichste Indiana-Jones-Film, mit den am besten gesetzten Actionszenen (dieser hat wohl die meisten). Beim Thema Score, Bildkomposition, Gegenspieler und weibliche Hauptrolle muss sich dieser zwar noch "Raiders" geschlagen geben, dafür hat er mit Sir Sean Connery den besten männlichen Co-Star und Alison Doody als Elsa Schneider ist einfach heiß. Auch wenn es nur Aufnahmen waren, Harrison Ford dieser elende Glückspilz :)
Auch den sollte man, alleine wegen den Nazis, im O-Ton geguckt haben. Leider ist das deutsch nicht so perfekt wie bei "Raiders". Liegt auch daran, dass anders als Wolf Kahler, mit Michael Byrne halt ein Engländer als Obernazi gecastet wurde.
10/10


Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Nein, die Aliensache regt mich nicht auf. Der Film ist einfach im Gegensatz zu den anderen zu langweilig und beim Actionfinale nerven einige Gags und CGI-Einsätze (Mutt fechtet, Affen etc.).
Dennoch bietet der Film etwas vom altmodischen Charme, aber wie gesagt, zu viel Leerlauf und etwas zu viel CGI machen es leider unmöglich diesen Film nur ansatzweise auf einem Niveau der drei Vorgänger zu hieven.
6/10

Das Bild von "Raiders" weist auf der Blu-ray einen etwas gelblicheren Stich auf (angeblich war es so original im Kino), es ist aber nie exrem und gefällt mir sogar so von allen Teilen am besten.
"Crusade" hat auch eine sehr gute Bildbearbeitung erfahren. "Doom" knapp dahinter. Bei "Crystal Skull" versteht es sich ja, als relativ neuer Film, dass das Bild keine Macken hat.

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Mittwoch, 8. Oktober 2014, 23:20

Das mit den jeweils zehn Punkten für "The Godfather Part I & II" kann ich sofort unterschreiben und die Begeisterung lässt sich nur schwer in Worte fassen :thumbup:

Wenn ich Apollonia sehe, denke ich, dass Teil 1 der Beste ist.
Wenn ich das Immigrant theme höre, denke ich, dass Teil 2 der Beste ist.
Wenn ich Teil 3 sehe, denke ich, dass die ersten beiden Teile die Besten sind.
Wenn ich nach der Darstellung von Al argumentiere, denke ich erneut, dass Teil 2 der Beste ist. Hinzu käme da auch noch die Anwesenheit eines gewissen Roberts...
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