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Thunderball

Harry Palmer

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Mittwoch, 11. Dezember 2013, 18:26

Erwähnenswert ist im Zusammenhang mit dem Thema "Picard in Action" vielleicht noch, dass er im Film "Generations" noch als eher mieser Kämpfer dargestellt wird. So schlägt ihn Dr. Soran im Zweikampf locker zu Boden und der Captain stürzt den Abhang hinab. Kirk hingegen teilt aus wie in alten Zeiten...allerdings interessanterweise nur in dem Schluss, der im Kino gezeigt wurde. Im zunächst gedrehten und dann verworfenen Showdown hat auch Kirk im Faustkampf gegen Soran das Nachsehen.

AnatolGogol

Supernase

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42

Mittwoch, 11. Dezember 2013, 18:43

Erwähnenswert ist im Zusammenhang mit dem Thema "Picard in Action" vielleicht noch, dass er im Film "Generations" noch als eher mieser Kämpfer dargestellt wird. So schlägt ihn Dr. Soran im Zweikampf locker zu Boden und der Captain stürzt den Abhang hinab. Kirk hingegen teilt aus wie in alten Zeiten...
Du darfst dabei aber auch nicht vergessen, dass zwischen Shatner anno 94 und Stewart/McDowall mindestens 3 Gewichtsklassen lagen. :D
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Zardoz

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43

Mittwoch, 11. Dezember 2013, 19:00

Ja, das stimmt. Gleichwohl empfand ich den Filmtod des großen James T. Kirk auf Veridian 3 nie wirklich befriedigend. Er rettet mit seinem heroischen Einsatz zwar Millionen Leben, dennoch ist das Ganze zu banal in Szene gesetzt, als dass einem als Zuschauer warm ums Herz werden könnte. Irgendwie wirkt alles zu "unfertig" und abrupt, fast sogar würdelos. Auch die Tatsache, dass Kirk von Picard auf diesem trostlosen Planeten begraben wird (unter einem Haufen Steine...), macht die Sache nicht besser. Tja, was solls, bleibt am Ende doch immer noch die großartige Schlusseinstellung in The Undiscovered Country - ein letztes Mal die Original-Crew auf der Brücke der Enterprise versammelt (Sulu zähle ich jetzt einfach einmal dazu). So liebevoll und episch wurde die Next Generation nie verabschiedet, eben würdevoll.
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Thunderball

Harry Palmer

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44

Donnerstag, 12. Dezember 2013, 09:17

"Star Trek VI" war der perfekte Abschied für diese Crew - ich liebe diesen Film!
Vergleicht man direkt die Tode von Spock und Kirk, so fällt noch mehr auf, wie eklatant doch die Unterschiede sein können. Bei Spock passte alles - der Zuschauer konnte mitfühlen und die von Spock abgewendete Bedrohung war für den Zuschauer unmittelbar greifbar im Gegensatz zu "Generations". Die zahllosen durch Kirks Einsatz geretteten Personen bekam man hingegen nie zu Gesicht. Zu Kirks "Begräbnis" wurden die passenden Worte ja schon gefunden. Das Valley of Fire ist ein schöner Drehort, aber als Kirks letzte Ruhestätte komplett unbrauchbar.
Hinzu kommt natürlich bei "Star Trek II" der epische Dialog am Ende mit dem Satz: "Ich war es - und werde es immer sein - Ihr Freund!" Star Trek at its very best! :kneel:

Ahab

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45

Donnerstag, 12. Dezember 2013, 11:13

An die Brillianz der stärkeren TOS-Filme reicht First Contact nicht ran, das sehe ich auch so. Allerdings möchte ich den Film mal ein wenig verteidigen.
Picards Verhalten in diesem Film habe ich zumindest nie für besonders unglaubwürdig gehalten. Ganz im Gegenteil: Dadurch, dass er von Lilly ja irgendwann den Kopf gewaschen bekommt und das Ganze ja eigentlich nur seine unverarbeiteten Borg-Psychosen zum Ausdruck bringt, finde ich es sogar ziemlich überzeugend.
Dass es in den folgenden Filmen immer wieder zum Action-Picard kam kann man First Contact nicht zum Vorwurf machen. Dass die Stimmung eine etwas düstere ist und durchaus Horror-Elemente verwendet wurden ist in Anbetracht des Gegners auch passend. Immerhin geht es hier um DEN Gegner dieser Tage, dem nicht gerade die Sonne aus dem Hintern scheint...
Die oft kritisierte Optik der Borg ab diesem Zeitpunkt finde ich allerdings auch nicht sonderlich gelungen. Auch, ob es unbedingt eine Königin gebraucht hätte bleibt zumindest strittig.

Trotzdem: Stimmung, Tempo, Atmosphäre, große Teile der Optik und der Sound sind sehr kinotauglich und machen den Film für mich zum besten der TNG-Crew. Überhaupt kommt die Crew hier noch am ehesten zur Geltung (* zumindest im Rahmen der Möglichkeiten). Auch durch den schönen Kniff ein Außenteam für die Phoenix runterzuschicken, selbst wenn man sagen muss, dass bei diesem Handlungsstrang viel verschenkt wurde, so bietet er dennoch immer wieder eine heitere Auflockerung zwischen den düsteren Szenen auf der Enterprise.

* Noch ein paar Worte zur Crew, auch wenn mir das jetzt vielleicht den Kopf hier kostet ;) :
Ich finde es hat schon seine Gründe, warum nicht die gesamte Crew in den Filmen glänzen darf. Die stärkeren Charakterfolgen abseits von Picard, Data und Worf waren schon in der Serie eher den guten Folgen als den überragenden schauspielerischen Leistungen geschuldet. Es ging ja schon dabei los, dass Charaktere wie Riker, B. Crusher oder Troi nicht sonderlich dreidimensional angelegt waren. Hinzu kamen eben eher mittelmäßige schauspielerische Fähigkeiten die für eine TV-Serie der frühen 90er durchaus reichen wenn man 170 Folgen Zeit hat an einem Bild zu malen, aber für ein paar Minuten Screen Time um einen Film seinen Stempel aufzudrücken zu wenig sind. Das lief bei DS9 meiner Meinung nach um Welten besser...


Bzgl. Renegades:
Davon lese ich hier zum ersten Mal. Könnte irgendwie unterhaltsam werden, aber allein in dem Teaser und der Besetzungsliste tummeln sich haufenweise 'Fallen' die es für das Produzenten-Team gilt zu umsteuern. Stichworte Action Overkill und Frauen die nur zur Deko da sind. Das war schon in Enterprise und Voyager eines der größten Probleme. Die Frauen, die in enge Anzüge gepresst wurden nur um ein paar Gelegenheitsschauer mehr vom Straßenrand aufzugabeln.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ahab« (12. Dezember 2013, 11:30)


Thunderball

Harry Palmer

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Freitag, 13. Dezember 2013, 08:43

Was "First Contact" angeht, so sehe ich ihn ebenfalls als besten Film der TNG-Crew. Neben den bereits von Ahab erwähnten positiven Punkten möchte ich noch Jonathan Frakes' Regie, Matthew F. Leonettis Kameraarbeit und Jerry Goldsmiths Musik hervorheben.
Der Film hat mich begeistert, als ich ihn zum ersten Mal im Kino sah (ist das wirklich schon 17 Jahre her????) und er begeistert mich auch heute bei jedem Sehen aufs Neue.

Die DS9-Crew hatte wohl den Vorteil, dass die Macher von Anfang an Konflikte innerhalb der Crew haben wollten. Figuren wie Crusher oder Troi haben mich nie so "gepackt" wie die einzelnen Hauptfiguren auf der Raumstation. Die Ergänzung von Worf ab Staffel 4 war ein cleverer Schachzug, denn auch er bekam wieder interessante Stories und konnte neue Facetten zu seinem Charakter hinzufügen.
Auch die Figur Sisko war von Anfang an vielschichtiger angelegt als Picard - schon im Pilotfilm erfahren wir von seinen Familienverhältnissen, er ist unfreundlich zu Picard usw.
Nichtsdestotrotz halte ich Patrick Stewart für den besseren Schauspieler, auch wenn Avery Brooks (insbesondere mit Glatze und Bart) eine große Präsenz und Authorität ausstrahlt. Was würde ich darum geben, endlich mal die Serien "Spenser" und "Hawk" mit Brooks aus den 80er-Jahren auf DVD zu bekommen.

Mister Bond

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Freitag, 13. Dezember 2013, 12:58

Yo, Star Trek II und VI (dazu noch IV) sind auch für mich die besten und schönsten Filme.
Humor und Gefühl, dazu in Teil II und VI Thrill, passt.
Die Next Generations Filme finde ich dagegen recht dröge :(

Ahab

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Sonntag, 15. Dezember 2013, 23:47

Was "First Contact" angeht, so sehe ich ihn ebenfalls als besten Film der TNG-Crew. Neben den bereits von Ahab erwähnten positiven Punkten möchte ich noch Jonathan Frakes' Regie, Matthew F. Leonettis Kameraarbeit und Jerry Goldsmiths Musik hervorheben.
Der Film hat mich begeistert, als ich ihn zum ersten Mal im Kino sah (ist das wirklich schon 17 Jahre her????) und er begeistert mich auch heute bei jedem Sehen aufs Neue.

Die DS9-Crew hatte wohl den Vorteil, dass die Macher von Anfang an Konflikte innerhalb der Crew haben wollten. Figuren wie Crusher oder Troi haben mich nie so "gepackt" wie die einzelnen Hauptfiguren auf der Raumstation. Die Ergänzung von Worf ab Staffel 4 war ein cleverer Schachzug, denn auch er bekam wieder interessante Stories und konnte neue Facetten zu seinem Charakter hinzufügen.
Auch die Figur Sisko war von Anfang an vielschichtiger angelegt als Picard - schon im Pilotfilm erfahren wir von seinen Familienverhältnissen, er ist unfreundlich zu Picard usw.
Nichtsdestotrotz halte ich Patrick Stewart für den besseren Schauspieler, auch wenn Avery Brooks (insbesondere mit Glatze und Bart) eine große Präsenz und Authorität ausstrahlt. Was würde ich darum geben, endlich mal die Serien "Spenser" und "Hawk" mit Brooks aus den 80er-Jahren auf DVD zu bekommen.

Volle Zustimmung!
Avery Brooks Stimme ist im Original auch absolut umwerfend. Ich würde auch soweit gehen zu sagen, dass ich DS9 für die stärkere ST-Serie halte, wenn man das Gesamte sieht. Vielleicht hat TNG ein paar mehr wirklich denkwürdige Folgen, aber auf gesamte Distanz hin gesehen ist DS9 für mich einfach beeindruckender und durchdachter. Ein unterschätztes Juwel, geradezu!

Dass bei den Filmen II IV und VI einfach großartig sind, sehe ich auch so, Mister Bond. Ich würde den (im alten Forum zuletzt auch zu Recht so gelobten) ST I mit in die Aufzählung nehmen, dann haben wir die stärksten beisammen.

Mister Bond

Felix Leiter

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Montag, 16. Dezember 2013, 00:00

Ich war derjenige, welcher I gar nichtsonderlich mag, Ahab :pop:

Ahab

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Montag, 16. Dezember 2013, 12:26

Ich sach doch schon: '...ich würde den mit rein nehmen'.
Das heißt: Drei suchst du aus, einen ich. Is doch fair, oder? :D

Thunderball

Harry Palmer

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Montag, 16. Dezember 2013, 13:14

Avery Brooks Stimme ist im Original auch absolut umwerfend. Ich würde auch soweit gehen zu sagen, dass ich DS9 für die stärkere ST-Serie halte, wenn man das Gesamte sieht. Vielleicht hat TNG ein paar mehr wirklich denkwürdige Folgen, aber auf gesamte Distanz hin gesehen ist DS9 für mich einfach beeindruckender und durchdachter. Ein unterschätztes Juwel, geradezu!

Auch hier liegen wir auf einer Wellenlänge! DS9 ist im Star-Trek-Universum meine Lieblingsserie. Schade, dass diese Crew nie eine Chance im Kino bekommen hat. Man muss wohl aber auch sagen, dass sie dafür wohl zu wenig massentauglich gewesen wäre und zu viele Vorkenntnisse vorausgesetzt hätte.
Avery Brooks sah ich im Rahmen des "Captain's Table" im Jahre 2011 in Düsseldorf gemeinsam mit Kate Mulgrew und Patrick Stewart live auf der Bühne. Brooks hatte eine sehr spezielle Art, die vielen nicht zusagte - mir jedoch schon. Er wirkte nachdenklich, ein wenig exzentrisch und sehr philosophisch. Viele erwarteten wohl reine Unterhaltung, die er so nicht ablieferte. Sehr freundlich und herzlich war hingegen sein Umgang mit den Fans. Er nahm sich Zeit für persönliche Gespräche und ließ sich nicht von den Verantwortlichen drängeln, die ihn dazu ermahnten, Fotoshootings und Autogrammstunden schneller abzuhandeln. Zu mir sagte er beim Fotoshooting: "I don't care what they say, you know? I don't care!"

Zardoz

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Montag, 16. Dezember 2013, 13:23

* Noch ein paar Worte zur Crew, auch wenn mir das jetzt vielleicht den Kopf hier kostet ;) :
Ich finde es hat schon seine Gründe, warum nicht die gesamte Crew in den Filmen glänzen darf. Die stärkeren Charakterfolgen abseits von Picard, Data und Worf waren schon in der Serie eher den guten Folgen als den überragenden schauspielerischen Leistungen geschuldet. Es ging ja schon dabei los, dass Charaktere wie Riker, B. Crusher oder Troi nicht sonderlich dreidimensional angelegt waren. Hinzu kamen eben eher mittelmäßige schauspielerische Fähigkeiten die für eine TV-Serie der frühen 90er durchaus reichen wenn man 170 Folgen Zeit hat an einem Bild zu malen, aber für ein paar Minuten Screen Time um einen Film seinen Stempel aufzudrücken zu wenig sind. Das lief bei DS9 meiner Meinung nach um Welten besser...


Ja, dem kann ich mich nur anschließen. Dennoch sehe ich die TNG-Filme eben sehr kritisch, das wird immer so bleiben. Gleichwohl schaue ich sie mir gerne an, man ist eben Fan. :)

Noch kurz ein paar Sätze zu den TOS-Filmen:

ST II, III und IV bilden für mich eine harmonische Einheit. Die Trilogie steht für Alles, was Star Trek ausmacht und daher favorisiere ich sie als Ganzes. The Search for Spock halte ich hierbei für den unterschätztesten Film dieser Trilogie, wenn nicht sogar aller zehn Leinwandausflüge. Ich mag ihn einfach. The Wrath of Khan hingegen sehe ich ein wenig überbewertet, wohl wissend, dass viele Fans den zweiten Teil sogar oftmals an die Spitze ihres Rankings wählen. Nun ja, der Film funktioniert für mich eben erst so richtig mit den beiden Fortsetzungen.

ST: The Motion Picture ist ein zu Unrecht verkanntes Epos, das, durch seinen großen Erfolg, die nachfolgenden Filme erst ermöglichte. Die Story ist allerdings etwas "flach", zitiert sie doch in weiten Teilen die TOS-Episode 32 The Changeling/Ich heiße Nomad. Der Streifen läuft bei mir irgendwie "aus der Konkurrenz". Er ist ein visuelles Meisterwerk, mit einem grandiosen Soundtrack. Es fällt mir immer sehr schwer, den Film in ein Ranking zu pressen.

ST V stellt den schwächsten Teil der TOS-Kinofilme dar, wenngleich er gut beginnt und ebenfalls sehr stimmig endet (Triumvirat-Szenen). Auch hat er den vielleicht ambitioniertesten Plot der gesamten Reihe. The Final Frontier reiht sich, trotz aller Kritik, harmonisch in die Original-Filme ein - letztendlich markiert er auch nur das Schlusslicht, weil die restlichen Teile so überragend sind.

ST VI bildet einen harmonischen und nostalgischen Schlussakt. Die TOS-Crew rettet noch einmal das Universum und verabschiedet sich in Würde, wobei jeder Darsteller mindestens eine schöne Szene erhält. Gleichzeitig schlägt der sechste Teil auf gelungene Art und Weise die Brücke zur nächsten Generation. Ich bin froh, dass der Original-Cast noch einmal die Chance bekam, so groß aufzutrumpfen.

Avery Brooks Stimme ist im Original auch absolut umwerfend. Ich würde auch soweit gehen zu sagen, dass ich DS9 für die stärkere ST-Serie halte, wenn man das Gesamte sieht. Vielleicht hat TNG ein paar mehr wirklich denkwürdige Folgen, aber auf gesamte Distanz hin gesehen ist DS9 für mich einfach beeindruckender und durchdachter. Ein unterschätztes Juwel, geradezu!


Ich schwanke immer zwischen TNG und DS9, wenn es darum geht, eine Entscheidung herbeizuführen, welche Serie denn nun "die Beste" sei. TNG ist ein wenig "glatter" und "sauberer". Man merkt eben, dass die Serie noch zu Roddenberrys Lebzeiten entstand. Von der moralischen Seite her gesehen, ist TNG überlegen. Es existieren sehr viele Folgen, in denen das deutlich wird. Viele davon gehören mit zum Besten, was das ST-Franchise hervorgebracht hat. Auf der anderen Seite funktioniert DS9 gerade deswegen so gut:

Es ist eine ambivalente Serie, die von den inneren Konflikten der einzelnen Charaktere lebt. Diese sind in der Tat wesentlich besser besetzt, als zu TNG-Zeiten. Schauspielerisch liegen da schon Welten zwischen. Zudem gefällt mir die Langfristigkeit, mit der die Serie angelegt wurde. Der rote Faden zieht sich wesentlich sichtbarer durch alle sieben Staffeln, als es noch bei Picard und Co. der Fall war. Das sorgt für eine unerreichte Dramaturgie. In jedem Fall hatte ich nie den Eindruck, DS9 sei "ein unterschätztes Juwel". Etwas weniger "Kriegsepisoden" hätten der Serie dennoch nicht geschadet. Das ändert jedoch nichts daran, dass DS9 ebenfalls mit einer Vielzahl von Episoden zu überzeugen wusste, die, ähnlich wie bei TNG, zur "Crème de la Crème" des Franchise zählen.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Zardoz« (16. Dezember 2013, 13:29)


Ahab

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Montag, 16. Dezember 2013, 14:26

Avery Brooks Stimme ist im Original auch absolut umwerfend. Ich würde auch soweit gehen zu sagen, dass ich DS9 für die stärkere ST-Serie halte, wenn man das Gesamte sieht. Vielleicht hat TNG ein paar mehr wirklich denkwürdige Folgen, aber auf gesamte Distanz hin gesehen ist DS9 für mich einfach beeindruckender und durchdachter. Ein unterschätztes Juwel, geradezu!

Auch hier liegen wir auf einer Wellenlänge! DS9 ist im Star-Trek-Universum meine Lieblingsserie. Schade, dass diese Crew nie eine Chance im Kino bekommen hat. Man muss wohl aber auch sagen, dass sie dafür wohl zu wenig massentauglich gewesen wäre und zu viele Vorkenntnisse vorausgesetzt hätte.
Avery Brooks sah ich im Rahmen des "Captain's Table" im Jahre 2011 in Düsseldorf gemeinsam mit Kate Mulgrew und Patrick Stewart live auf der Bühne. Brooks hatte eine sehr spezielle Art, die vielen nicht zusagte - mir jedoch schon. Er wirkte nachdenklich, ein wenig exzentrisch und sehr philosophisch. Viele erwarteten wohl reine Unterhaltung, die er so nicht ablieferte. Sehr freundlich und herzlich war hingegen sein Umgang mit den Fans. Er nahm sich Zeit für persönliche Gespräche und ließ sich nicht von den Verantwortlichen drängeln, die ihn dazu ermahnten, Fotoshootings und Autogrammstunden schneller abzuhandeln. Zu mir sagte er beim Fotoshooting: "I don't care what they say, you know? I don't care!"
Ich kann ihn förmlich hören! :D

Interessant finde ich ja, wie gering Roddenberrys Einfluss auf die Filme war. Also ab dem zweiten. Bin da vor einiger Zeit mal auf folgende Seite gestoßen, die sich sehr ausführlich mit den ersten sieben Filmen beschäftigt. Außerdem ist das auch ein ganz guter Episoden-Guide.

http://www.startrek-index.de/tv/tms/index.html

Eine absolute Meinung ob DS9 oder TNG besser sind, muss man übrigens auch gar nicht haben. Ich kann mir vorstellen, dass sich das bei mir auch mal wieder in Richtung TNG hin entwickelt. Die Serien sind einfach beide auf ihre Art sehr stark. Um so bedauerlicher, dass es (für mich persönlich) Voyager und Enterprise nicht mal ansatzweise in diese Liga schaffen. Um denen nochmal eine Chance zu geben, müsste ich wider erwarten schon mal verdammt viel Freizeit zur Verfügung haben. Da sehe ich mir lieber nochmal TOS, TNG oder DS9 komplett an. Schade eigentlich, und eigentlich auch ein bisschen engstirnig von mir. :/

Mit 'unterschätztem Juwel' meine ich bei DS9 eigentlich, dass ich mir gut vorstellen könnte, dass diese Serie heutzutage durchaus eine breitere Masse ansprechen könnte, als dies damals in den 90ern der Fall war. Die Freundin eines Freundes von mir, die zwar durchaus mal Sci-Fi schaut, der das aber schnell mal zu viel wird, hat erst neulich mit ihrem Freund die komplette Serie durchgeschaut und war (gerade durch die Charakterzeichnung und die durchaus vorhandenen Soap Elemente) schlichtweg begeistert. Wie gesagt, ohne jetzt besonders von Sci-Fi oder gar Star Trek begeistert zu sein...

Jetzt um die Feiertage herum muss ich auch ST III mal wieder einlegen. Gerade wenn ich deine Zeilen dazu lese, Zardoz. Der hats auch länger nicht mehr geschafft, mich zu motivieren. Das hat sich hiermit geändert!

DrShatterhand

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Montag, 16. Dezember 2013, 14:31

Noch kurz ein paar Sätze zu den TOS-Filmen:

ST II, III und IV bilden für mich eine harmonische Einheit. Die Trilogie steht für Alles, was Star Trek ausmacht und daher favorisiere ich sie als Ganzes. The Search for Spock halte ich hierbei für den unterschätztesten Film dieser Trilogie, wenn nicht sogar aller zehn Leinwandausflüge. Ich mag ihn einfach. The Wrath of Khan hingegen sehe ich ein wenig überbewertet, wohl wissend, dass viele Fans den zweiten Teil sogar oftmals an die Spitze ihres Rankings wählen. Nun ja, der Film funktioniert für mich eben erst so richtig mit den beiden Fortsetzungen.


ST II sticht für mich u. a. dadurch hervor, daß Khan (bzw. Ricardo Montalban) so charismatisch `rüberkommt. Außerdem (das bemerkt man anscheinend gar nicht, wenn man den Film sieht) stehen sich Khan und Kirk nie persönlich gegenüber, was irgendwie zur Atmosphäre oder zum Gewicht des Duells beiträgt. Khans Erbe zieht sich durch den ganzen Rest an ST-Filmen, in denen immer mal versucht wurde, einen Khan-mäßigen Villain ins Spiel zu bringen.

ST III leidet etwas daran, daß er quasi "nur" die Brücke zu ST IV darstellt und somit halt oft ignoriert wird. Verdient hat er´s beileibe nicht. Die Sequenz "Stealing the Enterprise" (James Horner rules!) nehme ich immer gerne als Hintergrundmusik bzw- -soundtrack her. Kruge reicht aber beim besten Willen Khan nicht das Wasser.

ST: The Motion Picture ist ein zu Unrecht verkanntes Epos, das, durch seinen großen Erfolg, die nachfolgenden Filme erst ermöglichte. Die Story ist allerdings etwas "flach", zitiert sie doch in weiten Teilen die TOS-Episode 32 The Changeling/Ich heiße Nomad. Der Streifen läuft bei mir irgendwie "aus der Konkurrenz". Er ist ein visuelles Meisterwerk, mit einem grandiosen Soundtrack. Es fällt mir immer sehr schwer, den Film in ein Ranking zu pressen.


Den kann man wirklich nur außer Konkurrenz betrachten; ich habe den Eindruck, daß der "Director´s Cut", der den ganzen Film noch länger macht als er ohnehin schon ist, ihn aber besser macht. Er verdient aber alles in allem den Spitznamen "The Slow Motion Picture".

ST V stellt den schwächsten Teil der TOS-Kinofilme dar, wenngleich er gut beginnt und ebenfalls sehr stimmig endet (Triumvirat-Szenen). Auch hat er den vielleicht ambitioniertesten Plot der gesamten Reihe. The Final Frontier reiht sich, trotz aller Kritik, harmonisch in die Original-Filme ein - letztendlich markiert er auch nur das Schlusslicht, weil die restlichen Teile so überragend sind.


Er könnte wirklich besser sein, optisch leidet er unter den Sparmaßnahmen bei den Special Effects. Es hieß ja immer, man habe für Sybok Sean Connery gewinnen wollen, was aber nichts geworden ist. Der Name Shakaree soll angeblich darauf verweisen. Im Nachhinein ist die Konzentration auf das Trio Kirk-Spock-McCoy die Stärke des Films.

ST VI bildet einen harmonischen und nostalgischen Schlussakt. Die TOS-Crew rettet noch einmal das Universum und verabschiedet sich in Würde, wobei jeder Darsteller mindestens eine schöne Szene erhält. Gleichzeitig schlägt der sechste Teil auf gelungene Art und Weise die Brücke zur nächsten Generation. Ich bin froh, dass der Original-Cast noch einmal die Chance bekam, so groß aufzutrumpfen.


Dem gibt es nichts hinzuzufügen. :kneel:
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Montag, 16. Dezember 2013, 14:34

Zwischenzeitlich was anderes: In Frankfurt/Main wird vom 21. bis 23. Februar 2014 die Convention "Destination Star Trek" stattfinden. Die entsprechende Webseite gibt nicht viel her, zumindest nicht, wenn man sich dort noch kein Konto angelegt hat.

Ich habe bereits mitbekommen, daß William Shatner und Brent Spiner auf der Gästeliste stehen. Fotos mit ihnen sind nicht sehr billig, Shatner kostet €50, Spiner kommt mit €30 dagegen geradezu preiswert daher.

Weiß jemand näheres über diese Veranstaltung?
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Martin

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Montag, 3. Februar 2014, 01:49

Zum 65. Geburtstag von Brent Spiner habe ich mir mal Nemesis angesehen, zum ersten mal wieder seit dem Kinobesuch vor mehr als zehn Jahren. Damals war ich sehr enttäuscht von dem Jubiläums- und Abschiedsfilm meiner Lieblingscrew. Shinzon wirkte auf mich irgendwie zu plakativ und erinnerte mit seiner Glatze und seinem Kostüm unangenehm an Mike Myers. Mir gefiel auch nicht, dass man quasi aus dem Nichts - einem behaupteten Klon-Experiment der Romulaner irgendwann früher - einen Gegner aus dem Hut zauberte. Die an sich spannenden Romulaner dienen nur als austauschbare Staffage. Dazu kommen ein recht liebloses Produktionsdesign - ich meine, wir haben Zukunft, trotzdem fährt man mit Autos herum und singt auf der Hochzeit mit Mikrofonen, die schon heute klobig aussehen - und eine Inszenierung, der es irgendwie an Schneid fehlt.

Gemessen an diesem schlechten ersten Eimdruck konnte der Film jetzt einige Pluspunkte sammeln. Das Bruder-Thema - Romus und Remulus, Data und B4, Picard und Shinzon - ist auf jeden Fall interessant und bietet einige ganz gute Dialoge zwischen Stewart und Hardy. Die Actionszenen sind von der Idee her gut - der Sprung in das ferngesteuerte Shuttle, der Crash der Schiffe. Die Eingangsszene ist stark. Heute würde ich den Film als solide Unterhaltung bezeichnen. Trotzdem bleibt vor allem im Vergleich zu First Contact irgendwie der Beigeschmack von Zweitklassigkeit. Insurrection hatte sicherlich die schwächere Story, aber hier konnten immerhin die schöne Landschaft und Goldsmiths eingängige Musik ihre Wirkung im Kino entfalten. Die Musik in Nemesis wirkt seltsam blass und TV-konform. Was dem Franchise meiner Meinung nach auch nicht gut tut, ist falsch verstandener Fan-Service. Bei Star Trek scheinen die Produzenten zu glauben, dass jede Anspielung auf Zorn des Khan bei den Fans feuchte Höschen auslöst, egal wie platt sie ist. (ST2 ist in der Beziehung der Goldfinger des Franchise) Der Schurke muss vor Rache schäumen, das Finale in irgendeinem bunten Nebel stattfinden und jemand stirbt den Scheintod. Wie bei Into Darkness wirkt letzteres hier besonders billig, da man die Hintertür-Auferstehung gleich mit eingebaut hat.

Auf jeden Fall gefällt mit Tom Hardys Darstellung heute wesentlich besser. Die Rolle erinnert sogar teilweise etwas an Bane. Gelungen sind auch einige Anspielungen an das Horrorgenre, wie die Eingangsszene, B4s Hand aus dem Boden oder Troys Begegnung mit Shinzon, die etwas von Rosemarys Baby hat. In dem Zusammenhang war auch Troys Finden des Romulanerschiffes per Telepathie gut, quasi ihre Rache. Schade dass man eine gute Szene dieser Nebenhandlung wieder herausgeschnitten hat. Auch die Grundidee, den mit seiner Kinderlosigkeit hadernden Picard mit einem jüngeren Abkömmling zu konfrontieren ist an sich gut.

Logans Drehbuch war sicher das beste der Next Generation nach First Contact und hatte einiges Potential, aber es hapert letztlich an der Regie, finde ich. Ähnlich wie bei DAD. (Stuart Baird hat mich im Making of übrigens stark an Aubergine in AVTAK erinnert :D) Wie von DrMoVe in einem anderen Thread treffend festgestellt, gibt es auch zahlreiche Parallelen zu Skyfall. Beispielsweise kommt der Schurke in seinem ersten Auftritt von oben herab, konfrontiert den Helden mit seinem Alter, wird im Zuge einer Geheimdienstoperation verraten und am Ende erstochen, etc.

Martin

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Sonntag, 29. Juni 2014, 22:12

Roberto Orci, der mit dem nächsten Star-Trek-Film sein Regiedebüt geben wird, hat sich zur Ausrichtung des dritten Rebootstreifens geäußert: "In diesem Film werden sie näher als bisher an den Charakteren der Originalserie sein. Sie haben sich auf ihre fünfjährige Mission begeben. Deren neues Abenteuer wird also in den Tiefen des Weltraums sein." Ich hoffe, dass Orci nach Jar Jar Abrams eher schwachen STID wieder ein paar der alten Fans zurückerobern kann. Der Film soll 2016 zum 50. Jubiiläum von ST rauskommen.

Ab 1. Juli strahlt Tele 5 übrigens "Star Trek - Das nächste Jahrhundert" in remastertem HD aus.

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Montag, 3. November 2014, 21:35

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Scarpine

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Samstag, 6. Dezember 2014, 11:52

"Enjoying our little party, Monsieur... Saint John Smythe?"

Dr. moVe

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Montag, 2. November 2015, 20:25

Neue "Star Trek"-Serie startet 2017 ! :party:

Quellen: Star Trek.Com & Trekzone Network

CBS hat heute offiziell angekündigt, dass im Januar 2017 eine neue "Star Trek"-Serie starten wird.
Die Premiere, ein "Special Preview Broadcast", wird im CBS Television Network ausgestrahlt, alle weiteren Folgen im kostenpflichtigen Angebot von CBS All Access.
Die Serie werde "neue Charaktere" einführen, die sich auf die Suche "nach fantastischen neuen Welten und neuen Zivilisationen" machen würden.
Ausführender Produzent wird Alex Kurtzman sein, Co-Autor und Produzent der neuen Trek-Filme von J.J. Abrams.
Weiterer ausführender Produzent ist Heather Kadin, der bereits mit Kurtzman an den Serien "Scorpion", "Limitless" und "Sleepy Hollow" gearbeitet hat.
Das noch titellose Spin-off wird von CBS Television Studios in Zusammenarbeit mit Kurtzmans "Secret Hideout" produziert.

Auch Spiegel Online meldet die erfreuliche Nachricht die unzählige Trekkies und Trekker seit vielen Jahren herbeisehnten.