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Scarpine

Verschlagener Korse

  • »Scarpine« ist männlich
  • »Scarpine« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 469

Registrierungsdatum: 25. Mai 2013

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161

Freitag, 13. Januar 2017, 14:46

Ich sehe den Fall Tarkin ansich ähnlich wie Mister Bond eher weniger dramatisch. [...] Schauspielerei ist auch Spiel. Illusion gehört beim Film dazu.

So dramatisch ist es natürlich nicht; das stimmt. Trotzdem muss ich so etwas auch nicht toll finden. Natürlich ist Schauspielerei Spiel und Film Illusion, aber richtig gutes Schauspiel packt einen, berührt einen und reißt einen bestenfalls mit. Schauspiel kann tausendmal mehr Emotionen beim Publikum hervorrufen als noch so tolle digitale Effekte. Und da sehe ich das Problem. Dieses Digital-Hybride hat etwas enorm künstliches und seelenloses und ist damit Dimensionen von dem darstellenden "künstlichen" Spiel eines Menschen entfernt. Vielleicht ist das bei mir auch ein persönliches Ding. Ich konnte auch mit dieser Motion Capture-Technik (Lord of the Rings, Avatar) nie besonders viel anfangen. Aber das ist auch eine andere Baustelle und hat in diesen Fällen durchaus seine Berechtigung. Auch die digitalen Verjüngungskuren der letzte Jahre finde ich fürchterlich, beispielsweise Jeff Bridges in Tron: Legacy (wobei das bei der Künstlichkeit des Themas jetzt sogar nicht so störte).

Es gibt ja auch angeblich schon Überlegungen in die Jahre gekommene Stars wie Harrison Ford und Bruce Willis in ihren Paraderollen Indiana Jones und John McClane für ihre zukünftigen Abenteuer (potenziell verschiedene Zeitstufen der Handlung) an den digitalen Jungbrunnen zu führen (och, nö...). Aber auch die junge CGI-Leia in Rogue One sah schrecklich aus; fast wie eine asiatische Porzellanpuppe. Da war wirklich nichts von dem jungen, unverbraucht-frischen Wesen der 1977-Leia zu sehen. Bei Tarkin war es jetzt nicht so schlimm und schon besser gelöst, aber die Idee an sich gefällt mir persönlich trotzdem nicht.* Manche Schauspieler sind einfach nicht mehr jung und manche sind eben schon verstorben. Ich verstehe nicht, wieso man das seitens Hollywood nicht akzeptieren kann oder will. Irgendwie passt das ja doch zum Thema: Man hängt am Atem der Vergangenheit, anstatt jungen und frischen Schauspielern mit neuen Figuren, Geschichten und Formaten eine Chance zur Etablierung zu geben.

* Auch wenn es den Gesamteindruck des Films nicht stört oder gar schmälert; da muss ich euch zustimmen.

Die auch in diesem Forum schon angeschnittenen Probleme des Mainstream-Kinos liegen meiner Meinung nach ganz woanders [...]. Man dreht sich, was die Geschichten und Charaktere angeht seit einigen Jahren schon in einem spürbar enger werdenden Kreis. Es kommen wenig wirklich frische Ideen ins Kino denen (finanziell) auch etwas zugetraut wird. Es wird auf Ikonen und längst etablierte und toterzählte Reihen gebaut.

Ja, die Filmindustrie ist da in einer Spirale gefangen, aus der sie nicht mehr herauszukommen scheint. Ein bisschen muss man wohl auch dem Publikum die Schuld geben, denn der enorme Erfolg beweist ja, dass die Zuschauer Franchise und etablierte Marken im Kino sehen wollen. Wie sonst könnte man sich erklären, dass Franchise-Auskopplungen wie die eher mäßige Hobbit-Trilogie oder die biedere, nun gestarte fünfteilige (gähn…) Tierwesen-Reihe (nach Harry Potter) weltweit Milliarden einspielen? Ich habe beobachtet, dass die Menschen nur noch für die großen Event-Filme ins Kino gehen, weil man durch das Home-Kino und die digitalen Medien übersättigt ist und hochkarätige Fernseh- und Streaming-Serien dem Kino erzählerisch langsam aber sicher den Rang abgelaufen haben. Da rettet sich das Kino Hollywoods in 200 bis 300 Millionen-Spektakel nach everybodys darling Stoffen und Vorlagen. Das Einzige, was das Fernsehen zumindest budgettechnisch noch nicht leisten kann. Auf die Idee, wieder mehr auf erzählerische Klasse zu setzen, kommt scheinbar niemand. Wie im Kinojahr-Thread schon erwähnt, sind die 20-50 Millionen-Filme (Schnittstelle zwischen purem Blockbuster und purem Arthouse-Kino) mittlerweile kaum noch vertreten. Stattdessen stampft man ein Cinematic Comic- oder Bookverse nach dem anderen aus dem Boden. Leider scheint aber ein Großteil der Zuschauer genau das zu wollen…

P.S.: Die Diskussion wird jetzt arg off-topic; ich weiß. ^^
"Enjoying our little party, Monsieur... Saint John Smythe?"

Mister Bond

Felix Leiter

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162

Sonntag, 15. Januar 2017, 12:10

Ich kann mich nur wiederholen, du siehst das viel zu dramatisch. Die junge Leia war ja auch nur kurz im Bild.
Ps.: der junge Michael Douglas fand ich in Ant-MAn sogar perfekt.

Da gibt es andere Probleme: endlich wieder packende Drehbücher im Blockbuster Segment. Klar, paar Ausnahmen gibt es, aber im Bereich der Comic-Superhelden ist man längst im 08/15 angekommen, dennoch kommen demnächst weitere "Superhelden" auf die Leinwand, die die Welt nicht wirklich braucht.
Symptomatisch, dass beim Amazon Prime Contest aus drei Pilotfolgen, anhand der Stimmen und Bewertungen nur den Sieger eine ganze Staffel zu spendieren, wieder einmal ein "Superheld", wenn auch Parodie, gewinnt. USA sei dank (dort führt diese Serie "The Tick" mit Abstand, anders als in Europa). Leidtragende sind der superironische Jean-Claude Van Johnson mit Jean-Claude Van Damme und I Love Dick! mit einem klasse Kevin Bacon.

Aber wieder kurz on-topic: "Rogue One" fand ich im Gesamtpaket einfach klasse. Für mich sind das wichtigste in Filmen, die Dramaturgie, egal ob Drama, Thriller, Action oder Komödie. Und ich gehöre auch zu denen, die mit fast allen Charakteren zufrieden waren. Außer Jyn und Krennic, eben auch Cassian Andor, den Droiden, Galen Erso, Donnie Yens Figur und Vader UND Tarkin. Ich erkannte zwar auch Tarkins Künstlichkeit, finde dennoch, dass es sehr gut umgesetzt wurde.
Ich wette, dass es genügend Leute gab, die Peter Cushing gar nicht mehr kennen und sich auch von der Technik haben blenden lassen.

JamesBond

The Man before the GunBarrel

  • »JamesBond« ist männlich

Beiträge: 577

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163

Donnerstag, 26. Januar 2017, 20:04


Pille

Wibbly wobbly timey wimey... stuff

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164

Sonntag, 29. Januar 2017, 18:32

Um dies hier aus dem Jahresrückblick 2016 aufzugreifen:

Zitat von »Mister Bond«

Also weshalb Jyn Erso für dich ein unsympathischer Charakter ist, solltest du mal im Star Wars Thread erläutern. Da bin ich gespannt.

Ich habe mir jetzt tatsächlich lange Gedanken darüber gemacht, wie ich die Frage zufriedenstellend beantworten könnte. Leider gibt es keine rationale Erklärung dafür. Kennst du das Gefühl, wenn du bei der ersten Begegnung schon weißt, daß du mit einer Person nicht ums Verrecken warm werden wirst? So ähnlich ist das hier. Ich hatte sie mit Katniss aus den "Tribute von Panem"-Büchern verglichen. Ich rede absichtlich von den Büchern, in den Filmen geht's. Eine saumäßig unsympathische Person, um die es mir nicht schade gewesen wäre, wenn sie hops gegangen wäre. Muuh, alles geht mir am Arsch vorbei, ja, alles ist furchtbar, mir aber egal, auch wenn Leute sterben, ist zwar schlimm, lässt mich aber nach zwei Krokodilstränen aber total kalt und daß du mich liebst, ist mir auch wurscht, das hab ich nur für die Show getan und das sag ich dir jetzt einfach so ins Gesicht, auch wenn es dich zutiefst verletzt, bäh.
Zugegeben, Jyn ist dann doch deutlich glaubwürdiger, was ihre Emotionen angeht. Sie hat immerhin welche. Trotzdem geht mir ihre Kaltschnäuzigkeit ein bisschen auf den Keks. Nur wenn's um Daddy geht, taut sie mal auf. Um K2-SO und Chirrut Imwe war es mir zum Schluss schade und auch Baze Malbus und der Pilot hatten mich etwas getroffen. Der Tod von Jyn und Cassian war mir dagegen relativ egal. Wahrscheinlich muss ich den Film noch mal sehen, um es - auch für mich - gescheit erklären zu können. Jedenfalls liegt sogar Krennic auf meiner Smypathieskala weiter vorne.
Keine Mätzchen mehr, jetzt wird gespielt!


ollistone

Consigliere

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165

Mittwoch, 13. September 2017, 10:24

J.J. Abrams übernimmt nun auch Episode IX, Colin Trevorrow ist raus. Halte ich für eine gute Nachricht, auch wenn wir nun ein halbes Jahr länger warten müssen.

KLICK!