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Scarpine

Verschlagener Korse

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Freitag, 13. Januar 2017, 14:46

Ich sehe den Fall Tarkin ansich ähnlich wie Mister Bond eher weniger dramatisch. [...] Schauspielerei ist auch Spiel. Illusion gehört beim Film dazu.

So dramatisch ist es natürlich nicht; das stimmt. Trotzdem muss ich so etwas auch nicht toll finden. Natürlich ist Schauspielerei Spiel und Film Illusion, aber richtig gutes Schauspiel packt einen, berührt einen und reißt einen bestenfalls mit. Schauspiel kann tausendmal mehr Emotionen beim Publikum hervorrufen als noch so tolle digitale Effekte. Und da sehe ich das Problem. Dieses Digital-Hybride hat etwas enorm künstliches und seelenloses und ist damit Dimensionen von dem darstellenden "künstlichen" Spiel eines Menschen entfernt. Vielleicht ist das bei mir auch ein persönliches Ding. Ich konnte auch mit dieser Motion Capture-Technik (Lord of the Rings, Avatar) nie besonders viel anfangen. Aber das ist auch eine andere Baustelle und hat in diesen Fällen durchaus seine Berechtigung. Auch die digitalen Verjüngungskuren der letzte Jahre finde ich fürchterlich, beispielsweise Jeff Bridges in Tron: Legacy (wobei das bei der Künstlichkeit des Themas jetzt sogar nicht so störte).

Es gibt ja auch angeblich schon Überlegungen in die Jahre gekommene Stars wie Harrison Ford und Bruce Willis in ihren Paraderollen Indiana Jones und John McClane für ihre zukünftigen Abenteuer (potenziell verschiedene Zeitstufen der Handlung) an den digitalen Jungbrunnen zu führen (och, nö...). Aber auch die junge CGI-Leia in Rogue One sah schrecklich aus; fast wie eine asiatische Porzellanpuppe. Da war wirklich nichts von dem jungen, unverbraucht-frischen Wesen der 1977-Leia zu sehen. Bei Tarkin war es jetzt nicht so schlimm und schon besser gelöst, aber die Idee an sich gefällt mir persönlich trotzdem nicht.* Manche Schauspieler sind einfach nicht mehr jung und manche sind eben schon verstorben. Ich verstehe nicht, wieso man das seitens Hollywood nicht akzeptieren kann oder will. Irgendwie passt das ja doch zum Thema: Man hängt am Atem der Vergangenheit, anstatt jungen und frischen Schauspielern mit neuen Figuren, Geschichten und Formaten eine Chance zur Etablierung zu geben.

* Auch wenn es den Gesamteindruck des Films nicht stört oder gar schmälert; da muss ich euch zustimmen.

Die auch in diesem Forum schon angeschnittenen Probleme des Mainstream-Kinos liegen meiner Meinung nach ganz woanders [...]. Man dreht sich, was die Geschichten und Charaktere angeht seit einigen Jahren schon in einem spürbar enger werdenden Kreis. Es kommen wenig wirklich frische Ideen ins Kino denen (finanziell) auch etwas zugetraut wird. Es wird auf Ikonen und längst etablierte und toterzählte Reihen gebaut.

Ja, die Filmindustrie ist da in einer Spirale gefangen, aus der sie nicht mehr herauszukommen scheint. Ein bisschen muss man wohl auch dem Publikum die Schuld geben, denn der enorme Erfolg beweist ja, dass die Zuschauer Franchise und etablierte Marken im Kino sehen wollen. Wie sonst könnte man sich erklären, dass Franchise-Auskopplungen wie die eher mäßige Hobbit-Trilogie oder die biedere, nun gestarte fünfteilige (gähn…) Tierwesen-Reihe (nach Harry Potter) weltweit Milliarden einspielen? Ich habe beobachtet, dass die Menschen nur noch für die großen Event-Filme ins Kino gehen, weil man durch das Home-Kino und die digitalen Medien übersättigt ist und hochkarätige Fernseh- und Streaming-Serien dem Kino erzählerisch langsam aber sicher den Rang abgelaufen haben. Da rettet sich das Kino Hollywoods in 200 bis 300 Millionen-Spektakel nach everybodys darling Stoffen und Vorlagen. Das Einzige, was das Fernsehen zumindest budgettechnisch noch nicht leisten kann. Auf die Idee, wieder mehr auf erzählerische Klasse zu setzen, kommt scheinbar niemand. Wie im Kinojahr-Thread schon erwähnt, sind die 20-50 Millionen-Filme (Schnittstelle zwischen purem Blockbuster und purem Arthouse-Kino) mittlerweile kaum noch vertreten. Stattdessen stampft man ein Cinematic Comic- oder Bookverse nach dem anderen aus dem Boden. Leider scheint aber ein Großteil der Zuschauer genau das zu wollen…

P.S.: Die Diskussion wird jetzt arg off-topic; ich weiß. ^^
"Enjoying our little party, Monsieur... Saint John Smythe?"

Mister Bond

Felix Leiter

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Sonntag, 15. Januar 2017, 12:10

Ich kann mich nur wiederholen, du siehst das viel zu dramatisch. Die junge Leia war ja auch nur kurz im Bild.
Ps.: der junge Michael Douglas fand ich in Ant-MAn sogar perfekt.

Da gibt es andere Probleme: endlich wieder packende Drehbücher im Blockbuster Segment. Klar, paar Ausnahmen gibt es, aber im Bereich der Comic-Superhelden ist man längst im 08/15 angekommen, dennoch kommen demnächst weitere "Superhelden" auf die Leinwand, die die Welt nicht wirklich braucht.
Symptomatisch, dass beim Amazon Prime Contest aus drei Pilotfolgen, anhand der Stimmen und Bewertungen nur den Sieger eine ganze Staffel zu spendieren, wieder einmal ein "Superheld", wenn auch Parodie, gewinnt. USA sei dank (dort führt diese Serie "The Tick" mit Abstand, anders als in Europa). Leidtragende sind der superironische Jean-Claude Van Johnson mit Jean-Claude Van Damme und I Love Dick! mit einem klasse Kevin Bacon.

Aber wieder kurz on-topic: "Rogue One" fand ich im Gesamtpaket einfach klasse. Für mich sind das wichtigste in Filmen, die Dramaturgie, egal ob Drama, Thriller, Action oder Komödie. Und ich gehöre auch zu denen, die mit fast allen Charakteren zufrieden waren. Außer Jyn und Krennic, eben auch Cassian Andor, den Droiden, Galen Erso, Donnie Yens Figur und Vader UND Tarkin. Ich erkannte zwar auch Tarkins Künstlichkeit, finde dennoch, dass es sehr gut umgesetzt wurde.
Ich wette, dass es genügend Leute gab, die Peter Cushing gar nicht mehr kennen und sich auch von der Technik haben blenden lassen.

JamesBond

The Man before the GunBarrel

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Donnerstag, 26. Januar 2017, 20:04


Pille

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Sonntag, 29. Januar 2017, 18:32

Um dies hier aus dem Jahresrückblick 2016 aufzugreifen:

Zitat von »Mister Bond«

Also weshalb Jyn Erso für dich ein unsympathischer Charakter ist, solltest du mal im Star Wars Thread erläutern. Da bin ich gespannt.

Ich habe mir jetzt tatsächlich lange Gedanken darüber gemacht, wie ich die Frage zufriedenstellend beantworten könnte. Leider gibt es keine rationale Erklärung dafür. Kennst du das Gefühl, wenn du bei der ersten Begegnung schon weißt, daß du mit einer Person nicht ums Verrecken warm werden wirst? So ähnlich ist das hier. Ich hatte sie mit Katniss aus den "Tribute von Panem"-Büchern verglichen. Ich rede absichtlich von den Büchern, in den Filmen geht's. Eine saumäßig unsympathische Person, um die es mir nicht schade gewesen wäre, wenn sie hops gegangen wäre. Muuh, alles geht mir am Arsch vorbei, ja, alles ist furchtbar, mir aber egal, auch wenn Leute sterben, ist zwar schlimm, lässt mich aber nach zwei Krokodilstränen aber total kalt und daß du mich liebst, ist mir auch wurscht, das hab ich nur für die Show getan und das sag ich dir jetzt einfach so ins Gesicht, auch wenn es dich zutiefst verletzt, bäh.
Zugegeben, Jyn ist dann doch deutlich glaubwürdiger, was ihre Emotionen angeht. Sie hat immerhin welche. Trotzdem geht mir ihre Kaltschnäuzigkeit ein bisschen auf den Keks. Nur wenn's um Daddy geht, taut sie mal auf. Um K2-SO und Chirrut Imwe war es mir zum Schluss schade und auch Baze Malbus und der Pilot hatten mich etwas getroffen. Der Tod von Jyn und Cassian war mir dagegen relativ egal. Wahrscheinlich muss ich den Film noch mal sehen, um es - auch für mich - gescheit erklären zu können. Jedenfalls liegt sogar Krennic auf meiner Smypathieskala weiter vorne.
Keine Mätzchen mehr, jetzt wird gespielt!


ollistone

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Mittwoch, 13. September 2017, 10:24

J.J. Abrams übernimmt nun auch Episode IX, Colin Trevorrow ist raus. Halte ich für eine gute Nachricht, auch wenn wir nun ein halbes Jahr länger warten müssen.

KLICK!

JamesBond

The Man before the GunBarrel

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Dienstag, 12. Dezember 2017, 14:53

viel spaß bei SW :)

ollistone

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167

Donnerstag, 14. Dezember 2017, 10:05

viel spaß bei SW :)


Ich habe meine Kinokarte schon seit dem 3. November. *freu*

Allerdings erst am Samstag. Zoo Palast 1, 3D Atmos.

:box:

Mister Bond

Felix Leiter

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Freitag, 15. Dezember 2017, 00:06

Bin am Samstag im Kino...Vormittag! 11:30 Uhr :D Im Kleinstadt-Kino, welches vor einem Jahr aufwendig modernisiert wurde und passend zu "Rogue One" eröffnet wurde, gibt es in der hintersten Reihe bewegliche Sitze, mit 3D schon ganz nett und wenn nicht für Star Wars, für was dann? Ansonsten kann ich auf so ein Schnickschnack verzichten, aber bei "Rogue One" passte es.
Da die meisten Sitze dieser Art schon bis Ende nächster Woche belegt waren, diese frühe Uhrzeit.
Nach Weihnachten werde ich mir den Film auf jeden Fall, mit anderen Leuten, nochmal angucken. Dann im Multiplex, aber ohne Schnickschnack.
Star Wars ist für mich wie Bond, Indiana Jones...ein Muss.
Heute auch mit dem Auto von der Arbeit nachhause, plötzlich ertönte im Radio "Imperial March" in seiner vollen Pracht. Einfach Gänsehaut Moment, Radio stark aufgedreht, da habe ich mich schon etwas erhaben, wie in einem Raumschiff gefühlt 8)

ollistone

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Samstag, 16. Dezember 2017, 23:34

ACHTUNG SPOILER

Ich finde "The Last Jedi" einfach großartig. Hat mich fast noch mehr überzeugt als "Das Erwachen der Macht". Ich kann auf die Schnelle gar nicht aufzählen, was der Film alles richtig macht und wie wenig falsch; mich verwundert nur, wie durchwachsen er bei den Fans ankommt. Dafür gibt es eigentlich wenig Grund. The one and only Luke Skywalker trägt den Film auf seine eigene Weise, endlich ist sie wieder da, diese unnachahmlich spirituell-mystisch-mysteriöse Stimmung, und wenn dann auch noch Yoda erscheint, mag man fast heulen vor Glück. Oder am Ende tiefe Trauer tragen.

Keylo Ren hat enorm dazu gewonnen und in Rey eine überraschend ebenbürtige Gegenspielerin. Poe mehr Raum zu geben war eine richtige Entscheidung, Nur mit Finn wussten sie offenbar nicht viel anzufangen, der muss sich damit begnügen, eine weitgehend überflüssige Nebenhandlung zu bestreiten - einer der wenigen Schwachpunkte des Films. Der andere: Leia schwebt durchs All. Hm. Und: Wenn man dem "Erwachen der Macht" vorwerfen mag, zu sehr auf Remake zu machen, kann man diesen Vorwurf "The Last Jedi" natürlich auch machen. Die Eröffnungssequenz ähnelt Episode V, die Ausbildung Reys bei Luke erinnert natürlich an Lukes Ausbildung bei Yoda, und die Konstellation Snoke / Rey / Keylo Ren ist kaum unterscheidbar von Imperator / Luke / Vader und teilweise wortgleich.

Dennoch geht Episode VIII eigene Wege, ist visuell natürlich absolut überwältigend, hat überraschend viel Humor, ist vertraut und dennoch innovativ. Es prickelt wieder! Ein mächtiger, gewaltiger Film, der noch ein paar Tage sacken muss, bevor ich mehr dazu schreiben kann.

Es wird spannend, wie sich Episode IX schlagen wird, da das alte Stammpersonal nun doch weitgehend eliminiert ist.

Mister Bond

Felix Leiter

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Sonntag, 17. Dezember 2017, 12:57

Sehe ich ähnlich, nur dass The Last Jedi dann eben doch alles anders macht als "Das Imperium schlägt zurück" und "Dei Rückkehr der Jedi-Ritter", gerade in der Dreiecks Konstellation Luke/Vader/Imperator und nun Rey/Kylo Ren/Snoke....oder warst du NICHT überrascht? Auf jeden Fall scheint Kylo Ren einen ganz anderen Weg einzuschlagen als Darth Vader....in jeglicher Hinsicht.
Bei Finn hatte ich aber schon in TFA ein wenig das Gefühl, dass er lediglich ein Quotenschwarzer ist. Sorry für diese Ausdrucksweise. Da ich Oscar Isaac für einen guten Schauspieler halte, begrüßte ich die größere Rolle Poe Damerons.
ABER: einiges ist immer noch unklar. Wer ist Snoke nun? Woher kommt er? Und sollen die Eltern von Rey tatsächlich unwichtige Menschen sein? Woher hat Sie die Kräfte, die eigentlich nur von der Blutlinie Skywalkers würdig ist?

ollistone

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Sonntag, 17. Dezember 2017, 22:29

gerade in der Dreiecks Konstellation Luke/Vader/Imperator und nun Rey/Kylo Ren/Snoke....oder warst du NICHT überrascht?


Doch, war ich, wie ich so oft überrascht war in diesem Film. Aber die Parallele ist schon da: Vader tötet den Imperator, um Luke zu retten, Keylo Ren tötet Snoke, um Rey zu retten. Was danach kommt, war natürlich so nicht absehbar. Dramaturgisch ganz groß gelöst.

Vielleicht bedauerlich, dass Snoke so einen frühen und unerwarteten Abgang hat, das hätte ich erst in Episode IX erwartet. Wer er ist, woher er kommt - werden wir wohl nie erfahren. Schade. Andererseits gibt es Keylo Ren den Raum, aus Snokes Schatten zu treten und mehr zu sein als nur das "Kind mit einem Helm", das er in Episode VII war.

Bei Finn hatte ich aber schon in TFA ein wenig das Gefühl, dass er lediglich ein Quotenschwarzer ist.


Ja und nein. Für einen Quotenschwarzen war seine Rolle eigentlich zu groß. Ich fand ihn da auch nicht schlecht, aber dass er jetzt deutlich weniger Screentime hat, habe ich auch nicht bedauert, ohne wirklich sagen zu können, warum. Poe passt einfach besser zu der neuen Linie, die auch "Rogue One" verfolgt. Weniger glatt, etwas kantiger, dreckiger. Das fehlt einem Finn, der vielleicht zu sehr den Disney-Markenkern bedienen sollte.

Und sollen die Eltern von Rey tatsächlich unwichtige Menschen sein? Woher hat Sie die Kräfte, die eigentlich nur von der Blutlinie Skywalkers würdig ist?


Das frage ich mich auch. Nach Episode VII gingen meine Spekulationen eher in Richtung "Luke's heimliche Tochter" oder so was.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »ollistone« (18. Dezember 2017, 13:55)


Martin

Brosnans Last Line of Defense

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Freitag, 29. Dezember 2017, 01:35

So, nun hab ich ihn auch mal gesehen, obwohl ich eigentlich kein Geld mehr für Disney ausgeben wollte. Für mich ist das mittlerweile das Monsanto der Filmindustrie.

Der Gesamteindruck ist gut bis sehr gut. Lockere, gut gemachte Unterhaltung. Der Humor ist manchmal wohl etwas schenkelklopferig (Stichwort Bügeleisen), aber sowas schreckt einen Bondfan ja nicht ab. Und es ist zum Glück nicht dieser penetrante Insider-Humor wie in den Marvel-Filmen, der einem als Nichtfan mittlerweile nur noch auf die Nerven geht. Die Knuddelaliens hatten die richtige Balance zwischen niedlich-putzig und glaubwürdig.

Auch in Bezug auf Charaktere und Entwicklungen wirkte auf mich alles glaubwürdig und rund. Laura Dern und Benicio Del Torro sind tolle Neuzugänge. Harrison Ford hinterlässt dagegen eine Lücke, die mir im Film mehrmals bewusst wurde. Im Endeffekt gab es eigentlich nichts, was mir besonders unangenehm oder negativ aufgefallen ist.

Was ich allerdings grundsätzlich etwas schade finde ist, dass man sich nicht wirklich von der Ikonographie der Ur-Trilogie lösen kann. Es ist auf jeden Fall weniger offensichtlich als in TFA, aber es gibt trotzdem immer wieder die ähnlichen Bilder. Sicherlich ist SW immer auch ein bisschen "Schrott Fiction", aber es spielt ja nun doch ungefähr ein halbes Jahrhundert später. Warum sehen die AT-ATs noch genauso aus und bewegen sich genauso, ebenso wie Zerstörer, X-Wings, T-Fighter, etc.? Wenn man sieht, wie sich alleine das Design von Autos in der Realität in zehn Jahren ändert, finde ich das doch etwas mutlos. So seltsam und verschenkt Lucas' Prequel-Trilogie auch ist, ich hatte da viel mehr das Gefühl, dass er sich in Bezug auf Designs doch von den alten Bildern lösen und etwas Neues schaffen wollte. Wenn es Abrams gelungen wäre, das fortzuführen UND das alte Feeling zu erzeugen, dann hätte ich wirklich Respekt vor ihm.

Mir ist auch mal wieder aufgefallen, wie clever SW eigentlich verschiedene Weltbilder verbindet. Die ganze "f*ck the system"-Attitüde mit viel Widerstands- und Rebellenpathos ist eher progressiv (auch wenn ich das mitterweile etwas aufgesetzt finde, seit bei Disney Onkel Dagobert auf dem Thron sitzt). Während die Handlungsstränge um die Macht dagegen ziemlich konservativ sind. Es stellt Religion als eine positive Kraft dar, und es gibt im Prinzip eine Art Macht-Adel, ein mythisches Gegenstück zum blauen Blut. Vielleicht liegt in dieser Vielfalt im Vergleich mit Star Trek ein Erfolgsgeheimnis. Letzteres ist in vielen Aspekten eher anti-konservativ (auch wenn das bei TOS noch nicht so sehr der Fall war, und meiner Meinung nach auch nicht so allumfassend ist wie es viele Fans denken.)

Spoiler Spoiler

Stichwort Reys Eltern: Die Szene mit den vielen Spiegelbildern empfand ich als einen Hinweis darauf, dass sie ein Klon sein könnte. Vielleicht geklont aus Lukes Blut oder sowas?

Mister Bond

Felix Leiter

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Montag, 1. Januar 2018, 16:15

Ich habe mir letzte Woche den neuen Film nochmal im Kino angeschaut. Dieses mal aber kein 3D.
Fand viele Entscheidungen schlüssiger. Auch Snokes Tod und wie es dazu kam. Snoke sagt er kann vorhersehen was in Kylo Ren vor sich geht und wie eben Kylo seinen Schwert richtet um zu töten...nur glaubte er, dass es eben um Kylos Schwert handelt, welcher auf Rey gerichtet war --> Irrtum :)
Und so emanzipierte sich Kylos Figur. Ich war aber schon bei "Das Erwachen der Macht" von Adam Driver überzeugt und finde es sogar folgerichtig, dass er in den Credits vor Daisy Ridley genannt wird!
Einzige kleine Schwäche bleibt weiterhin der Handlungsstrang von Finn & Rose, vor allem auf dem Casino Planeten und mit diesen komischen Reitviechern. Später auf dem Schiff der Ersten Ordnung, kurz bevor Sie auf Captain Phasma treffen, steigt die Spannung aber wieder.

Momentan würde ich den Film 8/10 geben. Zum Vergleich, "Das Erwachen der Macht" 9/10 und meine beiden Top-Favoriten "Das Imperium schlägt zurück" und "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" 10/10.