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Mister Bond

Felix Leiter

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121

Mittwoch, 15. Januar 2014, 23:10

Gerade die Punkte über die jetzt gemäkelt werden, sehe ich als große Stärke von SF an und endlich entdeckt man wieder die Filmwurzeln von James Bond.
Zu Bond gehört Humor, das Zurechtrücken von Krawatte oder Manschettenknopf.
Bonds Darstellung in QoS ist für mich beispielsweise ein absolutes No-Go, nicht umsonst heißt es da: hätte auch ein McClane oder Jack Bauer sein können.
Ich bin mir auch zu hundert Prozent sicher, dass die neuartige kritische Einstellung zu SF lediglich hier breit angelegt ist.
Mendes hätte sonst bestimmt nicht noch einmal Regie führen dürfen.
Außerdem ist SF alles andere als albern.

Don-Corleone

009 - Killed in East Berlin - Dressed as a clown with a fake Faberge egg in my hand

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122

Donnerstag, 16. Januar 2014, 07:18

So kritisch wird SF in diesem Forum gar nicht gesehen, sehr viele die ihn top bewerten diskutieren in diesem Thread im Moment nicht mit. Ich persönlich finde zwar CR besser, aber SF war für mich der richtige Film zur richtigen Zeit und in der breiten Öffentlichkeit steht er mit CR definitiv auf Augenhöhe. QOS wird - was ich schade finde - eher ignoriert , aber okay es ist ein Film der in seiner ganzen Art polarisiert.
Schönes Gewehr, passt eigentlich mehr zu einer Frau. - Verstehen Sie etwas von Waffen Mr.Bond ? - Nein, aber etwas von Frauen.

Martin

Brosnans Last Line of Defense

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123

Sonntag, 23. März 2014, 21:11

An Skyfall wird ja oft bemängelt, dass Silvas Plan zu viele Unwägbarkeiten enthielt. Letztens hatte ich dazu einen Gedanken, den ich hier mal zur Diskussion stellen möchte: Könnte sich in Silvas Kieferprothese nicht ein Sender und Empfänger verbergen? Klingt auf den Blick vielleicht blöd, aber zum einen wird im Film explizit darauf hingewiesen, wie klein leistungsstarke Sender heutzutage sind, zum anderen wäre es auch tatsächlich technisch absolut möglich. Beispielsweise gibt es Hörgeräte, die man am Gebiss tragen kann und die Schalwellen über den Kieferknochen an das Ohr weiterleiten, siehe hier. Silvas könnte damit Befehle an seine Männer senden und ihnen sagen, wann genau er in der U-Bahn ist beispielsweise. Genauso könnte er Daten empfangen, wie etwa die Position der Bahn, die er auf Bond loslässt.

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124

Sonntag, 23. März 2014, 21:44

Bei Silvas technischer Finesse ist das geradezu naheliegend! Hochinteressante Idee, Martin!
Andererseits wäre in dem Fall eine Erwähnung dem Publikum gegenüber durchaus angebracht gewesen, oder?
Wie auch immer: Setzt man eine solche Ausstattung voraus, würde sich vieles erklären.
God save the Queen!

Kronsteen

James Bond Club Deutschland - SPECTRE Nr. 005

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125

Montag, 24. März 2014, 15:21

Was hätte der Sender im Kiefer denn wie auslösen sollen?
Die Türen öffneten sich doch erst durch Qs Fehler...

Und bei den für mich größten "Unwägbarkeiten" hätte der Sender gar nicht helfen können:

1. Wie konnte Silva seine Festnahme auf der Insel so perfekt arrangieren (und nimmt damit auch etliche Tote auf seiner Seite in Kauf)?
2. Woher wusste er, dass Bond ihn im Untergrund just an jener Stelle einholen würde, an der er einen Waggon per Explosion auf ihn loslassen kann?

Ich denke, dass es leider einfach ein paar Unsauberkeiten in der Handlung sind.

Und bei einem ernsten Film wie SF fallen die eben gleich viel mehr ins Gewicht als bei Nonsens-Blödeleien wie DAF oder Over-the-Top-Orgien wie YOLT.
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Feirefiz

The Other Fellow

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126

Montag, 24. März 2014, 15:38

Bei aller Liebe, Martin, auch zu deinem sehr lesensweren Blog, den ich leider erst seit recht kurzer Zeit für mich entdeckt habe: Jenseits der technischen Möglichkeiten passt die SF-Idee m.E. nicht zum vermeintlich ernsten Ansatz von SF (auch wenn Bond-Film und Zukunfst-Genre ein Kürzel teilen), zumal sie so auch nicht erklärt wird. Die meisten Unstimmigkeiten bleiben, s. Kronsteen, auch so bestehen. So schade es ist, SF ist auf seine Weise brillant, aber wohl doch mehr Schein als Sein ...
We are not now that strength which in old days
Moved earth and heaven, that which we are, we are —
One equal temper of heroic hearts,
Made weak by time and fate, but strong in will
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Feirefiz« (24. März 2014, 16:19)


  • »Mr. Fogg« ist männlich

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127

Montag, 24. März 2014, 21:35

Also, diese logischen Reibungspunkte stechen bei SF nicht hervor, da sie in jedem anderen Bondfilm auch vertreten sind! Ich gebe aber zu, dass der Kontrast zwischen SFs Ernsthaftigkeit und Tiefe und solchen Bondismen größer wirkt. Dennoch ist es mir lieber, diesen Bondfilm in der Sammlung eher flacher Geschichten zu finden, als vollkommen auf den Versuch verzichten zu müssen, dem Charakter etwas mehr Substanz zu verleihen. Und gerade in dieser Hinsicht leistet SF Großes!
Seine Einzigartigkeit verbietet es mir fast, ihn mit seinen Vorgängern zu vergleichen - aber er steht bei mir auf Platz 4 der Bestenliste, was ihm insofern nicht gerecht wird, da er unter o. a Gesichtspunkt mit Abstand den ersten Platz einnimmt!
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Martin

Brosnans Last Line of Defense

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Montag, 24. März 2014, 22:31

Andererseits wäre in dem Fall eine Erwähnung dem Publikum gegenüber durchaus angebracht gewesen, oder?

Ja, das spricht wohl auch am meisten dagegen.

Andererseits macht vieles so mehr Sinn. Beispielsweise lacht sich Silva ins Fäustchen, nachdem er M seine Prothese gezeigt hat. Wie "Ich hab euch gerade das Gadget gezeigt, das ich hier rein geschmuggelt habe". Als der Trojaner auf seinem Laptop aktiviert wird, wird kurz auf Silva geschnitten, wie er in seiner Zelle mit geschlossenen Augen sitzt und einatmet, als habe er gerade eine Information erhalten. Und wie gesagt, es wäre selbst in der Realität absolut machbar, und ist deshalb keine Science-Fiction.

Ich glaube, ich werde trotz aller Gegenargumente den Film nur noch mit dieser Annahme gucken. :D

Was hätte der Sender im Kiefer denn wie auslösen sollen?
Die Türen öffneten sich doch erst durch Qs Fehler...

Silva hätte damit mit seinen Männern außerhalb kommunizieren können. In einer Kritik an SF stand beispielsweise, dass der Typ in der U-Bahn, der ihm die Polizistenuniform gibt, tagelang dort hätte warten müssen. Durch einen geheimen Sender hätte das koordiniert werden können.

Und bei den für mich größten "Unwägbarkeiten" hätte der Sender gar nicht helfen können:

1. Wie konnte Silva seine Festnahme auf der Insel so perfekt arrangieren (und nimmt damit auch etliche Tote auf seiner Seite in Kauf)?
2. Woher wusste er, dass Bond ihn im Untergrund just an jener Stelle einholen würde, an der er einen Waggon per Explosion auf ihn loslassen kann?

Dass Silva Tote in Kauf nimmt ist ja nicht direkt unlogisch. Er ist immerhin ein Psychopath. Und Q schließt den Laptop auf Ms Befehl hin an. ("Ich will wissen, was auf diesem Laptop ist") Silva hat sie so provoziert und aus der Fassung gebracht, dass sie diese Unvorsichtigkeit begeht. Wenn sich Silva außerdem in das System des MI6 hacken und im Ms Büro das Gas aufdrehen kann, dann konnte er ja bestimmt auch irgendwie Qs Methoden und neuste Entwicklungen auskundschaften.

Zu 2: Naja, die Türen stehen offen und Silva ist weg. Anzunehmen, dass irgendjemand von der MI6-Mannschaft ihm in den Untergrund folgen könnte, ist doch eigentlich naheliegend. Es wäre so oder so klug, die Decke kurz hinter sich zu sprengen, um möglichen nachfolgenden Agenten den Zugang zu versperren.

Zitat von »Feirefiz«

Bei aller Liebe, Martin, auch zu deinem sehr lesensweren Blog, den ich leider erst seit recht kurzer Zeit für mich entdeckt habe:


Danke, das wird meinen Forschungseifer beflügeln. :)

Feirefiz

The Other Fellow

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129

Samstag, 28. Juni 2014, 00:22

SF ist der erste ganz offizielle Jubiläums-Bond – inklusive schöner Selbstfeier zu Beginn des Abspanns -, und so ist es nur konsequent, dass er der bis dahin selbstreferenziellste EON-Bond wurde (auf ähnlichem Niveau findet sich dieser Aspekt vorher nur in der Konkurrenzproduktion NSNA; zwar unternahm schon der m. E. allgemein etwas zu arg gescholtene DAD zehn Jahre vor SF einen hübschen Streifzug durch die 007-Geschichte, blieb allerdings weitestgehend beim bloßen Zitat).

Was mir bei der jüngsten Sichtung von Craigs drittem Streich, der ja bislang in der Regel das endgültige Ankommen eines Bond-Darstellers in der Reihe markiert (bei Connery und Moore gelten die jeweils 3. Filme allgemein als ihre Höhepunkte, bei Craig ist er es jedenfalls kommerziell, bei Brosnan ist sein vorletzter Einsatz zumindest klar mein persönlicher Favorit unter seinen Beiträgen), positiv aufgefallen ist: SF setzt sich nicht nur ausdrücklich mit der Franchise-Historie auseinander, sondern nutzt dies auch zur Vollendung des mit CR initiierten Neustarts. So plakativ (und schön) die Präsentation des Aston Martin inkl. Bond-Theme in SF ist: Sie endet damit, dass der Wagen in die Luft fliegt. Die etablierteste M-Besetzung seit Bernard Lee stirbt. Es gibt einen Q, der aber anders als all seine Vorgänger (EON oder nicht) keine explodierenden Stifte mehr herstellt und vor allem viel jünger ist – er könnte rein optisch Bonds Sohn sein, während gerade Desmond Llewelyn erst wie ein Onkel (als solchen bezeichnet Bond ihn sogar in LTK) und schließlich wie ein Großvater wirkte. Es gibt eine Miss Moneypenny, die allerdings von 007 begehrt wurde und vielleicht sogar das Vergnügen hatte – falls nicht, dann weil SIE IHN zurückgewiesen hat (was ihr das in Zukunft bescheren wird, weiß derzeit nur John Logan oder angesichts neuester Gerüchte – Gottseibeiuns! – sein langjähriges Vorgänger-Duo …) . Es gibt einen neuen M, der jedoch für Bond eher distanzierter großer Bruder als väterliche Bezugsperson ist (btw: Nicht nur dies ist eine der virulenten Parallelen, die die Craig-Ära – ein Bond-Reboot - mit der genialen Serie „Sherlock“ – ein noch radikaleres Holmes-Reboot - spätestens seit der zweiten Staffel der BBC, in der es erste nicht zu leugnende 007-Bezüge gab, mit wechselnder Urheberschaft verbinden: Eigentlich wäre es mal Zeit für einen Thread um die Reboots der beiden größten britischen Ermittler überhaupt, falls es den nicht schon gibt).

SF ist also nicht nur ein gewissermaßen „postmoderner“ (so, das schreckliche Wort ist ausgesprochen) Jubiläums-Bond, er nutzt vielmehr die Eigen-Retrospektive, um – wie gesagt – das Reboot zu seinem Ende zu führen (was nicht heißen soll, dass ich mir nicht einen angemessenen Abschluss der Quantum-Handlung wünsche): Bond ist kein Anfänger mehr, sondern, um mit Moneypenny zu sprechen, ein „alter Hase mit neuen Tricks“: ein Traditionalist gerade in seinen Werten, der aber mit der Vergangenheit bricht, wenn es der Sache dient (siehe die geradezu lässige "Opferung" von Skyfall Lodge, siehe den Aston Martin, der übrigens schon ähnlich programmatisch in Daltons Debüt (und in GF, das muss Schicksal sein) verschrottet wurde), und so anders als Brosnans Bond (von M in GE: „Sie sind ein sexistischer Dinosaurier!“ bis zu DAD-Mirandas sinngemäßem: „Du bist so schrecklich, James, James …“) nie aus der Zeit gefallen wirkt. Nicht zufällig stirbt mit Judi Dench (obwohl sie in Wahrheit 2 Ms spielte, siehe den M-Thread) die letzte personelle Verbindung zu den Brosnans – nachdem Samantha Bond und John Cleese gar nicht erst zurückkehren durften und ihre Stühle zwei Filme lang leer blieben – den geradezu zelebrierten Leinwandtod.

In diesem Kontext ist es nur konsequent, dass Bonds Gegner ein Totgeglaubter ist (so war es schon in GE (und der Vollständigkeit halber: DAF), bei dem dieser Aspekt jedoch an der Ausgestaltung der Rolle und ihrer soliden, aber gänzlich uninspirierten Darstellung durch Sean Bean scheiterte): Bonds Gegner erscheint als ein Gespenst aus der Vergangenheit: Silva ist der Geist eines britischen Top-Agenten, der den Menschen heimsucht, der ihn geopfert hat; der Agent nahm seine Zyankali-Kapsel und starb eben doch („Alles Körperliche: so öde, so öde …“): die Geburtsstunde Silvas! Dessen übertriebene CGI-Entstellung nach der Entfernung der Zahnprothese hat so gesehen schon wieder Sinn. Sein wahrer Allerweltsname Tiago Rodriguez – im Spanischen wohl ebenso beliebig wie James Bond im Englischen – unterstreicht nur seine immer wieder betonte Parallelität zu Bond: „Wir sind die zwei letzten Ratten …“ Doch übersieht Silva den Unterschied: Beide sind Traditionalisten, in sehr spezieller Weise sogar Moralisten, im Gegensatz zu Silva weiß sich Bond aber von eben jener Vergangenheit zu lösen, von der sich Silva nicht befreien kann: Nicht von ungefähr überlebt Judi Denchs M Silva, stirbt aber in Craig-Bonds Armen. Insofern könnte man Silva sogar ebenso blasphemisch wie polemisch als Wiedergänger Brosnans deuten: Der Mi-6-Agent, der bei aller tendenziellen Brillanz – denn an guten Ideen mangelte keinem einzigen Brosnan-Streifen – nicht in der Lage war, die Vergangenheit hinter sich zu lassen, unterliegt einem Bond, der die Vergangenheit nicht verleugnet, aber mit der Zeit geht - Brosnan war in den Bond-Klischees gefangen, Craig darf mit ihnen spielen -, und eben deshalb in seinem nächsten Beitrag endgültig – mit altem-neuem Team (und bitte auch mit Tanner) – dem zukünftigen Franchise einen dicken Stempel aufdrücken wird!
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Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Feirefiz« (28. Juni 2014, 08:06)


Spree

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Samstag, 28. Juni 2014, 00:54

Sehr schöne Analyse, das macht Lust auf den Film!

PS: Sherlock ist klasse! :thumbup:

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Spree

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Mittwoch, 9. Juli 2014, 21:49

So, SF schließt diesen Durchgang ab und irgendwie macht Craigs dritter - bisher meist der Überflieger eines jeden Darstellers - bei mir nicht so 100%ig klick, auch wenn er diesmal näher dran war.

Woran das liegt, kann ich nicht genau sagen, vielleicht die recht lange Wartezeit auf das erste Auftreten des Villains, vielleicht der Zeitsprung von QOS (Anfänger) zu SF (ausgedientes Wrack), der die Kernaussage für mich weniger greifbar macht, vielleicht einige der Oneliner, die fast schon brosnisch bemüht und (zumindest für Craigs Bond) unnatürlich wirken (Setzen Sie alles auf rot. ... dünnes Eis ...), wahrscheinlich zum großen Teil der bond-untypische Schauplatz Skyfall mit der dortigen Action als Finale, vielleicht auch ein bißchen eine Banalität wie Craigs Frisur.
So schwebt der Film ein wenig im Nirvana zwischen den herausragenden Filmen und der zweiten Reihe der Serie.

Beste Szenen: Q, erster Dialog mit Severine und - göttlich - Bond prostet den Schlägern im Casino zu, Einführung Silvas, Bonds frischer Tatendrang beim letzten Satz
Eher so naja: oben beschriebene Oneliner, Craigs dümmliches Comedy-Gesicht beim Komodowaran

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Spree

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Mittwoch, 8. Oktober 2014, 22:45

Ich glaube ich verstehe jetzt erst das SF-Poster.

Vergleiche hiermit:


http://www.gmx.net/magazine/wissen/leben…uneins-30127760

Meint ihr ich interpretiere da zuviel hinein, wenn ich das mit Bonds Nahtod-Erfahrung verbinde, bei der er aber nicht ins Licht geht, sondern umdreht?
Oder ist euch das eh schon seit 2 Jahren klar gewesen und ich hab's wieder verpennt? :sleeping:

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Mister Bond

Felix Leiter

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Mittwoch, 8. Oktober 2014, 23:29

Ehrliche Antwort? :D

Spree

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Donnerstag, 9. Oktober 2014, 00:26

Öhm... nein. :D

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Martin

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Donnerstag, 9. Oktober 2014, 02:04

Sehr interessante Theorie, Dr. Spreebaum! :thumbup: Wenn man das Plakat mit diesem Hintergedanken betrachtet, wirkt es durchaus vorstellbar.

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Mittwoch, 7. Januar 2015, 15:41

So, das war also gestern Skyfall..., durchwachsen! Ein Werk, welches wie ich finde nicht weiß wohin es reisen möchte. Eigentlich sind psychologische Dramen genau mein Genre, doch hier wirkt es zu bemüht, gewollt und gar pseudo-arthausig. Die an Brosnans Bond erinnernden Oneliner stellen diesbezüglich einen Kontrast dar, doch auch dieser wirkt wahrlich aufgesetzt und verleiht dem Gesamtbild nicht gerade eine Krone. Am stärksten ist der Film in Shanghai und den Highlands, als etwas gewöhnungsbedürftig bezeichne ich den Score. Auch die Darstellung eines als alt präsentierten "End-Bonds" ist nach den Neueinführungen der beiden Vorgänger kein Beispiel bester Überlegungskunst bezüglich der Gestaltung eines dritten Daniel-Films. Sehr selten bewerte ich ein 007-Werk wenig euphorisch, doch das wird qualitativ m.M.n. nur von Moonraker unterboten, so traumhaft schön dieser auch sein mag. Drum finde ich es umso interessanter, dass Skyfall selbst von konservativ kritischer Zuschauerschaft überwiegend positiv aufgenommen wurde. In diesem Sinne... ;)
"Loyalität bedeutet mir wesentlich mehr als Geld."
Bond '89 - Robert Davi

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Mittwoch, 7. Januar 2015, 16:18

(...) dass Skyfall selbst von konservativ kritischer Zuschauerschaft überwiegend positiv aufgenommen wurde. (...)
... gerade ...!!!
Ein Meisterwerk, das es schaffte, alt und neu in einer Synthese zu vereinen. Ein goldenes Jubiläum, wie ich es mir würdiger kaum noch hätte vorstellen können!
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Volante

Problembeseitiger

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Mittwoch, 7. Januar 2015, 16:22

Frage zu einer Location:
ich konnte es im alten Forum nicht finden...
es geht um die Szene, wo M mit Tanner im Jaguar vorfahren, um zu Mallory zu gehen (erstes Treffen von M und Mollory - dort spricht Mallory von Ms Ruhestand) >> Eingang mit Stufen und vor allem Säulen!
Also: welches ist dieses Gebäude in London?

M: Wie konnte sich Bond nur so dumm anstellen? Ich gebe ihm den Doppelnullstatus, und er feiert es, indem er eine Botschaft zusammenschießt. Er muss gestört sein. Wenn früher ein Agent etwas so Peinliches gemacht hat, hatte er den Anstand überzulaufen. Herrgott, wie mir der kalte Krieg fehlt! (CR '06)


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Kronsteen

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Mittwoch, 7. Januar 2015, 16:38

Frage zu einer Location:
ich konnte es im alten Forum nicht finden...
es geht um die Szene, wo M mit Tanner im Jaguar vorfahren, um zu Mallory zu gehen (erstes Treffen von M und Mollory - dort spricht Mallory von Ms Ruhestand) >> Eingang mit Stufen und vor allem Säulen!
Also: welches ist dieses Gebäude in London?



Es ist das Ten Trinity Square Building, das 2014 zum luxuriösen 4 Seasons Hotel umgebaut wurde.



Als wir im Mai dort waren, war es grade eine Baustelle.
Auf der Rückseite ist die Straße, von der Silva wegfährt, nachdem er im Gerichtssaal um sich geschossen hat.
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  • »Daniel Schweikert 1996« ist männlich

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Mittwoch, 7. Januar 2015, 16:38

(...) dass Skyfall selbst von konservativ kritischer Zuschauerschaft überwiegend positiv aufgenommen wurde. (...)
... gerade ...!!!
Ein Meisterwerk, das es schaffte, alt und neu in einer Synthese zu vereinen. Ein goldenes Jubiläum, wie ich es mir würdiger kaum noch hätte vorstellen können!
Nun gut, dem ist wohl wirklich so. Wem diese kontrastreiche Kombination zusagt..., ein schlechter Film ist es ja nicht, doch bei mir möchte er nicht zünden.
An Sam Mendes liegt es meiner Meinung nach nicht. Sein Regiedebüt eines Kinofilms ("American Beauty") fand ich beispielsweise hervorragend und bezüglich Spectre bin ich ebenfalls guter Dinge ;)
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