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61

Freitag, 27. September 2013, 12:01

Mein Interesse liegt eher im Bereich Papstgeschichte!
"That's one hell of a Pilot!"

Feirefiz

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62

Freitag, 27. September 2013, 12:11

Ohne jetzt zuviel in den Film hineingeheimnissen zu wollen, denke ich auch, dass die Namenswahl bei Silva kein Zufall ist, zumal es auch keiner Universalbildung seitens der Autoren bedarf: Die spanische Variante von "James" ist doch binnen 5 Sekunden ergoogelt (dazu kommt ein spanischer Allerweltsnachname, wie auch Bond einer im Englischen ist). Dass Silva Bonds unglücklicher Zwilling ist, liegt doch auf der Hand und wird von ihm selbst ja ausdrücklich hervorgehoben, wenn er M als Mutter bezeichnet, Bond damit zu seinem Bruder macht und viel Wert darauf legt, dass M sie beide belügt und ausnutzt. Und wenn wir mal die Vor-Craig-Zeit als Subtext dazunehmen, ist Bond ja dasselbe passiert: In DAD erleidet Bond Gefangenschaft und Folter über einen längeren Zeitraum, und dass er freikommt, widerspricht ausdrücklich Ms Wunsch. Der Unterschied ist, dass Silva irgendwann aufgegeben hat. Bond hat seine Zyankali-Kapsel längst entsorgt, Silva versucht sich mit ihr umzubringen, und tatsächlich hört der Agent Tiago auf zu existieren, an seine Stelle tritt Silva als Ms Gespenst, das, pathetisch gesprochen, Rache und Erlösung sucht.

@ Mr. Fogg: Es freut mich, auf einen Wolfram-Bewunderer zu treffen. Da Deine Erkundigung aber sehr OT ist, gibt's die Antwort in Kürze per PN.
We are not now that strength which in old days
Moved earth and heaven, that which we are, we are —
One equal temper of heroic hearts,
Made weak by time and fate, but strong in will
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Spree

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63

Freitag, 27. September 2013, 13:43

wie Lehrers Notengebung...er schmeißt symbolisch Würfel.

Nanana, ich darf doch sehr bitten! :schlau:
Schreib sofort zehnmal: "Ich darf meinen Lehrer nicht verunglimpfen!" :motz:
Los! Und wehe, du machst copy & paste, ich merke das ganz genau!

I never left!

64

Freitag, 27. September 2013, 16:29

"That's one hell of a Pilot!"

Spree

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65

Freitag, 27. September 2013, 16:52

Brav! :thumbsup:
Wo kann man so ein Bild machen lassen?

I never left!

Count Villain

Schurkengraf

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66

Freitag, 27. September 2013, 19:01

wie Lehrers Notengebung...er schmeißt symbolisch Würfel.

Nanana, ich darf doch sehr bitten! :schlau:
Schreib sofort zehnmal: "Ich darf meinen Lehrer nicht verunglimpfen!" :motz:
Los! Und wehe, du machst copy & paste, ich merke das ganz genau!


Aber (Drehbuch-)Autoren dürfen verunglimpft werden oder wie? :wacko:

Ich kann zwar auch nicht für alle Autoren sprechen, aber Namensgebung als Ergebnis von Würfeln halte ich doch für sehr "unprofessionell". Da geht es schon um den Klang und manchmal eben auch um die Bedeutung. Außerdem ist es vermutlich eher die Regel als die Ausnahme, wenn sorgsam erdachte Anspielungen vom Publikum nicht (oder erst später) entdeckt werden. Natürlich gibt es auch den entgegen gesetzten Fall, dass Etwas in Dinge hineininterpretiert wird, wo gar keine (oder höchstens unterbewusst) Mehrdeutigkeit geplant war. Aber gerade bei Namen gehe ich doch eher von Vorsatz aus.
Vernichte alles, was wir bei uns haben. Man hat uns enttarnt.

Zardoz

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67

Freitag, 27. September 2013, 19:49

@Mr. Fogg: Auch wenn es einen Hauch Off-Topic ist, aber: Interessierst du dich auch für die Scholastik bzw. für Thomas von Aquin und Roger Bacon?
"Fuck you, I'm going to Hollywood!"

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68

Freitag, 27. September 2013, 20:04

@Mr. Fogg: Auch wenn es einen Hauch Off-Topic ist, aber: Interessierst du dich auch für die Scholastik bzw. für Thomas von Aquin und Roger Bacon?

Ich habe diese Bereiche nicht sehr tief bearbeitet, bin aber ein großer Verehrer des Doctor Angelicus. Besonders von seiner Disputationsmethode habe ich stets versucht, mir eine Scheibe abzuschneiden. Die klare Logik und stringente Argumentation hat mich in keinem anderen Bereich der Theologie so angesprochen. Ich bin jedoch weit davon entfernt, ein Fachmann zu sein.
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Zardoz

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69

Freitag, 27. September 2013, 22:49

Die klare Logik und stringente Argumentation hat mich in keinem anderen Bereich der Theologie so angesprochen. Ich bin jedoch weit davon entfernt, ein Fachmann zu sein.

Ja, gerade dies macht sowohl Thomas von Aquin als auch Roger Bacon so lesenswert. Manche Menschen behaupten ja, die Scholastik sei überholt, spätestens seit der humanistischen Aufklärung. Das mag ich, obgleich ich ebenfalls alles andere als ein Experte bin, nicht ohne weiteres unterschreiben, zumal gerade die o. g. Personen eine gewisse Vorarbeit leisteten. Das "dunkle Mittelalter" ist eben nur die halbe Wahrheit. Aber egal, das Ganze gehört hier ja ohnehin nicht hinein, aber schön, dass wir einmal darüber gesprochen haben. :D
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Martin

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70

Sonntag, 6. Oktober 2013, 22:50

Was ich mich bei Skyfall immer frage: Warum genau nimmt Bond Silva eigentlich gefangen? Bond hat ja bekanntermaßen eine Lizenz zum Töten, und wenn er losgeschickt wird, dann ist doch eigentlich klar, dass er die entsprechenden Hintermänner eines Komplotts nicht in Handschellen nach London bringen soll. Silvas Identität hätte man auch so feststellen können, und den Laptop auch sicherstellen. Am Ende schadet es ja sogar, dass Bond Silva nicht gleich ausschaltet, als die Gelegenheit da ist. Um einfach einen Sender auf Silvas Insel zu schmuggeln sollte der MI6 doch genug normale Agenten haben.

Kronsteen

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71

Sonntag, 6. Oktober 2013, 23:28

Vielleicht weil die Festplatte noch nicht wieder da war. Und die ganzen Hintergründe waren ja auch noch nicht bekannt. Bond hat u.U. aus seinen Fehlern aus CR gelernt, dass ein geröteterer Bombenleger noch nicht die endgültige Lösung ist. ;)
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

72

Montag, 7. Oktober 2013, 00:20

geröteterer Bombenleger
Beste Wortkreation EVER! :prost:
"That's one hell of a Pilot!"

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73

Montag, 7. Oktober 2013, 05:44

Was ich mich bei Skyfall immer frage: Warum genau nimmt Bond Silva eigentlich gefangen? Bond hat ja bekanntermaßen eine Lizenz zum Töten, und wenn er losgeschickt wird, dann ist doch eigentlich klar, dass er die entsprechenden Hintermänner eines Komplotts nicht in Handschellen nach London bringen soll. Silvas Identität hätte man auch so feststellen können, und den Laptop auch sicherstellen. Am Ende schadet es ja sogar, dass Bond Silva nicht gleich ausschaltet, als die Gelegenheit da ist. Um einfach einen Sender auf Silvas Insel zu schmuggeln sollte der MI6 doch genug normale Agenten haben.

Bond wurde zwar als "elisabethanischer Killer" bezeichnet (War das Fleming selbst?), ich kann mich allerdings - bis auf die Exekution Prof. Dents und Locques - nicht erinnern, dass er in einem der Filme ohne zwingenden Grund oder direkte Konfrontation sich je so aufgeführt hätte. Und, wenn ich mich nochmal auf die Meta-Ebene begeben darf: Die moralische Bewertung Silvas ist ungleich komplizierter als die anderer Antagonisten: Ein "gefallener Engel", dessen Sturz nicht in ihm, sondern im System des MI6, Bonds und Ms begründet ist, einem System, das das Ziel höher stellt als den Menschen. Die Nicht-Tötung Silvas verleiht den beiden, die am Ende des Films allein als Repräsentanten dieses Systems übrigbleiben, eine rudimentäre Menschlichkeit. Silva dürfte der einzige Villain sein, der in Folge einer ordentlichen Gerichtsverhandlung nicht die Höchststrafe zu erwarten gehabt hätte - wegen mangelnder Zurechnungs- oder Schuldfähigkeit.
Dass es am Ende - wie Du sagst - schadet, dass Silva nicht gleich "ausgeschaltet" wird, bezweifle ich. Silva ging es überhaupt nicht ums Überleben. Er wollte Erlösung und sein Mittel dazu war die Rache in der Gestalt einer gewaltigen Implosion. Er selbst war bereits tot - das Opfer seiner noch funktionierenden Lebensanzeichen hätte den zerstörerischen Ablauf seines Plans nicht nur nicht beeinträchtigt sondern ihn noch unaufhaltsamer und unbarmerziger gemacht.
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Kronsteen

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74

Montag, 7. Oktober 2013, 08:01

@Gonzo iPhone lässt grüßen. Das Worterkennungsprogramm treibt da teilweise noch ganz andere Blüten. :D
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Ahab

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75

Dienstag, 15. Oktober 2013, 20:53

Was ich bei SF jetzt am Samstag wieder enorm beeindruckend fand: Die Charaktere neben Bond sind einfach großartig in den Film integriert:

Eve - auf ihre ganz spezielle Weise irgendwie klassisch. Sehr schön, dass nicht eindeutig rauskommt, wie der Abend mit Bond jetzt wirklich verlaufen ist. So bleibt viel Raum für Spekulation und gerade Maxwells frühe Auftritte werden nachträglich in einen sehr interessanten Rahmen gerückt, wenn man jetzt mal davon ausgeht, dass Maxwells Moneypenny die gleiche ist wie Harris'.
Mallory - für mich hätte ein neuer M nicht perfekter eingeführt werden können. Im Laufe des Films entwickelt Fiennes eine wahnsinns Präsenz, quasi den Staffelstab von Dench übernehmend. Oder sogar entreißend? Wie er sich teils in seinen Anzügen aufbaut das ist eines der Bilder welches mir nach dem ersten Kinobesuch schon im Gedächtnis hängen geblieben ist. Durch seine 'Verteidigung' M's vor dem Ausschuss und seinen 'Segen' bei Bonds abschließenden Plan ist er jedoch auch durchaus schon sympathisch in Erscheinung getreten.
Q - Die größte Überraschung für mich. Die Rolle so neuartig anzulegen war mutig (wenn auch eigentlich unumgänglich), dass es dann so gut funktioniert ist sehr erfreulich. Ab dem Moment als Bond mit ihm im Ohr die U-Bahn unsicher macht, ist Q bei mir fest im Herzen verankert. Im Museum war ich noch ein klein wenig skeptisch.

Nach der Bekanntgabe, dass es keinen Felix Leiter also auch keinen Jeffrey Wright in SF gibt war ich erst enttäuscht, allerdings voreilig wie sich herausgestellt hat. Bei der Einführung von so vielen neuen Leuten war es nur konsequent auf jemanden zu verzichten, der ohne Probleme im nächsten Film wieder einsteigen kann. Möglich wäre ja gewesen, dass er mit Bond das Casino in Macau besucht. Allerdings wäre dann die recht wichtige ... nennen wir es mal ... Interaktion mit Eve zu kurz gekommen.

Was für ein Glück wir überhaupt mit den Nebendarstellern der letzten Filme haben.Vor allem auf Bonds seite. Auch Mathis war ja eine absolute Bank!
Fields war jetzt eher nicht so mein Fall, aber gut, die war ja auch mehr Eintagsfliege denn Mitglied in der Mannschaft.

Übrigens finde ich auch Denchs Entwicklung beachtlich. Nachdem ich zu Brosnans Zeiten noch durchaus meine Probleme mit ihr hatte, hat sie seit CR entgültig ihren Platz gefunden. TWINE war quasi schon ein Vorbote zu dieser Phase.

Kronsteen

James Bond Club Deutschland - SPECTRE Nr. 005

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76

Mittwoch, 16. Oktober 2013, 17:12

Mallory - für mich hätte ein neuer M nicht perfekter eingeführt werden können. Im Laufe des Films entwickelt Fiennes eine wahnsinns Präsenz, quasi den Staffelstab von Dench übernehmend. Oder sogar entreißend? Wie er sich teils in seinen Anzügen aufbaut das ist eines der Bilder welches mir nach dem ersten Kinobesuch schon im Gedächtnis hängen geblieben ist.


Exakt. Ich habe immer 2 Szenen im Kopf, wenn ich an Mallory denke (mal abgesehen von der genialen Schlusszene): Die beiden Szenen, wenn er die Hände in den Hosentaschen hat, also nachdem M den Raum verlassen hat (s. Bild) und als Bond die Test-Ergebnisse bekommt. Auch die Hosenträger passen super.


:kneel:

Ich mag Mallory schon jetzt lieber als Judi Denchs Mecker-M! :schlau:
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

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77

Mittwoch, 16. Oktober 2013, 18:09

Ich mag Mallory schon jetzt lieber als Judi Denchs Mecker-M! :schlau:
Jedes Wort, das hier über Mallory gesagt wurde, kann ich unterschreiben. Doch eine kleine Verteidigung von "Judi Denchs Mecker-M" sei mir gestattet:
Ich war immer der Ansicht, dass so ein Job nichts für eine Frau ist. (Wespennest-Alarm?) Dennoch: Die permanente Meckerei ihrerseits war m. E. ihre Strategie, ihre (mütterlichen?) Gefühle für Bond nicht zu nah an sich ran zu lassen. Vergleichbar mit der ungehobelten Behandlung, die Sean Connery Cathy Zeta-Jones in "Verlockende Falle" zuteil werden ließ - er arbeitete hart am Klima einer nüchternen Professionalität, und es fiel ihm schwer! In Abwesenheit Bonds hat Judi Denchs M ihn immer verteidigt. Für eine Frau auf dem Posten hat sie sehr gute Arbeit geleistet, das muss ihr sogar der alte Chauvinist in mir lassen! :D
God save the Queen!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Mr. Fogg« (16. Oktober 2013, 20:12)


Don-Corleone

009 - Killed in East Berlin - Dressed as a clown with a fake Faberge egg in my hand

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Mittwoch, 16. Oktober 2013, 20:38

Das ganz große Plus von Skyfall sind seine überragenden Charaktere. Man hatte den Mut die 3 wichtigsten Bondcharaktere neben Bond neu einzuführen und es hat perfekt funktioniert. Egal ob Harris, Whishaw und allen voran natürlich Ralph Fiennes als neuen M. Fiennes war ja angeblich selbst als Bond in Goldeneye im Gespräch. Die von Ahab und Kronsteen angesprochene Szenen, gefallen mir auch am besten, charismatisch und eine unheimliche Leinwandpräsenz. Gerade so jemanden, kann ich mir am besten als Vorgesetzter von Bond vorstellen weil er dafür die nötige Autorität und Glaubwürdigkeit besitzt.

Die Kombination Craig / Fiennes könnte ähnlich prägend werden wie Lee / Connery oder Lee / Moore. Nichts gegen Judi Dench, ein fantastische Schauspielerin die mich auch in der Rolle als M voll überzeugt hat, aber spätestens ab QOS konnte ich dieses "Kann ich Ihnen Vertrauen" Gequatsche nicht mehr hören. Aber sei`s drum, die Weichen sind gestellt für die nächsten Filme, auch für die Zeit nach Craig.
Schönes Gewehr, passt eigentlich mehr zu einer Frau. - Verstehen Sie etwas von Waffen Mr.Bond ? - Nein, aber etwas von Frauen.

Feirefiz

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Mittwoch, 16. Oktober 2013, 20:58

Das ganz große Plus von Skyfall sind seine überragenden Charaktere. Man hatte den Mut die 3 wichtigsten Bondcharaktere neben Bond neu einzuführen und es hat perfekt funktioniert. Egal ob Harris, Whishaw und allen voran natürlich Ralph Fiennes als neuen M. Fiennes war ja angeblich selbst als Bond in Goldeneye im Gespräch. Die von Ahab und Kronsteen angesprochene Szenen, gefallen mir auch am besten, charismatisch und eine unheimliche Leinwandpräsenz. Gerade so jemanden, kann ich mir am besten als Vorgesetzter von Bond vorstellen weil er dafür die nötige Autorität und Glaubwürdigkeit besitzt.
Volle Zustimmung, Don! In der Tat leistet SF großartige Arbeit, Bonds klassische "Sidekicks" in die Moderne zu überführen. Dass Fiennes in den 90er Jahren ernsthaft als Bond im Gespräch war, erinnere ich auch noch, doch so sehr ich ihn schon damals schätzte, bin ich froh, dass daraus nichts wurde, denn gerade zu der Zeit wurde Fiennes gerne als melancholisch Liebender besetzt (Der englische Patient, Das Ende einer Affäre, Onegin etc.), und diese Melancholie hätte damals zu Bond gepasst wie ein Kropf. Umso mehr begeistert der gereifte Fiennes als M nicht zuletzt aufgrund der hier beschriebenen und z.T. abgebildeten Körpersprache. Es gefällt mir auch, wie er Bond rein längentechnisch überragt: eine klassische und dennoch zeitgemäße Autorität, die auch der Craig-Bond respektiert, ohne ihm emotional zu nahe zu sein ...
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Django

Der Andere

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Dienstag, 26. November 2013, 09:39

Nachdem ich vor ziemlich genau einem Jahr mit dem Kauf der Bond-DVD-Box mit dem "Bond-Marathon" angefangen habe, bin ich nun endlich bei SF angelangt (ja, ich weiss: peinlich, dass das bei eine Bond-Fan so lange geadert hat...). Hier daher ein kleines Review zu SF:

Insgesamt ist SF ein unterhaltsamer Bond-Film, der diverse neue Ideen einbringt und auch alte "Traditionen" wieder aufleben lässt. Der Film wirkt jedoch bizarr wie kein anderer Bond-Film, was hauptsächlich am Villain liegt. Ob man das mag oder nicht, sei jedem selber überlassen - bei mir hinterlässt es jedenfalls einen seltsamen Nachgeschmack... So einen Typen wie Silva möchte ich definitiv nicht mehr in einem Bond-Film sehen. Zum Teil sind viele Sachen auch etwas zu gesucht, wie etwa Bonds schleudersitzbestückter DB5 oder die A-Team Bastelstunde vor dem Showdown. Was mich aber am meisten stört sind die vielen Lücken im Drehbuch: Eine einigermassen stimmige Handlung wurde völlig zugunsten des einmaligen Wow-Effekts geopfert - schade. Dabei beweisen Filme wie TSWLM oder MR, dass auch ein Over-the-Top-Bond-Film nicht zwingend auf eine stimmige Handlung verzichten muss (auch wenn sie ziemlich unrealistisch ist). Ich zähle dazu mal ein paar Dinge auf, die in SF nicht gut gelöst wurden:

- Die Charakterisierung von Silva. Was will er? Will er nur M zerstören? Warum knallt er dann etwa Sévérine einfach so ab? Okay, er ist ein Psychopath, aber irgendwie haben es sich die Drehbuchautoren hier zu einfach gemacht.

- Silvas funktionierende "Pläne" - besonders bei seiner Flucht: Wir sind uns ja von Bond-Filmen einiges an Unwahrscheinlichkeiten gewohnt, aber was hier geboten wird, übertrifft leider alles. So was kennen wir z.B. aus einige Remington Steele-Folgen (und ich mag es auch da nicht), hat aber m.E. in einem Bond-Film nichts zu suchen.

- Bonds Idee, es am Schluss alleine mit Silva aufzunehmen, ist irgendwie ziemlich fahrlässig und dämlich. Ich sehe vor allem nicht ein, weshalb man Bond seitens MI6 nicht Unterstützung hat zukommen lassen (ein paar wenige vertrauenswürdige Leute müssten ja wohl aufzutreiben gewesen sein).

- Die M-Bezogenheit: Ein Grossteil des Films dreht sich nur um M und wie sie mit den Problemen, die sie sich grösstenteils selber eingebrockt hat, umgeht. M, die vor einem Ausschuss ein Gedicht zitiert? Langweilig!

- Der Plot überhaupt. Gewisse stören sich ja ob der LTK-Handlung, wo Bond einen privaten Rachefeldzug durchführt. Aber hier ist es noch viel übertriebener: Bond muss einen Rachefeldzug eines anderen stoppen (was ihm - seien wir ehrlich - eigentlich nicht wirklich gelingt).

Insgesamt ist SF in meiner Rangliste irgendwo im Mittelfeld - der Film bietet viel Licht (ja, das tut er), aber auch viel Schatten. Ich jedenfalls hätte mir eine Fortführung der CR-QOS-Handlung gewünscht...