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00Beisser

Grand Slam

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81

Mittwoch, 25. März 2015, 11:45

Betrifft den Score.
Nicht nur der Name sondern auch die Melodie des Stückes "Sword Fight" ähnelt sehr stark dem Stück "Snake Fight" aus MR.

"Gert Fröbe war der beste Gegenspieler, den ich je hatte." - Sean Connery

Martin

Brosnans Last Line of Defense

  • »Martin« ist männlich

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82

Mittwoch, 25. März 2015, 15:34

Kurz nach Filmstart hatte ich dazu mal eine Liste gemacht. Wobei ich nur mal die zählen will, die ich für relativ eindeutig und gewollt halte.

Doctor No (1962)

- Jinx steigt aus dem Meer wie Honey Rider, in einem Bikini und mit einem Messer in einem Gürtelhalfter

From Russia With Love (1963)

- Chinesische Agenten wollen Bond durch einen Spiegel beim Liebesakt filmen; in FRWL filmen ihn Spectre-Agenten dabei auf die gleiche Weise
- Rosa Klebbs Schuh mit Giftspitze in der Q-Branch
- Der präparierte Koffer in der Q-Branch
- Bond: „My friends call me James Bond.“

Goldfinger (1964)

- Wie Bond in GF ist Jinx an einen Industrielaser gefesselt und soll durch ihn getötet werden
- Aston Martin mit Schleudersitz
- Q: „As I learned from my predecessor, I never joke about my work, 007.“
- Finaler Kampf in einem Flugzeug mit zerschossenem Fenster, durch das jemand gesaugt wird
- Ein Diamant als Einsatz für das Fechtduell; in „Goldfinger“ war ein Goldbarren der Einsatz für ein Golfspiel

Thunderball (1965)

- Bond benutzt ein ca. 10 cm langes Spezialröhrchen zum Tauchen, das ihm durch eine chemische Reaktion für 5 Minuten Atemluft liefert
- Der Raketenrucksack aus der TB-Vortitelsequenz in der Q-Branch
- Bond nimmt in einem Raum, in den er eingebrochen ist (Zimmer von Graf Lippe / Krankenzimmer) eine Weintraube

You Only Live Twice (1967)

- Die Glocke, die Bond in der Vortitelsequenz rettet, ist vom Bau her dieselbe wie die, die zu seiner Hochzeit in YOLT läutet
- Der “Little Nelly”-Minihelikopter in der Q-Branch
- Der Schiffsname „HMS Tenby“
- Die Musik am Ende zitiert kurz das Maintheme von YOLT

On Her Majestys Secret Service (1969)

- Die Hypnosestimmen für die Gen-Patienten in der Klinik auf Los Organos erinnern an Hypnosestimmen in Blofelds Sanatorium
- „OHMSS“ steht auf einer CD in Moneypennys Büro

Diamonds Are Forever (1971)

- Ein Lasersatellit im Weltraum, der dem Bösewicht als Waffe dient und der im Film nicht durch Bond nicht zerstört wird
- Der Bösewicht macht Geschäfte mit Diamanten
- In einer Zeitschrift steht „Diamond Are Forever“
- Graves: „Diamonds are for everyone.“
- Bond übernimmt die Identität eines Diamantenschmugglers (Peter Franks / Van Bierck)

Live And Let Die (1973)

- Bond benutzt denselben Revolver wie auf der Insel St. Monique

The Man With The Golden Gun (1974)

- Rotierende Spiegel im Hospital auf Los Organos wie in Scaramangas Fun Palace
- Zao trägt eine goldene Patronenhülse am Hals
- Jinx steckt einen Diamanten in ihren Bauchnabel; in TMWTGG trägt eine Bauchtänzerin eine goldene Kugel im Bauchnabel

The Spy Who Loved Me (1977)

- Ein Fallschirm mit der Flagge von Großbritannien darauf (Union Jack)
- Teure Sportwagen stecken am Ende von DAD im Boden und werden von Bauern bestaunt; in TSWLM fällt ein Verfolgerauto in das Haus eines erschrockenen Bauern

Moonraker (1979)

- Bei einem Schwertkampf gehen mehrere Vitrinen und Glasgegenstände zu Bruch
- In beiden Filmen gibt es einen feindlichen Agenten namens Chang

For Your Eyes Only (1981)

- Madonna als Fechtlehrerin ihres Protegés Miranda Frost erinnert an Eiskunstlauf-Trainerin Jacoba Brink und deren Protegé Bibi Dahl

Octopussy (1983)

- In der Q-Branch steht der Acrostar-Minijet aus der Vortitelsequenz
- Ein „Indischer Seiltrick“-Gerät in der Q-Branch

A View To A Kill (1985)

- Bond bringt, wie in der Vortitel-Sequenz von AVTAK, einen Snowbike-Fahrer mit einem Seil zu Fall und bemächtigt sich des Fahrzeugs
- In der Titelanimation sind Frauenköpfe aus Eis zu bewundern

The Living Daylights (1987)

- Eine Auto-Verfolgungsjagd auf einem gefrorenem See; Bonds Wagen hat ausfahrbare Spikes an den Reifen
- Bond und Bondgirl entkommen aus einem abstürzenden Flugzeug in einem Fahrzeug, daß aus dem Laderaum fällt (Jeep / Helikopter)
- Direkt nach der Gunbarrel sind "spanische Reiter" an einer Küste zu sehen

Licence To Kill (1989)

- Unter dem Aston Martin, der per Schleudersitz wieder auf die Räder springt, rast eine Rakete hindurch; in LTK rast eine Rakete unter einem, auf einer Seite Räder fahrenden Tanklaster hindurch
- Moneypenny hört eine Meldung über den auf eigene Faust arbeitenden Bond ab und wird dabei „ertappt“

GoldenEye (1995)

- Bond schneidet mit einer Laseruhr ein Loch in den Untergrund (Metallboden / Eisfläche)
- Jinx stellt den Timer einer Bombe auf drei Minuten, genau wie Bond in der Vortitelsequenz von GE
- In einer Szene fordert ein Verräter Bonds Uhr, da er als MI-6-Angehöriger weiß, daß Q gern technische Spielereien in Uhren einbaut

Tomorrow Never Dies (1997)

- Bond geht mit einem Seil gesichert senkrecht an einer Wand hinunter, wie Wai Lin


Dann gibt es auch noch ein paar Anspielungen auf die Romane, wie der Seemann aus der Zigarettenwerbung, die in TB erwähnt wird, oder Colonel Moon/Sun.

Nach dem Filmstart wurde aber auch etwas zuviel hinein interpretiert. Jinx´ Sprung kann man beispielsweise je nach Belieben als Anspielung auf Bonds Kopfsprung in DAF, Maydays Sprung in AVTAK, Magdas Entkommen mit dem Ei oder etwa Bonds Bungeesprung in GE sehen.

  • »Daniel Schweikert 1996« ist männlich

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83

Mittwoch, 25. März 2015, 15:50

Hut ab, Freunde!
Ihr habt im Werk DAD Dinge entdeckt, die mir bislang nicht bewusst waren. Sind also durchaus mehr Gemeinsamkeiten zu den 20 Vorfilmen als ich dachte.
Natürlich sind manche Anspielungen in DAD und SF etwas plump und aufgesetzt, aber was inszeniert man nicht alles im Dienste des Kults...
"Loyalität bedeutet mir wesentlich mehr als Geld."
Bond '89 - Robert Davi

Dr. moVe

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  • »Dr. moVe« ist männlich

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84

Mittwoch, 25. März 2015, 15:51

  • Der markante 'Radio-Beep-Sound'-Effekt der das Gunbarrel in DN, und somit auch die Geburt des Kino-Franchise einleitet, ist zu hören, nachdem Bond seinen 'Kiss of Life' erhalten hat und aus seiner MI6-Haft ausbricht.
  • Colonel Moon's Hovercraft fällt in sehr ähnlicher F/X-Optik einen Wasserfall herunter wie das Boot des Beißers die Iguaçu-Fälle in MR herunterfällt. Sogar die Kameraperspektiven ähneln sich.
  • M sagt im Original, "License Revoked" - also den ursprünglichen Original-Title von LTK.
  • Wir bekommen nochmal den selben Raketenabschuß wie im Pre-Title von TND serviert - ob man das allerdings als 'Reminiszenz' werten kann, sei mal dahin gestellt
  • Das erste was wir nach dem Gunbarrel erblicken sind Panzersperren an einem Strand - siehe TLD.
  • Im Hintergrund auf der Basis in Nordkorea sieht man einen T-55-Panzer - so einer mit dem Bond in GE rumheizen durfte.
  • Der Wagen, den Bond auf Kuba bekommt, ist ein Ford Fairlane Skyliner - einen den Graf Lippe in TB gefahren hat.
  • Den westlichen Geheimdienstmitarbeitern im Untergrundstützpunkt an der innerkoreanischen Grenze fliegen die dortigen Deckenmonitore genauso um die Ohren wie Natalya die Deckenmonitore in Sewernaja in GE.

Django

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  • »Django« ist männlich

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85

Mittwoch, 25. März 2015, 20:54

Mann, so viele Reminiszenzen. Mir waren nur die ganz Offensichtlichen bekannt. Offensichtlich haben die Macher aber vor lauter Reminiszenzen den Rest des Films vergessen :D

  • »Daniel Schweikert 1996« ist männlich

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86

Mittwoch, 25. März 2015, 22:19

Offensichtlich haben die Macher aber vor lauter Reminiszenzen den Rest des Films vergessen :D
Das ist wohl leider richtig.
Schade eigentlich..., in den ersten 20 Minuten hat sich Brosnan bei Bond auch mal einer Charakterdarstellung hingegeben, doch diese positiven Aspekte vergisst man in der zweiten Hälfte weitestgehend. So schwach ich insbesondere die sagen wir mal letzten 45 Minuten finde, so überzeugt muss ich aber dennoch zugeben dass diese durchaus unterhaltsam sind und es wird für mich zumindest nie der schlechteste Bondfilm sein, momentan liegt er bei mir definitiv vor Goldfinger.
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  • »Mr. Fogg« ist männlich

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87

Mittwoch, 25. März 2015, 22:56

(...) momentan liegt er bei mir definitiv vor Goldfinger.
:sos:
God save the Queen!

  • »Daniel Schweikert 1996« ist männlich

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88

Mittwoch, 25. März 2015, 23:00



:sos:
:D

Nur keine Bange, ich gönne Dir jedes erdenkliche Vergnügen mit dem Kultfilm Goldfinger, das ist nur meine Meinung und somit nicht von nennenswerter Bedeutung.
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Don-Corleone

009 - Killed in East Berlin - Dressed as a clown with a fake Faberge egg in my hand

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89

Donnerstag, 26. März 2015, 20:26

Da reicht 1mal :sos: nicht aus :D

Es gebt ja nicht wenige die Die Another Day als chronologische Zeitreise durch die Bondhistorie sehen.

Der Anfang mit der Folterszene ist eine Hommage an die Fleming Romane, danach die Hong Kong / Kubaszenen symbolisieren die Conneryära der 60er Jahre. Mit dem Flug nach London und der "Diamonds" Lektüre inkl "London Calling" beginnen die 70er.
Das Ende der 70er Jahre wird durch den eher "fantastischeren" (wenn auch nicht so gelungen) Look wie z.B. den Eispalast symbolisiert. Die 80er Jahre werden etwas schnell abgehandelt mit ein bisschen Rollfeldaction was an TLD erinnert und die Action im Flugzeug sind 90er pur (und das ist kein besonderes Kompliment)

Die Idee ansich finde ich ja charmant, mit dem 4ten Film von Brosnan, mal so richtig "over the top" auf die "Kacke zu hauen". Aber die Umsetzung :think: ohje,aber lassen wir das , der Film kriegt ja schon ständig genug Prügel. Für mich kämpft er - glaube ich für immer - um den vorletzten Platz mit TND.
Schönes Gewehr, passt eigentlich mehr zu einer Frau. - Verstehen Sie etwas von Waffen Mr.Bond ? - Nein, aber etwas von Frauen.

rog

Agent

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90

Samstag, 28. März 2015, 01:29

Hier wird Dir (massiv) geholfen ! (Vor allem auf der Seite 1 + Seite 3 !)

http://www.razyboard.com/system/morethre…05-86820-0.html

Kronsteen

James Bond Club Deutschland - SPECTRE Nr. 005

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91

Dienstag, 22. Dezember 2015, 15:22

Glückwunsch an TWINE: Ungesehen einen Platz in meiner Bestenliste nach oben gepurzelt, nachdem ich gestern zufälligerweise in die 2. Hälfte zu DAD ins ZDF reingezappt habe.

Gestern fiel mir mal wieder auf, was ich einfach nicht mag an diesem Film: Die Optik. Klar, CGI ist teilweise unterirdisch und Jinx nervt, aber v.a. verstehe ich nicht, wie man den Film nur durch die Bank so künstlich aussehen lassen konnte. Besonders auffällig fand ich es diesmal bei der Präsentation von Gustav Graves. Dieses grelle Licht wirkt einfach nur billig.
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

92

Dienstag, 22. Dezember 2015, 17:41

Glückwunsch an TWINE: Ungesehen einen Platz in meiner Bestenliste nach oben gepurzelt, nachdem ich gestern zufälligerweise in die 2. Hälfte zu DAD ins ZDF reingezappt habe.

Gestern fiel mir mal wieder auf, was ich einfach nicht mag an diesem Film: Die Optik. Klar, CGI ist teilweise unterirdisch und Jinx nervt, aber v.a. verstehe ich nicht, wie man den Film nur durch die Bank so künstlich aussehen lassen konnte. Besonders auffällig fand ich es diesmal bei der Präsentation von Gustav Graves. Dieses grelle Licht wirkt einfach nur billig.

Dafür sind die Havanna (Cadiz) Szenen wunderschön. Ich liebe diese Stadt. 8)

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Dienstag, 22. Dezember 2015, 19:40

Mag der Film für mich auch besser als GE, GF und AVTAK sein, so ist es dennoch ein Kandidat, der bei mir immer mal wieder aus der Top 20 rausfliegt.
Die künstliche Optik ist mir gestern ebenfalls sehr negativ ins Auge gefallen, erschwerend hinzu kommen diverse Dialoge auf Spectre-Niveau :D
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Havanna

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94

Samstag, 25. Februar 2017, 16:43

DAD, das von vielen ungeliebte Stiefkind des Franchises. Zumindest unter den Fans hat er zumeist einen sehr schweren Stand: Zu künstlich, siehe Bonds Surfszene in Island; zu unrealistisch/over the top, siehe Genklinik; zu gewollt, siehe die in beinahe jede Filmminute reingepressten Reminiszenzen an frühere Bondfilme...All das sind für mich nachvollziehbare Kritikpunkte, dennoch überrascht mich die Vehemenz, mit der dieser Film teilweise gehasst zu werden.



Bei einer genaueren Analyse von Brosnans Abschiedswerk ist mir aufgefallen, dass viele Elemente, die an DAD kritisiert werden, im Grunde genommen geradezu typisch für das Franchise sind:
  • Ein größenwahnsinniger, schmieriger, reicher Bösewicht: Dr. No, Stromberg, Drax, Graves.

  • Besagter Villain veranstaltet eine Party um sich feiern zu lassen: Zorins Pferdeauktion, Greenes Umweltrede, Ikarus.

  • Er bedroht den Weltfrieden mit teils übertriebenen/unrealistischen Waffen und Technologien: Blofeld in allen Filmen, in denen er auftritt, Stromberg, Drax, Graves.

  • Er besitzt ein fantastisches Versteck: Blofeld in Blofelds Vulkan, Strombergs Atlantis, Drax' Raumstation, Carvers Stealth-Boot, Graves' Eispalast.

  • Ein zu Beginn vordergründig harmloser und freundlicher sportlicher Wettstreit zwischen Bond und Villain: Ob Golf mit Goldfinger (hier um Gold, da um Diamanten), Schießen mit Drax, Domination mit Blofeld, Backgammon mit Kamal Khan oder Fechten mit Graves.

  • Übertriebene Waffen und Gadgets von Bond: Bonds Tauchlotus war in den 70ern sicher nicht weniger fantastisch und unrealistisch als das unsichtbare Auto in DAD im Jahr 2002. Ersterer wird aber von vielen, die Letzteren kritisieren, schon beinahe kultisch verehrt. Von der Vielzahl anderer Gadgets, die Bond im Laufe der Jahrzehnte benutzt, müssen wir gar nicht reden. Das unsichtbare Auto tut sich da weder positiv noch negativ hervor. Im Kampf mit Zao gefällt mir umgekehrt sogar die Idee, dass Bonds Auto nicht automatisch überlegen ist, sondern er sich in
    einem Kampf mit einem ebenso aufgerüsteten Auto beweisen muss.

  • Die Dialoge sind teils peinlich, das stimmt. Ich finde, dass z.B. dieses Raubtiergeschwafel zwischen Jinx und Bond auf Kuba einer der wenigen Fremdschämmomente ist, die es im Bond-Franchise gibt. Parallel zum Lotus/Aston-Martin-Paradoxon finden z.B. manche hier im Forum den sehr ähnlichen, für mich auch peinlichen Raubtierdialog zwischen Bond und Fiona in TB erotisch. Ich sehe da keinen Unterschied, nur Parallelen.

Viele dieser Punkte entfalten sich erst (richtig) ab Island, also gerade ab der zweiten Hälfte des Filmes, die zumindest im Forum als eindeutig schwächere empfunden wird. Stören die vielen „klassischen“ Bondelemente in einem „modernen“ Bondfilm, der zumindest am Anfang härter und realistischer wirkt? Speziell Brosnans Bond wird ja häufiger vorgeworfen, vermeintlich
„klassische“ Elemente der Bondserie herunterzuspulen. Oder stören sie an sich nicht und sind einfach zu schlecht umgesetzt? Oder sind beide Hälften an sich nicht schlecht, passen aber einfach nicht
zusammen?


Natürlich hat der Film Schwächen:
Jinx ist eine schlecht geschriebene Powerfrauenfigur, die nervt. Wobei nervige Frauenfiguren auch nichts Neues in der Bondserie sind. Das CGI ist übertrieben eingesetzt und verleiht dem Film teilweise etwas Künstliches. Teilweise ist dies aber auch der Entstehungszeit des Filmes zuzuschreiben, in der ein CGI-Overkill nicht selten war, man erinnere sich an die Star-Wars-Episoden aus dieser Zeit. Das kann ich nach einem kurzen Ärgern aber genauso gut ausblenden wie die Rückblenden in den frühen Bondfilmen oder die mit Lichtgeschwindigkeit durchs Wasser pflügende Disco Volante.


Umgekehrt fühle ich mich von dem Film an sich einfach toll unterhalten, was für mich das wichtigste Kriterium an einem Bondfilm ist, noch vor „Anspruch“. DAD ist ein Popcorn-/OverThe-Top-Bond zum Genießen und Gehirnausschalten. Und weil er auch gar nicht versucht, mehr zu sein (man beachte nur wie oft die meiner Meinung nach als Vorbild für die Figur Graves dienenden Drax und Stromberg in der Übersicht oben auftauchen), ist er mir sympathisch und gefällt mir gerade in seiner Übertriebenheit gut. Aber ich mag Brosnan als Bond sowieso sehr gern. :)

Django

Der Andere

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95

Montag, 27. Februar 2017, 08:27

Also die CGI-Effekte sind es nicht... Wie Du richtig bemerkst, gab's da in der Bond-Vergangenheit - selbst für damalige Verhältnisse - weit schlechtere Effekte. Was für mich aber gar nicht geht, ist das unsichtbare Auto. Auch die Gen-Sache ist grenzwertig. Und zwar, weil's einfach völlig am Zeitgeist vorbei ist. Klar: Auch der tauchfähige Lotus in TSWLM ist peinlich-übertrieben, aber für 1977 war das okay. Wäre DAD 25 Jahre zuvor herausgekommen, hätte der Film vielleicht sogar funktioniert. Nur hat sich eben bis 2002 nicht nur das Bond-Universum, sondern die ganze Welt massiv geändert und was in den 1970ern als cool und modern empfunden wurde (und auch heute noch gut rüberkommt, weil man ja weiss, dass es aus einer anderen Zeit stammt), wirkte auf einmal nur noch trashig-lächerlich. Vor allem, da versucht wurde, das ganze Over-the-Top-Szenario mit irgendwelcher Pseudo-Tragik anzureichern. Ganz schlechte Mischung... Mit DAD wollten die Bond-Macher das Rad der Zeit zumindest halbwegs zurückdrehen - und sind kläglich gescheitert.

Aber etwas muss man DAD zugutehalten: Bond ist als Charakter gefestigt, ausgereift und er schleppt auch keinen Psycho-Schrott mit sich herum. Auch ist nicht mit Graves verwandt oder so...

Mister Bond

Felix Leiter

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96

Montag, 27. Februar 2017, 11:37

@Havanna:
Also die meisten Kritikpunkte, die du aufführst standen doch nie groß zur Debatte. Lediglich das schwache CGI. Wenn man es nicht besser kann, soll man es sein lassen. Bond ist kein Science-Fiction/Fantasyfilm. Dann das unsichtbare Auto! Und wie kann man das mit dem Lotus Espirt vergleichen? Das mit dem Lotus könnte physisch machbar sein. Hat auf jeden Fall was handfesteres. Das mit dem Aston Martin "Vanish" ist einfach nur Quatsch!
Der dämliche Raubtier-Dialog. ABER, wie man es richtig macht, zeigen Connery und Paluzzi in TB. Jawohl, für mich immer noch einer der heißesten Momente.
Und Halle Berry ist mir als Jinx zu cocky, also großspurig, wird aber so oft von Bond gerettet wie noch keine Dame zuvor.

Havanna

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Montag, 27. Februar 2017, 20:34

@Django:
Diese Pseudo-Tragik spielt doch nur im ersten Drittel eine wirkliche Rolle, ab seinem Hotelaufenthalt ist Bond doch wieder ganz der alte und nur bei Frosts "Enttarnung" wird es überhaupt nochmal erwähnt, ohne irgendwelche Folgen außer Bonds kurzer Überraschung. Wenn überhaupt kann man DAD vorwerfen, dass die so hoch aufgehängte Verratgeschichte bis auf den kurzen Überraschungsmoment keine tiefere Bedeutung für die Story hat. Dann sind wir aber wieder auf einer Analyseebene, die den meisten Bondfilmen nicht gut tut.:)
Zeitgeist ist nur ein anderes Wort für Massengeschmack. Und wenn der sich wieder in seichtere Fahrwasser begibt, gibt es vielleicht irgendwann ja auch wieder eine Begnadigung für DAD.:) Aber im Ernst: Vielleicht würde er aus dem von dir erwähnten Grund des Zeitgeists bei mir auch weniger funktionieren, wenn ich ihn nicht als Jubiläums-goodOldTimes-Bondfilm sehen könnte und würde. Dann funktioniert das mit dem Rad zurückdrehen auch gut.

@Mister Bond:
Also ein Auto, das sich in den 70ern innerhalb von Sekunden in ein voll funktionierendes U-Boot verwandelt, halte ich für nicht mehr und nicht weniger realistisch als ein "unsichtbares" Auto in den 2000ern. Sooo weit hergeholt wie man denkt ist es nämlich gar nicht: Im Gegensatz zum Lotus wird die Technik dahinter zumindest (pseudo)erklärt, an Ähnlichem wurde/wird geforscht (http://www.focus.de/wissen/videos/unsich…id_4973370.html, http://www.focus.de/wissen/technik/erfin…id_4671646.html. Jaja, ich weiß, Focus) und auch im Film ist es ja eben gerade NICHT vollständig unsichtbar (siehe R hinter dem Auto und die Umrisse, die man in Island sieht).
Wie gesagt, realistisch ist nichts davon, wie Django ja auch erwähnt, aber die beiden Autos geben sich nichts. Mal ganz abgesehen von noch viel Unrealistischeren Dingen wie ein Atemstäbchen oder Ähnlichem.
Bei meinem Problem mit dem Raubtierdialog habe ich ja schonmal gemerkt, dass ich bei dem Thema allein auf weiter Flur stehe. Scheint mein persönliches Problem zu sein, meinetwegen.:D

Mister Bond

Felix Leiter

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Dienstag, 28. Februar 2017, 01:16

Nein, nein und nochmal nein. Ich stimme in einiges zu, aber nicht, dass der Lotus Esprit technisch unwahrscheinlicher als der Aston Martin Vanish sein soll.
Warum? Weil es den Lotus Esprit in zwei Variationen gibt. Auto und Unterwasser-Gefährt. Den Aston Martin gibt es nicht unsichtbar.
Und wenn man Bock hätte, wäre die technische Umsetzung eines Autos, das zum U-Boot werden kann, sicherlich aus heutiger Sicht ein Klacks. Die Frage ist immer die Wirtschaftlichkeit.
Aston Martin Vanish ist unwirklich. Es ist nicht da....es ist Luft.

Martin

Brosnans Last Line of Defense

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Donnerstag, 2. März 2017, 06:55

@Mister Bond:
Also ein Auto, das sich in den 70ern innerhalb von Sekunden in ein voll funktionierendes U-Boot verwandelt, halte ich für nicht mehr und nicht weniger realistisch als ein "unsichtbares" Auto in den 2000ern. Sooo weit hergeholt wie man denkt ist es nämlich gar nicht: Im Gegensatz zum Lotus wird die Technik dahinter zumindest (pseudo)erklärt, an Ähnlichem wurde/wird geforscht (http://www.focus.de/wissen/videos/unsich…id_4973370.html, http://www.focus.de/wissen/technik/erfin…id_4671646.html. Jaja, ich weiß, Focus) und auch im Film ist es ja eben gerade NICHT vollständig unsichtbar (siehe R hinter dem Auto und die Umrisse, die man in Island sieht).
Wie gesagt, realistisch ist nichts davon, wie Django ja auch erwähnt, aber die beiden Autos geben sich nichts. Mal ganz abgesehen von noch viel Unrealistischeren Dingen wie ein Atemstäbchen oder Ähnlichem.


Die Diskussion um Unsichtbarkeit versus Tauchfähigkeit gab es hier im Forum nach dem Film ziemlich ausführlich. Dass beides so wie es jeweils im Film gezeigt wird nicht machbar ist, setzt das für mich aber noch lange nicht gleich.

Man kann beim Lotus beispielsweise bemängeln, dass die Räder im Inneren verschwinden, was bei einem so kleinem Sportwagen auch ohne die ganzen eingebauten Gadgets sehr schwierig wäre. Aber grundsätzlich ist ein tauchendes Auto machbar. Es gab damals schon Ein-Mann- oder Zwei-Mann-U-Boote, wie man sie ja auch auf der gegnerischen Seite in TSWLM sieht. Das Problem ist weniger das Tauchauto, sondern eher die Verwandlung an sich. Deshalb glaube ich auch nicht, dass das 1977 "peinlich-übertrieben" gewirkt hat. (Da wäre die Gondola in MR viel eher ein Kandidat) Der Lotus zeigte eigentlich noch nicht mal eine wirklich futuristische Technologie, eher eine längst existierende in leicht gewagter Form.

Beim Vanquish ist es dagegen so, dass es weder 2002 noch jetzt vergleichbar funktionierende Vorrichtungen gibt. Da liegt mMn ähnlich wie bei der Gentherapie der entscheidende Unterschied. In vielen Szenen ist das Auto ja schon zu 100 % Prozent unsichtbar, beispielsweise wenn es aus dem U-Bahn-Tunnel kommt, oder wenn Zao direkt darauf zu fährt. Gerade auch auf einer so krass ausgeleuchteten Umgebung wie einem Eissee bei strahlendem Sonnenschein wäre es extrem schwierig, eine entsprechende Illusion zu erzeugen, weil man nicht nur ein Bild via OLEDs oder ähnlichem erzeugen, sondern auch die entsprechende Lichtintensität des Hintergrundes hinkriegen müsste. Und dann müsste die entsprechende Monitor-Folie ja auch auf Reifen etc. aufgebracht sein.

Dazu kommt, dass es anders als bei TSWLM keine wirklich wichtige Szene gibt, in der diese Spezialfunktion einen besonderen Nutzen hat. Interessant wäre hier vielleicht eine längere Observierung gewesen, oder eher eine Verfolgungsjagd mit einem Helikopter, wo die Tarnung in Verbindung mit dem Untergrund von Vorteil gewesen wäre. Bei der Jagd mit Zao geht sie ja gleich kaputt und liefert dann nur einen Schlussgag.

Viele dieser Punkte entfalten sich erst (richtig) ab Island, also gerade ab der zweiten Hälfte des Filmes, die zumindest im Forum als eindeutig schwächere empfunden wird. Stören die vielen „klassischen“ Bondelemente in einem „modernen“ Bondfilm, der zumindest am Anfang härter und realistischer wirkt? Speziell Brosnans Bond wird ja häufiger vorgeworfen, vermeintlich „klassische“ Elemente der Bondserie herunterzuspulen. Oder stören sie an sich nicht und sind einfach zu schlecht umgesetzt? Oder sind beide Hälften an sich nicht schlecht, passen aber einfach nicht
zusammen?


Nach meiner Erfahrung sind es weniger diese klassischen Elemente an sich, die kritisiert werden, als vielmehr die jeweilige Umsetzung. Ein Beispiel wäre hier Toby Stephens als Graves. In einem Interview meinte Stephens mal, dass ihn die Rolle des Bondschurken nur einen kleinen Bruchteil seiner schauspielerischen Bandbreite abforderte. Dazu in Kontrast steht meiner Meinung nach ein Zitat von Christopher Lee: "Even if all my films haven't pleased everybody, I'd like people to realize that I've always given each film my all. I would like to think that I've shown integrity and dedication in every one of my roles. I always do my best and, you know, I really do love what I do." Lee und viele andere Villain-Darsteller versuchten, ihre gesamte Bandbreite einzubringen, auch wenn ihnen der Film noch so lächerlich erschien.

Von daher glaube ich auch, dass es DAD gar nicht mal so sehr aus dem Zeitgeist fiel. Es gab ja eigentlich immer übertrieben eskapistisch angelegte Filme, die sehr gut funktionierten. Wie 2003 beispielsweise "Fluch der Karibik". Das Hauptproblem bei DAD ist für mich hauptsächlich ein fehlendes Gespür für die feine Grenze zwischen dem, was in einem Franchise funktioniert und was nicht. Und fehlende Perfektion im Detail. Vielleicht würde MR ohne einen Ken Adam, einen John Barry und vielen anderen Komponenten heute auf ähnlich wenig Gegenliebe stoßen...

Bei meinem Problem mit dem Raubtierdialog habe ich ja schonmal gemerkt, dass ich bei dem Thema allein auf weiter Flur stehe. Scheint mein persönliches Problem zu sein, meinetwegen.


Nö, das sehe ich ganz ähnlich. :)

Django

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100

Donnerstag, 2. März 2017, 08:39

Beim Vanquish ist es dagegen so, dass es weder 2002 noch jetzt vergleichbar funktionierende Vorrichtungen gibt.

Genauso sehe ich das auch. Das war einfach vieeeeeeeel zu viel. Heute beurteile ich das zwar etwas milder, finde es aber immer noch sehr störend. Ich weiss aber noch, wie Ende 2002, als ich DAD zum ersten (und für lange Zeit letzten) Mal sah, mir ernsthaft überlegte, das Kino vorzeitig zu verlassen als der Vanquish auftauchte :thumbdown: . Da dachte ich echt, ich sei im falschen Film ?(