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Mister Bond

Felix Leiter

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61

Donnerstag, 21. August 2014, 09:12

Der Titelsong ist für mich der beste der ganzen Reihe(Anmerkung:Warum stören sich eigentlich so viele an dem?

Was gibt es da noch zu fragen, wenn geschätzt 95 % der Menschheit diesen Song nicht mag.
Es ist nicht nur ein schlechter Bondsong, ja sogar für Madonna-Verhältnisse ein miserabler Song. Ich gehe sogar so weit, da bin ich wohl wirklich der Einzige, der den kompletten Rest des Films diesen unsäglichen Song vorzieht.

Django

Der Andere

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62

Donnerstag, 21. August 2014, 09:50

Wenn er jetzt nicht im Rahmen des Marathons dran wäre, würde ich DAD vermutlich nie wieder in meinem Leben anschauen.

:thumbsup:
DAD ist auch der einzige ("richtige") Bond-Film, zu dem ich mich jeweils ein bisschen überwinden muss... Obwohl ich nicht abstreiten will, dass er durchaus auch ein paar gelungene Szenen und gute Ideen hat.

largo

Agent

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63

Donnerstag, 21. August 2014, 10:29

Was gibt es da noch zu fragen, wenn geschätzt 95 % der Menschheit diesen Song nicht mag.
Es ist nicht nur ein schlechter Bondsong, ja sogar für Madonna-Verhältnisse ein miserabler Song. Ich gehe sogar so weit, da bin ich wohl wirklich der Einzige, der den kompletten Rest des Films diesen unsäglichen Song vorzieht.[/quote]

Das soll jetzt zu keiner Offtopic-Diskussion werden,aber mich würde doch mal interessieren,warum so viele Madonna hassen?
Solche Titel sind zwar fragwürdig,aber ich könnte keinen Interpreten nennen der ähnlich viele geniale Songs über so einen Zeitraum gemacht hat und Die Another Day ist einer ihrer besten.Zudem ist er als erster Titelsong perfekt in den Übergang zwischen Pretitle Sequenz und Hauptfilm eingewebt.Der Song ist freilich Geschmackssache,aber selbst die die ihn nicht mögen,müssen doch eingestehen,dass es hundertmal besser als Tonmüll wie TMWTGG oder ATH

ollistone

Consigliere

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64

Donnerstag, 21. August 2014, 11:41

Für mich ein würdiger Abschluss, wenn man so will, einer Großartigen Ära, die Platz für etwas ganz anderes schafft.


Bei mir schafft die Brosnan-Ära vor allem Platz für Erleichterung, dass sie vorbei ist und die Bond-Reihe dennoch nicht tot, dass Craig-Bond wie Phoenix aus der Asche steigen konnte.
Als ich zur Schule ging, fragten sie mich, was ich werden will, wenn ich erwachsen bin. Ich schrieb: "Glücklich." Sie sagten mir, ich hätte die Aufgabe nicht verstanden. Ich sagte ihnen, sie hätten das Leben nicht verstanden.

John Lennon

Django

Der Andere

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65

Donnerstag, 21. August 2014, 11:58

Das soll jetzt zu keiner Offtopic-Diskussion werden,aber mich würde doch mal interessieren,warum so viele Madonna hassen?

Das nichts mit Madonna hassen zu tun. Ich finde, Madonna hat durchaus gute Sachen gemacht, die auch gerne anhöre. Der DAD-Song gehört aber leider definitv nicht dazu. Er ist einfach nicht gut und passt zudem m.E. auch stilistisch nicht zu einem Bond-Film... Es geht aber auch anders herum: Alles, was ich bisher von Adele gehört habe, lässt mich die Wände rauf gehen - mit Ausnahme von SF. Dieser Song gefällt mir echt gut.

Zitat

hundertmal besser als Tonmüll wie TMWTGG oder ATH

TMWTGG ist vielleicht nir der beste Bond-Score, aber dennoch ein solider Beitrag. Und was ist "ATH"?

largo

Agent

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66

Donnerstag, 21. August 2014, 12:13

ATH=All Time High,der Octopussy-Titelsong.Der ist für mich der schlechteste.

Spree

Bondforumswissenschaftlicher Forscher & Mitglied der QOS-Splittergruppe

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67

Donnerstag, 21. August 2014, 13:11

Ich ziehe die Songs von TMWTGG und OP dem von DAD jeden Tag vor.

I never left!

Don-Corleone

009 - Killed in East Berlin - Dressed as a clown with a fake Faberge egg in my hand

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68

Donnerstag, 21. August 2014, 13:32

Ich glaube es hasst niemand Madonna, ich bin zwar kein Fan von ihr, aber die Frau ist in der Tat seit Jahrzehnten eine Topkünstlerin. Aber den Song DAD halte auch ich - gerade wenn ich ihn mit vielen anderen Madonna Songs vergleiche - für sehr austauschbar und belanglos. Kein Highlight in ihrer Karriere. Sie selbst hat den Song glaube ich nur auf einer Tour (kurz nach Erscheinen des Songs) gespielt. Wenn man über Madonnas Schaffen berichtet dann spielt dieser Songs überhaupt keine Rolle.

Bestes Gegenspiel sind hier Duran Duran, A-ha oder auch Paul McCartney, ihre Bondsongs werden noch immer auf den Touren live gespielt und begeistert aufgenommen. Ich denke bei Adele wird es zukünftig ähnlich sein.
Schönes Gewehr, passt eigentlich mehr zu einer Frau. - Verstehen Sie etwas von Waffen Mr.Bond ? - Nein, aber etwas von Frauen.

Hubert Bonisseur

Il est auto-suffisante ...

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69

Donnerstag, 21. August 2014, 15:03

Wenn er jetzt nicht im Rahmen des Marathons dran wäre, würde ich DAD vermutlich nie wieder in meinem Leben anschauen.

:thumbsup:
DAD ist auch der einzige ("richtige") Bond-Film, zu dem ich mich jeweils ein bisschen überwinden muss... Obwohl ich nicht abstreiten will, dass er durchaus auch ein paar gelungene Szenen und gute Ideen hat.


Tja, so geht es mir mit YOLT, der ja bei einigen hier recht weit oben steht. Aber das ist gut. Denn es zeigt, dass Bond für jeden Geschmack etwas bietet über 23 (24) Filme. Und das die Figur und die Serie genau deshalb über 50 Jahre beliebt geblieben ist ...
The question still stands Mr. Bond...did you touch her? ...

Kronsteen

James Bond Club Deutschland - SPECTRE Nr. 005

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70

Donnerstag, 21. August 2014, 15:23

Wenn er jetzt nicht im Rahmen des Marathons dran wäre, würde ich DAD vermutlich nie wieder in meinem Leben anschauen.

:thumbsup:
DAD ist auch der einzige ("richtige") Bond-Film, zu dem ich mich jeweils ein bisschen überwinden muss... Obwohl ich nicht abstreiten will, dass er durchaus auch ein paar gelungene Szenen und gute Ideen hat.


Tja, so geht es mir mit YOLT, der ja bei einigen hier recht weit oben steht.


So viele sind das nicht.
Da bin ich fast alleine auf weiter Flur. ;(
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

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71

Donnerstag, 21. August 2014, 17:56

ATH=All Time High,der Octopussy-Titelsong.Der ist für mich der schlechteste.
Ouch. Talk about bad taste. :dance:

Scarpine

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Donnerstag, 9. Oktober 2014, 17:04

Ich habe mir den Film am Montag im TV mal wieder angesehen und muss sagen, dass er mir doch wieder besser gefällt als früher. Sicher hinsichtlich der Story, der Dialoge, der Regie und der Effekte hat der Streifen diverse Aussetzer, aber ich kann mich mit manchen Elementen mittlerweile weit mehr anfreunden als noch vor einigen Jahren. Ein gutes Beispiel ist das vielgescholtene unsichtbare Auto. Auch wenn es etwas sehr over-the-top ist, finde ich die Idee doch sehr reizvoll, auch wenn sie optisch suboptimal umgesetzt wurde. Ich finde hier den Vergleich mit Moores Lotus gerechtfertigt. Auch den tauchenden Sportwagen hat man anno 1977 sicher erstmal als futuristischen Quatsch abgetan. Reizvoll wäre es hier sicherlich auch gewesen, die Erwartungshaltung des Zuschauers zu konterkarieren. In "For Your Eyes Only" wird Moores tauchender Superwagen binnen Sekunden nutzlos für ihn. Eine ähnlich Situation hätten die Autoren für Brosnans potenziellen fünften Einsatz anno 2004 schreiben können. Die Zuschauer hätten sich bestimmt köstlich amüsiert und Brosnans Superman-Image hätte man auf diese Weise vergleichbar zu Moores fünften Einsatz wieder deutlich zurückschrauben können. Aber das nur am Rande.

Das Problem von "Die Another Day" ist einfach, dass die Macher hier zu viel wollten. Viel zu viel. Der Film ist einfach überladen von Elementen. Dabei stören mich noch nicht einmal die palaktiven Referenzen zum vierzigsten Jubiläum oder die eher holzschnittartigen Figuren des Werks, sondern vor allem die Attitüde alles so sehr zu übertreiben, dass es lächerlich wird. Um mal ein paar Beispiele zu nennen: Halle Berry ist ein sympathische, hübsche und wandelbare Schauspielerin, aber muss sie uns von der Regie wirklich so penetrant, oberflächlich und nervtötend präsentiert werden? Zugegeben auch ein Umstand, den ich auch nicht mehr ganz so drastisch sehe, trotzdem befindet sich Jinx immer noch auf einem der hintersten Plätze meiner Bondgirl-Rangliste. Bekanntlich beginnt der ganz große Ärger für die Bondfans ja erst ab Island. Hier kann ich zustimmen. Die erste Filmhälfte ist insgesamt stilvoller, souveräner, ja sogar schlicht bondiger. Trotzdem finde ich nicht, dass man die zweiten Filmhälfte dafür in die Tonne treten muss. Der Eispalast ist zum Beispiel - inklusive Bonds Suite - eine Augenweide, Graves Ikarus-Präsentation sehr villainlike, die Interaktion zwischen dem Schurkentrio Graves-Miranda-Zao interessant (vor allem die beiden "Wiederbegegnungsszenen") und Bonds Tauchgang unter dem Eis für mich immer ein sehr atmosphärischer, echter Filmmoment in diesem eher videospielhaften Filmteil.

Wo wird der Film nun also too much? Das beginnt für mich im wesentlichen mit der Befreiung von Jinx. Mr. Kil hätte man nebenbei auch besser abtreten lassen können. Diese ganze Akrobatik mit den freischwebenden Lasern erinnert mehr an einen Star Wars-Film als an ein Bond-Abenteuer. Gleiches Spiel bei Bonds Flucht: Dass 007 von Ikarus in die Enge getrieben an der Eiswand hängt, fand ich immer sehr spannend. Auch wie er sich aus der brenzligen Situation befreien kann, finde ich gut. Aber muss Bond dann auch noch auf der - zudem schlecht animierten - Tsunami-Welle surfen? Gleiches Spiel bei der Auto-Verfolgungsjagd auf dem Eis: Die Idee finde ich super, die Umsetzung mäßig. Bond hat schon ein Superauto mit Tarnfunktion, muss Zao dann auch noch einen Superwagen haben und müssen die beiden sich wie im Videospiel mit dutzenden Raketen gegenseitig beschießen? Irgendein User im alten Forum schrieb mal das Ganze wirke wie Godzilla gegen Mechagodzilla oder so ähnlich. Das mag überspitzt formuliert sein, trifft aber den Kern der Sache. Zudem sind die Effekte einfach nicht sehr gelungen. Bei einem Film mit einem Budget von rund 150 Millionen Dollar muss man einfach mehr erwarten dürfen: Aber der Aston Martin wirkt fürchterlich verpixelt, die Tsunami-Sequenz sieht aus wie aus einem Making-Of (als wäre sie nicht richtig zu Ende bearbeitet worden), Jinx`s Sprung ist unglaubwürdig animiert und das Flugzeug-Finale ist auch nicht wirklich überzeugend. Mag sein, dass "Die Another Day" mittlerweile zwölf Jahre auf dem Buckel hat und man heute ganz andere Effektorgien gewöhnt ist, aber andere Großproduktionen der Zeit um 2002 herum sind effektetechnisch einfach wesentlich besser gealtert. Die Produzenten haben das zum Glück erkannt und die CGI-Szenen in den späteren Filmen deutlich reduziert. Bond stand ja nicht umsonst immer schon für spektakuläre, aber handgemachte Action. Insgesamt ist es tatsächlich dieses "too much" in den Over-the-Top-Szenen, das den Film teilweise ins Bodenlose stürzen lässt.

Ansonsten ist "Die Another Day" eigentlich ganz solide. Auch die Schauspieler machen ihre Sache gut. Brosnan ist einfach nur souverän, smart und stilvoll. Mit einem Wort: Top! Die Darbietungen von Toby Stephens und Rosamund Pike gefallen mir mittlerweile besser als früher. Zao hat ja im Fandom keine große Lobby, aber ich empfinde ihn - inklusive Abgang - doch als souveränen, erinnerungswürdigen Henchman. Sicherlich nicht in der Top-Riege der Handlanger, aber doch besser als sein Ruf. Insgesamt war es ein aufschlussreicheres und milderes Wiedersehen mit einem meiner Bestenliste-Schlusslichter, als ich es erwartet hatte.
"Enjoying our little party, Monsieur... Saint John Smythe?"

Kronsteen

James Bond Club Deutschland - SPECTRE Nr. 005

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73

Donnerstag, 9. Oktober 2014, 17:15

Schöne "Ehrenrettung" DADs, Scarpine.

Was ich zur Milderung meiner doch zumeist recht vernichtenden Meinung über DAD ebenfalls anfügen möchte:

Im Gegensatz zu TND und TWINE hat DAD Szenen, auf die ich mich beim Schauen freue:
- Bond und Raoul
- Generell Bond in Havanna
- Die Fechtszene
- "London Calling" inkl. Fallschirmsprung
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

macon

MI6 Staff

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74

Donnerstag, 9. Oktober 2014, 17:23

Sehr, sehr guter Beitrag, Scarpine :thumbup:

Vor allem weil Du teilweise eine Lanze für die arg gescholtene Islands-Sequenz bricht: auch ich finde den Eispalast und die Vorstellung von Ikarus richtig bondig..

Und zur Tsunami-Reit-Szene: sie ist billig und deshalb richtig peinlich. Aber ehrlich gesagt fand ich die Fallschirm-Szene in QOS ähnlich peinlich. Und deshalb verteufel ich nicht den ganzen Film.

Bei mir steht DAD zwar auch eher hinten aber bei weitem nicht auf dem letzten Platz. Dafür macht er zuviel Spaß und - nicht zu vergessen - Brosnan find ich hier richtig gut.

Mister Bond

Felix Leiter

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75

Freitag, 10. Oktober 2014, 00:44

Scarpine schreibt mir fast aus der Seele. Beim letzten Schauen im Februar hat mir der Film auch mehr Spaß gemacht und er rangierte erstmals nicht auf den letzten Platz. Da gibt es langweiligeres. Nur ist vieles too much, egal ob Actionszenen oder Effekte. Brosnan sah ich ebenfalls noch nie als Manko. Und Jinx nervt, aber Halle Berry hat eine leckere Figur ;)
Und Toby Stephens fand ich schon immer etwas unterschätzt. Ich mag seine selbstbewusste, großkotzige Art. Passt zu einem Bond-Gegenspieler.

Luca

Donald 'Red' Grant

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76

Donnerstag, 30. Oktober 2014, 15:04

Als 90er Jahrgänger habe ich eine etwas spezielle Beziehung zu DAD, da dieser der aktuellste Bond war, als ich gerade anfing mich für die Filmreihe zu interessieren. Und wie das so ist in dem Alter, das neueste auch immer gleich das Beste. So sehr mich auch DN und TMWTGG faszinierten, ich konnte mir nicht vorstellen, dass diese besser als der aller neuste sein könnten. Ich sah immer mit etwas Ehrfurcht auf das riesige DAD Poster bei uns am Kino.

Aber wie das dann so ist, sollte es noch eine gefühlte Ewigkeit dauern, bis ich ihn dann endlich sehen durfte. Als es dann aber so weit war, haute mich dieser Film förmlich um. Meine hohen Erwartungen wurden voll erfüllt: eine Gunbarrel mit CGI Kugel aber klassischer Musik, tolle Surfaufnahmen, Havanna, ein unsichtbarer Aston und natürlich der unglaubliche Eispalast. In dem Alter war das natürlich der Traum schlecht hin, besser kann es nicht sein. Zudem eine Verfolgungsjagd, die ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht hätte vorstellen können (dazu kommt, dass ich die dazugehörige Carrera Bahn im gleichen Jahr geschenkt bekam). Man sieht direkt, dass bei einem in jungen Jahren eigentlich fast nur positive Eindrücke zurück bleiben.

Wie allen bekannt, blieb DAD dann auch erstmal für die nächsten 4 Jahre der aktuellste Bond. Und so kam es eben, dass DAD für mich der Inbegriff der modernen James Bond Filme war. Früher waren es Reifenschlitzer, heute eine Tarnoberfläche, was soll‘s?! So ist das heute nun mal, alles größer und besser. Wie weit diese Einstellung bei mir zu der Zeit verankert war, sieht man auch gut daran, dass ich Sterbens unglücklich war, als ich las, dass der
Aston im kommende Bond, CR, keinerlei Gadgets haben werde. Wie könne man denn so eine spannende Verfolgungsjagd in einem James Bond Film inszenieren, fragte ich mich. Dass ich da gehörig falsch lag, wurde mir dann letztendlich im Kino bewusst, wobei ich rückblickend an diesem Abend die schönste Filmerfahrung auf Lebenszeit hatte.

Heute hat sich meine Sicht auf DAD zwar nicht grundlegend, aber dennoch ein wenig geändert. In vielen Szenen wollten man einfach viel zu viel bzw. die Vorgänger der Serie mit allen Mitteln übertrumpfen. So kann ich den Kritikpunkten von Scarpine fast 1:1 recht geben: die Laser mussten nun wirklich nicht sein, Mister Kill ist nur lächerlich, die Ikarus Hetzte mit anschließendem Ritt auf der Superwelle ist einfach schlecht und zu dem Finale im Flugzeug wurde schon alles gesagt. Zudem ist der unsichtbare Aston vollkommen unnötig.

Aber natürlich bietet der Film nach wie vor auch sehr unterhaltsame Stellen, zu denen sich meine Meinung auch nicht geändert hat. So ist die PTS sehr dramatisch, die Folterung Bonds zeigt auch mal seine menschliche Seite, HK und Havanna sowie London sind ausgezeichnet in Szene gesetzt (besonders der Schwertkampf ist sehr spannend) und der Eispalast ist einfach grandios; so stillvoll und atmosphärisch ist das ganze, richtig gut! Die Verfolgungsjagd ist natürlich unheimlich aufgebauscht. Ein Kampf der Giganten - wobei alles ein wenig wie in einem Computer Spiel inszeniert ist, mit Raktenbeschüssen etc. Trotzdem finde ich auch dies sehr unterhaltsam. Den oft gescholtenen PB muss man hier auch mal in Schutz nehmen, er wirkt sehr cool und stillvoll. Seine beste Performance nach GE in meinen Augen.

Jinx ist allerdings einfach sch**ße, der Charakter nervt einfach nur. Zugegeben, Hally Berry is ne lecker Mädsche, die „ein paar“ Blickfänge zu bieten hat, aber die Rolle, die sie da spielen muss… nenene. Man hätte sie nach Havanna vielleicht lieber weg lassen sollen, ganz klarer Fall von f***en und vergessen. Das aber nur so am Rande.

Man merkt, dass bei mir DAD mit besonders vielen Erinnerungen und einer gewissen Nostalgie verbunden ist. Deswegen fällt mir ein ganz klares und hartes Urteil auch immer etwas schwer. Einen schlechten James Bond Film gab es für mich früher sowieso gar nicht. DAD ist einer der Filme, die man sich immer mal wieder angucken kann, weil sie gut unterhalten. Nicht mehr und nicht weniger. DAD ist einfach nicht langweilig, und genau das ist der Punkt. Und deswegen ist er auch nicht der schlechteste Bond Film aller Zeiten.
James Bond playing at Casino Royale - He won a lot of money and a gal at Casino Royale! Oh, he's not really such a wonderful spy - But winning lots of money and a gal, he's a fabulous guy!

Dabei seit dem 04.05.2009 (y)

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77

Donnerstag, 30. Oktober 2014, 15:20

Sehr schön geschrieben!
Im Übrigen kann ich das bedenkenlos unterschreiben, da es auch für mich einer der ersten Bondfilme war.
"Loyalität bedeutet mir wesentlich mehr als Geld."
Bond '89 - Robert Davi

Count Villain

Schurkengraf

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78

Donnerstag, 30. Oktober 2014, 20:24

Zitat

Den oft gescholtenen PB muss man hier auch mal in Schutz nehmen, er wirkt sehr cool und stillvoll. Seine beste Performance nach GE in meinen Augen.


Da muss ich widersprechen. Für mich wirkt er in GE noch etwas steif. Danach finde ich allerdings auch, dass er von Film zu Film immer besser in der Rolle wird. :)
Vernichte alles, was wir bei uns haben. Man hat uns enttarnt.

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79

Samstag, 28. Februar 2015, 15:40

Stirb an einem anderen Tag
Wahnsinn, der hat mich durchgehend unterhalten. Den letzten Platz hat er bei mir nicht mehr inne.

Es sind Umstände denkbar, unter denen ich diesen Film geniessen könnte, ja, unter denen er zur Nummer Eins (temporär) avancieren könnte:
Wenn ich bei einer langweiligen Familien-Feier einen Nebenraum entdeckte, in dem ein paar Männer DAD sehen ...
God save the Queen!

Kronsteen

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80

Mittwoch, 25. März 2015, 09:25

Hab den Film mal wieder gesehen. Über die Qualität habe ich mich schon oft ausgelassen. Das spar ich mir daher an dieser Stelle. ;)

Ich wollte aber mal fragen, welche Reminiszenzen zu den vorigen 19 Bondfilmen kamen denn in diesem Jubiläumsbond (20. Film im 40. Jahr) vor?

Ich bitte um Ergänzung:

  • In der Zeitung, die Bond im Flugzeug liest, steht "Diamonds are forever" (DAF)
  • Der Fallschirm von Gustav Graves hat den Union Jack drauf (TSWLM)
  • Verity verwendet den Begriff "Protegé" (FYEO)
  • Bond stellt sich Jinx mit "meine Freund nennen mich James Bond" vor (FRWL)
  • Bond spricht von "Berufsrisiko" (TB)
  • Q spricht davon, dass auch er niemals Scherze, wenn es um seine Arbeit ginge (GF)
  • In Qs Werkstatt sind der Schuh Klebbs (FRWL), das Jet Pack (TB), das Mini-Flugzeug und das Krokodil (OP) zu sehen
  • Auf Island verwendet Bond das Mini-Atmungsgerät zum Tauchen (TB)
  • In der Pretitle werden Luftkissenboote verwendet (DAF)
  • Der Aston Martin verfügt über einen Schleudersitz (GF)
  • Jinx steigt im Bikini aus dem Meer (DN)
  • Bonds Uhr hat einen Ortungssender (OP) und einen Laser (GE)
  • Chang filmt Bonds Liebesspiel durch einen Spiegel durch (FRWL)
  • Ein Weltall-Laser soll Zerstörung bringen (DAF)
  • Beim Fechtduell gehen Glasvitrinen zu Bruch (MR)


Was gibts noch?
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