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macon

MI6 Staff

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21

Dienstag, 20. August 2013, 15:05

Finde gerade im Brosnan-Thread ein paar mehr Bilder recfht passend. Denn da seh ich immer wieder, dass er rein optisch an sich die Idealbesetzung für Bond ist.

Dass er schauspielerich limitiert ist, glaub ich ich nicht. Gerade z. B. im "Ghostwriter" fand ich ihn sehr gut. Könnte ihn mir so auch in einem ernsterem Bond-Film vorstellen. Es lag wohl wirklich an den Drehbüchern...

Dalton ist Bond

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22

Dienstag, 20. August 2013, 15:11

Finde gerade im Brosnan-Thread ein paar mehr Bilder recfht passend. Denn da seh ich immer wieder, dass er rein optisch an sich die Idealbesetzung für Bond ist.

Dass er schauspielerich limitiert ist, glaub ich ich nicht. Gerade z. B. im "Ghostwriter" fand ich ihn sehr gut. Könnte ihn mir so auch in einem ernsterem Bond-Film vorstellen. Es lag wohl wirklich an den Drehbüchern...
Natürlich lag es an den Drehbüchern. Brosnan ist neben Dalton (optisch) der wohl passendste Bond-Darsteller. Nur leider waren seine Filme zu bombastischen CGI-Orgien degradiert worden. Richtig gut war das Drehbuch nur bei "GoldenEye".

TWINE hatte noch im Ansatz eine gute Geschichte, die aber leider nicht ausgeschöpft wurde. TND und DAD waren aber wirklich nur reine Actionfilme mit wenig bis gar keiner Story.

Ich hätte Brosnan gerne noch in einem fünften etwas ruhigeren Bond-Film gesehen.
"Ich helfe Menschen, die Probleme haben." - "Ein Problemlöser." - "Ich würde sagen, mehr ein Problembeseitiger." 8)

ollistone

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23

Dienstag, 20. August 2013, 15:23

Finde gerade im Brosnan-Thread ein paar mehr Bilder recfht passend.
Deshalb haben wir ja dem bzw. jedem Thread ein Foto vorangestellt.

Und wer trotzdem vergessen hat, wie Brosnan aussieht, kann ja die Google Bildersuche bemühen. Da würde ich Silencer (wie immer) zustimmen.
"Die Frechheiten des Jünglings sind bloß die Fußtritte des Esels, der sich an seinen Stall gewöhnt. Dagegen ist der Übermut des Erwachsenen, der jäh von seinem gekrümmten Rücken die Jahre der Geduld abschüttelt, ein bewundernswertes Schauspiel."
Nicolás Gómez Dávila

Don-Corleone

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24

Dienstag, 20. August 2013, 15:53

Na hoffentlich haben andere wie ich auch "Amnesie". Ich vergesse z.B. immer wieder wie Fiona, Domino, Vesper usw.. aussehen, aber dafür haben wir ja einen Thread :D
Schönes Gewehr, passt eigentlich mehr zu einer Frau. - Verstehen Sie etwas von Waffen Mr.Bond ? - Nein, aber etwas von Frauen.

James

Agent 007033

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25

Dienstag, 20. August 2013, 16:10

Finde gerade im Brosnan-Thread ein paar mehr Bilder recfht passend. Denn da seh ich immer wieder, dass er rein optisch an sich die Idealbesetzung für Bond ist.
Das mit den Bildern finde ich zwar auch über, wer es aber schön findet Promo-Bilder anzuschauen, bitte. Wie man aber drauf kommt, PB als Idealbesetzung für Bond zu sehen, ist mir ein Rätsel. Ich stelle mir weder einen Geheimagenten (unabhängig von Bond) noch 007 als Dressman vor. Und dem kam ja wohl PB von allen Darstellern am nächsten, oder? Man müsste sich wirklich mal die Mühe machen und zählen, wie viel Screentime er in einem Anzug oder Smoking zu sehen war. Gefühlt kommt da glaube ich nur Sir Roger nahe. Legt man den Bond der Romane zu Grunde, kommen Sir Sean und DC der 'Ideal-Bond' wohl am nächsten.
Life's a Blast... even when you're different. :thumbsup:

"you dirty double-crossin limey fink, these god-damned diamonds are phoneys" X(

26

Dienstag, 20. August 2013, 17:04

Ach ... der. Endlich weiß ich, wen Ihr hier meint ... :huh:
You made my day...und jetzt lockere ich mich mit den Fotos im Bondgirls Thread auf! :love:
"That's one hell of a Pilot!"

Dalton ist Bond

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27

Dienstag, 20. August 2013, 17:05

Viel Spaß :D
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28

Dienstag, 10. September 2013, 19:07

Nachdem ich eben "Der Ghostwriter" gesehen habe und vor einigen Wochen das "Thomas Crown" Remake stellt sich bei mir die Frage:

In den Filmen außerhalb der Bondreihe wirkt Brosnan immer irgendwie lockerer und ungezwungener. Als Bond war er mir stets zu steif, man hatte immer das Gefühl, er spielt einen Schauspieler der vorgibt 007 zu sein.
Wieso schaffte er es bei Bond nie der "fine decent Actor" zu sein, der er sowohl vor als auch nach Bond war.
Er ist wahrlich kein großer Schauspieler, der eine Platzierung in der ersten Reihe der großartigen Schauspieler verdient. Aber er ist definitiv besser als das was man bei Bond sieht.

Wir werden wohl nie dahinter kommen.
"That's one hell of a Pilot!"

Don-Corleone

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29

Dienstag, 10. September 2013, 19:18

Ja, sehe ich definitv genauso. In Ghostwriter fand ich ihn klasse und in Thomas Crown ebenfalls, souverän und gleichzeitig "lockerer". Bei den Bondfilmen steigert er sich zwar meiner Meinung nach von Film zu Film aber trotzdem wirkt er oft sehr "verkrampft" (insbesonders in Goldeneye). Mir ist damals schon aufgefallen das er schon fast zwanghaft in nahezu jedem Interview immer Sean Connery erwähnt hat und ihn immer als großes Vorbild nennt.

Das Problem ist, das er nicht der Typ ist um einen "Connerybond" glaubhaft darzustellen, um es mal etwas plakativ zu formulieren hätte "mehr Moore" und "weniger Connery" besser zu ihm gepasst. Diese lockere Selbstironie wie in Remington Steele geht ihm in den Bondfilmen nahezu komplett ab, schade, weil er vom Aussehen und Auftreten alles hat bzw. hatte was einen tollen Bond ausmacht. Aber ich vermute das er das ganze ZU ernst genommen hat, anstatt auf seine eigentlichen Stärken zu vertrauen.
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30

Dienstag, 10. September 2013, 19:30

Wir werden wohl nie dahinter kommen.


Wahrscheinlich nicht. Ich habe allerdings den Verdacht, dass die Produktionsumstände eine sehr große Rolle gespielt haben. Brosnan war mit den Drehbüchern oft unzufrieden und monierte zudem, dass EON sich in den Personalien nichts traute. So verpflichtete man lieber Teri Hatcher anstatt von Monica Bellucci, weil Erstere dem Publikum (insbesondere dem amerikanischen) wesentlich bekannter war. Zudem wünschte Brosnan sich ja Regisseure wie Quentin Tarantino oder David Cronenberg, was bei den Produzenten wohl eher zu einem müden Lächeln führte. Überhaupt waren wohl die Regisseure das Hauptproblem. Mit keinem seiner vier Spielleiter kam Brosnan sonderlich gut aus. Über Martin Campbell, Roger Spottiswoode und Michael Apted hat er sich wenig positiv geäußert und sich über Lee Tamahori - mit seiner späteren Sicht auf "Die Another Day" - sogar fast schon lustig gemacht. Daraus kann man folgern, dass das Klima bei den Dreharbeiten wohl keinesfalls herzlich war. So konnten wohl auch keine herausragenden Filme entstehen. Und vielleicht bietet dies einen Ansatz zur Lösung der Frage, weshalb Brosnan nur rudimentäre Schauspielleistungen zeigte...
"Enjoying our little party, Monsieur... Saint John Smythe?"

Don-Corleone

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31

Dienstag, 10. September 2013, 19:40

Ja Brosnan hatte nicht die besten Drehbücher und vielleicht auch nicht die bestmöglichen Regisseure, aber ein Martin Campbell dreht mit einem Daniel Craig "Casino Royale" , ich glaube das ist schon eine andere Liga und wenn jemand angeblich mit 4 verschiedenen Regisseuren nicht kann, hmm dann darf man aber auch die Frage stellen, ob er selbst nicht mitschuld daran ist. Des weiteren hat es seinen Filmen auch nicht gutgetan, das ER auf so viele Studiodrehs bestand und auch nicht außerhalb von Europa drehen wollte.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Don-Corleone« (10. September 2013, 19:47)


Kronsteen

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32

Dienstag, 10. September 2013, 20:48

Sehr treffend von Euch analysiert, wie ich finde. Dass Brosnan spielt, als wäre er nicht Bond, sondern als spiele er jemanden, der gerne Bond wäre, hab ich auch immer so empfunden, Chris. Zu hölzern und zu steif. Vielleicht war seine Ehrfurcht vor der Rolle zu groß. Das erinnert etwas an Lanz und "Wetten dass...?", der dort auch nie die Lockerheit seiner Talkrunde erreicht hat und immer "overacted". Oder Brosnan wollte einfach zu viel: Die Coolness Connerys, den Humor Moores, den Tiefgang Daltons...alles auf einmal...und raus kam der "Mischmaschus Brosnus", wie er in einer Karikatur vor kurzem so treffend bezeichnet wurde.
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

33

Dienstag, 10. September 2013, 20:56

@ Don-Corleone

Sicherlich richtig. Brosnan hat natürlich mit seinen "Allüren" auch einen gewissen Teil dazu beigetragen, dass diese Ära so mittelprächtig geriet. Die Neunziger sind für mich noch immer das schwächste Franchise-Jahrzehnt. Wobei ich finde, dass man die Duos Brosnan/Campbell und Craig/Campbell bzw. "GoldenEye" und "Casino Royale" nicht so direkt vergleichen kann. Die Umstände waren ganz andere. Anfang der Neunziger lag Bond am Boden und der neue Film musste einfach einschlagen. Da lag schon mehr Druck auf den Verantwortlichen. Brosnan und Campbell waren beide noch "unerfahren" und kamen dementsprechend nicht miteinander klar. Über Campbells nervöse Hektik während der Dreharbeiten war Brosnan, der selbst noch in die Rolle finden musste, bekanntlich nicht gerade begeistert. Zudem war das Drehbuch nicht optimal.

Bei "Casino Royale" war das ganz anders. Man hatte ein erstklassiges Skript und mit Campbell ging ein (mittlerweile) blockbuster-erfahrener Regisseur zu Werke. Anders als Brosnan galt Craig auch bei weitem nicht als der Ideal-Bond. Aufgrund der massiven Ablehnung konnte er mit einer "Jetzt erst recht!"-Attitüde aufspielen und sich zudem mit Campbell auf einen mittlerweile versierten Filmemacher verlassen. Aber Craig hatte allgemein großes Glück mit seinen Regisseuren. Anders als bei Pierce Brosnan wurden seine Wünsche ja auch mal erfüllt. Bekanntlich hatte er Marc Forster und Sam Mendes für die Regie vorgeschlagen. Das ist für Brosnan in der Rückschau dann doppelt bitter, denn ihm ist man in dieser Hinsicht kaum entgegegekommen...
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Feirefiz

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Dienstag, 10. September 2013, 21:09

Die vielzitierte Tragik des Darstellers Pierce Brosnan ist ja, dass er gefeuert wurde, damit Daniel Craig die Art Bond-Filme drehen konnte, die Brosnan immer machen wollte. Insofern würde ich ihm schon seinen NSNA gönnen, auch wenn es nie dazu kommen wird.
We are not now that strength which in old days
Moved earth and heaven, that which we are, we are —
One equal temper of heroic hearts,
Made weak by time and fate, but strong in will
To strive, to seek, to find, and not to yield.

Martin

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Dienstag, 10. September 2013, 22:17

Des weiteren hat es seinen Filmen auch nicht gutgetan, das ER auf so viele Studiodrehs bestand und auch nicht außerhalb von Europa drehen wollte.
Gabs dafür eigentlich jemals eine offizielle Bestätigung? Mir kam das immer wie ein Gerücht vor, zumal Brosnan ja in der Karibik oder in Asien gedreht hat. Island ist zudem in Europa, und trotzdem hat man es fast komplett gefakt, wahrschenlich eher wegen Kostengründen. Und selbst wenn Brosnan auf Europa bestanden hätte, hätte man trotzdem gute Filme daraus machen können. OHMSS ist ja auch ein reiner Eurobond.

Ich sehe die Hauptschuld ehrlich gesagt bei den Produzenten. Das ist ähnlich wie bei den Schumacher-Batmans. Joel Schumacher ist eigentlich kein schlechter Regisseur, mit Falling Down hat er sogar einen meiner Lieblingsfilme gedreht. Flatliners, 8mm oder Tigerland sind stimmungsvolle intelligente Filme, die von Nolans Batman jetzt nicht so extrem weit entfernt sind. Trotzdem hat Schumacher einen bonbonfarbenen und kindischen Batman fabriziert, weil das Studio es so wollte. Und mit Batman Forever hatte es damit ja auch wesentlich mehr Erfolg als mit Burtons zweitem. Genauso die Brosnanära. Alle Regisseure einschließlich Lee Tamahori haben vor und nach Bond gute bis sehr gute Filme gemacht. Tamahori zuletzt mit The Devils Double (immerhin imdb-Bewertung 7,1). Ich finde es ein bisschen unfair, dass immer nur Brosnan, die Regisseure oder Autoren schuld sein sollen, während man den Produzenten jetzt nur noch für die tollen Craigfilme huldigt.

Don-Corleone

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Mittwoch, 11. September 2013, 07:33

@Scarpine

Ja, ich kritisiere auch nicht das Casino Royale besser als Goldeneye geworden ist, oder mache Brosnan einen Vorwurf das für mich (es gibt auch genug Leute die seine Filme sehr gut finden) seine Filme nicht zu 100% gelungen sind, sondern das er selbst nicht das optimale aus seinem vorhanden Potential herausgeholt hat. Er wirkt auf mich, wie schon von Chris und Kronsteen erwähnt, in vielen Szenen zu bemüht.

@Martin:

Eine offizielle Bestätigung zum Thema Brosnan und Studiodrehs gibt es nicht, ich glaube auch kaum das die Produzenten das offiziell zugeben würden. Es wurde vor allem vor TWINE und DAD mehrfach kolportiert und es ist schon auffällig das es in der Brosnanära überdurchschnittlich viele Studiodrehs gibt, ob das jetzt wirklich an ihm oder an den Produzenten lag sei dahin gestellt. Klar kann man den Vorwurf auch den Broccolis machen, selbst wenn es an Brosnan lag, hätten sie es ja nicht akzeptieren müssen.

Ich glaube auch das die Broccolis im Lauf der Jahre dazugelernt haben, Goldeneye war schließlich der erste Film ohne Cubby und nach dem Riesenerfolg, hat man die Franchise erstmal auf "Nummer sicher" ohne Risiko verwaltet. In der Craigära ist man da schon wesentlich mutiger, fing allein schon bei der Verpflichtung von Craig an und merkt man auch an daran das die Filme sich stilistisch doch sehr unterscheiden. Die Regisseure haben inzwischen auch einen größeren Einfluss was der Innovation und Abwechslung der Franchise mit Sicherheit auch nicht schadet.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Don-Corleone« (11. September 2013, 09:16)


Kronsteen

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Mittwoch, 11. September 2013, 09:48

Des weiteren hat es seinen Filmen auch nicht gutgetan, das ER auf so viele Studiodrehs bestand und auch nicht außerhalb von Europa drehen wollte.
Gabs dafür eigentlich jemals eine offizielle Bestätigung? Mir kam das immer wie ein Gerücht vor, zumal Brosnan ja in der Karibik oder in Asien gedreht hat.


Habe mal etwas im Netz gesucht und diesen Beitrag unseres werten Users und ehemaligen BKD-Chefs Kristatos vom Dezember 2002 gefunden:

Zitat

Pierce Brosnan will laut gut informierten Quellen nicht ausserhalb Europas drehen und wenn möglichj, alles im Studio drehen, das ist für ihn wohl am angenehmsten.

Ich habe mich mit ihm in London unterhalten, aber nicht zu diesem Thema!


Wolfgang hat sicher gute Quellen!
Aber schon witzig, dass dieser häufig zitierte Umstand wohl ausschließlich auf diesen Beitrag Wolfgangs zurückgeht, den er im Forum von jamesbond.de selber geschrieben hat und den Chris in unserem Forum zitiert hatte.
Mehr hab ich darüber nicht gefunden - weder in englisch noch in deutsch.
Aber es passt eben leider irgendwie zu Brosnans Filmen.

Bei DAD wollte Pierce scheinbar sogar auf Island drehen (was ja noch zu seinen europäischen Ziel-Locations zählt), aber stattdessen war nur die Second Unit dort. Was hätten das für tolle Aufnahmen mit Gletschern und Geysiren werden können, statt diesem charakterlosen Dauerweiß, das mir eher nach Nordgrönland oder der Antarktis ausschaut.
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Django

Der Andere

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38

Mittwoch, 11. September 2013, 10:08

Habe jetzt erst realisiert, dass das Island darstellen soll - ehrlich :whistling: . Dachte auch immer, dass mindestens die Arktis sein müsse... Zumindest hatte ich das so in meiner Erinnerung (habe den Film schon lange nicht mehr gesehen). War zwar nie in Island, aber das stellt man sich doch (zurecht) anders vor als unendliches Weiss...

39

Mittwoch, 11. September 2013, 11:38

Wie großartig man Island darstellen kann sieht man aktuell ja bei "Game of Thrones" wo die Insel die Lande nördlich der Mauer darstellt.

Und richtig gute Winteraufnahmen nutzte auch Irvin Kershner für "Das Imperium schlägt zurück" der damals in Norwegen drehte.
"That's one hell of a Pilot!"

40

Mittwoch, 11. September 2013, 15:12

Ich sehe die Hauptschuld ehrlich gesagt bei den Produzenten. [...] Alle Regisseure einschließlich Lee Tamahori haben vor und nach Bond gute bis sehr gute Filme gemacht. Tamahori zuletzt mit The Devils Double (immerhin imdb-Bewertung 7,1). Ich finde es ein bisschen unfair, dass immer nur Brosnan, die Regisseure oder Autoren schuld sein sollen, während man den Produzenten jetzt nur noch für die tollen Craigfilme huldigt.


Ich persönlich würde die Produzenten auch nicht aus der Verantwortung entlassen wollen. Schließlich sind sie die Oberhirten des Franchise und geben die allgemeine Marschrichtung vor. Trotzdem finde ich deine Sicht der Dinge etwas erläuterungsbedürftig, Martin. Broccoli und Wilson haben Lee Tamahori und Co. sicher nicht gezwungen schlechtere Filme zu drehen. Das Problem liegt meines Erachtens tiefer. Auch den Regisseuren ist doch in der Inszenierung meist nicht mehr eingefallen als Standard-Klischees und 08/15-Bondrituale abzurufen. Wirkliche Impulse kamen da keine. Und da liegt für mich das Kernproblem. Die früheren Filme konnten die Serie jeweils mit meist frischen Ideen bereichern, während die Brosnan-Filme teilweise nur noch die altbekannten Standards der Marke Bond bemühten ohne sich jedoch wirklich eigene Meriten zu erwerben. Und davon kann man die Regisseure einfach nicht freisprechen. Sie drehen die Filme und müssen dafür sorgen, dass sie am Ende frisch, modern und dynamisch daherkommen.

Hinzufügen möchte ich übrigens noch, dass ich alle vier von Campbell bis Tamahori als ordentliche Filmemacher betrachte und ihre jeweilige Verpflichtung grundsätzlich richtig war. Nur was sie dann im Einzelnen aus den Filmen gemacht haben, kann mich nicht zufriedenstellen. Brosnan hatte da natürlich auch etwas Pech, weil er von Regie und Drehbuch auch dazu gezwungen wurde am laufenden Band smart zu grinsen, cool zu sein, sich die Krawatte zu richten oder einen lässigen Spruch rauszuhauen. Bei Roger Moore vollzog sich das in gekonnt lässiger Manier, während es bei Brosnan zeitweilig zu einer routinierten, fast schon lästigen Pose verkommt. Ich finde auch, dass die Autoren allgemein zu wenig Rücksicht auf den individuellen Darsteller und seine Stärken legen. Brosnan war eben eher nicht so lässig wie Moore. Dasselbe Problem hatte ja auch Dalton, dem die Autoren unverständlicherweise teilweise noch Moore-Kalauer ins Drehbuch schrieben, wo zu seiner betont ernsten Art eher mehr Zynismus ala Connery gepasst hätte.
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