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Don-Corleone

009 - Killed in East Berlin - Dressed as a clown with a fake Faberge egg in my hand

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Beiträge: 964

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Sonntag, 2. Juni 2013, 10:45

DER FILM: Der Mann mit dem goldenen Colt

Hier der alte Thread im razyboard



Zitat von »Kronsteen«

Und hier diskutieren wir über TMWTGG , der 1974 als 9. Bondfilm in die Kinos kam.
Es war der letzte 007-Streifen, dem Harry Saltzman neben Cubby Broccoli als Produzent beiwohnte.
Man kam zum ersten Male nach knapp 10 Jahren wieder zum alten 1-Jahres-Rhythmus zurück, der leider dazu beigetragen haben dürfte, dass der Film bei weitem nicht an den Erfolg des unmittelbaren Vorgängers "Leben uns sterben" heranreichen konnte.

TMWTGG besticht meiner Meinung nach durch tolle exotische Landschaftsaufnehmen, eine zeitgenössische Handlung um Solarenergie und atmophärisches Bondfeeling.

Dass der Film bei mir leider nur im (hinteren) Mittelfeld rangiert (er stand aber auch schon weit schlechter!), hängt wohl damit zusammen, dass irgendwie keine richtige Spannung aufkommt (sei sie durch das Duell im "Funpark" auch noch so gesucht).

Das Weltbedrohungsszenario scheint so weit weg wie selten. Dafür dass es sich um eine klassiche Agentengeschichte im Stile von FRWL handeln könnte, ist aber die "Person Bond" zu sehr persönlich einbezogen (durch Miss Anders' Brief).
Dass Scaramanga nach eigener Aussage eigentlich gar nichts gegen Bond hat, fördert die Stimmung nicht unbedingt.
Die Bondgirls sind schwach, wobei aber eigentlich nur Mary Goodnight im Gedächtnis bleibt. Leider negativ. Einen größeren Feind als ihre Tolpatschigkeit hatte Bond wohl nicht mal in Auric Goldfinger finden können.
Ich will zwar die fehlende Spannung in TMWTGG nicht mit den Ermordeten Bonds aufrechnen, aber es ist schon bemerkenswert, dass ausgerechnet Moore-Bond, der ja schon gerne mal den einen oder anderen Gegner mit einem Kalauer ins Jenseits befördert, in TMWTGG nur eine einzige Person, nämlich Scaramanga selbst, umbringt.

Nichtsdestotrotz ist TMWTGG ein Film, den ich immer wieder gerne anschaue, da er trotz aller Mängel kurzweilig ist und den Beobachter auf eine Reise ins südöstliche Asien mitnimmt, die einfach nur Spaß macht.
John Barry hatte zwar nicht seinen größten Geniestreich im Score abgeliefert (da würde ich eher OHMSS, DAF oder TLD nennen), aber er passt wunderbar in die verrückten 70er, die im "Goldenen Colt" eine insgesamt gesehen standesgemäße Umsetzung hatten.



Zitat von »jimhunter«

ist mir jetzt erst durch deinen Beitrag bewusst geworden - Bond tötet "nur" einen Menschen - und das auch noch in einem Duell, finde das aber gar nicht schlecht sondern eher ausgleichend wenn man bedenkt wieviele er in TSWLM ins Jehnseits befördert.

Der Film ist in der tat sehr kurzweilig und macht auch Spass, dennoch ist er wesentlich ernster als LALD - den man ja fast als reine Actionkomödie bezeichnen kann. Aus diesem Grund finde ich den erneuten auftrit von JW eher erfrischend als störend. Die etwas bedrohliche oder auch ernste Stimmung wird durch Barrys langsame variante des Titelthemas mehr als unterstrichen - dies kommt vor allem in der Szene zum tragen,wenn Scaramanga Andrea mit der Waffe streichelt.
Auch die Szene bei Lasar - die ja eigentlich witzig ist , erhält durch die Musik einen bedrohichen Charakter , wenn man noch die Mosuleumsszene Hai Fats sowie dessen "Rücktritt" in betracht zieht, erhält der Film doch einen sehr ernsten Grundton der die Auflockerung durch Godnight, JW und die Nicht notwenidg macht .

die wirkliche Kritik meinerseits richtet sich an die Actionszenen:
Die sind stellenweise für einen Bondfilm zu lahm.
Das es ähnlich wie bei LALD etwas dauert bevor es "richtig" losgeht , finde ich als freund der Steigerung in einem film nicht shlecht, nur wurde dann aus den Szenen zu wenig rausgeholt.

Die Motorbootjagt kann man nicht wirklich als solche bezeichnen - ist ja mehr ein hinterhertuckern mit einem einzigen höhepunkt, dabei hätte man so schön eine rasante jagt durch die engen Kanäle filmen können OHNE dabei an die jagd im vorgängerfilm zu erinnern und selbst wenn hätte dies mit Peppers auftrit ja nicht schlecht gewerkt - nach dem Motto " jedesmal wenn ich am Fluss bin tauch dieser verückte Engländer im Boot auf".

Dann die Auotjagd - fast schon peinlich das man bei der einzigen spektakulären crashszene offensichtlich schon längst auf den Schrottplatz geörende wagen verwendete. außerdem hört man es an einigen stellen krachen - sieht aber nix. Wenn man bedenkt was es zu dieser Zeit schon für Auotstunts in anderen zum teil B movies gab ist das für einen Bond wirklich schwach. Die Sensation mit dem 180°Sprung - die wrirklich toll ist-wurde durch den schwachsinigen Pfeifton viel an wirkung genommen.

zum letzten Teil - dem auf der Insel gibt es dann aber nicht viel negatives zu sagen. Den finde ich mit am besten, hier hätte man aber doch die Szene mit der explodierenden Flasche drin lassen können - ohne den Effekt , als Bond ins leere schiest, weg zu lassen.

nochmal kurz zum mittelteil - der Karateschlacht:

es ist schon mehr als unlogisch das Hipp nicht noch die 2 Sekunden wartet bis Bon im Auto ist ! Schlieslich haben er und seine Nichten ihr Leben nur zu diesem Zweck riskiert ihn da raus zu holen.

Gruß Jim

Zitat von »MisterBond«

Zitat von »Jimhunter«

es ist schon mehr als unlogisch das Hipp nicht noch die 2 Sekunden wartet bis Bon im Auto ist ! Schlieslich haben er und seine Nichten ihr Leben nur zu diesem Zweck riskiert ihn da raus zu holen.


Oh ja. Mann muss nicht immer alles Ernst nehmen, aner das hatte doch schon einen sehr unlogischen Beigeschmack.

Zum Film:
Der wechselt in meinen Ranking etwas. Als ich den früher geguckt habe, also in den ersten Jahren (1988-1992) gehört er zu meinen Lieblingsbonds. Danach hat er aber startk nachgelassen. Zuletzt war er für mich sogar der schwächste Moore-Bond, hat nach dem letzten Sehen aber wieder zugelegt.


Schwächen:

Eindeutig die Actionszenen:
Da muss man schon Vergleiche mit dem Vorgänger ziehen und LALD beeidnruckte wesentlich mehr. Was hat TMWTGG zu bieten? Die Karateschule, die eher spaßig ist udn dei Autoverfolgungsjagd, dei meiner Meinung nach eigentlich gut gelungen ist und zumindest dei Autoverfolgungsjagd aus DAf übertrifft. Nur hätte die Musik etwas früher einsetzen können. Dass dei Autos veraltet sein sollen, kann ich absolut nicht verstehen (jimhunter). Das war 1974 und Bangkok.

Der Storytwist:
Der Film kann sich nicht so wirklich entschjeiden ob er zum persönlichen Duell Bond vs. Scaramnga tendiert oder es hautsächlich um den Solex-Aggrigator geht. Das liegt wohl daran, dass Drehbuch-Veteran Dick Maibaum den Twist um die Energiekrise miteingebracht hat. Eigentlich löblich, dennoch hätte ich nur Tom Mankiewiczs Variante um das persönliche Verhältnis Bond/Scaramanga bevorzugt. Wie schon geschrieben wurde: es stört etwas, dass Scaramanga behauptet, er hätte nichts gegen Bond. Das macht ihn wieder irgendwie lieb. Auf der Insel behauptet er aber wieder, dass er "auf DIESE Gelegenheit gewartet hätte. Ein Duell, Mann gegen Mann." Sein absolutes Meisterwerk.

Goodnight:
Absolut tolpatschig. Solitaire war doch viel besser. Sie wirkte halt naiv, weil Sie Jungfrau war und nichts anderes kannte als nur Kananga zu gehorchen. Allerdings brachte Sie sich und andere nicht aus eigener Tollpatschigkeit in Gefahr.


Stärken:

Hier muss ich Kronsteen erstmal widersprechen...
Die Musik:
Hier hat John Barry nochmal alles gegeben. Meiner Meinung hatte er danach einen leichten Hänger und brachte erst mit AVTAK wieder mehr Schwung rein.
Die Musik passt zu den Szenen wie die Faust aufs Auge. Traumhaft wenn vorallem die Location in den Mittelpunkt rückt. Hai Fats Garten, Bonds Anflug auf Scaramangas Insel (In Search Of Scaramnga's Island).
Dazu zwei absolut eindrucksvolle Instrumentalversionen von TMWTGG (langsam und schnell). Ebenfalls dabei einer meiner Favoriten: Return to Scaramanga's Fun House.

Scaramanga:
Auch wenn vom Potential zwischen Bonds und Scaramangas Rivalität mehr ausgeschöpft werde hätten können, ist Christopher Lee doch ziemlich eindrucksvoll. Er hat was Weltmännisches, ist kultiviert und lebt gut. Also genau wie Bond, was die Sache doch interessant macht.

Wenig Tote:
Finde es absolut "erfrischend", dass nicht dauernd jemand umkommen muss, um einen guten Thriller/Actionfilm machen zu müssen. Im Grunde lebt der Film vom Endkonflikt, das Duell, Bond vs. Scaramanga.

Das Duell:
Finde ich sehr gelungen. Wozu das ganze mit mehreren Explosionen etc. ausstaffieren? Die Musik dazu regelt das restliche.

J.W. Pepper:
Fand ihn in LALD amüsant (wenn auch etwas besser) und auch hier. Denke das gleiche wie Hunter: Pepper wieder am Fluss und schon wieder kommt dieser verrückte Engländer mit einem Boot an

Ich gebe dem Film mal, mittlerweile gute, 7/10 Punkte.


Zitat von »Spree«

Trotz all der aufgezählten Schwächen, bleibt TMWTGG bei mir relativ weit oben. Wie schon gesagt ist der Film immer wieder kurzweilig. Den Verzicht auf gigantische "gute Armee stürmt Zentrale der bösen Armee"-Kämpfe finde ich sehr erfrischend. Es geht eben nur Mann gg. Mann, die Situation, die Scaramanga wollte.
Und genau darin liegt die eine große Stärke des Films, die für mich dessen Reiz ausmacht. Und mit Christopher Lee tritt die absolute Idealbesetzung als Scaramanga an. Auch dass es ihm dabei nicht um eine persönliche Feindschaft geht (eher im Gegenteil) finde ich recht kreativ und spannend.

Und über die wunderschönen Schauplätze muss man eigtl. kein Wort mehr verlieren. Im Vgl. zum Vorgänger LALD eine klare Steigerung.

Die großen Schwachpunkte: die Girls kriegen entweder zu wenig Screentime (Andrea) oder zuviel (Goodnight). Und seine Verbündeten (Goodnight & Hipp) sind in der Tat mehr Gegner als Freunde. Ich zähle mal auf: Verlust des Solex nach dem Tod des Wissenschaftlers durch eine Schlamperei von Hip, völlig unmotiviertes Zurücklassen von Bond in einer Gefahrensituation (da hätte Hipp gleich daheim bleiben können, sehr merkwürdig), erneuter Verlust des Solex durch völlig unnötiges Herumschnüffeln von Goodnight, 2 Mordversuche von Goodnight am Helden (Aktivieren des Sonnenempfängers, Zerstören der Anlage). Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.

John Barry's Leistung in TMWTGG ist auch eher unterdurchschnittlich. Im Grunde ist eine 2-stündige Wiederholung des Titelsongs mit anderen Intsrumenten. Und am Tag, als er einen wunderbar spektakulären Stunt mit einem blöden Ton aus der Comic-Schublade buchstäblich versaut hat, hat sich wohl John's böser Zwillingsbruder Hugo ins Studio geschlichen. Anders kann ich mir das nicht erklären.


Zitat von »Carsten«

Ich sehe den Film eigentlich genauso, wie meine Vorredner (Vorschreiber)

Worauf man noch eingehen sollte, ist die deutsche Synchronisation, die leider versucht hat, durch ein bischen "Die 2"-Humor den Film aufzupeppen. Was bei der TV-Serie half, stört hier. Sätze wie "Sie sind gefeuert" aus dem Mund des gerade erschossenen Hai Fat und der Satz "Huch, da kommen die mit dem schwarzen Gürtel" nimmt dem Film noch gewisse Spannung. In der Originalfassung waren diese Sätze nicht enthalten. Eine unrühmliche Fortsetzung der Synchronsünden, die bereits bei Diamantenfieber furchtbar waren.

Im Vergleich zum Vorgänger LALD hat sich TMWTGG in manchen Aspekten gesteigert und in manchen leider aber auch verschlechtert.

Besser als in LALD:
1. Die Kameraarbeit.
Sah in Leben und sterben lassen alles dreckig und billig aus (sogar Jamaica wirkte völlig unspektakulär - Dr.No war da viel schöner), so hat dieser Film zumindest zeitweise den nötigen Glanz. Insbesondere die schönen Landschaftsaufnahmen von Phuket erinnern wieder an den Glanz der früheren Filme. Leider hat man sich wieder für das 1:1,85 Format entschieden, aber hier störte dies nicht mehr ganz so stark.
2. Die Kulissen:
Sie erreichten zwar noch nicht die Qualität von Ken Adam, aber sie sahen nicht so sehr nach Kulisse aus, wie in LALD. Die Bauten hatten die nötige Tiefe und verfehlten ihre Wirkung im Film nicht. Im Kino hat mich damals vorallem der Gang durch das Innere des Wracks der Queen Elisabeth beindruckt. Auch Scaramangas Hauptquartier war sehr schön aufgebaut.

Insgesamt gefällt mir TMWTGG besser, als sein Vorgänger.


Zitat von »photographer«

Zeitabstände zwischen EON-Bondfilm 7 bis 9

Die Aussage hinsichtlich einer zu kurzen Zeitspanne zwischen "Leben und sterben lassen" und "Der Mann mit dem goldenen Colt" wäre mit ein Grund, warum der neunte EON-Bondfilm an den Kinokassen weniger erfolgreich gewesen wäre, ist für sich gesehen unglücklich argumentiert.

Sieht man sich die Veröffentlichungsdaten hnsichtlich "Diamantenfieber" (US-Start 17.12.'71), "Leben und sterben lassen" (US-Start 27.06.'73) und "Der Mann mit dem goldenen Colt" (US-Start 19.12.'74) liegen zwischen dem siebten und achten Bondfilm rund 18 Monate. Selbige Zeitspanne gilt auch für die Herstellung des anschließenden zweiten Moore-Bondfilm.
Da "Live and let die" trotz nur 18 Monaten Überbrückungszeit zu "Diamantenfieber" ein gigantischer Kassenerfolg war, kann man beim neunten Film daher das Argument einer zu kurzen Produktionsvorbereitung nicht wirklich stehen lassen, da der Vorgängerfilm auf die gleichen Zeitspanne verweist.



Als Schmankerl – am Rande ein weiterer Hinweis zu den Filmtoten eines Roger Moore-Bonds:
In "Im Angesicht des Todes" verschuldet Bond nur noch indirekt den Tod seiner Gegner. Die Hubschrauberbesatzung in der Pre-Titel-Sequenz fliegt durch die abgeschossene Leuchtgranate (unglaubwürdig) gegen einen Eisberg. Max Zorin ruscht ab, nachdem Bond ihm die Feuerwehraxt entwendet hat und stürzt in die Tiefe.


Zitat von »felixleitner«

Das größte Problem von TMWTGG ist sicherlich das unschlüssige Skript:

Eigentlich sollte ja alles auf den Zweikampf Bond/Scaramanga aufbauen - so suggeriert es die Werbung. Und genau das geschieht letztlich nur nebenbei, obwohl der Film anfänglich darauf hindeutet.

Bond erhält die Herausforderung mit der Kugel. Daraufhin sucht er Scaramanga. Als sich herausstellt, dass dieser gar nichts von Bond will, sondern dass es ein Trick von Frau Anders war, hätte Bond eigentlich gemütlich nach Hause in seine schnuckelige Bude fahren können - zu der schnuckeligen Italienerin...

Dann muss das Solex als McGuffin herhalten, um die Handlung voranzutreiben und Bond wird als Zweitgegner Hai Fat gegenübergegstellt. Das wird aber auch nicht effektiv genutzt:

Hai Fat & Scaramanga hätte doch zu diesem Zeitpunkt klar sein müssen (auch ohne das Wissen über die Kugel von Andrea), dass die Briten hinter dem Solex her sind. Das hätte man doch für einen ersten, gefährlicheren Zusammenstoß von Bond und Scaramanga nutzen können (Hai Fat setzt Scaramanga auf Bond an, wie er es mit dem Wissenschaftler getan hat). Stattdessen ließ man Bond ein bisschen in Gefahr bringen, indem man ihn (überflüssigerweise) in Hai Fats Karate-Schule bringen und Bond in einer etwas lahmen Jagd entkommen ließ... Hai Fat wirkt in Bezug auf Bond genauso unmotiviert wie Scaramanga bis zum Finale...

Dann tötet Scaramanga Hai Fat, um sein Imperium zu übernehmen, so einfach geht das, zieht sich aber letztlich wieder auf seine Insel zurück - wie will er denn von da aus das Imperium leiten? Wieso hat er Fat schon nicht früher getötet (wenn das so einfach geht...)?

Dann hat Scaramanga (wie eigentlich auch Hai Fat) nichts gegen Bond, am Schluß überlegt er sich das dann anders (wegen Titelplakat & Werbung?)
usw.

Zu dem wenig aufregenden Script kommen dann noch diverse (mal mehr, mal weniger amüsante) Albernheiten hinzu, die der ganzen Sache dann entgültig die Spannungsluft rausnehmen:

- Wie fasst jeder hier schon genannt hat, Mrs. Goodnight, die wahrscheinlich mit M im Bett war, um zum MI6 zugelassen zu werden.

- Der alberne Schluss mit SchnickSchnack auf dem Schiff (Dschunke?), der aber auch als eine nette parodistische Variante auf die vorangegangenen Hamilton-Schluss-Finales gesehen werden kann, wo ja jedesmal der Schurke (GF) bzw. die Henchmen (DAF, LALD) in irgendwelchen Fortbewegungsmitteln auftauchten, um von Bond die letzte Salbung zu erhalten.

- Die Nichten und Hipps seltsame Flucht ohne Bond

Nix gegen Humor bei Bond, aber wenn die Geschichte schon nicht vor Spannung & Suspense birst... Auf der anderen Seite könnte man natürlich argumentieren, dass er bei einem lahmen Script für bessere Unterhaltung sorgt (was bei DAF ja gut geklappt hat)

Dem gegenüber stehen leider zu wenig Szenen, die für echte Spannung und Bedrohlichkeit sorgen, so dass TMWTGG in jeder Hinsicht wohl der harmloseste Bond-Film ist. Da nützen auch Bonds Beinahe-Armbrech-Aktion & das Duell nichts. Ach ja, wieso hat Frau Anders so Probleme damit, Scaramangas Aufenthaltsort zu verraten, wenn sie doch, wie sie später zugibt, will, dass Bond diesen tötet?

Wie dem auch sei, es entsteht einfach keine echte Bedrohlichkeit, keine den Zuschauer kickende Gefahr, die den ganzen Film hindurch trägt. So löblich die Idee ist, Bond mal nicht gegen einen Superschurken mit Henchmen-Armee antreten zu lassen - in CR z.B. wurde das viel besser umgesetzt!

Pluspunkte sind

- die (im Vergleich zum Vorgänger) wieder sehr bondige Atmosphäre
- die tolle Insel inkl. Labyrinth (auch wenn der Solartechnik-Überwachungsraum nicht besonders gut genutzt wurde)
- der tolle Score (das Dschunken Thema, wenn Scarmanga ausläuft, wurde, glaube ich, mal von The Prodigy gesampelt)
- ein toller Christopher Lee, eine tolle Maud Adams

... sodass auch TMWTGG wieder ein sehr unterhaltsamer Bond-Film geworden ist und mit einem "blauen Auge" davonkommt...
Schönes Gewehr, passt eigentlich mehr zu einer Frau. - Verstehen Sie etwas von Waffen Mr.Bond ? - Nein, aber etwas von Frauen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Don-Corleone« (2. Juni 2013, 10:46)


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Sonntag, 2. Juni 2013, 10:53

Zitat von »Sanchez«

TMWTGG ist ein eher schwacher, wenn auch nicht gänzlich uninteressanter Bondfilm. Ein Aspekt von Bonds Charakter wird hier eingehender gezeigt als in jedem Connery-Film: Dass Bond ein skrupelloses, egoistisches Arschloch ist. Zu Beginn hat Bond nicht für sein Land zu kämpfen, sondern es geht um seine eigene Haut, was ihn scheinbar noch skrupelloser agieren lässt als gewohnt. Auch wenn er in diesem Film nur eine Person umbringt, ist die Art und Weise, mit der er Andrea oder Lazar zum Reden bringt alles andere als die feine englische Art, die wir von Roger Moore eigentlich gewohnt sind. Dieser Aspekt des Filmes, der vor allem während der ersten halben Stunde dominiert, beißt sich jedoch mit dem humorigen Unterton des Filmes. Besser hätte es in einen Bondfilm im Stile von FRWL oder LTK gepasst. Und damit wären wir bei meinem Hauptvorwurf an den Film: dem Humor. Natürlich gehört Humor zu Bond, aber was hier geboten wird, ist einfach grausam. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Macher bei diesem Film das, was sie taten selbst nicht ernst nahmen (ein Eindruck, den ich nur noch bei DAD habe). Die Handlung geht teilweise drauf, nur damit irgendwelche albernen Gags eingebaut werden können. Ganz bezeichnend hierfür ist die Szene, in der Bond aus der Karate-Schule "rausgehauen" wird: Nicht nur dass er sich von zwei 15-jährigen Mädchen verteidigen lassen muss, danach ist sein Helfer noch zu blöd, um ihn wegzufahren ("ich muss meine Nichten wegbringen") und dann kommt der Gipfel: Bond muss sich von einem kleinen Jungen beim Anschalten seines Motor-Bootes helfen lassen. Der damit verbundene Gag ("20000 Yen!") ist diese Blamage eindeutig nicht wert. Zu guter letzt muss dann auch noch Sherrif Pepper auftauchen - ich fand ihn in LALD schon doof, aber in TMWTGG ist er total überflüssig.
So, kommen wir mal zu den positiven Punkten des Filmes: Die Schauplätze sind gut getroffen (gilt sowieso für jeden Moore-Bond), Barrys Score ist zwar nicht sein bester, aber trotzdem gut, Christopher Lee macht aus seiner Rolle das bestmögliche und Scaramangas Residenz gefällt mir auch sehr gut, hätte man im Finale aber noch besser ausbauen können (wenn ich in einer Bösewicht-Residenz wohnen könnte, würde ich es am liebsten auf Scaramangas Insel tun).
Leider hat man mit TMWTGG sehr viel Potenzial verschenkt. Es gibt viele im Ansatz gute Ideen, die aber dem albernen Humor des Filmes zum Opfer fallen. Schade, der Film hat IMO mehr Potential als TSWLM.



Zitat von »ollistone«

Schwieriger Film. Ich hielt ihn früher für den schwächsten der Serie, musste dieses Urteil aber vor kurzem revidieren. Ein wirklich großer Bond ist es nicht, aber die rote Laterne trägt er auch nicht.

Die ganze Inszenierung krankt ein wenig an der Billigkeit, die auch andere Bonds aus der Zeit vermitteln (OHMSS, DAF, mit Abstrichen auch LALD), erst mit TSWLM kehrt wieder ein gewisser Stil ein. Musikalisch, optisch, darstellerisch fehlt diesen Filmen, insbesondere TMWTGG, der nötige Glanz.

Schnickschnack ist für mich wirklich ein Grund abzuschalten. Man kann es für schwierig halten, physische Behinderungen oder Abnormitäten derart vorzuführen, aber auf mich wirkt er einfach nur unangenehm. Das hündchenhafte Am-Bein-Festklammern, dieses ständige Gekichere...

Christopher Lee hätte ein großer Villain sein können, ist es aber nicht. Irgendwie fehlt mir da die Größe eines Goldfingers.

Das Labyrinth überzeugt mich auch nicht wirklich. Die Szene ist mir zu langatmig, außerdem schon vom Anfang des Films bekannt. Hier wiederholt sich der Film einfach nur.

Sheriff Pepper nervt ebenso wie in LALD, Mary Goodnight ist eines der schwächsten Bondgirls ever.



Zitat von »cyrus poonawalla«

vom 13.07.2001:

Roger Moore hatte mit "Live and Let Die" einen fulminanten Einstieg in die Rolle des Agenten geliefert. Eigentlich sollte es in diesem Tempo weitergehen. Doch was geschah? Nach dem Motto "Wir setzen auf Bewährtes" oder "Keine Experimente" entstand nur eine schleppende Kopie.
Alles haben wir schon einmal gesehen: Ein Trainingslager für den Killer ("From Russia, With Love"), Bootsjagden ("Live and Let Die"), in unauffälligen Gebrauchsgegenständen versteckte Waffen (wieder "From Russia, With Love"), Verfolgungsjagden im Auto - aber hier wirkt alles mühselig, nicht wirklich originell. Sogar die Story wirkt deplatziert: der Hintergrund ("Solex" und die Energiekrise) wirkt zu weit hergeholt, zu abstrakt, zu konstruiert, und die Hauptstory ist ein kleines bißchen wagemutig: die Geliebte eines Killers versucht, Bond (den einzigen Menschen, vor welchem dieser Killer eine Art berufsmäßigen Respekt hat) dazu zu bringen, diesen Killer umzubringen, damit sie endlich frei sein kann. Alles klar? Mir nicht...
Scaramanga hat gar kein Interesse daran, sich mit Bond anzulegen, er entzieht sich ihm immer wieder. Aber während dieses Katz-und-Maus-Spieles will irgendwie keine rechte Spannung aufkommen. Und als Scaramanga und Bond endlich aufeinandertreffen, wird Scaramanga gerade persönlich: er respektiert Bond und will ihm eigentlich gar nichts tun. Dazu passt überhaupt nicht, dass er bei der nächsten Begegnung auf der Insel vom Tode Bonds als seinem , Scaramangas, Meisterwerk spricht, eine schwere, einzigartige (?) Aufgabe.

Wie so oft sind die Drehorte fürt diesen Film ausgefallen und exklusiv: Thailand, Bangkok, Hong Kong, Macao. Von Beirut sehen wir gar nichts; schade, denn vor dem Ausbruch des Bürgerkrieges im Libanon war diese Stadt wunderschön (*seufz*). Aber die Exklusivität dieser Drehort kann nicht über die Phantasielosigkeit aller Beteiligten hinwegtäuschen. Nicht einmal John Barry's Filmmusik wirkt richtig, auch sie wirkt zu durchschnittlich, zu konstruiert.

Moore spielt die Rolle des Agenten mit Widerwillen, teilweise sieht er richtig lustlos aus. Britt Eklund als Mary Goodnight vom Geheimdienst wirkt mal wie eine patente Agentin, um dann im nächsten Moment wie ein pubertierender, schmollender, unfähiger und trotziger Teenager zu wirken. Es ist kein Wunder, daß Bond zunächst Abstand sucht, wann immer sie sich begegnen. Maud Adams als Andrea, Scaramanga's Geliebte, wirkt in ihrem emotionalen Gequältsein da schon deutlich überzeugender.
Und Christopher Lee als Scaramanga? Irgendwie wirkt er auf mich wie ein Sportsmann, gar nicht "von Grund auf Böse" (die Ermordung Hai Fats gehört in die "Solex-Geschichte" und passt einfach nicht zu Scaramangas sonstigem Charakter; wie gesagt: zu mühselig konstruiert...). Nein, für ihn ist Töten kein Spaß, er freut sich nicht über den Tod seiner Opfer wie Mr. Wint und Mr Kidd in "Diamonds Are Forever", er nimmt nicht den Tod anderer für irgendwelche "höheren Ziele" billigend in Kauf. Nein, Scaramanga tötet Menschen aus dem ehrlichsten aller Gründe: er tötet sie, weil er damit viel Geld verdient.
Und diesen Charakter bringt Christopher Lee trotz der sonstigen Widersprüche, die die Story bietet, überzeugend glaubhaft zur Geltung.



Zitat von »MisterBond«

Zum ersten (oder doch zum zweiten?) mal im O-Ton gesehen.

Für manche gehört er zu Moores schwächsten Filmen, auf jeden Fall nicht zu seinen besten.
Es mangelt vielleicht an wirklich guten Actionszenen und man hätte die Konfrontation Bond vs. Scaramange besser ausbauen können.
Leider kam zum Drehbuchautor Tom Mankiewicz (der ja das Buch, die Konfrontation umsetzen sollte), Bond-Ur-Gestein Richard Maibaum dazu, der die Idee mit dem Solex hatte. Dies fügte man, dank der Welt Energiekrise 1973, hinzu. Ob es dem Film gut tat, ich weiß nicht.
Positiv sind natürlich die Schauplätze, Roger Moore wirkt in den 70ern noch elegant genug. Man nimmt ihm schon den Bond ab. Auch Christopher Lee überzeugt als Gentleman-Killer. Britt Ekland als Bondgirl sieht zwar ganz schnuckelig aus (Peter Sellers durfte ja früher an Sie ran), ihr Charakter ist aber keine große Hilfe für Bond. Maud Adams Figur ist da schon besser ausgearbeitet, als Scaramangas "gezwungene" Geliebte.
John Barry kehrte nach seiner ersten Bondpause zurück und liefert mit "Return to Scaramanga´s Fun House" und "In Search Of Scaramanga´s Island" zwei sehr gute Beiträge zu seinem Score.
Im O-Ton ist der Film auch nicht so albern wie in der Synchro. Ist der gleiche Fall wie in "Diamantenfieber". Die beiden Bondfilme wo man zum Teil einige "Gags" in den Mund legte, die heute aber eben zu albern wirken.

Beispiele:

Hip möchte Bond von der Karateschule befreien. Hips Nichten steigen ein.
In der deutschen Synchro sagt Hip: "Ich muss nur noch meine Nichten nachhause bringen." und lässt Bond einfach stehen
Im Original sagt er zu Bond: "Hang On."
Natürlich hätte Hip ganz stehen bleiben sollen, aber die Aussage ist nicht so albern.

Dann die Szene wo Bond dem kleinen jungen Geld verspricht wenn er den Motor zum laufen bringt.
In der Synchro schmeißt Bond ihn vom Boot und sagt:
"Ich muss erst wechseln.", darauf der Junge "ich nehme auch Dollar, am liebsten Deutsch-Mark."
Im O-Ton sagt Bond, dass er ihn nicht auszahlen kann und der Junge "Damn (oder so ähnlich) toury."
Dann als Scaramanga Hai Fat erschießt. In der Synchro sagt Hai Fat bevor er zu Boden fällt: "Sie sind gefeuert." Im Original keucht er ja nur einmal.

Gesamt wirkt der Film dennoch bondig und im O-Ton nicht zu klamaukig.
7/10


Zitat von »Scarpine«

Hier nun meine Meinung zu Guy Hamiltons letztem Bondfilm:

Die Schauspieler:
Roger Moore agiert zum zweiten Mal in der Rolle des smarten Geheimagenten. An seiner Leistung gibt es nichts auszusetzen. Für die Schwächen des Drehbuchs kann er nichts. Lediglich in LALD und TSWLM gefällt er mir in darstellerischer Hinsicht noch besser. Mit Britt Ekland als Maria Goodnight kann ich mich aber überhaupt nicht anfreunden. Neben Tanya Roberts und Denise Richards ist sie für mich die nervigste Hauptdarstellerin der ganzen Serie. Unfassbar das eine so tollpatschige und hilflose Frau wirklich beim britischen Geheimdienst arbeiten soll. Christopher Lee hingegen kann in der Titelrolle gänzlich aufgehen und präsentiert sich dem Zuschauer als einer der besten Gegenspieler in der 47 jährigen Geschichte von Bond. Auch Maud Adams meistert ihren Part sehr gut. Ihr darstellerisches Können zeigt sich hier allerdings noch nicht ganz so stark wie in ihrem späteren Einsatz in OP. Hervé Villechaize gibt einen recht guten Handlanger ab. Von einem weiteren Auftritt von Clifton James als Sheriff Pepper hätte man aber lieber abgesehen. Auch Leutnant Hip gefällt mir als Helfer nicht wirklich. Dafür ist sein sprunghaftes Verhalten zu merkwürdig. Das MI6-Stammteam um Bernard Lee, Lois Maxwell und Desmond Llewelyn agiert mit gewohnter Klasse.

Die Musik:
Für mich einer der größten Pluspunkte des Films. Wen ich an TMWTGG denke, kommt mir zuerst John Barrys brillanter Score in den Sinn. Dieser Soundtrack gehört wohl zu seinen stimmungsvollsten Arbeiten für die Serie. Besonders "Goodnight Goodnight" und "Kung Fu Fight" sind sehr einprägsame Stücke. Lulus Titelsong ist zwar nicht schlecht, gehört für mich aber zu den schwächeren Liedern der Reihe.

Die Regie:
Wie bei meinem Review zu DAF schon erwähnt habe, empfinde ich Hamiltons Arbeit als zwiespältig. Tatsächlich würde ich TMWTGG insgesamt als seinen schwächsten Film bezeichnen. Was zum einen Teil am Drehbuch, zum anderen aber auch an Hamiltons Regie bzw. einer gewissen Billigkeit liegt, die dem Streifen anlastet. Das liegt nicht an den Sets, aber einige Szenen oder Sequenzen haben irgendwie einen recht schlichten und beiläufigen Charakter. Der kultige Autoüberschlag wird durch die dämliche Musik zunichte gemacht. Die Anlehnung an den Eastern und die kämpfenden Nichten stellen mich stets auf eine echte Geduldsprobe. Womit wir zum Hauptproblem des Films kämen: Der Spannung! Nicht nur, dass die Actionsequenzen recht spärlich ausgefallen sind, auch ganz wenige Szenen verursachen beim Zuschauer wirklich das Gefühl von Spannung, wie etwa Scaramangas Labyrinth oder dessen Attentat auf Gibson. Da solche Spannungsmomente jedoch zu selten vorkommen schleichen sich immer wieder Längen ein. Das liegt auch an Hamiltons Regiestil. Die Stärke, die Filme wie GF, LALD und mit Abstrichen auch DAF auszeichnet vermisse ich bei TMWTGG weitestgehend.

Die Titelsequenz:
Binders Sequenz wirkt beliebig und uninspiriert. Ich weis nicht ob es seine schwächste Arbeit für Bond ist, aber sein Vorspann zählt definitiv zu seinen schwächsten Einträgen.

Die Schauplätze & Sets:
Die Locations sind neben Barrys atmosphärischer Musik wohl der zweite ganz dicke Pluspunkt des Films. Hongkong ist sehr schön und überzeugend ausgefallen. Besonders die Nachtaufnahmen, das MI6-Schiffversteck und Hai Fats Anwesen sind tolle Drehorte. Getoppt wird das ganze nur noch durch die Thailandszenen mit der Autoverfolgungsjagd und Scaramangas atemberaubendem Inseldomizil. Auch die Sets sind gelungen. Die edlen Hotelsuiten, das Innere des MI6-Verstecks, Scaramangas Inselvilla oder dessen Labyrinth, alles ist vom allerfeinsten.

Insgesamt: Für mich einer der größten Wackelkandidaten der ganzen Serie. Manchmal tendiere ich zu 6, manchmal zu 7 Punkten. In jedem Fall reißen Lees Performance, die tollen Drehorte und Sets sowie der stimmige Soundtrack einiges raus, sonst würde der Film noch weiter hinten in meiner Liste stehen, als er ohnehin schon rangiert.

6/7 von 10 Punkten


Zitat von »Bernie101«

Letztes Wochenende hab ich mir den Film wieder mal angesehen. Gleich vorweg, für mich ist nur mehr DAD schwächer. Was jetzt aber nicht heißt das ich TMWTGG nicht mag, er hat schon gute Momente, allerdings gibt es einige Dinge die mich stören.

Die Story geht irgendwie nicht so auf, ursprünglich wollte man den Film als großes Duell zwischen Bond und Scaramanga aufziehen, spätestens nach der Aussage von Scaramanga dass er überhaupt nichts gegen Bond hat funktioniert die Story nicht mehr. Die Story mit dem Solex ist dafür ok, mehr aber nicht.

So jetzt die Dinge die mich aber stören.

-Lt. Hipp, wahnsinn so einen Tollpatsch findet man in keinem anderen Film, am besten natürlich die Szene vor der Karateschule als er lieber seine Nichten in Sicherheit bringt als Bond zu helfen. Naja wenigstens hat er das Solex nicht verloren als er es gemeinsam mit den Erdnüssen herumgetragen hat, muss man ihm zu Gute halten
- Goodnight, ok vom Aussehen kann man nicht meckern aber ansonsten steht sie Hipp um nichts nach, wieso wollte sie überhaupt die Wanze in Scaramangas Auto befestigen, dass Solex hatte sie ja bereits. Aber das schwächste Bondgirl ist sie für mich auch nicht, das ist eindeutig Jinx.
- Die Szene als Bond Anders im Hotel schlägt, schrecklich diese Szene

Aber der Film hat natürlich auch gutes zu bieten.

- Die Szenen auf Scarmangas Insel find ich sehr gelungen, auch die Szenen im Fun-house gefallen mir gut.
- J.W. Peppers Auftritt, ich mag ihn einfach
- Der Score von Barry, im Gegensatz zum Titelsong find ich die Musik im Film sehr gut, klar es war nicht Barrys bestes Werk, aber er hatte ja kaum Zeit die Musik für diesen Film zu schreiben, das war angeblich sehr kurzfristig.
- Christopher Lee und Maud Adams sind tolle Schauspieler, die Rolle von Maud Adams hätte man aber sicher ausbauen können.

Nach diesem Film stand die Bond-Serie sicherlich auf der Kippe, der große Erfolg von TMWTGG blieb aus, dann die Sache mit Saltzman, aber dann kam TSWLM, ein großartiger Film


Zitat von »Spirit54«

TMWTGG gewinnt sehr oft, wenn ich vor meinen Bond-DVDs stehe und nicht weiß, welchen ich nehmen soll. Dafür, dass der Film ein so langweiliger Tiefpunkt sein soll, wie manche Kritiker sagen, hat man sich bei den Locations wirklich sehr viel Mühe gegeben. Für mich kommen Peter Murtons Kulissen von allen Ken-Adam-Nachfolgern dem Meister am nächsten. Die Kombination von Originalaufnahmen auf der Bondinsel und Studioaufnahmen ist extrem gelungen, ebenso die Bauten auf der halb versunkenen Queen Elizabeth sowie die Hotel-Interieurs.

TMWTGG ist so zeimlich der einzige Bondfilm, in dem ich den Villain fast mehr beneide als Bond. Wer hätte nicht gern so eine Insel samt Diener und Dschunke. Mit asiatischen Locations kann man in Bondfilmen auf jeden Fall wenig falsch machen. Ich glaube, dass auch LTK sehr gewonnen hätte, wenn er wie ursprünglich geplant in China gedreht wurden wäre.



Zitat von »Kronsteen«

Als Kind war TMWTGG fast mein Lieblingsbond. Gerade die tollen Locations im Allegmeinen und Scaramangas Insel im Besonderen hatten es mir angetan.

Inzwischen muss ich aber leider sagen, dass TMWTGG schon fast DER Absteiger bei mir ist (sprich von oben nach unten gefallen).
Die holprige Geschichte, die sich erst im Erwachsenenalter als holprig erschließt, in der man das Duell Bond vs. Scaramanga und die Solex-Geschichte als brisanten Beitrag des Zeitgeschehens zwanghaft vermengen will, wirkt zu konstruiert.
Zudem kommt der Film nie so richtig in Fahrt. Auf mich wirkt er irgendwie behäbig (z.B. im Gegensatz zum famosen Nachfolger TSWLM). Nicht dass ich Bond einen Body Count zuschreiben möchte, aber außer Scaramanga hat er im ganzen Film quasi keinen wirklichen Gegner. OK, man kann es natürlich auch andersrum auslegen und sagen, dass dies nun eben der Charakter eines Duells sei. Dann frage ich mich aber, warum Scaramanga sich zunächst mal gar nicht für Bond interessiert, kurze Zeit später den Zweikampf aber zum Riesenduell hochstilisiert.

Andrea Anders ist sicher das ernstzunehmendere Bond-Girl, auch wenn Mary Goodnight optisch viel zu bieten hat.
Dass Mooere-Bond Miss Anders schlägt, würde ich der noch nicht ganz ausgereiften Darstellung Moores zuschreiben, die erst ab TSWLM in Gänze erstrahlt.

Toll bebildert ist TMWTGG aber allemal und hat einen schönen zeitgenössischen Soundtrack.
Scaramanga ist einer meiner Lieblingsvillains und die Insel fasziniert mich jedesmal aufs Neue.

Dennoch reicht es wegen oben beschriebener Mängel bei mir nur noch zu einem Platz im unteren Mittelfeld - als schwächster Film der Moore-Ära.


Zitat von »Spree«

Nach LALD war mal wieder TMWTGG dran, den ich früher wie Kronsteen auch bei meinen Favoriten hatte, der jetzt aber über die hinteren Plätze nicht hinaus kommt.
Was mich stört, ist auch, dass sich irgendwie alle komisch verhalten: Q fällt M ins Wort und verbessert ihn, M ist nur am Nörgeln, Moneypenn's "Schatz" wirkt nach dem Blick davor auch deplatziert, Hip klärt Bond ewig nicht auf und fährt ihm dann davon, Andrea will einerseits was von Bond, hält ihn davor aber ewig hin.
Lee alleine hält den Zuschauer davon ab, wegzuschalten, das war's dann aber auch. Dazu ist den ganzen Film über nicht wirklich klar, worum es eigtl. geht. Heutzutage wäre Scaramanga wohl ein hochgelobter Greentech-Millionär, den Wirbel um seine Person im Film habe ich nie verstanden.
Ganz klar Moore's schwächster, weil uneinheitlichster Bond.
Schönes Gewehr, passt eigentlich mehr zu einer Frau. - Verstehen Sie etwas von Waffen Mr.Bond ? - Nein, aber etwas von Frauen.

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Sonntag, 2. Juni 2013, 10:54

Zitat von »Django«

Ich habe mir übers WE TMWTGG angeguckt und ich muss sagen: Irgendwie mag ich den Film einfach (und das liegt nicht daran, dass es einer der ersten Bonds war, die ich gesehen habe). Klar - der Plot ist löchrig wie Emmentaler Käse und gewisse Charaktere verhalten sich extrem wirr (was z.B. ist eigentlich Scaramangas Motivation?) - aber das war doch bei sehr vielen Bond-Filmen dieser Ära genauso der Fall. Dafür kommt TMWTGG aber so schön "locker flockig" daher. Der Film macht einfach Spass und im Gegensatz etwa zu DAF verkneift er sich dennoch allzu grobe Peinlichkeiten und/oder Science Fiction-Elemente (okay, das Solex ist etwas weit her geholt, aber es dient schliesslich eh' nur als McGuffin). Auf der Habenseite kann TMWTGG zudem nebst schönen Schauplätzen auch tolle und interessante Figuren (allen voran der Villain) sowie einen guten Score (ja, mir gefällt der!) aufweisen. Ebenfalls einfallsreich und kurzweilig ist der Showdown und das anschliessende Wiederauftauchen des Henchmans.

Interessant finde ich zudem die bereits oft diskutierte Tatsache, dass Bond im ganzen Film nur einen einzigen Typen - nämlich Scaramanga - umlegt, ansonsten aber eher brutal ans Werk geht.
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Montag, 17. Juni 2013, 00:00

So, heute im Rahmen der Filmwochen meine Rezension zu "Der Mann mit dem goldenen Colt".

Ich weiß nicht, wie lange meine letzte Rezension im alten Forum zurückliegt. An sich wäre das durchaus mal interessant nachzulesen, da speziell "TMWTGG" einer jener Bondfilme ist, die in meiner persönlichen Historie die größten Entwicklungen mitgemacht habe. Aber im Gegensatz z.B. zu einem OHMSS, der es bei mir innerhalb von 20 Jahren vom abgeschlagenen letzten Platz zum zwischenzeitlichen 3. Platz geschafft hat (inzwischen ist OHMSS wieder im Mittelfeld angekommen), hat TMWTGG leider eine umgekehrte Entwicklung gemacht.

Als Kind war ich begeistert von TMWTGG. Die Charaktere sind einprägsam, v.a. die Bösewichte Saramanga und Schnickschnack, die Locations sind einzigartig schön und Roger Moore ist in seinem 2. Bondfilm in guter Form.
An sich kann ich auch heute alles noch immer bestätigen, auch wenn ich Moore in nachfolgenden Filmen wesentlich besser fand.
Aber dennoch funktioniert TMWTGG bei mir nur noch bedingt.

TMWTGG ist für mich ein gewisses Überbleibsel aus alten Bond-Zeiten. Vielleicht lag es auch daran, dass der Disput zwischen den Prduzenten Broccoli und Saltzman am Siedepunkt war (Saltzman war zum letzten Mal dabei), aber man wird das Gefühl nicht los, dass der Zeitverlust durch den verkürzten Rhythmus - man hat nur gut 1 Jahr statt der obligatorischen 2 gewartet - dem Film nicht gut getan hat. Zu konstruiert wirken die beiden Handlungsstränge "Duell" und "Solex" miteinander verwoben.
Ich kann mir einfach nicht wirklich vorstellen, wie Scaramanga nach Hai Fats Tod das Unternehmen weiterführen können soll? Was sagen die Angestellten von diesem?
Zumal Scaramanga kaum eine Schule besucht zu haben scheint, geschweige denn eine Ahnung hat, wie man ein asiatisches Unternehmen führt. Auch Scaramangas Wandlung von einem Bewunderer Bonds, der "nichts gegen ihn" hat, zu einem Gegner, der in Bonds Tötung die Krönung seines Schaffens sieht, wirkt mir etwas zu sehr übers Knie gebrochen.
Genauso unausgegoren wie der Film wirkt auf mich auch der Score Barrys. Ich bin ein großer Verehrer Barrys, aber in diesem Score merkt man ihm an, dass die Zeit zu begrenzt war, um seine Kreativität besser walten lassen zu können - es wiederholt sich quasi permanent nur das TMWTGG-Thema.

Unbestritten schön und zeitlos sind die bereits erwöhnten Schauplätze. Bangkok, Hong Kong und die Inselwelt Südostasiens haben nicht zuletzt durch diesen Bondfilm eine unheimliche Faszination erfahren. Der "James Bond Felsen" auf "James Bond Island" ist bis heute eine Touristenattraktion.
Mindestens genauso erinnerungswürdig ist der "Evil-Knievel-Stunt", der leider durch diesen idiotischen Sound während des Flugs gestört wird.
Eine schöne Idee, die man allerdings nicht zu sehr mit Logik zu durchleuchten versuchen sollte, um sie nicht ihrer Wirkung zu berauben, ist der "Fun Park" Scaramangas. Dass er ausgerechnet eine Figur Bonds darin stehen hat, schreiben wir alleine dramaturgischen Gründen und keinerlei logischer Grundlage zu.

TMWTGG ist für mich der erste Film der Bondserie, mit dem man in einer Sackgasse angelangt war: Ohne dass man den mäßigen Erfolg wie etwa in OHMSS der besonderen Exklusivität des Films zuschreiben könnte (im Gegenteil: TMWTGG war eher klassischen Schemas), musste man erkennen, dass man etwas ändern musste. Dies wurde mit dem überragenden Nachfolger TSWLM dann auch getan. Für diesen hat man sich zum Glück auch 3 Jahre Zeit gelassen.

Kurze Zusammenfassung:

Pluspunkte:

  • Schauplätze
  • Christopher Lee als Scaramanga
  • Schnickschnack


Minuspunkte:

  • 2 disharmonische Handlungsstränge
  • Logiklücken (Sacarmangas Wandlung)
  • Peppers Rückkehr
  • Eintöniger Score
  • Dusseliges Bondgirl Mary Goodnight
  • Geringes Bedrohungsszenario


Resümmierend muss ich leider meine anfänglich aufgestellte These bestätigen, dass der Abwärtstrend TMWTTGs bei mir leider nicht umgekehrt werden konnte. Aber weiter nach unten wird es nun nicht mehr gehen, da unter TMWTGG nur noch die Brosnans (mit Ausnahme von GE) und QOS kommen.
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Django

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Montag, 17. Juni 2013, 11:04

So, heute im Rahmen der Filmwochen meine Rezension zu "Der Mann mit dem goldenen Colt".

Ich kann mir einfach nicht wirklich vorstellen, wie Scaramanga nach Hai Fats Tod das Unternehmen weiterführen können soll? Was sagen die Angestellten von diesem?
Zumal Scaramanga kaum eine Schule besucht zu haben scheint, geschweige denn eine Ahnung hat, wie man ein asiatisches Unternehmen führt. Auch Scaramangas Wandlung von einem Bewunderer Bonds, der "nichts gegen ihn" hat, zu einem Gegner, der in Bonds Tötung die Krönung seines Schaffens sieht, wirkt mir etwas zu sehr übers Knie gebrochen.
Genauso unausgegoren wie der Film wirkt auf mich auch der Score Barrys. Ich bin ein großer Verehrer Barrys, aber in diesem Score merkt man ihm an, dass die Zeit zu begrenzt war, um seine Kreativität besser walten lassen zu können - es wiederholt sich quasi permanent nur das TMWTGG-Thema.


Nun ja - ich sehe es eher so, dass Scaramanga Hai Fait umgelegt hat, weil ihm dieser "auf die Nervern" gegangen ist, als dass er "echtes" Interesse an seinem Imperium hatte. Ein lebendiger Hai Fat bringt Scaramanga keine Vorteile - mit seiner Ermordung hat er sich daher ganz praktisch eines Mitwissers entledigt.

Barrys Score zu TMWTGG finde ich echt nicht übel. Zwar stütz er sich nur auf etwa eineinhalb "Basis-Themes", diese sind dafür sehr gelungen variiert worden, so dass sich ein abwechslungsreicher, spannender Score ergibt.

Mister Bond

Felix Leiter

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Montag, 17. Juni 2013, 18:30

Oh Kroni, oh Kroni.
Erstmal den AVTAK-Score runterputzen und nun das. Der TMWTGG Score ist insgesamt kein Barry-Kracher, aber auch überragender als der von OP.
Dafür sorgen Tracks wie In Search Of Scaramanga's Island, Scaramanga's Fun House und Return TO Scaramanga's Fun House.

Ansonsten kann ich deine Standpunkte nachvollziehen und unterschreiben.

Kronsteen

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Montag, 17. Juni 2013, 18:43

Oh Kroni, oh Kroni.

:friends:

Erstmal den AVTAK-Score runterputzen und nun das. D

Viel schlimmer wäre es, den OP-SCore runterzuputzen! :P
;)
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Spree

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Montag, 17. Juni 2013, 19:25

Viel schlimmer wäre es, den OP-SCore runterzuputzen! :P
;)
+1!

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Mister Bond

Felix Leiter

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Montag, 17. Juni 2013, 20:10

Dann nenn mir bitte einen einzigen Track aus OP, der wirklich erinnerungswürdig ist und es mit den "Scaramanga" Titeln oder "He's Dangerous" und "Bond meets Stacey" aufnehmen kann.
Aus sonst jeden Barry-Werk bleibt mir mindestens ein Track mit Titel im Gedächtnis, bei OP is' nix, nada.
Danach können wir gerne :prost: :D
Und Spree kann gleich auch zur Nachhilfestunde :P
(Wie schon mal erwähnt, Spree, an OP habe ich sonst nicht viel auszusetzen, dein Liebling.)

Kronsteen

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Montag, 17. Juni 2013, 20:18

Ich finde den durchweg gut, mit einigen schönen Stücken gespikt.
Sicher kein Höhepunkt Barrys wie YOLT, DAF oder TLD, aber gleichmäßig schön.

Anspieltipps:
  • Arrival at the Island of Octopussy
  • That's my little Octopussy
  • The chase Bond theme


Davon abgesehen mag ich "All time high" von Rita Coolidge sehr gerne. :dance2:
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Spree

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Montag, 17. Juni 2013, 22:10

Bei mir vor allem das Chase Theme. Ich gebe ja zu, dass OP von Platte nicht so viel hermacht, als Unterstützung zum Film finde ich den Score sehr gelungen.

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Mi6london

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Montag, 17. Juni 2013, 22:17

Letztendlich kommt es doch darauf an das der Score im Film funktioniert und nicht zu Hause beim putzen :haha:
"Double 0 Seven reporting for Duty" "This Never Happend to the other Fella"

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Montag, 17. Juni 2013, 22:59

Määäh, also ich finde die Stücke nicht großartig.
Zum Film passen Sie zwar besser als zuhause beim putzen, aber die anderen Barry Scores funktionieren imo auch beim putzen, waschen, kochen und bügeln ;)

Kronsteen

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Montag, 17. Juni 2013, 23:18

Määäh, also ich finde die Stücke nicht großartig.
Zum Film passen Sie zwar besser als zuhause beim putzen, aber die anderen Barry Scores funktionieren imo auch beim putzen, waschen, kochen und bügeln ;)


Passt je zu AVTAK; dem "Whiskas & Quiche"-SCore Barrys! :shock:
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Dienstag, 18. Juni 2013, 00:07

Boah, Blödmann :cursing: :box: ;)

Aber da dies der TMWTGG-Thread ist, einer meiner Lieblingsscores aud dem gesamten Franchise:

Return To Scaramanga's Fun House

Richtig groß ist dieses Stück in den letzten 2 Minuten, als die Spannung den Siedepunkt erreicht. Perfekt arrangiert!

Kronsteen

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Dienstag, 18. Juni 2013, 00:19

Klar, es gibt sehr schöne Stücke bei TMWTGG. :)

Besonders das hier:



Wir sollten vielleicht mal eine Diskussion im John Barry Thread beginnen. :dance2:
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Scarpine

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Dienstag, 6. August 2013, 14:33

James Bond Rewatched

# 09: Der Mann mit dem goldenen Colt (1974)

OT: The Man with the Golden Gun; GB 1974; 125 Min.; R: Guy Hamilton; D: Roger Moore, Christopher Lee, Britt Ekland, Maud Adams, Hervé Villechaize, Clifton James, Bernard Lee, Lois Maxwell, Desmond Llewelyn

Nachdem Roger Moores erster Einsatz zu einem großen Erfolg geworden war, machten sich die Produzenten eilig daran einen Nachfolgefilm hinterher zuschieben, um Moores Image als neuer 007 zu festigen. Zu eilig, wie sich bald herausstellen sollte. Die Hektik und Schnelle mit der die Produktion vorangetrieben wurde, wirkte sich schließlich in belastender weise auf die Drehbuchentwicklung und die Dreharbeiten aus. Das Ergebnis war ein mittelprächtiger Bondstreifen. So kam selbst Albert R. Broccoli knapp ein Jahrzehnt später zu der Einschätzung, dass "The Man with the Golden Gun" jener Film der Reihe sei, denn er rückblickend doch in Teilen anders umgesetzt hätte.

An der Besetzung kann man kaum Anstoß finden. Das Ensemble agiert in der Breite sehr gut. Zu Roger Moores Performance muss man sagen, dass es sich zwar nicht um seinen schlechtesten Bond-Auftritt handelt, aber auch keineswegs um seinen besten. Der titelgebende Oberschurke wird mit düsterer Würde von Charakterdarsteller Christopher Lee verkörpert. Und er ist es auch, der mit seiner bösartig-charmanten Interpretation aus der Schauspielerriege heraussticht und einen der besten Bond-Villains zeichnet. Die Titelfigur des Francisco Scaramanga überragt förmlich diesen Streifen. Als Bondgirls machen Britt Ekland und Maud Adams eine sehr gute Figur. Die Rolle der Andrea glänzt mit Vielschichtigkeit, während der Charakter der Mary Goodnight leider zum einem naiven Dummchen gemacht wurde. In Flemings Roman ist sie zwar auch nicht die Allerhellste, wird aber immerhin nicht auf so plakative Art und Weise als unfähig dargestellt. Die Helfer hinterlassen überhaupt keinen guten Eindruck. Sowohl Clifton James` erneuter (Spaß-)Auftritt, als auch Soon-Tek Oh`s Lt. Hip können nicht wirklich überzeugen. In beiden Fällen muss die mäßige Charakterzeichnung aber in erster Linie den Skriptautoren zu Last gelegt werden. Hervé Villechaize kann als linkisch-verschlagener Schnick Schnack glänzen. Ohne Frage einer der hinterhältigsten Henchmen überhaupt. Die Mi6-Stammcrew agiert gewohnt gut, wobei insbesondere Bernard Lees sarkastische Ausfälle den Zuschauer zum Schmunzeln bringen.

Das dritte Mal in Folge und das vierte und letzte Mal insgesamt zeichnet sich Guy Hamilton für die Inszenierung verantwortlich. Die Regie bei diesem, seinem letzten Bondfilm ist wohl – wenn auch nur knapp – seine zweitschlechtste. Die ganz großen Schlampigkeiten wie in "Diamonds Are Forever" werden zwar größtenteils vermieden, dennoch verläuft der Film sehr schleppend, ohne großes Tempo und gibt auf diese Weise über weite Strecken seine inhaltliche Belanglosigkeit preis. Von der hart-kompromisslosen Dynamik des Vorgängerwerks ist hier nur noch wenig zu spüren. Es war die bessere Entscheidung Hamilton nicht auch noch das nächste Bondabenteuer inszenieren zu lassen. Über die Arbeit von Richard Maibaum und Tom Mankiewicz lässt sich bei diesem Film nur wenig Gutes sagen. Das Drehbuch ist äußerst schwach, wenn auch nicht völlig misslungen. In diesem Fall war es äußerst angebracht den Romanplot weitgehend zu ignorieren und nur die Hauptfiguren zu übernehmen. Die neuen Storyansätze sind nicht schlecht, werden aber nicht konsequent genug genutzt. Es ist den Autoren nicht gelungen Scaramangas persönliche Fehde und die Handlung um den Solex-Generator angemessen miteinander zu verknüpfen. Stattdessen laufen die Handlungsstränge nebeneinander her und lassen den Plot unstringent erscheinen. Zudem fallen die lieblose Gestaltung mancher Nebenfiguren, die plakative Verwendung von Eastern-Elementen und einige überflüssige Gags negativ ins Auge. Als wirklich gelungen kann man eigentlich nur die Ausgestaltung des Schurkencharakters und das Inselfinale betrachten.

John Barrys Rückkehr ist wieder einmal ein Triumph. Zwar kann sein Score zu diesem Film nicht mit seinen allerbesten Werken mithalten, aber er besitzt dennoch eine hohe atmosphärische Klasse. Der Titelsong von Lulu hingegen gehört eher zu den schlechteren Liedern der Reihe. Auch Maurice Binders Titeldesign kann leider nicht überzeugen. Es gehört – aufgrund des beliebigen Umgangs mit den Hauptmotiven – zu seinen schwächsten Kreationen. Peter Murton ist als neuer Production Designer an Bord. Die Hotelsuiten, Hai Fats Domizil, und Scaramangas Inselversteck mit dem Spiegelkabinett sind glamourös und vielseitig ausgefallen. Von Hongkong über Macao bis hin zu Thailand und der malerischen Insel Khao Phing Kan atmet "The Man with the Golden Gun" innerhalb der Serie soviel Asien-Spirit wie sonst wohl nur "You Only Live Twice". Die Cinematographie von Gastkameramann Oswald Morris und Ted Moore, der nach sieben Einsätzen Abschied von der Serie nahm, präsentiert sich in angenehmen Farben und schafft schöne, mediterrane Stimmungen. Leider drehte man abermals nur im Normalformat. In den Action-Szenen kann die Kameraführung nicht ganz mit der Dynamik des Vorgängerwerks mithalten. Immerhin versprühen die Kabinenschlägerei, Scaramangas nächtliches Attentat, die Auto-Verfolgungsjagd und die Spiegelkabinett-Szenen einen gewissen optischen Reiz.

Gesamtwirkung: Man merkt dem Streifen seine kurze Vorbreitungszeit an. Teilweise zeigt der Film Fließbandprodukt-Qualitäten und weist auf erste Ermüdungserscheinungen der Reihe hin. Eine schwach ausgearbeitete Story, eine altbackene Inszenierung, einige unpassende Einfälle und die offensichtliche Anbiederung an den Eastern, gereichen dem Werk keinesfalls zur Ehre. Auf der Habenseite stehen ein gutes Ensemble, tolle Drehorte, ein angenehmer Score und die Präsens des großen Christopher Lee, dem es mit seiner Darstellung eines der einprägsamsten Bondschurken gelingt den schwächelnden Film sichtlich aufzuwerten.

Meine Wertung: 3 von 5 Punkten
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Scarpine« (8. August 2013, 09:11)


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Dienstag, 6. August 2013, 20:47

Kann ich so unterschreiben. Für mich schon immer einer der (wenigen) Bondfilme, die einen mit einem unbefriedigenden Gefühl zurücklassen. Der Streifen verliert sich irgendwo im Niemandsland zwischen Agentenfilm und Klamauk und ist doch nichts Halbes und nichts Ganzes. Mit DAF und TMWTGG leisteten sich die Verantwortlichen gleich die zwei absoluten Tiefpunkte der klassischen Reihe innerhalb weniger Jahre. Mit dem Nachfolger machte man dann alles besser und schuf einen der Höhepunkte des Franchise.

Mister Bond

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Mittwoch, 7. August 2013, 20:40

Sehe wieder mal vieles ählich wie Scarpine, besonders bei Top: Christopher Lee & das Inselfinale.
Flop: das unausgegorene Drehbuch.

Was aber hast du nur gegen das 1,85:1 Format?
Selbst groß angelegte Filme wie die Zurück in die Zukuft Reihe, Spider-Man 1, Predator, Aliens, Terminator oder Avatar sehen auch in diesem Format toll aus.

Scarpine

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Mittwoch, 7. August 2013, 21:22

Was aber hast du nur gegen das 1,85:1 Format?
Selbst groß angelegte Filme wie die Zurück in die Zukuft Reihe, Spider-Man 1, Predator, Aliens, Terminator oder Avatar sehen auch in diesem Format toll aus.


Gegen das Format habe ich persönlich gar nichts. Aber die Bondfilme wirken durch das Breitwandformat schlicht "bigger". Man merkt schon den Unterschied zwischen "Thunderball" und seinen drei Vorgängern. Alles wirkt irgendwie "fetter" und die Landschaften kommen viel besser zur Geltung. Ich glaube einfach, dass "Live And Let Die" und "The Man wih the Golden Gun" eben im Cinemascope-Verfahren noch besser gewirkt hätten. Gerade bei der Verflogungsjad durch die Sümpfe im Ersteren und in den Asienszenen des Letzteren.
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