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  • »TheSilencer« ist männlich
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1

Donnerstag, 8. Dezember 2016, 10:52

Kinostart

Ich habe den Überblick verloren zwischen all' dem Craig-macht's-Craig-macht's-nicht.

Gibt es derzeit überhaupt ein offiziell anvisiertes Startjahr?

Don-Corleone

009 - Killed in East Berlin - Dressed as a clown with a fake Faberge egg in my hand

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2

Donnerstag, 8. Dezember 2016, 11:30

Ursprünglich war Ende 2017 anvisiert. Dadurch das EON / MGM bist heute noch kein Vertrag mit einem der großen "Major Studios" abgeschlossen haben, liegt das Thema Bond 25 auf Eis. 2017 ist auch nicht mehr realistisch.

Die ganzen Diskussion ob Craig weitermacht oder nicht, sind in meinen Augen im Moment sowieso hinfällig, das gleiche gilt auch für die Frage wer Regie führt. Solange es kein Studio gibt, der das ganze finanziert, wird es auch wenig neues zu Bond 25 geben. In der Branche ist man sich mehr oder wenig sicher das EON / MGM ein Mammutprojekt wie Bond ,nicht alleine finanzieren werden/wollen/können. Favorit ist angeblich wieder Sony (Aussenseiterchancen Warner), aber nichts genaues weiß man. Der alte Vertrag mit Sony muss für EON so rentabel gewesen sein, das anscheinend keiner der Major Studios zu diesen Konditionen wieder unterschreibt. Des weiteren arbeiten Purvis & Wade angeblich an einem ersten Drehbuchentwurf für Bond 25.

Was man im Moment weiß, das man nichts genaues weiß und viel spekuliert wird, aber was handfestes haben wir im Moment nicht.
Schönes Gewehr, passt eigentlich mehr zu einer Frau. - Verstehen Sie etwas von Waffen Mr.Bond ? - Nein, aber etwas von Frauen.

Scarpine

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3

Donnerstag, 8. Dezember 2016, 12:18

Des weiteren arbeiten Purvis & Wade angeblich an einem ersten Drehbuchentwurf für Bond 25.

Laut einem angeblichen Insider wurde der erste Script-Entwurf von Neal Purvis & Robert Wade und Steven Knight (Eastern Promises, Locke) bereits verworfen. Außerdem soll sich Regisseur Colin Trevorrow (Jurassic World, Star Wars-Episode IX) in den letzten Wochen zu Gesprächen mit den Produzenten getroffen haben. Zudem wird gesagt, dass Sam Mendes und Daniel Craig eine Idee für Bond 25 hätten und Mendes diese nun mit Jez Butterworth (Co-Autor von Skyfall & Spectre) entwickeln würde. Wenn etwas daraus werden sollte, würde Craig nochmals die Rolle übernehmen (aber nur unter der Bedingung, dass Mendes auch Regie führt). Und da man mit dieser Story noch am Anfang stünde und Mendes im kommenden Jahr erst das Drama Beautiful Ruins drehen würde, käme ein Kinostart vor 2019 nicht infrage. Beautiful Ruins scheint schon ein Ersatzprojekt für Mendes zu sein, da sein eigentlich geplanter nächster Film The Voyeur`s Motel offenbar in argen Entwicklungsschwierigkeiten steckt. Wenn Mendes nicht zurückkäme, würde es dann wohl 2019/2020 mit einem neuen Darsteller weitergehen. Wie glaubwürdig diese Informationen sind, muss die Zukunft zeigen.
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Mister Bond

Felix Leiter

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4

Donnerstag, 8. Dezember 2016, 12:27

Was mich am Filmbusiness oder auch Sportbusiness stört: Es ist alles nur noch Politik. Mehr, Größer....
Was waren das noch bescheidene Zeiten und wo man Blockbuster einer Filmreihe alle zwei, spätestens drei Jahre sehen konnte.
Dann sollen die halt einen günstigeren Bond drehen. Mehr Thriller als Action und die Gagen sind eh seit Jahrzehnten ein Witz.
Wenn das so weitergeht, dann sehen wir alle vier Jahre einen neuen Bond und das macht zwecks Darstellerwechsel auch keinen Sinn mehr.

Don-Corleone

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5

Donnerstag, 8. Dezember 2016, 12:56

@Scarpine: Interessant, dass das Script schon abgelehnt wurde, habe ich bis jetzt noch nicht gelesen. Viel Spekulation im Moment :D Ich persönlich glaube gar nicht das sich die Broccolis jetzt schon konkret mit einem Regisseur beschäftigten (vielleicht maximal ausloten ob generell Interesse bestehen würde). Solange die das mit dem Studio nicht geregelt bekommen, geht da gar nichts. Das einzige wo ich mir sicher bin, sollte jemand anderes als Sony ab Bond 25 produzieren und vertreiben, wird Craig ziemlich sicher zu einem weiteren Film "überzeugt". Da geht man mit Sicherheit zuerst auf Nummer Sicher und nimmt den etablierten und erfolgreichen Darsteller.

@Mister Bond: Da bin ich voll und ganz bei dir, die Entwicklung im Filmbusiness in en letzten Jahren ist wirklich etwas bedenklich. Gefühlt kommen 10 Megablockbuster pro Jahr raus (die meistens Teil einer Franchise sind), welche wenn sie keine 1 Mrd einspielen, schon als Enttäuschung gelten. Aber der Rest bleibt irgendwie auf der Strecke, da wird lieber sehr sehr viel Geld in ein Film gesteckt, als vielleicht "nur" viel Geld in 2 Filme investiert. Mir kann keiner erzählen das man nicht für 80 - 100 Mio Dollar "gute" Filme machen kann. Kein Wunder, das viele Regisseure und Drehbuchautoren verstärkt im TV arbeiten (was auch qualitativ zu sehen ist). Sie bekommen, oft die Gelder nicht zusammen, selbst so bekannte Namen wie Fincher, Scorsese usw.. haben immer mehr zu kämpfen ihre Projekte zu verwirklichen. Ausnahmen bestätigen die Regel, Tarantino z.B. hat ja Gott sei dank die Weinsteins im Rücken, aber generell kann einem diese Entwicklung als Filmfan nicht so wirklich gefallen.
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Scarpine

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6

Donnerstag, 8. Dezember 2016, 14:59

Was mich am Filmbusiness oder auch Sportbusiness stört: Es ist alles nur noch Politik. Mehr, Größer....
Was waren das noch bescheidene Zeiten und wo man Blockbuster einer Filmreihe alle zwei, spätestens drei Jahre sehen konnte.
Dann sollen die halt einen günstigeren Bond drehen. Mehr Thriller als Action und die Gagen sind eh seit Jahrzehnten ein Witz.
Wenn das so weitergeht, dann sehen wir alle vier Jahre einen neuen Bond und das macht zwecks Darstellerwechsel auch keinen Sinn mehr.

Ich denke, dass es im Moment eher unwahrscheinlich ist, dass sich zeitig wieder eine schnellere Veröffentlichungsfrequenz enstellen wird. Michael G. Wilson zieht sich langsam aber sicher aus dem Geschäft zurück und wird wohl bald von seinem Sohn Gregg, der - wie Barbara Broccoli zu Dalton-Zeiten - bei den letzten beiden Filmen schon "Associate Producer" war, beerbt werden. Barbara Broccoli engagiert sich momentan anderweitig. Sie fördert die britische Filmindustrie, unterstützt junge Talente und hat momentan eine ganze Reihe an Projekten abseits des Franchises in der Entwicklung, denen sie sich - nach Insiderinformationen - gegenwärtig erst einmal verstärkt widmen möchte. Das dürfte auch mit ein Grund sein, weshalb man es mit Bond 25 nicht eilig hat. Von daher wäre meine aktuelle Einschätzung, dass es keine Zweijahres-Bondstreifen mehr geben wird. Im Schnitt wird es künftig wohl alle vier Jahre (Jahresabstände zwischen 3 und 5 Jahren) einen neuen Film geben. Sicher könnte man auch wie früher alle zwei Jahre produzieren, aber es scheint gleich aus mehreren, auch finanziellen Gründen nicht mehr in Interesse von Eon Productions Ltd. und den Studios zu liegen.

Ich persönlich glaube gar nicht das sich die Broccolis jetzt schon konkret mit einem Regisseur beschäftigten (vielleicht maximal ausloten ob generell Interesse bestehen würde). Solange die das mit dem Studio nicht geregelt bekommen, geht da gar nichts. Das einzige wo ich mir sicher bin, sollte jemand anderes als Sony ab Bond 25 produzieren und vertreiben, wird Craig ziemlich sicher zu einem weiteren Film "überzeugt". Da geht man mit Sicherheit zuerst auf Nummer Sicher und nimmt den etablierten und erfolgreichen Darsteller.

Vermutlich sind das wirklich nur Gespräche, die eine potenziell zukünftige Zusammenarbeit ausloten sollen. Ein solches Treffen gab es ja schon mit Guy Ritchie und Christopher Nolan hatte auch schon mehrfach Kontakt zu Eon Productions, ohne das bislang einer dieser Filmemacher verplichtet wurde. Ich habe mittlerweile auch den schweren Verdacht, dass wir bei Bond 25 wieder die gleichen Kreativen (Craig, Mendes, Purvis & Wade, Butterworth) vor und hinter der Kamera sehen werden, auch wenn es zunächst eigentlich völlig anders aussah. Ich könnte mir auch vorstellen, dass man mit Craigs letztem Film eventuell endlich eine 100 %-Standardmission verwirklichen will. Soll heißen: Keine persönlichen Bindungen und Probleme mehr. Vesper und M sind vergessen, Quantum und Spectre nur noch ein Schatten von früher. Madeleine ist schon lange nicht mehr akut. Bond und Blofeld treffen nach einigen Jahren wieder aufeinander und sind - wie früher - nur noch Gegner ohne diese faden Jugendkabbeleien. Am Ende wird Blofeld endgültig besiegt und getötet und der Craig-Bond landet endlich mal in der letzten Szene mit seinem Bondgirl im Bett. ;)

Gefühlt kommen 10 Megablockbuster pro Jahr raus (die meistens Teil einer Franchise sind), welche wenn sie keine 1 Mrd einspielen, schon als Enttäuschung gelten. Aber der Rest bleibt irgendwie auf der Strecke, da wird lieber sehr sehr viel Geld in ein Film gesteckt, als vielleicht "nur" viel Geld in 2 Filme investiert. Mir kann keiner erzählen das man nicht für 80 - 100 Mio Dollar "gute" Filme machen kann. Kein Wunder, das viele Regisseure und Drehbuchautoren verstärkt im TV arbeiten (was auch qualitativ zu sehen ist). Sie bekommen, oft die Gelder nicht zusammen, selbst so bekannte Namen wie Fincher, Scorsese usw.. haben immer mehr zu kämpfen ihre Projekte zu verwirklichen. Ausnahmen bestätigen die Regel, Tarantino z.B. hat ja Gott sei dank die Weinsteins im Rücken, aber generell kann einem diese Entwicklung als Filmfan nicht so wirklich gefallen.

Und da ein Bondfilm, wie wir gesehen haben, nicht immer jetzt narrensicher die Milliarde knackt, macht es auch gar keinen Sinn, das Budget noch weiter nach oben zu schrauben. Die letzten drei Bondfilme waren mit 200, 230 und 245 Millionen $ schon sehr teuer. Die Zeiten als ein Bondfilm teuerer aussah, als er war, sind ja auch schon irgendwie länger vorbei. GoldenEye war der letzten Streifen, der diesen einst so magischen Franchise-Mythos noch erfüllte, obwohl ihm das im Hinblick auf die Modeleffekte auch Kritik eingebracht hat. Ich denke, dass ein Bondfilm auch mit einem Etat von 130-180 Millionen $ gut produzierbar wäre. Man muss ja auch bedenken, dass allein das Product Placement den Produzenten in der Regel 40-50 Millionen $ gutschreibt. Kosten von 80-100 Millionen $ halte ich bei einem Bondfilm nicht mehr für realistisch; zumindest so lange nicht, wie gleich mehrere top-etablierte Schauspieler (Craig, Waltz, Fiennes, Bardem usw.) und Kreative (Mendes, Logan, Haggis usw.) an einem Bondfilm arbeiten, es viele Drehorte gibt und mehrere große Action-Sequenzen zu realisieren sind. Das müsste dann schon ein sehr bodenständiger Spionage-Bond im Stile eines Film wie The International sein. Quentin Tarantino könnte das sicher. Abgesehen von Django Unchained (Budget: 100 Millionen $) und Inglourious Basterds (Budget: 70 Millionen $) hat jeder seiner Filme weniger als 50 Millionen $ gekostet. Damit ist er im erfolgreichen Genre-Film heute aber auch eher die Ausnahme; das stimmt.

Vielleicht wird dieses ganze Blockbuster-System demnächst auch mal kollabieren. Steven Spielberg meinte ja auch schon, dass diese ganze Big Budget-, Superhelden- und Comic-Verfilmungs-Schiene langsam aber sicher tot geritten wird. Vielleicht sollte Bond sich hier wirklich wieder auf seine Agenten- und Spionage-Kompetenzen (Thrill und Atmosphäre) besinnen, denn in punkto Action und Schauwerte wird es immer schwerer werden, mit der großen Hollywood-Konkurrenz mitzuhalten. Oder man investiert das Geld eben zielgerichteter. Anstatt alles nur in Stars, Action und Drehorte fließen zu lassen, könnte man ja auch mal wieder im Ken Adam-Stil eindrucksvolle Sets und Ausstattungen schaffen. Das war auch bis vor rund drei Jahrzehnten ein souveränes Aushängeschild der Serie, welches aber in der Folge - von Ausnahmen wie Die Another Day abgesehen - stetig vernachlässigt wurde. Ich denke, die Wirkung von echtem Design und realen Räumen kann auch das klinisch hyperreale und allgegenwärtige CGI der Konkurrenz nicht ersetzen. Darin könnten die Produzenten also ebenso eine Chance sehen.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Scarpine« (8. Dezember 2016, 16:06)


Mister Bond

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Sonntag, 11. Dezember 2016, 11:58

Also mit einem Abstand von drei Jahren habe ich mich schon abgefunden, aber alle vier Jahre?
Dann sollte sich Babs echt mal hinterfragen, ob Sie das noch machen will. Erinnert mich an Cubby Broccoli und Saltzman. Letzterer hatte auch andere Interessen...adieu.
Und meiner Meinung nach sollte doch jeder Darsteller mindestens seine vier Bond-Abenteuer bestreiten dürfen.
Mich stört es da viel weniger, dass er zu Beginn 38 wäre und zum Schluss 50, sondern eher die Tatsache, dass er in jedem Film doch signifikant älter aussehen würde.
Ist ja auch nicht jeder Tom Cruise, der seinen fünften "Mission: Impossible 19" Jahre nach seinem Debüt machte.
Sorry, aber selbst wenn man Star Wars alle zwei Jahre hinbekommt (die Rede ist nur von der regulären Reihe, da größtenteils das selbe Team dahintersteckt).

Scarpine

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8

Sonntag, 11. Dezember 2016, 15:31

Das Problem ist aber meines Erachtens, dass man bei den Produzenten schon "umgedacht" hat. Cubby Broccoli hat nur Bondfilme produziert und bei dieser Fokussierung war die Zweijahresabfolge einfach kein Problem. Michael G. Wilson wurde sein Juniorpartner und irgendwie glaube ich, dass er bis heute der "zweite Mann", der sich mit Erfahrung in die Produktionsabläufe und Drehbuchentwicklung einbringt, geblieben ist. Barbara Broccoli ist die dominante Produzentin und hat die wesentlichen künstlerischen Entscheidungen der letzten zwanzig Jahre getroffen. Sie möchte sich eben nicht nur auf Bond alleine fokussieren, sondern auch andere Wege gehen. Dass das anders werden würde, wenn Gregg Wilson als "Neuling" seinem Vater im Chef-Produzentenjob nachfolgt, darf bezweifelt werden. Ich denke, uns Bondfans wird letztlich nichts anderes übrig bleiben, als diesen Umstand zu akzeptieren. Es ist ja auch nicht so, dass Barbara Broccoli Bond völlig links liegen lässt, sondern eben nur nicht gleichermaßen konsequent und konstant an der Entwicklung des Franchises arbeitet. Deswegen denke ich auch nicht, dass sich vor dem Jahreswechsel 2017/18 viel tun wird, da es in der Quelle hieß, dass sich Barbara im Jahr 2017 besonders auf ihre anderen Projekte konzentrieren wolle. 2019 dürfte daher als Veröffentlichungsjahr von Bond 25 als sehr warscheinlich gelten.

Ein Problem des Zweijahres-Rhythmus ist ja auch, dass die Produktion dann häufig mit den Verpflichtungen der Kreativen kollidiert. Sowohl die Regisseure, als auch der amtierende 007 haben in letzter Zeit ein viel größeres Mitspracherecht bekommen. So hat es neben der MGM-Krise ja auch deswegen sieben Jahre gebraucht, um Skyfall und Spectre zu produzieren, weil Craig häufig monatelange Theater-Engagements hatte und für Mendes wegen anderer Projekte auch immer wieder der Produktionsplan nach hinten verschoben wurde. Nicht zuletzt wird auch ausschlaggebend sein, dass man sich zum einen nicht mehr einem so massiven Stress aussetzen muss und zum anderen die Bondfilme, die in kürzeren Abständen veröffentlicht wurden, häufig finanziell weniger erfolgreich waren, als die Streifen zwischen denen drei bis vier Jahre lagen.
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Havanna

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9

Sonntag, 11. Dezember 2016, 18:46

Das sind alles nachvollziehbare Gründe, wenn man sich in die Lage und Interessen der Personen hineinversetzt. Für uns Fans ist es natürlich schade, wenn es wirklich so kommen sollte. Auch für mich persönlich, weil der Beginn dieser Phase gerade mit der letzten Phase meiner Fanwerdung zusammengefallen ist.:) Vor allem ist es auch schwierig, wenn man im 4/5-Jahresrhythmus eine zusammenhängende Geschichte mit einem Bonddarsteller erzählen will...
Aber vielleicht kommen für uns Fans ja auch wieder bessere Zeiten.

Dr. moVe

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10

Sonntag, 11. Dezember 2016, 19:18

Alles gute Punkte, die Du aufgeführt hast, Scarpine.
Eine Überlegung möchte ich noch einfließen lassen:
Die aktuell so beachtlich erfolgreichen Kinoauswertungen von Marken wie Marvel, DC, The Fast and The Furious etc., sind im Gegensatz zu Bond noch relativ junge Phänomene. Ich ziehe hier gern den Vergleich zu dem einstigen Boom des Agentenfilms in den 60ern, der der Welt innerhalb einer Dekade gleich 6 Eon-Bondfilme plus ein Konkurrenz-Werk bescherte. Diese Produktions-Frequenz-Dichte hat unsere Reihe nie wieder erreicht.
Hier lohnt auch ein Blick auf ein anderes großes Franchise-Phänomen, das ursprünglich - wenn auch als TV-Format - aus den 60ern stammt: Star Trek.
Im Kino hatte diese Reihe in den 80er- und 90er-Jahren ebenfalls einen soliden 2 bis 2 1/2-Jahresrythmus, bis es 2002 - zeitgleich mit Bondwerk DAD zu einem 'Cut' der entsprechenden Filmreihe kam.
CR mal ausgenommen, lieferte Paramount Pictures seitdem stets genau ein halbes Jahr nach einem Bondfilm einen weiteren, äußerst hoch-budgetierten Star Trek-Film.

QoS: 11/2008 ... J.J. Abram's Star Trek: 5/2009
SF: 11/2012 ... Star Trek Into Darkness: 5/2013
SPECTRE: 11/2015 ... Star Trek Beyond: 7/2016

Auch wenn hierfür jeweils andere Gründe aufzuführen sind, gibt mir diese merkwürdige Parallele doch zu denken, da beide Labels im Gegensatz zu einer Übermarke wie Star Wars, die erst jüngst ihre Beitragsdichte extremst geballt hat, die Eigenschaft teilen, im Gesamtblick über die Jahrzehnte relativ kontinuierlich Werksbeiträge geliefert zu haben.

Könnte also neben den veränderten Marktrealitäten und führenden Köpfen hinter dem jeweiligen Franchise, also nicht vielleicht auch das reine Alter der Filmreihe eine Rolle spielen.
25 Bondfilme sind gemessen am jeweiligen Produktionsaufwand und der medialen Präsenz die jeder Jahrgang hatte, schon ein stolzer Beitrag zur kommerziellen Filmgeschichte.
Star Trek ist zwar, wie schon erwähnt, in erste Linie stets ein TV-Phänomen gewesen, befindet sich aber, was die Anzahl der Kinobeiträge angeht, bereits dennoch an einem Punkt in der die Bondreihe bei Octopussy war. Einem Zeitpunkt, als das 007-Franchise längst nicht mehr in erste Linie durch Innovationen bestach, sondern durch pures Recyceln seiner hinreichend bekannten Zutaten.
Meine Frage lautet also: Haben sich vielleicht beide Serien nicht schon längst mehr als selbst überlebt ?
Spannend wird in diesem Zusammenhang die Beobachtung werden, wie extrem sich die 'Zitrone' Star Wars kommerziell auspressen läßt, oder freundlicher formuliert: wie lange dieses Megafranchise sein aktuelles Release-Intervall durchhalten kann, bis auch hier eine Publikumsermüdung einsetzt.

Ich selbst gehöre jedenfalls zu den Leuten die neue Bondfilme nicht als selbstverständlich ansehen, und stellte mich bereits schon beim Release von CR darauf ein, das dies der einzige Craigbondfilm bleiben könnte.
Von daher nahm ich auch das Ende von Spectre auf Anhieb als vorläufigen Schlußstrich unter diese Ära war.
Die Abstände zwischen den Filmen sind einfach zu lange geworden um von irgendwelchen Kontinuitäten auszugehen.
Vielleicht erklärt sich meine ziemlich nüchtere Wahrnehmung bezüglich Fortsetzungserwartungen auch aus dem Umstand, das ich mit der Dalton-Ära eingestiegen bin.
Ich vermute mal jeder Fan, der damals mit TLD enthusiastisch mit unserer geliebten Kinoreihe angefangen hat, wird sich mit jedem neuen Ära-Beginn stets emotional auf eine Enttäuschung einstellen.
So waren 1999, während der Promotion zu TWINE, dann auch meine dominierenden Gefühle:
"Wow, es kommt tatsächlich ein DRITTER Film. Unglaublich !" Ähnlich ging es mir auch bei Skyfall.

Ein weiterer Punkt spielt bei der Frage nach einer Weiterführung der Craig-Ära sicher auch eine Rolle:
Das Durchschnittsalter ihrer Zuschauer.
Dieses schätzte ich deutlich höher ein, als das früherer Bondepochen.
Ein Aspekt der bei einem neuen potentiellen Vertragspartner für Eon/MGM sicher eine Rolle spielen wird.
Will man sich weiter auf eine eher ältere, reifere Zielgruppe fokusieren, oder das 007-Franchise künftig wieder verstärkter auf ein jugendlicheres Publikum ausrichten ?

Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von »Dr. moVe« (12. Dezember 2016, 00:43)


Mister Bond

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Sonntag, 11. Dezember 2016, 22:21

Das Wichtigste habt ihr dennoch vergessen: die Darsteller.
Es kann doch nicht von Interesse sein, alle zwei bis drei Filme einen neuen Mann zu casten?
Und ich schrieb schon, natürlich kann man mit einem Team zumindest alle drei Jahre einen vernünftigen Bond herausbringen.
Das einzige Manko ist die völlig unnötige Plänkelei um das liebe Geld, ob Craig weitermacht oder nicht und eben Madame Broccoli. Ihr Vater hätte ihr schon die Meinung gegeigt.
Ganz ehrlich, ich war nie Fan der Dame, also soll Sie das Ruder anderen überlassen, die wahrscheinlich wieder mit mehr Enthusiasmus an der Bondsache herangehen.
Klar kann man Parallelen zu Star Trek ziehen, aber eben auch zu Star Wars, die es damals geschafft haben innerhalb von drei Jahren und nun innerhalb von zwei Jahren (jeweils die Hauptfilme) in die Kinos zu bringen.
Will sagen, unmöglich ist es nicht, nur das Geziere nervt.

Scarpine

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12

Donnerstag, 15. Dezember 2016, 18:10

@ Dr. moVe

Sehr interessante Aspekte, die man besonders als jüngerer Fan gar nicht so sehr auf dem Radar hat. :!:

Das Wichtigste habt ihr dennoch vergessen: die Darsteller.
Es kann doch nicht von Interesse sein, alle zwei bis drei Filme einen neuen Mann zu casten? [...]Das einzige Manko ist die völlig unnötige Plänkelei um das liebe Geld.

In gewisser Hinsicht gibst du dir schon selbst die Antwort. Längere Abstände ziehen natürlich häufigere Darstellerwechsel nach sich. Das ist aber auch von Vorteil, weil die Darsteller, wenn sie ab dem dritten Film sicher im Sattel sitzen, immer horrendere Gagen und auch ein künstlerisches Mitspracherecht einfordern. Dieses Problem würde man also effektiv umgehen, wenn künftige Darsteller immer nur drei Filme drehen würden. Das würde sozusagen ins Konzept der längeren Frequenz von vier bis fünf Jahren zwischen den Bondfilmen passen.

Ganz ehrlich, ich war nie Fan der Dame, also soll Sie das Ruder anderen überlassen, die wahrscheinlich wieder mit mehr Enthusiasmus an der Bondsache herangehen. [...] Will sagen, unmöglich ist es nicht, nur das Geziere nervt.

Das ist wohl utopisch. Ich denke, dass Barbara Broccoli mal locker so lange an Bord bleiben wird wie Michael G. Wilson, der ja auch schon 73 Jahre alt ist. Man darf also davon ausgehen, dass Barbara noch mindestens zwanzig Jahre federführend das Zepter bei Bond schwingen wird. Ich würde dir zustimmen, dass es immer noch möglich wäre, Bondfilme im Zweijahrestakt zu produzieren. Aber der Wille dazu ist eben aktuell offenbar nicht mehr vorhanden, sei es aus finanziellen oder auch internen Gründen. Vielleicht will man auch teil-chaotische Auswüchse wie bei den überhastet produzierten Filmen The Man With The Golden Gun, Tomorrow Never Dies & Quantum Of Solace künftig verhindern. Andererseits hat auch der in drei Jahren produzierte Spectre mit seiner turbulenten Entwicklungsgeschichte einen ganz eigenen Beitrag zur Chaostheorie geliefert. Was beweist, dass auch längere Entwicklungsprozesse nicht unbedingt zu besseren Filmen führen.
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Kronsteen

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Samstag, 17. Dezember 2016, 20:02

Angeblich laufen die Planungen für Bond 25 auf Oktober 2018 hinaus - allerdings noch ohne Zusage Daniel Craigs, was für eine gewisse Panik sorgt.
Von Craigs Zusage hängt wohl auch ein weiteres Engagement von SONY Pictures ab.

https://www.google.de/amp/www.mirror.co.…p?client=safari
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Scarpine

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Montag, 12. Juni 2017, 14:27

Da man aktuell ja wieder gar nichts von Eon Productions Ltd. und Bond 25 hört, wird ein Starttermin im Herbst 2019 (bei Produktionsbeginn im kommenden Jahr) immer wahrscheinlicher. Immerhin würde sich ein Neuner-Jahrgang ja traditionell (1969,1979,1989,1999) in ziemlich guter Gesellschaft befinden.
Das macht Hoffnung... :pop:
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bonddd

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Mittwoch, 26. Juli 2017, 11:40

Hab auch gehört, dass es 2019 soweit ist ! :thumbsup: